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Paddeln in Osteuropa, Sachsen und anderswo
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Markus, Keule, Big City Creeker, borch, dundak

gibt es schon Berichte oder Bilder von der Cerna?

Startbeitrag von dundak am 20.04.2009 08:43

würde mich nämlich interessieren.

Antworten:

Spannender Fluss! :)

von Markus - am 21.04.2009 04:45
auf dem spannungsgrad wo anzusiedeln? alles gut verlaufen?

von borch - am 21.04.2009 07:27
Spannungsgrad 4 und alles super gelaufen. Also alles richtig gemacht am Samstag.:) bilder gibts beim big city kracher :)!

von Markus - am 21.04.2009 13:57

Bericht Cerna

Am Sonnabend dem 18.04.09 sind wir die Cerna runtergefallen. Wir, das sind mein Motivationsberater (oder Mentalcoach, wie der Deutsche sagt) und ich. Als Bodenpersonal zum Shutteln/Retten/Knipsen hatten wir Marco Drechsel verpflichtet, der schon mal im WW-Boot gesessen hatte und dem wegen langjähriger Untertageerfahrung eine Bergung und/oder erste Hilfeleistung zuzutrauen ist. Beim Weg zum Einstieg sind wir den Bach hochgewandert. Marcus hat mir alle relevanten Stellen gezeigt. Er hatte - wie immer - ein gutes Gefühl, das ich nicht so recht teilen mochte. Laut Umweltministerium Sachsen liefen auf dem Johanngeorgenstädter Schwarzwasser etwas über 8 Kubik auf deutscher Seite (Pegel Johannstadt 135 cm). Davon muss man den Eintrag des Breitenbaches abziehen. Auf der Cerna könnten geschätzte 4 bis 5 Kubik gelaufen sein. Weniger als die oben genannten Werte am Pegel Johannsibirsk sollte nicht sein im Sinne einer sauberen Befahrung. Wir haben da wohl die Untergrenze des Machbaren ausgelotet. Der Fluss mäandriert unterhalb der Gottesgaber Moore zunächst lieblich in einer Wiesenlandschaft (vergleiche Pockau, vergleiche Jizerka). Von diesem Abschnitt haben wir zwecks Warmpaddeln nur einen knappen Kilometer mitgenommen. Plötzlich bekommt die Cerna Gefälle und hämmert ohne Punkt und Komma mit wenigen Kehrwässern zu Tal. Analog Pockau ist auch hier auf plötzlich auftauchende Bäume besonders an nicht besichtigten Stellen zu achten. Die Cerna ist noch mal deutlich schneller als die Pockau. In den Kernstellen warten recht knifflige Verblockungen auf den Paddler. Die Abfälle sind teils verwinkelt und die Linien sind damit äußerst schwer zu kriegen. Wir haben jedenfalls alles bewältigt. Ein Wehr mittendrin hab ich umtragen weil es unsauber ist und hörbar geknallt hat bei Marcus' Befahrung. Beim beschriebenen Wasserstand ist eine saubere Linie generell problematisch, wir hatten reichlich Steinkontakt. Die Cerna könnte 7 bis 8 Kubik vertragen, dürfte dann aber noch mal deutlich zackiger abgehen. Sind die schlimmsten Schwierigkeiten überstanden, folgt Genusswildwasser in Form vieler aneinander gereihter Grundgesteinsrutschen - ein hunderte Meter langes Kunstwerk aus Fels und Wasser. Allein deswegen hat sich die Befahrung gelohnt. Ausgestiegen sind wir an einem Bahnübergang kurz vor den ersten Häusern von Potucky. In die Ortschaft sollte man nicht reinfahren wegen gefährlicher Wehre. Insgesamt sind wir reichlich 6 Kilometer gepaddelt. Das hat mir persönlich vollkommen an Ausarbeitung gereicht. Bilder wird es keine geben, die sind aufgrund langer Belichtungszeiten bei schwächlichem Licht (grauer Himmel, Nieselregen) alle vergeigt, was aber nicht Marcos Schuld ist. Fazit: Die wichtigsten Fragen sind geklärt. Wir kommen wieder!

Reinhard

von Big City Creeker - am 22.04.2009 18:00

Re: Bericht Cerna

wir waren Sonntag dort haben es genauso gemacht (Einstieg, Ausstieg, hochgelaufen ), wollten ursprünglich mit den Fahrrad hochfahren was aber aufgrund des Gefälles / Steigung nicht schneller gewesen wäre. ca. 8 km 180 Höhenmeter Grenze der Befahrbarkeit bei diesen Wst. ganz toller Bach, mit steigenden Wst. wirds garantiert überproportional sportlicher.


von Keule - am 22.04.2009 19:47
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