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Red Blue Devils Poeten Forum
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
It`s in the game, Latteknaller, RKB, Tuborg, Captain Sky, Kopfschüttler

ER spricht zu uns...

Startbeitrag von It`s in the game am 17.09.2013 07:59

Delgado in der bz


Und mir wird warm ums Herz!
Ich bin überzeugt, dass man IHM ein bisschen Zeit und anschliessend die entsprechenden Freiheiten geben sollte und wir dann sehr sehr viel Freude an IHM haben werden.

Antworten:

gyts do e online link, der ka öbber dr text do iine stelle? merci.

von Latteknaller - am 17.09.2013 09:57
:confused:

Hat doch einen Link...

von Captain Sky - am 17.09.2013 11:18
Noch linkiger geht nicht!

Linkiger als linker Link - extra für den Linksknaller!

von It`s in the game - am 17.09.2013 14:06
Oder so:

[www.basellandschaftlichezeitung.ch]

von Kopfschüttler - am 17.09.2013 18:39
Oder so :D


Morgen treffen Sie mit dem FC Basel in der Champions League auf Chelsea. Hätten Sie vor einem halben Jahr damit gerechnet, noch einmal ein solches Highlight zu erleben?

Matias Delgado: Nein, nie und nimmer. Im Frühling habe ich in die Richtung geplant, in ein oder zwei Jahren meine Karriere in Abu Dhabi zu beenden. Doch eine innere Stimme hat mich dazu gedrängt, es nochmals zu versuchen, nochmals in Europa voll anzugreifen. Das konnte für mich aber nur in Basel sein, da ich mit den Verantwortlichen des Klubs seit meinem Wechsel 2006 nach Istanbul immer Kontakt hatte und sie mich unbedingt zurückholen wollten.

Zur Person
Der Sohn des früheren Fussballprofis Eduardo Delgado wurde am 15. Dezember 1982 in der argentinischen Industriestadt Rosario geboren. Die Familie zog in die Hauptstadt Buenos Aires, wo die Chacarita Juniors Matias' erster Profiklub waren. 2003 wechselte er zum FCB, drei Jahre später zog es ihn nach Istanbul zu Besiktas. Über die Vereinigten Arabischen Emirate (Al-Jazira, 2010 bis 2013) fand er im Sommer den Weg zurück nach Basel.
Also mussten Präsident Bernhard Heusler und Sportchef Georg Heitz keine grosse Überzeugungsarbeit leisten.

Ich habe alle Faktoren auf eine Waage gestellt, am Schluss zeigte sie ganz klar in Richtung Basel. Natürlich musste ich Abstriche beim Lohn machen und muss jetzt hart arbeiten, um wieder das Niveau für den FCB zu erreichen. Aber meine Frau wollte zurück nach Europa, unsere Kinder müssen in die Schule, ich hatte Sehnsucht nach der Schweiz – all das hat mir die Entscheidung leicht gemacht.

Sie sprachen vom Karrierenende, finanziell haben Sie ausgesorgt. Sie hätten auch nach Basel kommen können, um das Leben zu geniessen. Oder zurück in Ihr Heimatland Argentinien.

Ja, ich habe sehr gut verdient und muss mir keine Sorgen ums Geld machen. Mein Klub in Argentinien sind die Chacarita Juniors in Buenos Aires. Aber das ist nur ein kleiner Verein – nicht vergleichbar mit dem FC Basel. Ich wollte, dass mein Sohn mich noch auf der grossen Bühne spielen sieht, stolz sein kann und versteht, was mein Beruf ist. Zudem fühle ich mich gegenüber der Stadt Basel und dem FCB in der Schuld.

Inwiefern?

Die Menschen im Klub und in der Stadt haben mir viel mehr gegeben, als ich in meinen ersten drei Jahren (2003 bis 2006; d. Red.) zurückgeben konnte. Darum hatte ich immer den Wunsch, zurückzukommen und mich bei den Menschen zu bedanken und ihnen endlich zurückzugeben, was sie mir gegeben haben. Basel ist mein Zuhause – mehr als Argentinien.

