Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Red Blue Devils Poeten Forum
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren
Beteiligte Autoren:
Mätzli, Rotblau, Betty Bossi

Die Schweiz wird die Überraschung der WM

Startbeitrag von Betty Bossi am 05.06.2006 06:43


"Die Schweiz wird die Überraschung der WM"
München - Die Erwartungen und die Rollenverteilung in der Gruppe G könnten unterschiedlicher nicht sein.

Die Schweizer um Torjäger Alexander Frei sieht Rohr als größte Überraschung der WM
In Frankreich legte Trainer Raymond Domenech seinem Team eine hohe Last auf die Schultern, indem er den Titel forderte.
Die Schweizer stapeln dagegen tief. "Das Turnier in Deutschland kommt für uns vielleicht ein bisschen zu früh", drückte Nationaltrainer Jakob "Köbi" Kuhn die Erwartungshaltung.
Südkorea selbstbewusst
Die Südkoreaner träumen nach nach der Halbfinal-Teilnahme vor vier Jahren von einem weiteren Fußball-Märchen.
"Wir haben noch das Selbstvertrauen von 2002. Damals hat man ja gesehen, dass Südkorea gut Fußball spielen kann. Wenn wir unsere beste Leistung abrufen, werden wir auch ins Achtelfinale einziehen", hält Bundesliga-Legionär Du-Ri Cha, bei der WM nicht dabei, die Ansprüche hoch.
Togo will überraschen
Keine großen Ansprüche stellt dagegen Togo. Die Afrikaner hoffen, für die ein oder andere Überraschung zu sorgen.
"Wir sind ein kleines Land. Keiner hatte uns die Qualifikation zugetraut, aber wir haben es trotzdem geschafft. Bei der WM können sich die Spieler weiterentwickeln und Erfahrungen sammeln", stuft der frühere Bundesliga-Spieler und bekannteste togolesische Fußballer Bachirou Salou sein Heimatland realistisch ein.
Was von den Teams während der Endrunde zu erwarten ist, hat Gernot Rohr, Trainer des Schweizer Erstligisten Young Boys Bern und Frankreich-Experte, für Sport1.de analysiert.

* Frankreich:

"Viele Leute sehen die Franzosen sehr skeptisch. Doch ich denke, dass Frankreich noch mal an den Erfolg von 1998 anknüpfen kann. Denn die guten Einzelspieler sind da. Sie müssen jedoch beweisen, auch als Mannschaft stark zu sein und den Teamgeist entwickeln, den sie vor acht Jahren unter Trainer Aimé Jaquet hatten.
Raymond Domenech ist eine ganz andere Trainerpersönlichkeit. Er spielt taktisch ganz anders und provoziert gerne. Sein Verhalten hat zu Problemen mit den Medien und jetzt auch mit den Fans geführt. Das hat kurz vor der WM gerade noch gefehlt.
Jetzt brauchen die Franzosen vor allem gute Leistungen und Ergebnisse, um alles wieder ins Lot zu bringen. Die Querelen der letzten Wochen in der Torwartdiskussion und die Pfiffe der Zuschauer werden bei guten Leistungen schnell vergessen sein.
Die Ansprüche in Frankreich sind sehr hoch. Selbst der Trainer hat überall getönt, dass er Weltmeister werden will.
Die ganze Mannschaft steht nach dem frühen Aus vor vier Jahren in der Pflicht. Dieses Debakel möchte man vergessen machen. Das wird für zusätzliche Motivation sorgen. Sie haben auch die Qualität, ein gutes Turnier zu spielen.
Diese Erwartungshaltung ist aber nicht nur an Zinedine Zidane geknüpft. Man hat gesehen, dass er in den letzten Monaten ein wenig müde geworden ist. Von daher wäre es sehr unsicher, nur auf ihn alleine zu setzen.
Vielleicht ist das auch ganz gut so. Denn wenn man nur auf einen Spieler baut, ist die Gefahr groß, dass er im Spiel ausgeschaltet wird, sich verletzt oder ein Formtief hat. So ist eine kollektive Leistung gefordert.
Dennoch ist er für den Teamgeist sehr wichtig. Schon seine Präsenz ist Gold wert. Außerdem ist die Tatsache, dass es sein letzter großer Auftritt vor dem Karriereende ist, sehr wichtig. Er wird versuchen, mit einer tollen Leistung seine glorreiche Karriere zu beenden. Und das hat er auch verdient.
Er kann die Franzosen sehr weit führen. Für mich zählt Frankreich zum Kreis der Teams, die ins Halbfinale kommen."

