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vor 14 Jahren, 5 Monaten
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vor 14 Jahren, 5 Monaten
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Betty Bossi, schwamiroquai, Latteknaller

Jäggi in der Pfalz ...

Startbeitrag von Betty Bossi am 19.05.2003 00:02

Champagner für die glücklichen Retter

Pfalz im Freudentaumel: Klassenerhalt ist geschafft -

Gerets umjubelt, Jäggi kündigt Veränderungen an
von Oliver Trust

Kaiserslautern - Es gab kein Halten mehr. Erik Gerets sprang seinem Chef Rene C. Jäggi in die Arme, und der ehemalige Judokämpfer trug den Belgier tatsächlich ein paar Meter weit durch das Fritz-Walter-Stadion. "Ich war wirklich selten so glücklich in meinem Leben", erklärte Trainer Gerets einen Tag vor seinem 49. Geburtstag den Gefühlsausbruch.


Derweil führten auch Spieler und Zuschauer Freudentänze auf. "Wir haben in keiner Phase aufgegeben", frohlockte Gerets. "Das alles ist sensationell". In der Kabine floss Champagner, und selbst der sonst zurückhaltende Gerets griff zum Glas. "Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich Champagner trinke, ohne etwas gewonnen zu haben."


Kaiserslautern hat nach Monaten sportlicher Rückschläge, finanzieller Turbulenzen und endloser Führungsquerelen das Wunder geschafft. Mit dem 0:0 gegen Dortmund sicherte sich der Klub, der im Spätherbst acht Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz hatte und Letzter war, den Klassenerhalt. Selbst Matthias Sammer lobte die Energieleistung des Kollegen. "Was Gerets geleistet hat, nötigt mir Respekt ab", sagte der Dortmunder Trainer.


Alles andere ging unter. Selbst der Abschied von Mario Basler, Georg und Harry Koch interessierte kaum. Die Zuschauer standen auf den Sitzen und applaudierten. Gerets eilte vor den Fanblock und ließ sich feiern. "Wir haben eine Riesenleistung gezeigt", sagte Torwart Tim Wiese, "der Trainer hat uns gesagt, wir kämpfen heute für die ganze Region. Das haben wir getan. Ein Traum."


Die unglaubliche Rettung des FCK geht auch auf das Konto des Vorstandsvorsitzenden. "Rene Jäggi ist für mich zu einem Freund geworden. Ohne ihn wäre ich nicht mehr hier. Was er geleistet hat, ist noch wertvoller als das, was die Spieler geschafft haben", sagte Gerets. "Das ist wie nach einem schweren Unfall, den man überlebt", sagte Jäggi. "Aber klar ist: Nur der Klassenerhalt kann in Zukunft nicht unser Ziel sein".


Nach dem Ligaerhalt und dem Pokalendspiel am 31. Mai gegen Bayern, das dem FCK die Teilnahme am UEFA-Cup sichert, stehen aber schwere Zeiten an. Für die neue Saison werden dem FCK wegen Verstößen gegen die Lizenzbestimmungen drei Punkte abgezogen. Der Klub hatte unter der alten Führung Zahlungen an Profis ins Ausland geleistet und diese nicht versteuert. Das Finanzamt stellte eine Steuernachforderung von 12,9 Millionen Euro. Der mit rund 40 Millionen Euro verschuldete Verein hatte nur durch den Verkauf des Stadions eine Insolvenz abwenden können. "Es wird eine Saison auf sparsamer Flamme", sagte Jäggi. "Ich rechne damit, dass wir über 80 Prozent der 12,9 Millionen zahlen müssen." Kaiserslautern will sich über Regressansprüche per Gericht zumindest einen Teil des Geldes von der alten Führung wieder zurück holen. "Ich werde mit Richtlinien und anderen Instrumenten dafür sorgen, dass man hier nicht mehr so arbeitet wie vor mir", sagte Jäggi.


Artikel erschienen am 19. Mai 2003 WELT.de

Antworten:

typisch jäggi..

..scho unglaublich dä ma, oder?

kaiserslautern in 5 johr maischter?



von Latteknaller - am 19.05.2003 07:22

Re: typisch jäggi..

wieso erscht in 5 Johr???

jetzt hat er doch no Erfahrung vom FCB dann gehts bestimmt no schneller ;-)

von schwamiroquai - am 19.05.2003 13:05

Re: typisch jäggi..

Interessant auf jeden Fall die Tatsache, wie sich Jäggi, "als Fremdarbeiter" auch in den komplizierten Finanzverhandlungen durchsetzen konnte und so Akzeptanz fand. Sooo einfach war das auch wieder nicht.

Seine jahrelangen Erfahrungen in Sachen "harten Verhandlungen" konnte er ausspielen. Und er musste sicher auch "über Leichen gehen". Gut für ihn, dass die Mannschaft mitzog und den Ligaerhalt schaffte. Wäre die Mannschaft in die 2. BL geschlittert, so hätte man garantiert, mindestens die Presse, auf RCJ eingeprügelt.

Ich mag RCJ den Erfolg im Exil gönnen.

von Betty Bossi - am 19.05.2003 13:13
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