Das, wofür andere eine ganze Karriere brauchen, haben Sie in drei Jahren geschafft: In Basel zur Legende zu werden. Wie erklären Sie das?

Kann man das erklären? Wie gesagt, in meinen Augen haben mir die Basler viel mehr gegeben als ich Ihnen. Vor kurzem war im Klubmagazin eine Liste mit den erfolgreichsten Spielern des FC Basel. Ich gehöre nicht dazu, trotzdem werde ich wie ein Übermenschlicher empfangen. Ich weiss nicht, wie ich diese Liebe verdient habe und wie ich das alles zurückgeben soll.

Erwarten die Menschen zu viel?

Manchmal sterbe ich fast vor Angst, dass ich die riesigen Erwartungen nicht erfüllen kann. Gleichzeitig haben ich und meine Frau Basel ausgewählt, weil es uns hier gut geht. Wir möchten gerne über die Karriere hinaus bleiben. Ich hoffe, die Menschen geben mir Zeit.

Blockiert Sie der Druck?

Nein, so will ich das nicht verstanden haben. Der Druck ist auch die Batterie, die mir Kraft gibt. Ich sage ja nicht: Ich bin der Beste und kann die Erwartungen locker erfüllen. Das wäre ein grosser Fehler. Die anderen Spieler sind im Moment viel weiter als ich.

Hatten Sie im Sommer Angebote anderer Vereine?

Ich hatte Anfragen von River Plate (Argentinien) und Fluminense (Brasilien). Aber ich habe etwas Spezielles gesucht – und das ist nur Basel.

Sprechen wir über das Leben in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wie müssen wir uns den Alltag eines Fussballers vorstellen?

Die Frage verwundert mich. Der Beruf eines Fussballers ist überall gleich – unter der Woche Training, am Wochenende Spiel. Der einzige Unterschied in Abu Dhabi ist, dass man erst arbeitet, nachdem die Sonne untergegangen ist. Am Tag ist es zu heiss.

Haben Sie sich in Abu Dhabi wohlgefühlt?

Sehr, uns hat es an nichts gefehlt. Sehen Sie: Würde ich in einem Büro arbeiten, wäre ich nie aus Argentinien weggegangen und hätte ein glückliches Leben verbracht. Aber ich bin Fussballer aus Leidenschaft, Fussball ist mein Leben. Und da, wo ich die grösste Freude habe, spiele ich. In vier Jahren ist meine Karriere wahrscheinlich zu Ende. Jetzt zurückzukommen, war wohl meine letzte Chance, um die Dinge noch einmal zu erleben, die ich so liebe: volle Stadien, Champions League – und das alles mit dem FCB.

Sie sind ein Spieler mit überdurchschnittlich grossem Talent. Wurden Sie in Abu Dhabi als Fussballer überhaupt gefordert?

Die Menschen in Europa unterschätzen den Fussball in Arabien. Einzig das Tempo ist wegen der Hitze tiefer als in der Schweiz. Mit Al-Jazira hatten wir viele Freundschaftsspiele gegen Mannschaften aus den europäischen Topligen, die dort im Trainingslager waren. Kein einziges Mal haben wir hoch verloren, das sagt doch alles.

Sie waren 27 und im besten Fussballalter, als sie 2010 zu Al-Jazira gewechselt haben. Ihnen standen bestimmt die Türen in eine europäische Topliga offen …

Sie irren sich. Ich hatte keine Wahl – zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur ein Angebot von Al-Jazira. Obwohl ich noch ein Jahr Vertrag bei Besiktas hatte, wollte und musste ich gehen.

Warum?

Ich hatte vier wunderbare Jahre in Istanbul, war Captain, habe in der Champions League gespielt und bin Meister geworden. Aber: Die Begeisterung der Menschen dort für den Fussball und die Spieler ist so extrem, irgendwann haben ich und meine Familie es nicht mehr ausgehalten. Ich konnte nicht mal mehr vor die Haustüre ohne meinen Bodyguard. Die Zeit war sehr, sehr intensiv und ich habe mich nach Ruhe gesehnt. Darum war Abu Dhabi in dem Moment das Richtige.

