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Zuschauer, Betty Bossi, Rotblau, Spitzkick, RKB, mazy, Tschum, Kopfschüttler, Mätzli, Mahatma, grufty, Wendelin_Aenishaenslin

Hitzfeld offenbar kurz vor Verpflichtung

Startbeitrag von Zuschauer am 17.12.2006 13:48

Ottmar Hitzfeld wird HSV-Trainer

Trennung von Thomas Doll angeblich beschlossene Sache

Die Trennung des Hamburger SV von seinem Trainer Thomas Doll ist angeblich beschlossene Sache und Ottmar Hitzfeld der erste Anwärter auf die Nachfolge beim 17. der Fußball-Bundesliga. Nach Informationen des Hamburger Abendblatts gibt es angeblich einen "Geheimplan", nach dem Doll in den nächsten Tagen verabschiedet und der ehemalige Bayern-Trainer verpflichtet werden.


Gemeinsam mit Hitzfeld werde sein ehemaliger Co-Trainer Michael Henke, derzeit noch Sportchef in Saarbrücken, zum HSV kommen.

Für Hitzfeld wäre es nach Ende seiner Tätigkeit in München vor zweieinhalb Jahren die erste Beschäftigung als Trainer. Der Plan der Hamburger soll zudem vorsehen, dass der 57-Jährige nur bis zum Sommer als Coach fungiert und dann Dietmar Beiersdorfer als Sportchef der Hanseaten ersetzt. Der HSV-Vorstand hatte nach dem 3:3 bei Alemannia Aachen am Samstag engekündigt, in der kommenden Woche über die Trainerfrage entscheiden zu wollen.

Antworten:

sorry, habe vergessen anzumerken, dass dies ja ein OT-thread ist :D



von Zuschauer - am 17.12.2006 14:01

Re: Hitzfeld dementiert


sueddeutsche.de

17.12.2006 14:48 Uhr
Dementi

Spekulationen um HSV-Trainer - Hitzfeld dementiert

Hamburg (dpa) - Erfolgstrainer Ottmar Hitzfeld hat Spekulationen zurückgewiesen, er werde Nachfolger von Trainer Thomas Doll beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV.


«Das stimmt definitiv nicht», sagte der 59-Jährige im ZDF. «Ich selber wurde nicht gefragt. Ich habe kein Interesse nach Hamburg zu gehen.» Sollte er auf den Trainerstuhl eines Vereins zurückkehren wollen, müsse es schon «Klick machen», sagte Hitzfeld. «Ich bin in einer guten Situation, dass ich abwarten kann.»

Das «Hamburger Abendblatt sonntags» berichtete von einem Geheimplan des HSV. Demnach sei die Trennung von Doll und eine Verpflichtung Hitzfelds beschlossen. Nach Angaben der Zeitung sollte der ehemalige Bayern-Trainer gemeinsam mit seinem früheren Co-Trainer Michael Henke nach Hamburg kommen. Der Trainerjob sollte bis Sommer befristet sein, dann hätte Hitzfeld Sportchef Dietmar Beiersdorfer ablösen können, hieß es weiter.

Der HSV wollte sich einen Tag nach dem 3:3 bei Alemannia Aachen auf keine Trainerdiskussion einlassen. «Es wird an allen Ecken und Enden spekuliert. Dazu sagen wir gar nichts», erklärte HSV-Sprecher Jörn Wolf. «Anfang der Woche wird die Sachlage analysiert. Wir machen die Entscheidung nicht von einem Spiel abhängig.» Die Zukunft von Trainer Doll beim HSV nach nur einem Sieg in 17 Bundesliga-Spielen dieser Saison ist offen. Vor der Partie in Aachen hatte die HSV- Führung zu einer Weiterbeschäftigung des 40 Jahre alten Fußballlehrers in der Rückrunde tendiert.

von Betty Bossi - am 17.12.2006 14:16

Da hat sich ja ...

