Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Red Blue Devils Poeten Forum
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Betty Bossi, Mahatma, pluky, Droopy

Wenig los heute ...., deshalb ....

Startbeitrag von Betty Bossi am 13.01.2003 13:56


Dürfte auch Hakan interessieren ....
********************************
ex www.welt.de
********************

Murphys Gesetz und Houlliers Ruhe

So will Liverpool seine Krise meistern
von Carsten Germann

Liverpool - Beim Schlusspfiff im Stadion an der Anfield Road stand der Mann mit dem roten Fleece-Schal wie versteinert da. Aus dem Blick von Gérard Houllier (54), dem Trainer des FC Liverpool, sprach Ratlosigkeit. Sein Team hatte in der heimischen Arena nur ein 1:1 gegen Aston Villa zu Stande gebracht und damit für einen „Rekord der Schande“, so die Boulevardpresse, gesorgt: Seit elf Spielen sind die „Reds“ in der Premier League ohne Sieg, holten seitdem nur fünf von 33 möglichen Punkten.


Houllier flüchtete sich in Sarkasmus. „Das letzte Mal, dass Liverpool eine so schlechte Serie hatte, muss wohl vor dem Ersten Weltkrieg gewesen sein“, sagte der Franzose – und lag selbst damit noch falsch. In der Saison 1953/54 hatte Liverpool eine ähnlich desaströse Serie hingelegt und war anschließend aus der Ersten Liga abgestiegen. Davon redet nun noch niemand, doch zumindest aus den Rängen, die zur Teilnahme am internationalen Wettbewerb berechtigen, hat sich der Traditionsklub vorerst verabschiedet. „Wir gehen durch einen Sturm“, sagte Houllier, „alle sind sehr niedergeschlagen.“


Der letzte Sieg datiert vom 2. November 2002, als Liverpool ein knappes 2:1 über den Abstiegskandidaten West Ham United glückte. Das war jene Partie, in der auch Superstar Michael Owen zum letzten Mal traf – bis zum Samstag, als dem Stürmer der Treffer zum 1:0 gegen Aston Villa (1:1 durch Dion Dublin) gelang. Die Fans hoffen nun, dass die Sturmmisere ihres Teams – ein Grund für die Krise – ihrem Ende entgegen geht.


Auch Owen, der seiner Form wegen einer hartnäckigen Knöchelverletzung seit Saisonbeginn hinterher hechelt, wäre ein Aufwärtstrend zu wünschen. Zuletzt verweigerten ihm die Ordnungskräfte im eigenen Stadion nach einer Auswechslung sogar den Zutritt zur Tribüne – ein Affront gegen den „Wonderboy“ des englischen Fußballs, der beispielhaft zeigt, dass sie auf der Insel momentan jeglichen Respekt vor dem großen FC Liverpool verloren haben.


Flügelflitzer Danny Murphy, der seinem Team gegen Aston Villa das Remis rettete, als er mit stoischer Ruhe einen Schuss von de la Cruz auf der Linie klärte, glaubt den Weg aus der Krise zu kennen. „Wir dürfen nicht den Glauben an uns verlieren und müssen Ruhe bewahren“, lautet Murphys Gesetz. Eine Regel, die sogar Klubchef David Moores beherzigt. Auf der Jahreshauptversammlung vergangenen Donnerstag stärkte er Trainer Houllier demonstrativ den Rücken und spielte die Situation herunter: „Wir haben keine Krise – nur viele junge Spieler, die noch Zeit brauchen.“


Die Akteure geben sich selbstkritisch. „Es ist doch ganz normal, dass die Medien auf Gérard Houllier herumhacken. Aber es liegt nicht an ihm, sondern an uns Spielern“, erklärte Vizeweltmeister Dietmar Hamann den Fans in der Vereinszeitung. Hamann wird bei den „Reds“ nach einer Schienbeinblessur schmerzlich vermisst, wird frühestens Ende des Monats wieder zur Verfügung stehen. Auch Markus Babbel, der zweite Deutsche beim FC, sucht nach seiner langen Krankheit noch Anschluss. Und selbst die erfahrenen Zugänge El Hadji-Diouf und Salif Diao, immerhin WM-Stars aus dem Senegal, präsentierten sich bislang bestenfalls als Mitläufer.


Trainer Gerard Houllier nahm Murphys Vorlage dankbar auf: „Wir sind noch in einigen Wettbewerben vertreten und müssen jetzt die Ruhe bewahren.“ Der Franzose, der Liverpool 2001 zum Triumph im Uefa-Pokal und im FA-Cup führte, sieht den Hauptgrund für den tiefen Sturz von der Tabellenspitze auf Platz sieben in der Überbelastung seiner Spieler: „Meine Jungs sind nach mehr als 40 Partien in der Saison einfach überspielt.“ Da die Konkurrenz nicht wesentlich seltener antreten musste und Liverpool die wenigsten WM-Teilnehmer der englischen Spitzenteams stellte, klingt das indes nach Schönfärberei.


Artikel erschienen am 13. Jan 2003

Antworten:

Zitat

„Wir gehen durch einen Sturm“, sagte Houllier, „alle sind sehr niedergeschlagen.“


*sing* when you walk through a storm, hold your head up high...



von pluky - am 13.01.2003 14:42
War evtl. der FCB der Auslöser dieses Sturmes ?

Ich weiss, etwas übertrieben formuliert, allerdings seit dem Ausscheiden aus der CL hatten die Reds -noch grössere- Probleme ...

von Betty Bossi - am 13.01.2003 14:46
Ja ! Seit dem Ausscheiden gegen den FCB ist Liverpool nicht mehr Tabellenführer. Diese "Niederlage" hat einen grösseren moralischen Knacks hinterlassen als sie jemals zugeben würden...und die anderen englischen Mannschaften haben vom FCB eine genaue Anleitung erhalten, wie man gegen Liverpool spielen muss um sie zu schlagen...

von Droopy - am 13.01.2003 17:01

plötzlich Sturm


Der FCB hat vielleicht eine Entwicklung beschleunigt.
Nach dem Spiel FCB - LFC redete ich mit einem Paar aus Liverpool. (Ich glaube die Reds waren noch Tabellenführer). Sie meinten, Liverpool spiele in letzter Zeit schlecht und sie werden nach unten wandern.

Wenig los heute ??? - Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ....

von Mahatma - am 14.01.2003 05:52
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.