So wie der Wechsel 2003 vom FC Basel zu Besiktas?

Ich würde es noch einmal so machen. Warum fragen Sie?

Besonders in der letzten Saison vor dem Wechsel in die Türkei wurden Sie in der Schweiz mit riesigem Lob eingedeckt, der Weg zu einem Big-Five-Klub in Europa und in die argentinische Nationalmannschaft war vorgezeichnet. Dennoch wurden es «nur» Besiktas und dann Abu Dhabi.

Die Menschen in Istanbul haben in mir einen Gott gesehen – gibt es eine grössere Wertschätzung? Ich habe nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

Gab es nie Angebote aus anderen Ligen?

Sehen Sie: Ich hatte nie einen Berater, die Verhandlungen haben immer ich und mein Vater geführt. Vielleicht hätte ein Agent die Verbindung zu einem grösseren Klub herstellen und mich dort platzieren können. Es gibt sicher Spieler mit weniger Talent als ich, die bei grösseren Klubs untergekommen sind und dann eine grosse Karriere gemacht haben. Einmal hatte ich die Chance, in die Primera Division zu wechseln. Ich wäre gegangen, doch der Präsident von Besiktas wollte das nicht. Aber wie gesagt, ich bereue nichts.

In der heutigen Zeit ist es ungewöhnlich, dass ein Spieler ohne Berater auskommt.

Kurz, nachdem ich das erste Mal in die Schweiz gekommen bin, habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Danach war das Thema für mich erledigt. Besser so, denn ein Agent passt nicht zu mir.

Warum?

Weil ich alleine über meine Zukunft entscheiden will. Ich bin ein spontaner Mensch und brauche Freiheiten. 2003, als ich noch bei Chacarita gespielt habe, kam der Klub plötzlich auf mich zu und erzählte vom Interesse aus Basel. Ich bin einfach mal gegangen, ohne dass ein Dritter mir reingeredet hätte. Das Gleiche, als 2006 Besiktas Istanbul anfragte. Wenn ich heute zurückdenke, habe ich viel mehr erreicht, als ich mir je erträumt habe. Ich hatte das Glück, immer in Mannschaften zu spielen, die zu den besten in ihren Ligen zählen und Titel gewinnen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Zurück in die Gegenwart. Sie haben für vier Jahre unterschrieben. Weil Sie Sicherheit wollten?

Auch. In erster Linie ist es ein Zeichen, dass ich hier meine Karriere beenden möchte. Der FCB ist mein neues Chacarita. Aber jetzt muss ich erst das Niveau meiner Teamkollegen erlangen, damit es wirklich vier Jahre werden.

Setzen Sie sich Etappenziele?

Argentinier denken von Tag zu Tag. Ich will heute gut trainieren, um am Wochenende zu spielen. Ein Fussballer muss ja so denken. Wer weiss denn schon, ob ich in einem Jahr noch gesund bin?

Marco Streller, Beni Huggel oder Alex Frei haben nach ihrer Rückkehr nach Basel nochmals gross abgeräumt. Sind diese Spieler Vorbilder für Sie?

Ihre Beispiele zeigen, dass wir nicht zurückkommen, um in der Sonne zu liegen und nebenbei ein bisschen zu kicken. Wobei: Sie hatten den Vorteil, aus einer Topliga nach Basel zu kommen. Ich muss mich erst wieder an den Rhythmus in Europa gewöhnen, mein letztes Spiel mit Al-Jazira war im Mai.

Sie sind jetzt seit einem Monat in Basel. In Prozent: Wie weit sind sie?

Bei 65 Prozent.

Und wann bei 100 Prozent?