... wieder mal jemand tüchtig blamiert.

(Ich meine natürlich nur den HSV und die Medien, die das verbreitet haben. ;))

von Tschum - am 17.12.2006 15:29

Re: Da hat sich ja ...

hab ich mir auch gedacht. unseriöse berichterstattung :rolleyes:

aber ist wohl nicht nur für publikationen wie das abendblatt typische berichterstattung. gibt ja auch diverse andere berichte, die hitzfeld nach basel schrieben. man sieht, die peinlichkeit zieht sich durch diverse levels hindurch wie ein roter faden ;)



von Zuschauer - am 17.12.2006 15:47
Na, das wird er sich ja nun wahrlich nicht antun, oder?

Den HSV, in einer in der letzten Saison nahezu unvorstellbaren Krise, zu übernehmen!

Mensch, was haben wir VfB-ler letzte Saison neidvoll gen Norden geblickt. Die Hanseaten hatten einfach alles - vom richtigen Fussballstadion bis zur CL-Quali - wovon wir träumten und die Spieler auf die der VfB scharf war, zuvorderst der Sanogo, staubten sie auch noch ab! Bei allem, was bei uns nicht klappte und bei uns klappte fast nix, wurde uns ständig - auch von den eigenen Fans - der HSV mit seinem grandiosen Management unter die Nase gerieben.

Und dann dieser Absturz ins nahezu Bodenlose, der Auftritt in der CL---ohne Worte!

Ich sag's ohne Häme, der HSV ist eigentlich n Verein, den ich - im Gegensatz zu Hühnchen und Schlaski - durchaus ab kann, aber was willste machen, wenn der eigene Mann in der 90. Minute durch ein Eigentor noch den sicheren Sieg vergeigt. Auch beim Spiel gegen den VfB waren sie wirklich gut, um nicht zu sagen über weite Strecken spielbestimmend, aber sie kriegen kein zählbares Ergebnis hin und der VfB gewann durch Tore in der letzten Viertelstunde (Gott sei Dank, aber man muss sagen eigentlich unverdient) mit 2:0

Dem Hitzfeld traue ich einfach ne rationale Einschätzung der dortigen Lage zu, und deshalb lässt er davon die Finger Im Gegensatz zum Daum, der wohl wirklich glaubt, daß er messiasmässig übers Wasser laufen kann und das Kölschen -2.Liga-Wasser noch irgendwie 1.Bundesliga-Wein verwandelt.

von mazy - am 17.12.2006 15:48

Re: Da hat sich ja ...

Der HSV hatte eigentlich eine gute Entwicklung durchgemacht letztes Jahr. Gute Transfers (Boularuzh, Atouba, Von Buyten). Das starke Innenverteidiger-Duo hat man dann des Geldes wegen an Chelsea + Bayern verhökert. Barbarez wollte man trotz guter Jahre nicht weiter an sich binden. Diese Entscheide gingen voll den Bach hinunter, mit der Konsequenz, dass die Verteidigung nicht mehr funktioniert, und vorne keine Tore gemacht werden. Dafür ist in erster Linie der Sportchef verantwortlich. Man sieht: Die Aufbauarbeit an die Spitze kann lange dauern, der Niedergang kann blitzschnell gehen. Geht also anderen nicht anders...;-)

von Spitzkick - am 17.12.2006 15:48
Immer diese Besserwisser ... :)

Wahrscheinlich wollte ein Neidscher schocken ... ;)



von Mahatma - am 17.12.2006 17:02

Re: Hitzfeld dementiert

Dementis sind so eine Sache..... Noch Mitte Woche wurde auf der Homepage von Nantes Berichte eines Journalisten in Sachen Barthez aufs heftigste dementiert - in der sonntagmorgentlichen Fussballsendung auf TF1 gab es dann ein längeres Liveinterview mit dem Präsidenten von Nantes im Beisein von Barthez, wo dessen Verpflichtung thematisiert wurde.... :rolleyes:



von grufty - am 17.12.2006 18:36

Re: Da hat sich ja ...

