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Paddeln in Osteuropa, Sachsen und anderswo
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren
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Reinhard

Kurzbericht Salzkammergut - Campen wie in Osteuropa

Startbeitrag von Reinhard am 03.08.2010 10:05

Auf Einladung von Stefan "Hugo" Mateja war ich das vergangene WE mit einer kleinen Gruppe im Salzkammergut. Mangels Wasser auf anderen Flüssen wurde "lediglich" mehrfach die Koppentraun gepaddelt. Für mich hatte dieser Fluss immer einen Ruf wie Donnerhall, und in der Tat erwies er sich als recht zackig im Abgang. Ich bin nur zweimal gepaddelt, zunächst einmal bei Pegel 135 cm (das ist oberes MW und für mich apokalyptisch) und dann noch mal bei Pegel 112 cm (das ist oberes NW und für mich fetter als das in unseren Kreisen so übliche). Bei der ersten Befahrung habe ich mir zwei kapitale Fahrfehler geleistet und durfte in dicken Löchern mit ordentlich Druck im Gesicht meine Rollkünste überprüfen. Einmal im "Ung'schauten" (erster Katarakt, der wird von den Alpinfahrern unbesichtigt abgefrühstückt) und einmal im "G'schauten" (der zweite Hammer, den schauen sich wohl auch überdurchschnittliche Paddler gelegentlich an). Beide Kernstellen sind im guten vierer Bereich einzuordnen. Die Herausforderung liegt in der Länge der Passagen, der Komplexität der Linie, der Wasserwucht und der hohen Fließgeschwindigkeit. Als Anhänger technischer Kleinflüsse sehe ich in derlei Bächen zwar nicht mein ureigenstes Fachgebiet, aber eine wunderbare neue Erfahrung. Das eigentliche Sahnehäubchen war aber für mich die Unterkunft. Im "Hotel California" (Hugos neuer T 5 mit allem Schock und Deifel) auf dem "Tauch - und Freizeitzentrum Hallstätter See" lässt es sich wohl aushalten. Hinter dem genannten "Zentrum" verbirgt sich ein recht, nun ja, rustikaler Campingplatz. Klein im Ausmaß wie in den Preisen, mit minimalistischer Infrastruktur, sportlichen Sanitäranlagen und in traumhafter Lage am Ufer des Hallstätter Sees gelegen, dürfte er das Herz einen jeden Freundes osteuropäischer Zeltplätze erfreuen. Eine kleine Sammlung verrottender Kraftfahrzeuge, Moos in der Dachrinne des Hauptgebäudes, aber insbesondere die künstlerische Ausgestaltung des letztgenannten setzen lockere Akzente. Das Camp befindet sich im nördlichen Drittel des Hallstätter Sees am Westufer in einer kleinen Ansiedlung namens "Gosauzwang". Hier zweigt eine Straße in Richtung des Lammertales von der seebegleitenden Rundstraße ab und hier mündet auch der Gosaubach in den See. Ich bin jedenfalls von der Atmosphäre begeistert und muss unbedingt wieder hinfahren.
Reinhard

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