100 Prozent gibt es nicht – wie will man das messen? Es kommt der Moment, in dem man sich als Spieler einfach «gut» fühlt. Die Pässe kommen an, die Dribblings gelingen, man wählt immer die richtigen Laufwege. Wann das sein wird, weiss ich nicht. Am meisten Zeit braucht der Prozess, bis man mit dem Team harmoniert. Körperlich geht es immer besser; im Sommer habe ich in Argentinien Konditionstraining gemacht und bei einem Klub aus der
2. Liga mitgespielt. Sagen wir, ich bin bei 70 Prozent (lacht).

In Ihren bisherigen Einsätzen hat es auf mich gewirkt, als wüssten Sie nicht, was Ihre Mitspieler wollen und umgekehrt.

Das sehe ich genauso. Ein Beispiel: Ich habe den Ball und erwarte vom Stürmer, dass er rechts in die Tiefe läuft. Also spiele ich den Ball dorthin. Er aber weiss nicht, was ich will und läuft nach links. Der Prozess, bis wir einander verstehen, dauert am längsten.

Murat Yakin hat auch ohne Sie eine fertige Mannschaft. Für Sie dürfte es schwer werden, einen Stammplatz zu erobern.

Ich bin in einer Phase zum Team gestossen, in der viel auf dem Spiel stand. Natürlich vertraut der Trainer in diesen Partien auf Spieler, die fit und im Rhythmus sind. Was die Zukunft bringt, werden wir sehen.

Welche Rolle im Team sehen Sie für sich?

Ich bin keiner, der mit Worten führt. Ich will, dass Matias Delgado und der FC Basel später in einem Atemzug genannt werden – so wie Alessandro del Piero und Juventus Turin. Und ich will, dass der Spass nicht zu kurz kommt. Oft geht der durch den Druck verloren, dabei ist der Fussball eine so schöne Sportart, die in erster Linie Freude machen soll.

Und wo sehen Sie sich auf dem Platz? Der klassische Zehner, den Sie verkörpern, stirbt im modernen Fussball einen langsamen Tod.

Am wohlsten fühle ich mich im Zentrum, egal, ob ein oder zwei Stürmer vor mir spielen. Aber wo ich spiele, entscheidet allein der Trainer. Er ist der Boss, kein Spieler hat das Recht, sich ihm entgegenzustellen.

FC Basel 2006 – FC Basel 2013. Welche sind für Sie die grössten Unterschiede?

Der Standard ist immer noch genauso hoch, die Mannschaft immer noch auf Sieg programmiert, das Stadion immer voll. Überrascht hat mich nichts.

Auf personeller Ebene hat sich einiges getan. Gigi Oeri ist nicht mehr da, es gab drei Trainerwechsel. Wie haben Sie diese Mutationen aus der Ferne wahrgenommen?

Dass Präsidenten sich ablösen, ist im Fussball ganz normal. Bernhard Heusler (Oeris Nachfolger als Präsident; d. Red.) ist wie Gigi Oeri eine ganz feine Person. Hingegen habe ich mich damals über die Nachricht von Christian Gross’ Entlassung gewundert. Ich habe gedacht, er bleibt so lange in Basel wie Alex Ferguson in Manchester (27 Jahre; d. Red.).

Mit Murat Yakin haben Sie noch zusammengespielt, jetzt ist er Ihr Trainer. Hat sich zwischen Ihnen etwas verändert?

Mein Respekt vor Murat war immer gross. Wir sind befreundet, aber er ist mein Boss. Er ist ein ruhiger,
intelligenter Mann und zu allen ehrlich.

Wie unterhalten Sie sich?

Halb englisch, halb italienisch. Irgendwie verstehe ich immer, was er von mir will (lacht).

von Tuborg - am 17.09.2013 19:54
ich dachte, du redest vom "Lieben Gott" oder wenigstens von Ivan E., aber dann ist es nur MED.... ;)

Wirst Du auf Deine langsam älteren Tage eigentlich noch religiös?

von RKB - am 18.09.2013 09:19
merci fürs kenntlich mach vom link, so dass es au dr alti latti no checkt :rolleyes:

von Latteknaller - am 18.09.2013 22:49
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