Ich denke eher, dass das gute Innenverteidigungsduo nicht mehr für Hamburg spielen wollte, weil es anderswo mehr Kohle gibt.

PS: Hamburg wird locker nicht absteigen. Die Teams aus Aachen, Cottbus, Wolfsburg und wie sie alle heissen werden zurückfallen. Aber schliesslich ist es mir egal, wer in Deutschland auf- und/oder absteigt.



von Rotblau - am 17.12.2006 20:48

Re: Hitzfeld dementiert

Dementis können auch heissen: 'Wir haben doch vereinbart, dass wir bis zur Vertragsunterzeichnung keine Infos nach aussen tragen.' Oder aber: 'Bin zwar interessiert, aber nicht zum Gehalts-Angebot, da muss noch mehr auf den Tisch gelegt werden'.
Die Medien werden für die eine oder andere Seite in solchen Verhandlungsphasen auch instrumentalisiert.

von Spitzkick - am 18.12.2006 07:18

Re: Hitzfeld offenbar kurz vor Verpflichtung, ABER BEIM BVB ?

gemäss verschiedenen agenturen: [www.gmx.net]



von RKB - am 18.12.2006 10:27

Re: und so schnell gehts, dann ist auch für den BVB der Traum vorbei...

[www.gmx.net]



von RKB - am 18.12.2006 12:37

Re: und so schnell gehts, dann ist auch für den BVB der Traum vorbei...

Hitzfeld spekuliert halt darauf, dass der HSV in seiner Not unserm Chrigel G. eine Offerte auf den Tisch blättert, die der nicht ablehnen kann, worauf er, O.H., dessen Posten beim FCB erbt... ;-)



von Wendelin_Aenishaenslin - am 18.12.2006 14:02

Re: Rund um Hitzfeld ....


Borussia Dortmund

Van Marvijk muß gehen, Hitzfeld will nicht kommen


Der BVB trennt sich von Bert van Marwijk
18. Dezember 2006
Borussia Dortmund hat sich am Montag nachmittag erwartungsgemäß von Trainer Bert van Marwijk getrennt. Der niederländische Fußball-Lehrer hatte zweieinhalb Jahre bei den Schwarz-Gelben gearbeitet. Die Entscheidung, die Zusammenarbeit schon nach Abschluß der Bundesliga-Hinrunde zu beenden, fiel nach einem Gespräch, das der Vorsitzende der BVB-Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, und Sportdirektor Michael Zorc mit van Marwijk führten.

Der ehemalige Dortmunder Trainer Ottmar Hitzfeld hatte bereits ein Angebot der Borussia erhalten, lehnte dieses jedoch ab. In der Bundesliga-Geschichte seit 1963 war es der 298. Trainerwechsel. In dieser Saison war nur Peter Neururer (Hannover 96) entlassen worden. Dieter Hecking (Alemannia Aachen) hatte um Vertragsauflösung gebeten, um zu seinem Wunschverein Hannover wechseln zu können.

Hitzfeld: „Es hat nicht gepaßt“

Ottmar Hitzfeld: Keine Rückkehr zum BVB

„Das Angebot hat mich geehrt. Ich habe auch ernsthaft darüber nachgedacht, aber letztendlich hat es nicht gepaßt“, sagte der Erfolgscoach dem Fernsehsender Premiere. Auch die finanziell lukrative Offerte seines ehemaligen Klubs konnte den derzeitigen Fernsehexperten zweieinhalb Jahre nach seiner Trennung vom FC Bayern München nicht zu einer Rückkehr auf die Trainerbank bewegen.

