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Red Blue Devils Poeten Forum
Beiträge im Thema:
18
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lemieux, Rotblau, Zuschauer, Captain Sky, Tuborg, Kopfschüttler, Latteknaller

OT: Ein persönliches Erlebnis zum Thema Hooligan-Konkordat

Startbeitrag von Lemieux am 13.10.2014 08:36

Hier eine kleine Geschichte über einen jungen Eishockeyfan, der zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war.
http://www.deroche.ch/deals-and-cases/items/rechtsstaatliche-bedenken-zum-hooligan-konkordat.html

Antworten:

sehr interessant und wenig überraschend. und das isch bestimmt kei so viel zitierte einzelfall.

von Latteknaller - am 13.10.2014 10:26
Merci, Latti. Kuum, elei in däm Fall hets no 5 Parallelgschichte, wobi i dört nit weiss, ob die au wirgligg nütt gmacht hän...

von Lemieux - am 13.10.2014 11:15
Sehr bedenklich das Ganze: Da wird eine Parallel-Justiz geschaffen und das - wenig überraschend - von den Leuten, die behaupten, sie würden sich für die Schweizer Rechtsordnung einsetzen.

Kann gehen solche Stadionverbote und Hooligan-DB-Einträge nicht vorgegangen werden? Irgendjemand muss da ja falsche Anschuldigen erhoben haben, was doch mindest so etwas wie üble Nachrede sein müsste...

von Captain Sky - am 13.10.2014 19:52
Gegen das Stadionverbot kannst Du grundsätzlich nichts machen, ausser mit dem aussprechenden Verein zu verhandeln. Wenn der nicht spurt, dann geht nichts.
Solange das Stadionverbot steht, geht auch bezüglich Löschung nichts. Auch wenn das Stadionverbot zurückgenommen oder ausgelaufen ist, ist bei einer Einstellung mangels Beweisen nicht zwingend eine Löschung möglich. Hier "darf" man sich dann mit dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesgericht herumschlagen. Ob sich das lohnt? Immerhin werden die Einträge nach drei Jahren dann gelöscht...

Falsche Anschuldigung gegen einen Polizisten... Da gibts bessere Fälle, in die man Zeit und Geld investieren kann... Leider...

von Lemieux - am 14.10.2014 13:08
Genau solche Hool-Sympathisanten sind es, die den Hools die Möglichkeit geben, sich in der Menge daneben zu benehmen.
Man will möglichst nah dabei sein, wenn randaliert wird, ohne richtig mitzumachen. In diesem Fall nur ein bisschen auf die Scheibe schlagen. Und dann verweigert man es, der Polizei zu helfen, die wahren Täter zu finden. Und dann kommt man bei der Polizei dran und geht an die Öffentlichkeit, um zu jammern. Einfach nur peinlich solche Typen.

von Rotblau - am 14.10.2014 21:19
Einfach nur peinlich ist dein beitrag. Du hast den artikel schon richtig gelesen? Es war zufall, dass der junge mann in diesem bus gelandet ist. Und was soll daran peinlich sein, zu jammern, wenn man ohne grund (oder zumindest ohne dass einem etwas nachgewiesen werden kann) bei der polizei dran kommt?

Das einzige, das ungeklärt bleibt ist die frage, ob er wirklich nicht an der sachbeschädigung beteiligt war. Aber es gilt selbstverständlich die unschuldsvermutung. Ohne beweis, keine verurteilung. Zum glück hatte der mann einen fähigen anwalt.

Eine schande, dass das stadionverbot und der hoogan-eintrag vor diesem hintergrund nicht gelöscht werden.

Jaja, einmal mehr weltfremd, lieber rotblau.

von Zuschauer - am 15.10.2014 04:34
Ich habe den Beitrag sicher gelesen. Deshalb meine ich, weg mit solchen Typen von den Stadien. Diese Typen braucht es schlicht und einfach nicht in den Stadien.

von Rotblau - am 15.10.2014 06:08
Jä aber är hett doch gege d Schiibe gschlaage, dä Böösi? So e unglaublig aggresivs Verhalte setzt e Unschuldsvermuetig nadyrlig usser Kraft. Wo kämte mir au hi?! Ych finds uff jede Fall toll, wie sich dr rotblau sim Schiggsal tapfer würd ergäh, kämt är emoll in sone Situazioon. Ka är aber zum Glügg nidd, will är jo immer färnab vo jegliche FCB-Hooligähns isch und wird si. Denn scho lieber im Fandress im gegnerische Seggtor, dört ka nüdd bassiere.

S glyyche miesst übrigens au für Schleeg uff Tischplatte (z.B. bim Jasse), Boodestämpferle (will me dr Schläggstängel nidd bikoh hett) und Türe schletze (egal wurumm) e so ghandhabt wärde. Schtelled ändlig emolle d Ordnig in dr Schwiz wiider här.

