Das Weihnachtsgedicht von der rasenden REPORTERIN . . . die Auflösung

Startbeitrag von Stormy Normi am 17.12.2017 08:56

Bald nun ist Weihnacht, niemand weiß was es soll,
denn auch die Frau Müller hat die Nase davon voll.
Nun ist sie seit Jahren vermählt mit ihrem Mann,
und eigentlich kotzt sie das auch ziemlich an.
Er hilft nie im Haushalt, läßt Socken rum liegen,
zur Körperhygiene ist er nicht zu kriegen.
Putz nie seine Zähne und lungert nur dumm,
mit seinen Kumpel am Bierkasten rum.
Und nachts tut er schnarchen, vom Alkohol,
sie kann dann nicht schlafen, weiß nicht was das soll.

Und auch Tags betrunken, im Unterhemd,
sitz er auf dem Sofa, den Tag so verpennt.

Sehr oft geht er paddeln, Frau Müller oh graus
Die bleibt mit der Arbeit alleine zu haus.
Dann putzt sie die Wohnung und auch schön das Klo,
tät er sich mal setzen, da wär sie schon froh.
Und draußen im Flur ist die Lampe defekt,
Frau Müller im Dunkel nun ständig aneckt!

Zwar kauf er mal Blumen im Sonderangebot,
doch eigentlich ist die Liebe lange schon tot.

Und jetzt ist bald Weihnacht, sie hat keine Lust,
will lieber verwinden vorm Ehe Frust.
Sie fällt die Entscheidung, so wird es gemacht,
besucht ihre Mutter und flieht über Nacht!
Die Mutter aus Moskau wird sie freudig begrüßen,
sie werden zusammen Weihnachten genießen!

Der Mann von der Mutter war neulich verstorben,
der Alkohol hatte seine Leber verdorben,
den selbst auch Ihr Bruder, von Muttern der Sohn,
aufgrund dieses Wodkas im Himmel ist schon!
Nun ist sie alleine, das ist ziemlich traurig,
besonders an Weihnachten wirklich sehr schaurig.

So freut sich Frau Müller auf Mutter und etwas Erholung,
das ist für den Akku eine Frischkurbesohlung.
Sie freut sich auf Urlaub fern ab von der Metrik
und freut sich auf Moskauer Großstadtesthetik!
Pelmeni, auf Blini, Sakuska und Lachs
und oben aufs ganze vom Kaviar `nen Klax!

Ganz einfach entspannen, ganz einfach mal weg,
soll er doch ersticken im eigenen Dreck!
Soll er doch ruhig saufen mit Kumpeln abhängen,
und sein bißchen Grips mit Schnaps dann vermengen!

Doch auch eine Scheidung kommt für sie nicht in Frage,
ist ihr Mann schon manchmal `ne Plage.
Doch ist sie sich ehrlich und weiß ganz genau,
ganz tief in Herrn Müllern liebt er seine Frau.
Alleine ohne sie wäre er aufgeschmissen,
schon langer weg, aus dem Leben gerissen.
Frau Müller sie kennt ihn und sie weiß Bescheid,
und ganz tief im Innern, da tut er ihr leid!
Drum ist die Frau Müller ihren Trottel gewöhnt!
Und pünktlich nach Weihnachten wird sich wieder versöhnt.

Ihr Mann unterdessen ganz ungehemmt,
hat Weihnachten völlig im Schnapse verpennt.
Komm nun langsam zu sich, den Blick noch nicht klar,
und denkt nun daran, daß nicht alles schlecht war.
Nun sitz er alleine die arme Sau,
hat nichts mehr zu essen, vermißt seine Frau.

Doch ehrlich gesagt, sind beide arme Schweine,
Sie könn nicht zusammen, schon gar nicht alleine!

So geht es dann weiter,
keiner wird gescheiter . . .
Wie JoJo und Ping-Pong,
wie China und Hongkong,
wie Kohle und Feuer,
wie Alkohol am Steuer,
wie Wasser und Luft
oder Leben in der Gruft.
Mal hüh und mal hott,
Salzheringskompott,
mal Jing und mal Jang,
das ganze Leben lag!

Doch wieder versöhn,
ist dann doppelt so schön.

Doch die Moral von der Geschicht, ein jeder braucht Freiheit, sonst funktioniert die Ehe nicht
. . . ob Urlaub in Moskau, ein Schlückchen in Ehren
. . . das kann man keinem von beiden dauerhaft verwehren
. . . hilft er ihr im Haushalt, so wies früher war,
. . . dann schenkt sie an Weihnacht ihm ein Pissoire!

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