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Red Blue Devils Poeten Forum
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Rotblau, Spitzkick, Mätzli, Mahatma, Zuschauer, Betty Bossi, Captain Sky

Geht die Transferpolitik so weiter?

Startbeitrag von Spitzkick am 02.12.2006 13:37

Zitat von Gigi Oeri vom untenstehenden Artikel:
'Oder braucht es in der Winterpause frische Kräfte?«Darüber reden wir in der Pause, nicht jetzt», stellt Oeri klar, «dann werden wir alles in Ruhe analysieren.

Das heisst für mich nichts anderes, man wartet mal ab, geniesst die Ferien. Wartet ab, ob jemand das Kader verlässt, und reagiert dann allerdings mit Spielern, die halt gerade auf dem Markt sind, solche die anderswo nicht mehr allzu wanted sind. Nichts Neues im Westen. Mit dieser defensiven Strategie wird man kaum Perlen an Land ziehen können und wieder zu spät sein, andere (FCZ, Sion) werden diese Perlen bereits erspäht haben.
Wake up, sweet FCB!

«Das war das schlechteste Spiel»

FCB-PRÄSIDENTIN GIGI OERI ÜBER DAS SCHEITERN IM UEFA-CUP UND DIE ZIELE FÜR 2007
Zoom Schwere Zeiten. FCB-Präsidentin Gigi Oeri mit ihrem wichtigsten Angestellten des Vereins, Trainer Christian Gross. Foto Keystone

MARCELROHR, FLORIAN RAZ, Krakau

Vor den beiden letzten Spielen im Fussballjahr 2006 herrschte beim FC Basel gestern gedämpfte Stimmung beim Heimflug aus Polen. Das Aus im Uefa-Cup schmerzt die Betroffenen sehr.

Mit über zwei Stunden Verspätung war es endlich so weit: Der FCBasel landete. Und zwar am Flughafen Basel-Mulhouse. Wie schon beim Hinflug am Mittwoch hatte stockdichter Nebel den Airport in Krakau lahmgelegt, der rotblaue Tross musste den Umweg über Katowice inKauf nehmen.
Gelandet ist der FCBasel auch in der grauen Realität, die sich nach dem 1:3 gegen Wisla Krakau bescheiden präsentiert. Zwei Remis zuhause stehen zwei deftige Auswärtsniederlagen gegenüber. Eine gute Uefa-Cup-Gruppenphase sieht anders aus.
Dementsprechend gedämpft war die Stimmung gestern beim Rückflug. Zeit, sich über die Flut der Gegentore Gedanken zu machen, hatten die Spieler während der stundenlangen Warterei genug. 29 Goals in 16 Meisterschaftsspielen sowie 9 Gegentore in den Uefa-Gruppenspielen sagen alles über den instabilen Verbund, der sich Verteidigung nennt. «Wir kassieren eindeutig zu viele Goals. Alle müssen mehr arbeiten, um dies zu verhindern, alle. Nicht nur die Abwehrspieler», sagte Chefscout Ruedi Zbinden gestern und schüttelte immer wieder den Kopf.
Etwas moderater verpackte Trainer Christian Gross die missglückte internationale Herbst-Kampagne: «Wir sind zu unbesonnen, wenn es nicht läuft. Deshalb müssen wir abgeklärter werden, wir bauen den Gegner immer wieder schnell auf.» Als Paradebeispiel dient der schnelle 1:1-Ausgleich der Polen - nur 75 Sekunden nach dem Führungsgoal durch Mladen Petric.

Im Abseits. Mit «neunzig Prozent Enttäuschung und zehn Prozent Wut im Bauch» flog auch Gigi Oeri zurück nach Basel. Die Präsidentin hatte in Krakau «das schlechteste Spiel in dieser Gruppenphase» gesehen, «das 1:3 geht in Ordnung, keine Frage».