* Schweiz:

"Die Schweizer haben eine sehr junge und starke Mannschaft. Es ist eine gute Mischung aus begeisterungsfähigen Spielern verschiedener Herkunft. Einige stammen aus dem Ausland, sind aber in der Schweiz geboren und aufgewachsen.
Dieses multikulturelle Gefüge ist offensiv ausgerichtet. Wie die ganze Schweizer Liga spielt man gut und gerne nach vorne. Eine kleine Schwäche ist die Defensive. Die ganze Abwehrreihe, vom Torwart angefangen, ist nicht so hundertprozentig sicher wie der Angriff.
Die Erwartungen sind sehr optimistisch. Das Erreichen des Achtelfinales ist das offizielle Ziel. Erwartet wird jedoch der Einzug ins Viertelfinale.
Das Selbstbewusstsein ist nach der guten Qualifikation groß. Mit ihrem erfahrenen Trainer "Köbi" Kuhn traue ich den Schweizern zu, die Überraschungsmannschaft der WM zu werden. Wenn der Sprung ins Viertelfinale geschafft wird, ist mit ganz viel Glück auch das Halbfinale drin.
Der Vorteil dabei ist, dass die vielen jungen Spieler im Verlauf des Turniers noch steigerungsfähig sind, während bei den Älteren dann oft die Kräfte abbauen."

* Südkorea:

"Ich glaube nicht, dass die Südkoreaner diesmal so weit kommen können wie bei der WM 2002. Die Leistung vor vier Jahren war doch sehr abhängig vom Heimbonus.
Sie werden in der Gruppe eine Außenseiterrolle einnehmen und sich mit Togo um den dritten Platz streiten.
Die Stärken liegen wieder im läuferischen und kämpferischen Bereich. Spritzigkeit, Geschlossenheit und Beweglichkeit sind Schwerpunkte, auf denen das Spiel der Südkoreaner aufbaut.
Der Schwachpunkt liegt wie bei den Schweizern in der Defensive."

* Togo:

"Mit Spielern aus der sechsten französischen Liga und sogar aus der A-Jugend von Bayer Leverkusen sind die Togolesen der krasseste Außenseiter des Turniers.
Doch das Team ist nicht zu unterschätzen und zu allem fähig. Otto Pfister muss versuchen, für die ein oder andere Überraschung zu sorgen. Und das traue ich ihnen zu.
Das Spiel muss auf Stürmer Emmanuel Adebayor ausgerichtet werden. Er kann an guten Tagen sehr viel anstellen. Wenn man auf Konter spielt und Adebayor geschickt einsetzt, ist eine Überraschung möglich.
Togo kann bei der Endrunde über sich hinaus wachsen. Doch am Ende werden sie wohl erwartungsgemäß in der Vorrunde ausscheiden."

* So sieht Rohr die Abschlusstabelle:

Frankreich und die Schweiz werden ins Achtelfinale einziehen. Die Schweizer könnten dabei schon in der Vorrunde auf sich aufmerksam machen und Frankreich den ersten Rang streitig machen.
Um den dritten Platz kämpfen Südkorea und Togo, wobei die Asiaten wohl das bessere Ende für sich haben werden.
Gerrit Nolte

Quelle:
[www.sport1.de]

Antworten:

Die Aussagen von Gernot Rohr sind auf seine Tätigkeit in der Schweiz zurückzuführen.

Betreffend Frankreich. Ich traute den Franzosen höchstens das Viertelfinale zu. Aber offenbar macht es den Anschein, dass Trainer Raymond Domenech tatsächlich mit dem schnellen Florent Malouda und dem nur 170 cm grossen Dribbelkünstler Franck Ribéry spielen will. Das würde die Mannschaft natürlich gewaltig verstärken und es der Schweiz schwieriger machen, eine Überraschung zu schaffen.



von Rotblau - am 05.06.2006 16:26
Die Schweiz kann gar nicht zur Überraschung der WM werden, wenn ein gewisser Ivanov das Spiel gegen Frankreich pfeift. Da liegt dann höchstens noch der zweite Gruppenrang drin und das logische Aus gegen Spanien.

Werde dem Herrn genau auf die Finger schauen, der das FCB Heimspiel gegen ManU "gedreht" hat, dieses Schwein!



von Mätzli - am 06.06.2006 20:31
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.