Die Hoffnungen der Dortmunder Vereinsführung auf eine Zusage erwiesen sich damit als Wunschdenken. In den vergangenen Tagen hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke heimlich, still und leise versucht, Hitzfeld als Nachfolger des glücklosen Bert van Marwijk zu gewinnen. Schon während der 1:2 (0:1)-Niederlage am Sonntag gegen Bayer Leverkusen forderten einige Fans in Sprechchören dessen Rückkehr.

Van Heesen denkt nicht an vorzeitigen Abschied

Schon nach der Partie deutete alles auf eine schnelle Trennung. „Das Spiel gegen Leverkusen hat gezeigt, daß es schwierig würde, so weiter zu machen. Es wäre fahrlässig, nicht über Alternativen nachzudenken“, sagte Watzke. Wer die Mannschaft auf die Rückrunde vorbereiten soll, ist nach der Absage von Hitzfeld allerdings völlig offen. Auch der von Dortmund umworbene Thomas von Heesen verschwendet nach eigenem Bekunden derzeit keinen Gedanken an einen vorzeitigen Abschied aus Bielefeld schon in der Winterpause.

Bereits am Sonntag hatte Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß im „DSF-Doppelpass“ laut über eine Rückkehr von Hitzfeld in die Bundesliga nachgedacht - und damit die Spekulationen geschürt: „Ottmar ist wieder voller Tatendrang. Ich glaube, wenn das richtige Angebot kommen würde, würde er es machen. Aber auf der Trainerbank und nicht als Sportdirektor.“ Erfolgscoach Hitzfeld war zuvor in Hamburger Medien als Nachfolger von HSV-Coach Thomas Doll gehandelt worden, hatte entsprechende Berichte aber dementiert: „Ich wurde nicht angefragt und habe auch kein Interesse, nach Hamburg zu gehen.“

Hitzfeld sagt allen ab

In Dortmund genießt Hitzfeld Kultstatus und galt deshalb als Ideallösung. Er hatte den Klub 1998 als Sportdirektor verlassen und zuvor als Trainer zu zwei Meisterschaften (1995, 1996) und zum Champions-League-Sieg (1997) geführt. Nicht minder erfolgreich war er nach seinem Wechsel zum FC Bayern, mit dem er vier Mal in der Meisterschaft und einmal in der europäischen Königsklasse (2001) triumphierte. Nach einem Jahr ohne Titel gaben die Münchner im Mai 2004 die vorzeitige Auflösung des bis 2005 laufenden Vertrags bekannt. Dem Werben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), als Bundestrainer zu arbeiten, gab der pausierende Hitzfeld damals nicht nach und trat seither nur noch als TV-Experte in Erscheinung.

Der Handlungsbedarf in Dortmund ist riesengroß. Mit Hohn und Spott reagierten viele Zuschauer auf die abermals dürftige Vorstellung gegen Leverkusen. Begleitet von ironischen Gesängen der Fans („Oh, wie ist das schön“, „Deutscher Meister wird nur der BVB“) drängte das Team vergeblich auf den Ausgleich. „Normalerweise mag ich Galgenhumor. Aber es gibt nichts Schlimmeres für einen Sportler, als auf diese Art und Weise angefeuert zu werden“, klagte der eingewechselte Christoph Metzelder.

Beinahe wäre es gar zu einem Eklat gekommen, als rund 100 aufgebrachte Fans noch während der Partie die Osttribüne stürmten, um direkt hinter der Trainerbank lautstark die Entlassung van Marwijks zu fordern. „Zum ersten Mal in meiner Karriere gab es Gesänge gegen mich. Das waren 40, 50 Leute - die ergeben kein realistisches Bild“, sagte der Coach.
Text: FAZ.NET mit Material von dpa/sid
Bildmaterial: AP, dpa



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von Betty Bossi - am 18.12.2006 14:47

Re: und so schnell gehts, dann ist auch für den BVB der Traum vorbei...

Genau das denk ich auch. Ich könnt mich nicht einkriegen vor Freude. *träum*



von Mätzli - am 18.12.2006 15:23

Re: und so schnell gehts, dann ist auch für den BVB der Traum vorbei...