Wie Gross hält auch die Clubchefin fest, dass ein Weiterkommen in den beiden Heimspielen gegen Feyenoord Rotterdam (1:1) und Nancy (2:2) vergeben wurde. Oeri: «Da hätten wir gewinnen müssen.»
Nun steht der FCBasel international abseits, wenn im Februar 2007 der Ball wieder rollen wird. «Darin sehe ich keinen Vorteil für uns in der Super League», stellt Oeri klar, «denn die internationalen Spiele haben uns immer weitergebracht.»
Gross nennt in diesem Zusammenhang die Namen Delgado, David Degen, Petric und Majstorovic, die sich nur dank starken Leistungen im Uefa-Cup für höhere Aufgaben - Ausland-Transfer oder Nationalmannschaft - empfehlen konnten.
Das fällt nun weg. «In der Super League und im Swisscom Cup können wir unsere Saisonziele immer noch erreichen», denkt Oeri. Das hat auch Gross vor Augen, der davon ausgeht, «dass wir nach den Winterferien voll angreifen werden». Zuerst stehen allerdings noch die beiden Spiele gegen Luzern (Montag, 19.45 Uhr) in Basel sowie beim FCAarau an.
Die Frage wird sich auch über jene 180 Minuten hinaus stellen: Reicht die spielerische Substanz im Kader, um im Mai 2007 doch noch den Meistertitel feiern zu können? Oder braucht es in der Winterpause frische Kräfte? «Darüber reden wir in der Pause, nicht jetzt», stellt Oeri klar, «dann werden wir alles in Ruhe analysieren. Und dann werden uns die Ferien sicher gut tun, das letzte halbe Jahr war schwer.» Offen lässt die Mäzenin auch, ob sie im Januar in das jetzt schon 25-köpfige Profikader investieren wird: «Das hängt auch davon ob, ob uns ein oder gar mehrere Spieler verlassen werden.» Im Winter 2005/06 zog es Julio Hernan Rossi und Patrick Müller weg vom FCB, nun könnte es Mladen Petric sein, den eine gut dotierte Offerte aus dem Ausland lockt, obwohl der Torjäger noch bis 2008 unter Vertrag steht.

Zu viel Mittelmass. In Sachen Spieler-Verkäufe müssen sich die Basler Verantwortlichen keinen Vorwurf gefallen lassen. Ob Delgado, ob Zuberbühler, ob Degen, ob Rossi: Sämtliche Transfer machten aus sportlichen oder finanziellen Überlegungen Sinn. Dagegen, und das ist eines der grossen Probleme der FCB-Ausgabe 2006/07, hat man auch im Sommer zu viel Mittelmass gekauft. Ein Blick auf die rotblaue Aufstellung in Krakau sagt viel dazu: Mit Delron Buckley figurierte nur ein einziger Neuzugang in der Startelf. Cristiano und Burgmeier drückten wieder einmal nur die Ersatzbank, Felipe Caicedo (keine Spielbewilligung) und Franco Costanzo (rot-gesperrt) fehlten aus anderen Gründen. «Wir haben die optimale Mischung noch nicht gefunden«, meint Zbinden, «und vor allem reden die Spieler zu wenig miteinander. Keiner gibt die klaren Signale auf dem Platz.»

Die vielen Sprachen. Ein Sprachproblem will Zbinden nicht ausgemacht haben - doch einfacher wird es sicher nicht, wenn ein Liberianer (Crayton) im Tor seine Vorderleute dirigieren muss, die aus Australien (Chipperfield), Japan (Nakata), Schweden (Majstorovic) und der Zentralschweiz (Zanni) kommen, wenn man selbst nur Englisch spricht. Diese Weltsprache verbindet im Mittelfeld Sterjovski (Australien) mit Ergic (Serbien) und Buckley (Südamerika), während Malick Ba Französich bevorzugt. Damit können Rakitic (Kroatien), Petric (Kroatien) und Kuzmanovic (Mazedonien) jedoch nicht viel anfangen.

Natürlich ist die Sprache nicht die Wurzel allen Übels, kommunizieren kann immer, wer will, und Klasse bleibt eben Klasse - aber ein weiteres Indiz für die zahlreichen Problemzonen, die sich tief durch diesen FCBasel ziehen, ist es mit Sicherheit. >

Antworten:

Hätte man einen Sportchef, könnte Gigi bereits jetzt mit diesem die Lage analysieren und allfällige (Transfer-)Strategien für die Winterpause beschliessen.
Aber so wartet man wohl wieder ewigs und am Ende kommen doch wieder Hanswürste wie Cristiano und co...

von Captain Sky - am 02.12.2006 14:21
Genau das hab ich mir auch gedacht. Es wird nicht agiert, sondern reagiert, bis es zu spät ist.



von Mätzli - am 02.12.2006 16:45
Es soll Leute geben welche den Unterschied von agieren bzw. reagieren nicht kennen ...

