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Sportlicher Abstieg: F. Barthez

Startbeitrag von Betty Bossi am 30.09.2003 17:17

Ein Welttorhüter im Abseits

Warum Fabien Barthez bei Manchester United nur noch dritte Wahl ist

von Jens Bierschwale

Manchester/Berlin - Die Abende vor wichtigen Spielen verlaufen bei Fabien Barthez immer gleich. Mit ein paar Flaschen Bier hockt der Torhüter von Manchester United auf dem Bett, zappt sich durch das nächtliche TV-Programm und qualmt dabei ein Dutzend Zigaretten. "Falls jemand von mir erwartet, dass ich viel schlafe und gesund esse, kann ich darüber nur lachen", sagt der Franzose. "Ohne Schlaftabletten würden meine Augen nicht vor zwei Uhr zufallen."


Seit einigen Wochen kann Barthez (32) sein eigenwilliges Vorspiel ohne schlechtes Gewissen bis in die Morgenstunden ausdehnen. Denn bei seinem Klub wird der Welt- und Europameister nicht mehr gebraucht. Barthez ist nur noch die Nummer drei, seit Manchester United im Sommer den Amerikaner Tim Howard (24) von den New York MetroStars verpflichtet hat und auch der bisherige Ersatzkeeper Roy Carrol (25) im Ansehen von Teammanager Alex Ferguson gestiegen ist. Die vergangenen sieben Begegnungen in der Premier League durfte Barthez deshalb nur noch aus einer ungewohnten Perspektive verfolgen: von der Tribüne. Heute beim Champions-League-Spiel in Stuttgart wird der Keeper immerhin auf der Bank sitzen - weil die Nummer zwei Carrol verletzt ist.


Dabei galt Barthez lange Zeit als unantastbar bei ManU - trotz regelmäßiger Aussetzer. "Fabulous Fab", sagenhafter Fabien, nannten ihn die Fans ob seiner Eskapaden und seiner Beziehung zu Modell Linda Evangelista. Doch seit einigen Monaten ist nichts mehr sagenhaft im Leben des Fabien Barthez.


Der schleichende Liebesentzug begann im Frühjahr dieses Jahres. Zunächst trafen nur einige Unmutsbekundungen der eigenen Anhänger, die der ständigen Patzer überdrüssig waren, den exzentrischen Torhüter. Doch nachdem Barthez im Viertelfinale der Champions League gegen Real Madrid sechs Tore in zwei Spielen kassiert hatte, wandte sich auch der Trainer vom Franzosen ab. Mindestens zwei Treffer - so deutete Ferguson später intern an - hätte Barthez verhindern müssen. Doch dazu hätte es einer adäquaten Strafraumbeherrschung bedurft, die dem für einen Torhüter ungewöhnlich kleinen Franzosen (1,83 Meter) seit jeher abgeht. Fortan stand Carrol im Tor.


Inzwischen ist Barthez nicht einmal mehr die Nummer zwei, zum Einsatz kommt er nur noch in unbedeutenden Freundschaftsspielen. Die letzte Pflichtpartie für Manchester bestritt er am 23. April gegen Madrid - es könnte sein Abschiedsspiel gewesen sein, nach 139 Einsätzen in der Premier League. Für jemanden, der vor drei Jahren noch zum Welttorhüter gewählt wurde, kommt das einer Entlassung gleich.


Dennoch mag sich Barthez mit seiner Ächtung noch nicht abfinden. Als er jüngst bei der französischen Nationalmannschaft weilte, behauptete er: "In Manchester läuft alles super. Ich bin nicht verletzt und arbeite gut."


Mit seiner fröhlichen Fassade wird er Nationaltrainer Jacques Santini jedoch nicht auf Dauer täuschen können. Trotz seiner Einsätze in den beiden Europameisterschafts-Qualifikationsspielen gegen Zypern (5:0) und Slowenien (2:0) ist auch seine Position als Nummer eins des Nationalteams akut gefährdet. "In Zukunft müssen wir uns Gedanken darüber machen, ob ein Torwart einen Stammplatz haben kann, der bei seinem Verein nicht spielt", sagt Santini.


Der sportliche Abstieg des Mannes aus Lavelanet scheint unaufhaltsam. Auch wenn Barthez darauf besteht, seinen bis Sommer 2006 befristeten Vertrag bei ManU erfüllen zu wollen. Kein Wunder, schließlich bringt ihm der Kontrakt jährlich drei Millionen Euro netto ein. Das reicht für eine Menge Bier und etliche Päckchen Zigaretten.

© WELT.de 1995 - 2003

Antworten:

Fabien Barthez... einer der "eindrücklichsten Figuren" der französischen WM-Elf.

..und für nen Keeper ist das eigentlich schwieriger in Erinnerung zu bleiben, aber Barthez war einer (Hand auf's Herz, wer weiß sofort, ohne mit der Wimper zu zucken, den Namen des jetzigen WM-Keepers?)