Gopf... dass är nidd zum särbelnde HSV will, verstand ych jo no. Aber wenn är sogar e Offärte vo Dortmund ablähnt, denn ka's nur no si, dass är halt wirgligg druff wartet, bis ändligg d'Afroog vom FCB kunnt! :D



von Kopfschüttler - am 19.12.2006 09:17

Re: und so schnell gehts, dann ist auch für den BVB der Traum vorbei...

woiss denn eurer Trainer schon, daß ihr fleissig auf Trainersuche seid um ihn von der Bank zu schubsen? Oder macht der sowieso nur noch den Platzhalter und hält s'Bänkle warm bis ihr den richtigen habt?

Allerdings der Hoeness, "der meint, dass er denkt, dass er habe läuten hören, daß der Hitzfeld beim richtigen Angebot wieder auf die Trainerbank sitze werde," ist jetzt auch nicht so der Kronzeuge erster Klasse
;)



von mazy - am 19.12.2006 16:00

Re: und so schnell gehts, dann ist auch für den BVB der Traum vorbei...

Nun, unser Trainer hat einen Vertrag bis Juni 2009 und sitzt fest im Sattel. Der verpasste CH-Meistertitel, die spielerisch nicht überzeugende Rückrunde im Frühling 2006, das kürzliche UEFA-Cup-Aus (gegen einen polnischen Punktelieferanten!!!) sowie der enttäuschende momentane 5 Rang spielen da keine Rolle. Auch ein Abstieg in die NLB würde keine Entlassung bedeuten, denn die FCB-Präsidentin ist der meines Erachtens völlig unverständlichen Ansicht, dass der weltfremde FCB-Trainer der beste Trainer überhaupt sei.


von Rotblau - am 19.12.2006 19:07

Re: Aussitzen

Er hat vor seiner Verpflichtung zum FCB ja auch seinen Vertrag von Tottenham 'ausgesessen'. Ist durchaus legitim, für den Verein natürlich weniger lustig.
Weltfremd würd ich nicht sagen, eher beratungsresistent.

von Spitzkick - am 19.12.2006 19:12

Re: und so schnell gehts, dann ist auch für den BVB der Traum vorbei...

mein lieber weltfremder rotblau. auch wenn du das anders siehst: der fcb ist in der nla, nicht höher, kann daher auch nicht in die nla absteigen...



von Zuschauer - am 19.12.2006 21:11

Re: Hitzfeld Interview zu BVB


kicker
Donnerstag 21.12.2006 - 15:25

Dortmund: Ex-Borussen-Coach Ottmar Hitzfeld im Interview
Hitzfeld: "Ich hätte mit einem anderen System spielen lassen"

Ottmar Hitzfeld war nach der Entlassung von Coach Bert van Marwijk für die Dortmunder Bosse Topfavorit auf den vakanten Trainerposten beim BVB. Doch für den ehemaligen Meistermacher der Borussia, der die taktische Ausrichtung van Marwijks kritisiert, war der Kampf um den Einzug in den UEFA-Cup nicht genug Motivation, um zu den Westfalen zurückzukehren.

kicker: Herr Hitzfeld, warum hat es bei Borussia Dortmund nicht "klick" gemacht?

Ottmar Hitzfeld (57): Ich habe ernsthaft überlegt, auf die Bank zurückzukehren. Ich habe versucht, es mir vorzustellen.

kicker: Was hat Sie davon abgehalten, es zu tun?

Hitzfeld: Mein Job bei Premiere macht mir Spaß. Dort habe ich 40 Einsätze im Jahr. Außerdem wäre das von Dortmund ausgegebene Ziel, der fünfte Platz, nicht die totale Motivation für mich gewesen.

kicker: Weil Sie in Ihrer Karriere immer um Titel gespielt haben?