von Betty Bossi - am 02.12.2006 17:09
Ich gehe davon aus, dass der FCB sich nicht verstärkt. Übrigens, Vereine wie FC Thun, FC Schaffhausen und FC Aarau hätten Verstärkungen noch dringender nötig.



von Rotblau - am 03.12.2006 11:16
Warum? Schaffhausen wird Meister. Gross hat im Sommer gesagt: " Wer Meister werden will muss zuerst..... blablabla" :D



von Mätzli - am 03.12.2006 11:22
FC Schaffhausen steigt direkt ab. FC Thun kommt in die Barrage, denn er verleirt auch dann, wenn er gut spielt.
Die Aarauer werden mit viel Kampf Rang 8 erreichen.

Gross' Blabla nimmt kaum jemand mehr ernst, nicht einmal die Spieler.



von Rotblau - am 03.12.2006 11:44
Wenn im Winter keine Transfers getätigt werden, und Petric adieu sagt, dann ist es wohl wirklich so, dass Gigi nicht weiter investieren darf. Eigentlich wäre es fair gegenüber dem Jahreskartenbesitzer, dies schon jetzt explizit zu verkünden.
Mittelfristig brauchts - um aus diesem Dilemma herauszufinden - eine starke Gehaltskürzung des Kaders und Aufbau auf niederem Niveau mit neuen Spielern (so, wie es auch GC tun musste..).

von Spitzkick - am 03.12.2006 13:12
Eigentlich wäre es fair gegenüber dem Jahreskartenbesitzer, dies schon jetzt explizit zu verkünden.
Finde ich nicht. Ein FCB-Fan geht zum den Spielen, egal was der FCB für einen Seich kickt. Glory-Hunters braucht man nicht im Voraus zu informieren.



von Rotblau - am 03.12.2006 18:53
blöd, gibt es keine wirklichen fans auf der welt.

aber betreffend dem SK-statement hast du sicherlich recht. ich kauf mir auch jedes jahr eine, egal, welchen scheiss die jungs spielen und/oder welche transfers getätigt werden.



von Zuschauer - am 03.12.2006 20:36
Spitzkick schrieb:

Zitat

... Mittelfristig brauchts - um aus diesem Dilemma herauszufinden - eine starke Gehaltskürzung des Kaders und Aufbau auf niederem Niveau mit neuen Spielern (so, wie es auch GC tun musste..).

Denke nicht dass eine starke Gehaltskürzung nötig ist. (Sie würde anständig auch viele Jahre beanspruchen. Die Art und Weise von GC möchte ich beim FCB nicht erleben).

Wichtig wäre ein guter, starker Sportchef. Ein (seriöser) Sportchef hat das ganze Jahr viel zu tun. Sie machen zwar gute Arbeit, aber beim raschen Handeln ist der FCB überfordert.

Die Juniorenarbeit ist gut und hervorragend. Dennoch fehlt noch etwas für eine grosse, abgerundete Transferpolitik.
Hitzfeld ist mein Wunschkanditat. Das ist wohl ein Traum.
Hegi wäre eine gute Lösung. (Ich weiss, dass nicht ihn mögen). Er ist integer, kompetent und hat neben der grossen Fussballkompetenz noch weitere Stärken.

Ein Sportchef wäre auch ein Vorteil für den Trainer.



von Mahatma - am 04.12.2006 09:49
Mahatma schrieb:

Zitat



Ein Sportchef wäre auch ein Vorteil für den Trainer.


Sachlich: Eindeutig JA.

Personell: Gross und Gigi sind dagegen. Gross hätte einen Gegenpart, einen Widerspruch, das mag er nicht gerne.
Gigi würde Ihr Ressort 'Transferchefin' verlieren, und käme sich wohl als Verliererin vor, obwohl gerade solche Entscheidungen im Sinne der Sache von Grösse zeugen würde, würde sie sich als Mäzenin zurück ziehen.

von Spitzkick - am 04.12.2006 17:58
Ob Gigi dagegen ist bin ich mir nicht sicher. Ich habe eher das Gefühl, dass sie dachte, es ginge ohne. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie jetzt einen Sportchef haben möchte. Eine Frage ist wer.

Beim Ressort sehe ich das anders. Da bleibt es (eigentlich) wie es ist. Für die Finanzen braucht es nach wie vor ihre Zustimmung. Bei den Namen hat sie sich wohl immer draussen gehalten.



von Mahatma - am 05.12.2006 12:25
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