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Red Blue Devils Poeten Forum
Beiträge im Thema:
18
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
RKB, Fanti, Kopfschüttler, luki77, optimus, Tuborg, Tschum, wurmi, Captain Sky, Mätzli, Don Daniel, Rotblau

OT: Lägg bi ych froh wenn dä Saich verbyy isch!

Startbeitrag von Fanti am 25.08.2013 20:33

Gmaint isch s "Aidgenössische". In jeedere Zyttig jeede Daag zää Syte Schwinge - in jeedere TV-Sändig vom "Wort zem Sonntag" yber d Rund- und Daagesschau plus G&G und 10vor10 plus Sand- sorry... Säägmäälmännli Schwinge - in jeedem Sportpanorama und Sportlounge und SportAktuell gsehsch Schwinger bim F18-Fliege und Fonduefrässe und Mauntenbaigge und Radiowandere und Bannaanebiege - jeede zwaite TV-Spot handlet vom Schwinge will jeedi zwaiti Schwyzer Firma Keenigspartner vo däm Buurefescht isch - YCH KAA KAINI ZWILCHHOOSE UND SENNEHEMMLI ME GSEH, BASCHTA, ES LÄNGT!!! :mad: :mad: :mad:

Okay, okay, vyllicht ha ych ewäng yberdriibe, aber dä Saich goot mer aifach so langsam aber sicher uff e Sagg...........merggt me's? ;-)

Antworten:

Ich finds guät. Aber jedem sini Meinig...;-)

von optimus - am 25.08.2013 20:49
Mach nomol Kinder und du wirdsch gseh, usser bim Fuessball lauft dr Färnseh scho gar nümm... ;-)

von luki77 - am 26.08.2013 04:40
Y freu mi uf 's Eidgenössische. Isch jo e Art Älpler Champions League.

Grosse Vordail: Es verdrängt die miserable laischtige vom FCB us de Schlagzyyle... :-)

von Mätzli - am 26.08.2013 08:44
Ych lueg so weenig s Zircher TV, dass mir gar nidd uffgfalle isch, dass do vermehrt Säägmählringe kunnt. Ha gmaint, dass isch Normalzuestand und zapp wie immer wyter...

Uff guet Dütsch: Fahneschwingersägmäählwälzealphornblowingandjodeling interessiert mi au nidd.

von Kopfschüttler - am 26.08.2013 09:02
Ich kann mich dem nur anschliessen: Ich betrachte mich als urbanenen Menschen (auch wenn ich weiss, dass ich nicht in einer Weltstadt lebe) und kann darum mit diesem Älplerzeugs wenig bis nichts anfangen. "Meine Schweiz" ist zudem eine liberale Schweiz. Ich kenne mich in der Schwinger-Szene nicht aus, meine Vermutung ist aber, dass da eher ein konservatives Weltbild vorherrscht und man dankbar ist für unliberale Markteingriffe wie Subventionen und Marktabschottung.
Wobei mir die eigentliche Durchführung egal wäre, wenn ich nicht das Gefühl hätte, ich würde indirekt via Billag oder Steuern (Armeeeinsatz...) dafür bezahlen.

von Captain Sky - am 26.08.2013 18:28
gestern beim schauen von sportpanorama, gemeinsam mit meiner frau, ging es mir aus den gründen von captain genau gleich wie fanti: ich kann das nicht mehr sehen!

schon nur das bild der schweiz, dass da gegen aussen und innen transportiert wird, hat wenig bis gar nichts mit meiner schweiz zu tun! in meinen augen einmal ein beleg dafür, dass die tendenziell konservative (inner- und berg-)schweiz den eindruck sowie das eigen- und fremdbild unseres landes massiv definiert! und das kommt dann auch bei vielen abstimmungen und berichterstattungen zum tragen: hier die lieben schwinger, wo auch "böse" eigentlich lieb sind (aka: hier die liebe "eigentliche" schweiz des konservativen "berglers", resp. bewohner auf dem land gegen die "verdorbene", europafreundliche, die schweiz ans ausland verkaufen wollende städtisch-liberale schweiz.... ZUM KOTZEN!!! :hot:

von RKB - am 26.08.2013 18:34
captain, lueg emol do: no spannend, grad im zämmehang mit dinem und minem biitrag... ;)

von RKB - am 26.08.2013 18:58
Ich habe selbst mal diese Sportart ausgeübt, und finde dass die Profifussballer einiges von der Mentalität, Einsatz und Fairness der Urschweizerischen Sportart abschauen könnten. Auch ist jedem klar, dass Menschen die Traditionen leben tendenziell konservativ sind, in jedem Land! Ausserdem ist der Eidgenössische Schwingverband gleich wie der SFV keine politische Organisation. Denn keiner würde dem SFV eine Städtisch Liberale Position unterstellen nur weil bei den Vereinen die Integration gelebt wird. Das einzige was ich zu kotzen finde, ist wenn Menschen die sich als tolerant und weltoffen bezeichnen, genau das machen, was sie an anderen kritisieren, nämlich Diskriminierung und Verachtung gegenüber anders denkenden.
Aber Hauptsache alle denken wie ich.....
Habe fertig.:hot:

von optimus - am 26.08.2013 20:28
dä sport isch "wie" baseball, muesch di drmit befasse, dass es interessant wird.
dr sport als solches find i nit schlächt.

