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SMD

3 Millionen für den FCB

Startbeitrag von SMD am 19.03.2006 20:53

«SonntagsZeitung» vom 19.3.2006, Seite 39


3 Millionen für den FCB


Gegen Middlesbrough ist der Uefa- Cup erstmals ein Geschäft


VON UELI KÄGI


STRASBOURG Ein paar Franken kann sich der FC Basel in diesem Frühling sparen. Er braucht keinen neuen Taschenrechner, um die Einnahmen aus dem Uefa- Cup zu bestimmen. Die Erträge sind trotz Viertelfinal- Qualfika – tion erst bei 7 Millionen Franken angekommen. In der Champions- League- Saison 2002/ 2003 war der FCB in einer finanziell anderen Liga geflogen: 28 Millionen Franken betrugen seine Brutto- Einnahmen dank 14 Millionen Eintrittsgeldern sowie 14 Millionen Uefa- Prämien und TV- Einnahmen. 7,3 Millionen Gewinn blieben am Ende.

16 Spiele absolvierte Basel im Champions- League- Jahr, die vier Qualifikationspartien inklusive. Bei 12 europäischen Auftritten ist der Schweizer Meister in dieser Saison angekommen. Davon fanden 10 im Rahmen des Uefa- Cups statt, daneben verlor das Team in der Champions- League- Qualifikation gegen Bremen. FCBFinanzchef und Verwaltungsratsmitglied Mathieu S. Jaus hat sich eine Einnahmeformel zurechtgelegt: « Pro Heimspiel ist der Ertrag in der Champions League viermal höher als im Uefa- Cup. »


Die Hälfte der bisherigen Gesamteinnahmen dank Bremen


In der Champions League konnte der FCB dank dem Prämiensystem auch auswärts verdienen. Im Uefa- Cup sind die Auftritte im St.- Jakob- Park einzige Ertragsquelle. Mit den Zuschauern hat er in den bisherigen 6 Heimpartien fünf Millionen Franken eingespielt. Weitere zwei Millionen handelte er für Fernsehrechte und Bandenwerbung aus. Diese 7- Millionen- Franken- Rechnung beinhaltet das Heimspiel gegen Werder Bremen, das durch ein fast volles Stadion und den Verkauf der Fernsehrechte rund 3 Millionen Franken eingebracht hat. Ein ausverkauftes Stadion mit erhöhten Eintrittsgeldern bei Champions- League- Spielen spült brutto gegen 2,5 Millionen Franken in die Kassen, davon dürften gegen zwei Millionen liegen bleiben. Im Uefa- Cup ist ein gefüllter St.- Jakob- Park brutto rund 1,5 Millionen Franken Wert, in der nationalen Liga 1 Million.

Zum Basler Geschäft im Uefa- Cup sagt Jaus: « Bislang schreiben wir eine schwarze Null. » Belastet wird die Rechnung vor allem durch Fixkosten: Stadionmiete inklusiv Sicherheitsdienst und Reinigung ( rund 150 000 Franken pro Match), Polizeiabgaben ( 1.60 Franken pro Zuschauer), VIP- Catering, Erfolgsprämien, Reisekosten von durchschnittlich 60 000 Franken. Das Pech des FCB war, dass er die finanziell interessanten Gruppenspiele gegen die Roma und Roter Stern Belgrad auswärts austragen musste. In den K. o.- Runden empfing er Monaco in der Kälte und Strasbourg unmittelbar nach der Fasnacht. Alle bisherigen Heimspielgegner zogen keine Fernsehstationen aus den ganz lukrativen Märkten Deutschland und England hinter sich her. Mit dem Schweizer Fernsehen bestehen Fixverträge. Sie trugen im Sechzehntel- und Achtelfinal je geschätzte 150 000 Franken ein. Jetzt aber steht der FCB im Viertelfinal. Jetzt ist Middlesbrough der Gegner, der aus der Premier League kommt. Sportlich attraktiv. Wirtschaftlich lukrativ. « Die letzten Acht zu erreichen ist für das Renomée wichtig » , sagt Jaus.

Nun aber hat er auch wieder etwas zu Rechnen: « Ab dem Viertelfinal rentiert für uns der Uefa- Cup. » Mit dem Middlesbrough- Heimspiel am 30. März kann der FCB seinem Konto noch einmal so viel gutschreiben wie mit dem Bremen- Match. Er wird seinen europäischen Gesamtertrag um rund 3 Millionen auf 10 Millionen Franken Brutto steigern. Der TV- Vertrag mit einem englischen Kanal dürfte laut Jaus « einen schönen sechsstelligen Betrag » Wert sein. Das Schweizer Fernsehen wird jetzt mindestens 200 000 für die Übertragungsrechte zu überweisen haben.


Ab dem Halbfinal wird der Uefa- Cup zentral vermarktet


Und der FCB findet nicht, dass er mit dem Viertelfinal am Ziel angekommen ist. Trainer Christian Gross träumt vom Final und seine Spieler widersprechen ihm nicht. Es könnte zum Basler Vorteil werden, dass sich Middlesbrough über das Los freut. Sein Coach Steve McClaren sagt zwar: « Die Sache mit Gross ist, dass er die Premier League kennt. Das könnte es für uns schwierigermachen. » Aber er erklärt auch: « Wir wissen schon viel über Basel und sind ziemlich zuversichtlich. » Die Engländer stehen in der Liga nicht besser als auf Rang 15.

Sie haben nicht die Mannschaft, die der FCB nicht bezwingen könnte. Für den Sieger folgt im Halbfinal ein Team aus Bukarest, Steaua oder Rapid. Und im Halbfinal folgt für den Sieger das nächste Geld. Die letzten beiden Runden werden von der Uefa zentral vermarktet. Dann werden noch einmal die Kassen klingeln.

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Re: 3 Millionen für den FCB - Detail



von SMD - am 19.03.2006 20:54
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