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Red Blue Devils Poeten Forum
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vor 15 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 1 Monat
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Walti usm Wallis, Mahatma, Latteknaller

Seldwyla in Bern: Sion doch in der Challenge League?

Startbeitrag von Walti usm Wallis am 12.07.2003 15:45

Der "Fall" FC Sion geht überrraschend in die nächste Runde. Ein unabhängiges Schiedsgericht hat den Entscheid der Rekurskommission der Nationalliga letztinstanzlich aufgehoben, den Wallisern die Lizenz für die Challenge League (ehemals NLB) zu verweigern.
Dieses Urteil bringt für die Verantwortlichen der Swiss Football League enorme Probleme mit sich, denn die erste Runde der Challenge League wird bereits am kommenden Freitag, 18. Juli, ausgetragen. Es steht ausser Frage dass der FC La Chaux-de-Fonds, der nach dem Entscheid gegen den FC Sion den Aufstieg am grünen Tisch geerbt hatte, die nächste Saison in der Challenge League bestreiten darf.

Allerdings kann die Swiss Football League die Erhöhung der Challenge League auf 17 Mannschaften nicht ohne Zustimmung der Vereine durchführen. Zur Änderung der Statuten ist eine Zweidrittels-Mehrheit unabdingbar. Da der neue Modus in der zweithöchsten Liga regelmässig Hin- und Rückspiele vorsieht, müsste bei der Aufnahme Sions ein Team pro Doppelrunde zwei Wochen pausieren.

Edmond Isoz, der Direktor der Swiss Football League, behauptete überdies, dass das Urteil den Wallisern nicht automatisch zur Lizenz verhelfe: "Sion hat keine gültige Lizenz!" Sofern die Liga den Entscheid akzeptiert, müsste die Rekurskommission der Lizenzabteilung das Verfahren nochmals neu beurteilen und die Akte Sions nochmals bearbeiten.

Übers Wochenende werden die Spitzen der Liga tagen und sich am Montag konkret zur völlig veränderten Sachlage äussern. Isoz mochte über das Resultat der Beratungen nicht spekulieren.

rr (Quelle: Si)

Antworten:

Du magst vielleicht keine Freude haben. Das Affentheater mit diesem Klub habe ich so ziemlich statt. Das geht jetzt nun siet Jahren so. Wenn sie eine anständige Klubführung und eine ausgeglichene Bilanz hätten, würden sie ohne Probleme die Lizenz erhalten.

Ein solcher Klub hat in der NLB und NLA nichts verloren. :sneg: :sneg: :sneg:

Komödie aus jüngster Vergangenheit:

Am 6. Juni 2003 hat Sion den Konkurs ausgerufen und wollte gar keine Mannschaft stellen.

Am 10. Juni 2003 hat Sion entschieden, doch in der 1. Liga zu spielen.

Am 14. Juni 2003 haben die Walliser wegen dem Entzug der Lizenz Anklage erhoben.

Fortsetzung folgt. ;-)



von Mahatma - am 14.07.2003 04:17
Ich bin prinzipiell Deiner Meinung. Es ist nur schade für den Club an und für sich, weil er dem Schweizer Fussball schöne Momente beschert hat. Und für den ganzen Kanton, welcher so fussballbegeistert ist.

Ein einziger Mann macht einen interessanten Fussballclub zunichte. Wobei diese Aussage wiederum nicht ganz stimmt, denn sehr viele haben dem Tun dieses Herrn einfach nur zugeschaut und mit dem Kopf genickt.

Aber in der Zwischenzeit ist es nicht mehr nur ein Problem "Sion" oder "Wallis"; nun ist es auch ein Problem SFV. Die müssen natürlich auch Entscheidungen treffen, welche "verheben".

Ja, Fortsetzung folgt. Und zwar heute Abend. Vielleicht ist dann das Chaos perfekt.



von Walti usm Wallis - am 14.07.2003 05:25
Natürlich ist es schade, wenn ein Verein verschwindet. Diesbezüglich traue ich Lausanne mehr nach. Er ist der grösserer Traditionsverein und war bis zu seinem Zwangsabstieg neben Servette der einzige Klub, der immer in der NLA gespielt hat. Das Muster ist ähnlich. In Sion war’s (und ist es wieder) CC. In Lausanne ein polnischer Banker, der sich dann plötzlich aus dem Staub gemacht hat.

Beim SFV wirken leider zu viele Stümper mit. (Das ist ja nicht Neues). Das gibt Sion aber kein Recht sich so aufzuführen. (Sie nerven mich je länger je mehr).