Hitzfeld: Ich will nicht überheblich klingen, aber das ist die Motivation, die mich antreibt. Vielleicht wäre meine Entscheidung anders ausgefallen, wenn die Borussia noch im Pokal vertreten wäre oder noch Aussicht auf einen Champions-League-Platz hätte.

kicker: Schreckte Sie das Beispiel Christoph Daums ab, der Köln zur Herzensangelegenheit erkärte und dort einen Fehlstart hinlegte?

Hitzfeld: Vielleicht, ich weiß nicht. Als die erste Anfrage aus Dortmund kam, sagte ich gleich: Das mache ich nicht. Dann hatten Hans-Joachim Watzke und ich Ende der vergangenen Woche ein sehr gutes Gespräch. Ein Angebot aus Dortmund muss man prüfen, Dortmund war schließlich sieben Jahre meine Heimat. Doch nüchtern und sachlich betrachtet, musste ich absagen

kicker: Inwieweit hat Sie der blamable Auftritt gegen Leverkusen auch ein Stück weit beeinflusst?

Hitzfeld: Meine Entscheidung ist unabhängig von diesem Spiel gefallen.

kicker: Welchen Eindruck hatten Sie am Fernseher?

Hitzfeld: Ich will keine Kritik an Bert van Marwijk üben, aber ich hätte mit einem anderen System spielen lassen. Wenn ich mich für drei Spitzen entscheide, muss ich auf den Seiten dribbelstarke Leute haben.

kicker: Hätte Dortmund mit Ihnen die Kurve gekriegt?

Hitzfeld: 1990/91, in der Saison, bevor ich kam, litt die Borussia auch unter Heimangst.

kicker: Und danach?

Hitzfeld: Wurde fast kein Heimspiel mehr verloren. Ich hätte mir schon zugetraut, diesen Heimkomplex zu vertreiben.

kicker: Halten Sie bei inzwischen fünf Punkten Rückstand die Dortmunder Qualifikation für den UEFA-Cup noch für machbar?

Hitzfeld: Das Potenzial ist da. Die Mannschaft hat unter Wert gespielt, zwar engagiert, aber nicht strukturiert.

Interview: Thomas Hennecke

von Betty Bossi - am 21.12.2006 14:32

Re: Hitzfeld Interview zu BVB

Ich kann mir bestens vorstellen, wie Hitzfeld reagieren würde, wenn er eine Anfrage von uns erhielte:

Zuerst spontan nein, dann ein gutes Gespräch (Basel war schliesslich ein Zeitchen seine Heimat, kann man nicht einfach nicht prüfen), dann ein nüchterner Entscheid: Nicht wirklich interessant und zu anstrengend, weil es mehr als 40 Einsätze pro Jahr bedeuten würde.

Recht hat er ja.

von Tschum - am 21.12.2006 16:31

Re: Hitzfeld Interview zu BVB

Auch wenn es viele erhoffen, ich kann mir nicht vorstellen, dass O.H. mal in BS Trainer sein wird. Seine Ansprüche sind hoch. Das ist sein gutes Recht. Finanziell hat er ja keine Sorgen. Also könnte ihn auch BS nicht reizen. Und bei Premiere verdient er sicher auch nicht schlecht und ist so immer am Ball. Er wohnt in einem steuergünstigen Kanton, was will man noch mehr. Lieber "Märi" geniesse die Vorrentner-Zeit. Fussball-Stress hattest Du schon ausreichend "erleiden" müssen. Und der FC Basel ist keine Top-Adresse für Dich.

von Betty Bossi - am 21.12.2006 16:53

Re: Aussitzen

Weltfremd würd ich nicht sagen, eher beratungsresistent.

"Weltfremd" meine ich in Bezug auf sportliche Belange. Ich kann mir vorstellen, dass der Kerl sehr clever ist, wenn es darum geht, soviel Geld wie möglich aus dem FCB noch herauszupressen.



von Rotblau - am 21.12.2006 21:28
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