Eigentlich dauern Keeper-Karrieren ja oft ewig! Während den Stürmer- oder Mittelfeldstars die Puste ausgeht, überblicken Keeper auch im fussballerisch "höherem" Alter voll den Strafraum und haben "voll die Erfahrung! (na, der Spruch kommt aber jedem drittklassigen Reporter bei Kahn über die Lippen)

Die Nachwuchstorwarte werden deshalb fast in die manische Depression getrieben, der sie vermutlich nur dadurch entrinnen, dass sie Wahnphantasien haben, in denen der 1. Torwart über sein Maskottchen stolpert, dabei nen beidseitigen Armbruch kombiniert mit nem chronischen Gehirnerschütterung erleidet, und beim "Wiederaufbautraining" anschließend vom Querpfosten seines Tores erschlagen wird..

:D:D:D

mazy


Nachtrag: mein Posting sollte in keinerlei Zusammenhang mit der Krankheitsgeschichte von Simak stehen, sorry, das Bossi'sche "Nachrichtenposting" habe ich erst anschließend gelesen.



von mazy - am 30.09.2003 17:43
Mir bleibt Barthez eigentlich als recht durchschnittlicher Goali in Erinnerung. Ich mag mich an das Theater mit Blanc erinnern, der ihm vor jedem Spiel die Glatze geküsst hat. Ich mag mich aber an keine schöne Parade erinnern.
Die Franzosen hatten die WM gewonnen, weil sie offensiv top waren. Die hätten auch den Eishockeygoali von Zunzgen-Sissach in 30 Kilo schwerer Vollmontur in den Kasten stellen können, die hätten damals gewonnen.

An den Goali des letzten Weltmeisters kann ich mich sowenig erinnern wie an denjenigen des Zweiten ... Kahn denn das sein ???

In Manchester haben die damals gegen uns ohne Barthez gespielt. Die Presse wollte uns weismachen, dass der geschont wurde. Nun wissen wir jedoch, dass Barthez nur bei unwichtigen Freundschaftsspielen zum Einsatz kommt und bei wichtigen Spielen eben der andere Goali im Kasten steht.
So wird eben Geschichte gefälscht ...



von Walti usm Wallis - am 30.09.2003 17:51
Das Kahn nicht sein! :D

Stimmt, Frankreich hat mit dem Sturm gewonnen und nicht mit der Verteidigung! Vielleicht war es wirklich nur dieses ritualhafte Abknutschen der Keeperglatze, das einen den Barthez in Erinnerung behalten lässt.
Jedenfalls hätte ich den Namen sofort sagen können. Dagegen ist mir erst in den VfB-ManU-Spielvorbesprechungen wieder bewusst geworden, dass Barthez bei ManU spielt!!

Na ja, und Schonung in nem CL-Spiel??? Na, das ist aber Abteilung, wenn schon lügen, dann sollte man es auch können! ;-)

Da stellste aber das Beste auf, was du hast und hoffst, dass die anderen nicht noch was viel Besseres haben!

von mazy - am 30.09.2003 18:08
"Hand auf's Herz, wer weiß sofort, ohne mit der Wimper zu zucken, den Namen des jetzigen WM-Keepers?)"

Dida



von Rotblau - am 30.09.2003 21:48
Barthez hat extreme gute Reflexe und hatte dies im Heimspiel des FCB gegen ManU in einer mirakulösen Parade unter Beweis gestellt (Schuss aus nächster Nähe von Gimenez). Verrückt, dass dieser Barthez vor ein paar Jahren für 35 mio. von ManU gekauft worden ist.

von Spitzkick - am 01.10.2003 07:10
Dida, Dida, Dida, Dida, Dida, Dida, Dida, Dida.
Ist es Dida, Dida Dida, Dida, Dida, Dida, Dida, nein, Freitags ist sie nie da ;)



von Lemieux - am 01.10.2003 08:20
lachen:

von Faninho - am 01.10.2003 08:25


Mir wird jedesmal klar, das dieser mir unsymphatische Glatzkopf nicht mehr bei ManU spielt, bei der Erwähnung des Clubnamens!!

Habe lange genug darauf warten müssen, weil ich ihn nie für einen guten Tothüter hielt. Der sorgte eigentlich mit allem für Aufsehen, nur nicht mit guten Leistungen auf dem Platz.



von atzge - am 01.10.2003 08:48

@ Faninho

Cool, dass en öpper tscheggt het... Ha scho chli Angscht gha, me würd sich wieder frooge, was dr Lemieux wieder für e Stuss gschriibe het...



von Lemieux - am 01.10.2003 08:58

Re: @ Faninho

:D

voll geil!
ha so dänkt das ich eigenlti au het chönne druf cho ;-)

von Faninho - am 01.10.2003 09:30
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