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Paddeln in Osteuropa, Sachsen und anderswo
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vor 11 Jahren, 7 Monaten
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vor 11 Jahren, 7 Monaten
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Der Rasende Reporter Stormy N, Geldabschreiber

Ich bin ein Sachse! Holt mich hier raus!

Startbeitrag von Der Rasende Reporter Stormy N am 27.02.2006 14:03

. . . der Nordrheinwestfale, insbesondere der Düsseldorfer in seiner natürlichen Umgebung ist ein recht possierliches, umgängliches, friedvolles, leises, intelligentes und geselliges Tierchen.

Der Rasende Reporter recherchiert zum Thema Fasching:

Gern neigt der Nordrhein-Westfale zu gemütlichem Beisammensein und feuchtfröhlichen Stammtischrunden. Auch das Weibchen, welches im Gegensatz zum meist unauffälligen und Opel-fahrenden Männchen, eher farblich auffällig gekleidet ist, darf, nicht etwa wie in eher katholisch orientierten Gegenden wie Bayern, gern an diesen Zusammentreffen teilnehmen.

Hierzu trifft man sich vornehmlich in eigens dafür eingerichteten Vierteln, wie etwa in der Düsseldorfer Altstadt. Dort findet man, im Gegensatz zu denen sich an der Stadtperipherie befindlichen Anhäufungen von Behausungen dieser Spezies, welche für gewöhnlich komplett mit Bad, Dusche, WC, Küche und Schlafzimmer etc. ausgestattet sind, eine Vielzahl von Nestern, welche nur ein großes Wohnzimmer mit Bierausschank, eine Küche zur Zubereitung der Speisen, eine Herrentoilette und ein Gäste-WC, nicht aber ein Schlafzimmer haben. Nester mit Schlafzimmer oder sogar nur Schlafzimmer, befinden sich eher in der Bahnhofsgegend . . .

Die Nester in der Düsseldorfer Altstadt zeichnen sich durch eine gewisse Gemütlichkeit aus. Im Wohnzimmer wird man nicht durch das Küchenpersonal belästigt und das Bier wird ohne separate Anforderung direkt geliefert. Leider in etwas zu kleinen Gläsern, so dass auf einen Gast, ca. 2 Personen Bedienungspersonal kommen müssten, um entsprechend mit dem Ausschank hinterher zu kommen . . . theoretisch zumindest.

Da das Bier in den kleinen Gläsern sowieso nicht alt wird, schenkt man eigens für diesen Zweck gealtertes Bier, sog. Altbier aus. Dieses entspricht in punkt Spritzigkeit und Farbe, wenn man es mit dem böhmischen Bier vergleicht, in etwa einem Pils, das schon etwa eine halbe Stunde in Glas war.

Das ist aber nicht schlimm, denn bereits nach dem vierten Bier hat man sich an den etwas schalen Geschmack gewöhnt . . . und laut Geschichtsaufzeichnung der letzten hundert Jahre, sind keine wirklich ernst gemeinten oder gar erfolgreichen Kölsch- oder Pils-Bestellungen in D-Dorf übermittelt worden.

Für gewöhnlich finden diese Treffen der Männchen und auch Weibchen dieser Art nach der Erledigung des harten Tagewerkes statt und können schon mal bis kurz nach Mitternacht andauern.

Nicht so in den letzten Tagen . . .

Der für gewöhnlich friedvolle und intelligente Nordrhein-Westfale wird laut und trinkt sich ca. 50% seines iKuh`s weg und reduziert seine sonst für gewöhnlich gut ausgeprägten und in einem langen Evolutionsprozess erworbenen Fähigkeiten auf die Geselligkeit.

Er ist nicht mehr possierlich, umgänglich oder gar friedvoll, nein, er wirft mit harten Süßigkeiten auf Ansammlungen gleich gesinnter Artgenossen welche sich durch umgedreht gehaltene Regenschirme zu schützen versuchen.