für sfdrs isch das gratis zha, drum mache si so viel druss. dr räscht vom budget frisst dr fcb wenn är dr gruppequali schafft ;)

von Don Daniel - am 26.08.2013 20:56
:spos:

von luki77 - am 27.08.2013 04:33
Gääge dr Sport sälber ha ych nyt, es interessiert mi aifach nit wie mi au Cricket oder Baseball oder Landhockey oder Ringe oder was waiss ych was no nit interessiert. Was mer aber uff e Sagg goot isch dr mediali und kommerzielli "Overkill" wo zer Zyt stattfindet. Zue däm Thema dr Kommentar "Zeitlupe" us dr BaZ vo hitte (syte 40):


Zeitlupe

Die guten Bösen

Von Dominic Willimann

Adrian Käser, Silvio Rüfenacht oder Thomas Sutter. Das waren noch Mannen! Schwingerkönige, die nach ihrem Sieg am wichtigsten Schwingfest ihren Alltag so gestalten konnten, wie sie es für richtig hielten. Und dabei bestimmt auch zwischendurch das Nachtleben unsicher machten – im Wissen, dass sie in den seltensten Fällen erkannt wurden. Kurzum: Die Bösen durften abseits des Sägemehls so richtig böse sein. Da waren keine Königspartner, keine Manager und kein Medium, das die Stärksten des Landes in verrückten Posen und Outfits inszenierte – und sie so endgültig zu einer öffentlichen Person machte.

Spätestens seit Jörg Abderhalden sich 2007 zum dritten Mal als Schwinger­könig küren lassen durfte, sind die ruhigen Zeiten im Schwingsport vorbei. Zwar gilt an den Wettkämpfen innerhalb der Arena nach wie vor striktes Werbeverbot, doch was vor – und auch nach – dem diesjährigen Eidgenössischen in Burgdorf abgeht, ist Kommerzialisierung pur. Erst grilliert Kilian Wenger mit Abderhalden, dann schwingen die beiden auf 3000 Metern auf dem Jungfraujoch, ehe sich der König aus dem Diemtigtal, der alles andere als ein Draufgänger ist, mutig in eine F/A-18 setzt. Selbst Nöldi Forrer, der tüchtige Käser aus dem Toggenburg, ist auf den Zug aufgesprungen, um sich ein paar Fränkli extra zu verdienen. Der eigens kreierte «Königs Chäs» soll so schmecken, «wie er auch bei Königen auf den Tisch kommt». Weiter wissen wir nun dank dem Eidgenössischen, wie gross die Geburtstagstorte an Bruno Gislers Dreissigstem war, dass Christoph Bieri neu Botschafter eines amerikanischen Sportartikelherstellers ist (dessen Ursprünge im American Football liegen…), oder wie Matthias Sempach in die Welt guckt, wenn er in Zwilchhose lässig neben dem Kleinwagen seines Sponsors steht und lächelt. Die Bösen präsentieren sich dabei von ihrer guten, ja sogar von ihrer besten Seite. Die Kehrseite der Werbeträgermedaille: Das Schwingen droht seine Seele zu verlieren. Der Overkill an plumpen Randgeschichten und Werbebotschaften der Protagonisten ist bereits eingetreten, für ein Zurück ist es längst zu spät.

Gut also, dass im Emmental ab Samstag endlich nur noch das Duell «Mann gegen Mann» interessiert. Wäre da nicht diese Einladung eines Hauptsponsors für die Einweihung seines Festzelts. Nach heimatlichen Klängen und Schwingerkönigen zum Anfassen soll es zum gemütlichen Teil übergehen. Natürlich mit einer «Bösch Schwingfest Wurst». Benannt ist dieser bodenständige Imbiss nach Daniel Bösch, dem Sieger des Unspunnen-Schwinget 2011. Alles nicht weiter spektakulär, ausser, dass der Ostschweizer am Knie verletzt ist, seine Saison im Juni abgebrochen hat und in Burgdorf nichts anderes macht, als zum Geschehen im Sägemehl seinen Senf dazuzugeben.


von Fanti - am 27.08.2013 06:07
Finde ich auch.

In den letzten Jahren begannen Medien und Volk sich noch mehr für das Schwingen zu interessieren. Logisch, dass es dadurch immer kommerzieller wird. Ist bei allen Sportarten so, wo sich viele Menschen dafür interessieren. Auch der FCB kann nur Erfolg haben, wenn sich eine genügende Anzahl Leute für ihn interessiert.