Und jetzt löhnd miändlig in Rueh dr Bligg lääse.

von Kopfschüttler - am 15.10.2014 06:16
@rotblau: Nur eine Frage an Dich: Würdest Du als 17jähriger Jungspund diejenigen verraten, welche in der Kurve den Ton angeben, in der Du verkehrst? V.a. wenn Du weisst, dass diese Jungs im entsprechenden Strafverfahren 100% Akteneinsicht haben und damit erfahren, wer sie verpfiffen hat? Glaubst Du nicht, dass Du dann vielleicht auch das Maul halten würdest, weil Du Angst hast, selbst zum Opfer einer "Sachbeschädigung" zu werden?

PS: Die Öffentlichkeit hat er nicht gesucht, darum ist die Geschichte auch verfremdet... Den Fall publik machen wollte ich, weil ich aus prinzipiellen Überlegungen ein Problem mit derartigen Fällen habe.

von Lemieux - am 15.10.2014 06:52
@Zuschi: Ob er wirklich nix gemacht hat oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Er hat sowohl mir (den kann man noch anlügen) als auch seiner Mutter gegenüber (nach entsprechendem Verhör durch dieselbe) Stein und Bein geschworen, dass er damit nichts zu tun hatte.

von Lemieux - am 15.10.2014 06:53
Zitat
Lemieux
@Zuschi: Ob er wirklich nix gemacht hat oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Er hat sowohl mir (den kann man noch anlügen) als auch seiner Mutter gegenüber (nach entsprechendem Verhör durch dieselbe) Stein und Bein geschworen, dass er damit nichts zu tun hatte.
ich sag nur, dass dieser punkt für mich trotz allem offen bleibt. Man kennt ja gruppendynamik und so weiter. Aber fakt ist: man kann ihm nichts nachweisen und so gehört er sicher nicht bestraft.

Ich bin klar für eine harte linie. Aber nur dann, wenn die tat zu 100 % nachgewiesen werden kann.

Btw: das mit dem landfriedensbruch ist absolut absurd und zeigt, wie sehr die nach etwas gesucht haben, um ihn zu verknacken. Well done, sir.

von Zuschauer - am 15.10.2014 07:21
Ach so, die Hooligans erfahren den Namen von denjenigen, die sie verpfiffen haben? Werden Zeugen nicht geschützt, wenn es um Hooligans geht? Wenn jemand die Polizei auf Parksünder hetzt, erfährt der Parksünder nicht, wer ihn verpfiffen hat. Das hat mir ein Polizist gesagt.

Aufgrund des Faktes aber, dass die Hooligans den Namen des Informanten erfahren würden, verstehe ich das Schweigen. Aber dieser Vorfall sollte diesem Jungen eine Lehre sein, ab sofort die Nähe zu Hooligans zu vermeiden. Wer das will, der kann das.

von Rotblau - am 15.10.2014 07:24
Zitat
Lemieux
@rotblau: Nur eine Frage an Dich: Würdest Du als 17jähriger Jungspund diejenigen verraten, welche in der Kurve den Ton angeben, in der Du verkehrst? V.a. wenn Du weisst, dass diese Jungs im entsprechenden Strafverfahren 100% Akteneinsicht haben und damit erfahren, wer sie verpfiffen hat? Glaubst Du nicht, dass Du dann vielleicht auch das Maul halten würdest, weil Du Angst hast, selbst zum Opfer einer "Sachbeschädigung" zu werden?

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Ich würds sicher nicht machen. Und rotblau mit bestimmtheit auch nicht. Zumindest wie du sagst als 17 jähriger jungspund

von Zuschauer - am 15.10.2014 07:24
Zitat
Zuschauer
Und rotblau mit bestimmtheit auch nicht. Zumindest wie du sagst als 17 jähriger jungspund

In Anbetracht der Tatsache, dass, falls ich noch 17 wäre, die Polizei meinen Namen den Hools mitteilen würden wenn ich aussagen würde, würde ich wohl auch lieber schweigen als von den Hooligans ermordet zu werden. Ich würde aber der Polizei und dem Richter klar mitteilen, dass sich nur deswegen schweige, weil man mich sonst den Hools ausliefern würde. Und ganz sicher würde ich dafür sorgen, mich nicht mehr in der Nähe der Hooligans aufzuhalten.

von Rotblau - am 15.10.2014 07:41
...und denn gits gwüssi Lüt, wo amigs e gwüsse Trainer mit "weltfremd" bezeichnet hän...


:rp:

von Tuborg - am 15.10.2014 09:49
In St. Gallen sollte ein Fan bestraft werden, der nicht einmal im Stadion war. Ich nehme an, auch das ist vollkommen im Sinne von Rotblau:

[www.blick.ch]

von Captain Sky - am 17.10.2014 10:57
Zitat
Captain Sky
In St. Gallen sollte ein Fan bestraft werden, der nicht einmal im Stadion war. Ich nehme an, auch das ist vollkommen im Sinne von Rotblau:

Ja, so ist es. Ich bin sogar dafür, dass die Polizei Vergewaltiger, Drogenhändler, Betrüger, Mörder uns jegliche Art Gesetzesbrecher gar nicht mehr sucht, sondern die erstbesten Leute auf der Strasse verhaftet und dafür verurteilt, ohne Rekursmöglichkeit. Hauptsache man findet Schuldige.

von Rotblau - am 20.10.2014 10:22
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