Hör mal, Du willst doch nicht behaupten Sion hätte nicht gewusst, dass sie die Bankgarantie(n) mitliefern müssen. Was andere selbstverständlich in ihren Unterlagen beilegen, unterlässt der Klub einfach. (Klar, wenn man keine Bankgarantie hat, kann man auch keine beilegen ;) ).

Das mit dem verheben ist ein „Schildbürgerstreich“ des Schiedsgericht. Und dies schon zum zweiten Mal für Sion. Vorletzte Saison setzte sich der Klub einfach über die Lizenzauflagen hinweg. Auch ein mehrfaches mahnen nützte nichtsd. Das zog dann ein vorgesehener Punkteabzug nach sich, welcher der Schiedsgericht aufhob ! ....
Nun scheint wieder das gleiche zu passieren. Wirklich z.K. das Schiedsgericht und der FCS.

Sollte der SFV tatsächlich auf die Schnapsidee kommen, die NLB mit 17 Mannschaften durchführen, so braucht es eine ausserordentliche GV und da eine Zweidrittelmehrheit. Das gibt immerhin Hoffnung auf Vernunft.
Eine Aufstockung hätte auch zur Folge, dass immer eine Mannschaft spielfrei ist und in der Regel eine Pause von zwei Wochen hat (oder länger, wenn die Nationalmannschaft spielt) und dass im Herbst (im Dezember ?) und Frühling (nach Abschluss der NLA ?) zwei Runden mehr durchgeführt werden müssen.



von Mahatma - am 14.07.2003 09:03
Mahatma, Du darfst mich nicht falsch interpretieren. Schon mein Titel mit dem Vermerk auf Seldwyla in Bern zielt darauf hin, dass man in Bern ein weiteres Mal inkonsequent ist. Die Fälle von Luzern und Wil lassen grüssen. Und so gesehen wäre es ja wirklich auch nicht nur der FC Sitten, welcher von dieser Inkonsequenz profitieren würde. Und übrigens: auch unser FCB konnte anno Tubak von den inkonsequenten Verbandsfunktionären profitieren, als er in letzter Instanz die Spielbewilligung dennoch erhalten hat, ohne sein Dossier wesentlich verbessert zu haben (Ende der achtziger Jahre).

Ich bin für ein härteres Durchgreifen. Aber nicht nur in Sitten, sondern auch im Fall von Luzern und Wil.

Meine Aussage war, dass es für einen fussballbegeisterten Kanton schade ist, wenn sein Fussballclub von einzelnen demontiert wird. Das bedaure ich.

Ob dem einen Lausanne und dem anderen Sion oder Lugano mehr fehlt, hat mit individuellen Präferenzen zu tun. Mir werden alle fehlen.
Lugano, weil eine ganze Sprachregion von der A-Karte verschwindet.
Lausanne, weil es ein richtiger Traditionsclub war.
Sitten wegen seinem begeisterungsfähigen Publikum, welches an zweiter Stelle in der Schweiz kommt oder eben kam.



von Walti usm Wallis - am 14.07.2003 09:38
Du solltest schon differenzieren.

Bei Wil haben sie bei der letztjährigen Saison nicht richtig geschaut. Für dieses Jahr scheint alles bestens zu sein -
und Wil hat sämtliche Unterlagen inkl. Bankgarantie geliefert, was von Sion nicht getan hat.

Luzern finde ich hässlich. Machen Konkurs und dürfen trotzdem weiter spielen. Die Luzerner haben ähnlich wie Sion alle Jahre ein Lizenztheater aufgeführt. Bei den Innernschweizern scheint dies (im Moment) vorbei zu sein. Die Wallisern führen wohl eine "unendliche Geschichte" auf.



von Mahatma - am 15.07.2003 06:49

hüt im teletext

FUSSBALL: SFL reagiert im "Fall Sion"
Die Rekursinstanz für Lizenzen soll
nach dem Willen des Komitees der Swiss
Football League SFL innert schnellst-
möglicher Frist über die Erteilung
einer "B"-Lizenz an den FC Sion
befinden.

Demnach würde die Challenge League in
der kommenden Saison 17 Vereine um-
fassen. Ein entsprechend aktualisierter
Spielplan wird bereits vorbereitet.

Die Vereine der SFL werden gegebenen-
falls anlässlich einer Versammlung über
eine Aufstockung und somit ein Mittun
des FC Sion in der Challenge League
abstimmen.



von Latteknaller - am 15.07.2003 07:37
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