Daher finde ich diese Anti-Schwingen-Kommentare, verbunden mit Verachtung für Berg- und Landgebiete und Lobpreisung der Stadtgebiete fehl am Platz.

Anno 1977 war dieses Fest in Basel. Einige unserer Klasse liessen sich anstecken und schwingten in den Pausen.

Störend an diesem Schwinger-Anlass ist, dass immer mehr Leute dabei sein wollen, einfach nur um dabei zu sein und sich voll zu saufen.

von Rotblau - am 27.08.2013 07:00
kann deinen kommentar verstehen und gebe dir sogar recht (nachdem ich meinen kommentar, den ich gestern aus freude über fantis und captains ähnliche empfindungen geschrieben habe): ich habe ziemlich heftig formuliert, auch übertrieben. mea culpa!

aber im kern bleibe ich bei meinen aussagen: ich erkenne mich im weltbild, dass heutzutage mit dem schwingen transportiert wird und das ich unterschwellig wahrnehme, nicht. ich habe auch mühe damit, dass das bild der schweiz, dass mit der bezugnahme auf schwingen und fahnenschwingen und jodeln und berge und allem anderen, das im umfeld des schwing- und alplerfestes an traditionen mitgeliefert wird, definiert wird, (in meinen augen) rückwartsgewand ist.

wichtig: ich habe nichts gegen das schwingen als sport, geschweige gegen die schwinger und die zuschauer. ich habe etwas dagegen, zu was das schwingen aktuell "missbraucht" wird.

in diesem sinne: scusi fü meine gefühlswallungen.... ;)

von RKB - am 27.08.2013 08:04
Glügg gha, dass no das Smiley ans Änd gsetzt hesch. Suscht hätt i Di Teggscht rasch umgschribe, will mir das Gschiss wo jewiils um sone Militätmuusigfescht gmacht wird, amigs au chli uf d Närve goht. :p

Die entstandeni Diskussion find i spannend, allerdings fascht gänzlig internetungeeignet. Kommentiere möcht i dorum nur das mit dr Omnipresänz: Nach 3.5 glotzifreie Joor, han i sit e paar Wuche wieder Zuegriff uf villmeh als nur "13 channels of shit". Egal um welles Thema s'au goht, alles wird wit über dr Gränze vom Erträgliche uuse ufbereitet. I ha drum dr Knopf em rote Kreis und em Strich duure jetzt no vill lieber als friehner.
Dr Grund für d Rückkehr in Kreis vo de Glotzer sin übrigens in erschter Linie d Schuttmätsch. I gib im Luki rächt -alles andere cha mä ussloh ohni öppis z verpasse.

von wurmi - am 27.08.2013 15:10
Mi närvt au dr Hype und s'Theater wo amigs gmacht wird vorere Fuessball-WM oder -EM. Jede Depp kauft Panini-Bildli (aber NUR wenn Schwiz drby, sunsch isches nid coool, wills nid jede Dag 17x im Blick stoht), Natistars wärbe für Elmer Citro, Autos oder weiss nid was, jede Idiot wo kei Ahnig vo Fuessball het hängt dr Latz ine...

Ligt allwä eher dra, dass bi Grossaläss Hinz und Kunz "Inträssi" vorgaukle zum könne 'adabei' sy als wirgligg am Schwinge.

Mi persönlig intressiert schwinge/Steistosse/Hornusse kei Bitz, und weni das Weekend e baar Bilder drvo würd se, würdi das allefalls mit amüsiertem Schmunzle betrachte. Jedem das Seine, es git no viel Sportarte wo mir am Ar...m verby gön, soll mi nid störe :)

von Tuborg - am 28.08.2013 06:19

Re: OT: Das kommt ja erst???

Ich dachte, dass das jetzt vorbei ist, aber in den Zeitungen steht, dass das erst anfängt?

von Tschum - am 28.08.2013 15:38
Im Prinzip isch es Randsportart, wo sini halt scho "ehnder" konservative Tradizioone versuecht z erhalte (kaini Schwingerinne bim Eidgenössische..., kai Wärbig usw.), was durch die zuenähmend Kommerzialisierig aber immer wie schwerer wird.

S ganze wird grösser, was aber Sponsoore bedingt. Die verlange logischerwyys mehr Mediepresänz, was wiiderum mehr Zueschauer alogge dürft. Schlussändlig generiert fascht jede grosse, ainigermasse guet "vermarktete" Feschtbetriib e grosse Bsuecherufflauf, obwohl lang nidd alli wägem Alass sälber (z.B. Sport...), sondern em Drummumme komme. Daas fiehrt zu de entsprächende Beglaiterschiinige.

Baides basst nidd unbedingt zämme, entsprächend schreeg gseht das ganze minere Mainig nooch aktuell au uss.

von Kopfschüttler - am 28.08.2013 17:47
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