Die Opfer dieser Attacken liegen dann meist zusammengebrochen in den Seitestraßen der Altstadt, wo sie dann meist von grünen Männchen, die wahrscheinlich für den grünen Punkt arbeiten, eingesammelt und für die Nacht einem Funktionstest unterzogen werden. Funktionierende Nordrhein-Westfalen dürfen sich dann sofort wieder diesem Kreislauf zuführen. Nicht funktionstüchtige werden von weißen Männchen aussortiert und notdürftig repariert und später dem Kreislauf zugeführt. Andere die den Härtetest nicht bestanden haben werden in andere Bundesländer abgeschoben und erhalten dort für gewöhnlich ohne großen Aufwand politisches Asyl anerkannt.

Es gibt mehrere probate Strategien diesen Auswüchsen zu entgehen:

1.) Man fährt in den Urlaub und trifft sich mit gleich gesinnten, ebenfalls geflüchteten Personen beim Paddeln oder Skifahren.

2.) Wenn man nicht mehr genügend Urlaub übrig hat, bleibt man am besten im Büro. Hier ist der sicherste Platz, denn der für gewöhnlich fleißige NRW`ler zeichnet sich (auch) in diesen Tagen durch allgemeine Arbeitsscheue und vor allem –unfähigkeit aus.

3.) Man geht in die Düsseldorfer Altstadt, bestellt ein Kölsch. Wenn man dann wieder zu sich kommt, haben einen die grünen Männchen entweder bereits eingesammelt, oder man ist schon beim Antrag für politisches Asyl, z.B. für Mecklenburg Vorpommern.

4.) Man geht in die Düsseldorfer Altstadt und trinkt sich 50% seines iKuh`s weg und stellt dann fest dass die übrig gebliebenen 50% die Ausgangsbasis für den Faschings-teilnehmenden NRW`ler ist, trinkt sich noch mal die Hälfte weg und stellt dann leider fest, dass es mit den verbleibenden 25% nicht mehr wirklich möglich ist, den Alkoholkonsum einzubremsen, da die restlichen 25% dringend für die Aufrecherhaltung grundlegender Funktionen benötigt werden, als da währen:

4.1) Atmen und die Aufrechterhaltung der Blut-Alkohol-Gemisch-Zirkulation, um die anderen, überflüssigen Gehirnfunktionen dauerhaft zu unterdrücken.

4.2) Brüllen ist im Karneval in zweierlei Hinsicht überlebensnotwendig.

4.2.1) Einerseits dient das Brüllen als Füllstandsanzeiger für das Bierglas. Ein laut ausgestoßener, sog. trockener Brüller wird meist mit einem vollen Glas Bier belohnt.

4.2.2) Da es sein kann, dass die Leberfunktion aufgrund der durch das zu alte Bier eingebrachten Schadstoffe an ihre Verarbeitungs-Kapazitäts-Grenzen gelangen kann, werden die Mengen, welche nicht mehr bewältigt werden können, durch einen sog. feuchten Brüller aus dem Körper befördert. Positiver Nebeneffekt hierbei ist, dass somit im Organismus wieder neue Kapazität zum Einlagern von altem Bier geschaffen werden kann.

4.3) Der Fortpflanzungsdrang. Während der gewöhnliche NRW`ler aufgrund seiner Fleißigkeit im Job dieses Grundbedürfnis weitestgehend aus seinem Leben verdrängt hat, tun die arbeitsfreien Tage seiner Libido gut. Leider ballt sich nun alles unterjährig unterdrückte auf drei, vier Tage und führt zu Problemen im Fortbewegungsapparat. Nein, das liegt nicht am übermäßigen Alkoholgenuss, denn der Genuss von altem Bier dient hierbei ausschließlich dazu, einer übermäßigen Reduzierung der Zielgruppe entgegenzuwirken. Grundsätzlich gilt, alles das bei 25 schon auf dem Baum ist, als nicht mehr erreichbar definiert wird.

Für alles andere gibt es die Gelben Seiten und den Baumdienst.

Es ist Faschingsteilnehmern in Düsseldorf nicht gestattet, flüchtende Personen von den Bäumen zu schütteln. Insbesondere Palmen dürfen während der gesamten Faschingszeit nicht im freien verbleiben, um etwaigen Missverständnissen entgegen zu wirken.

4.4) Das selbständige auf die Toilette gehen. Das ist dahingehend sehr wichtig, da sonst die Chancen für 4.3) dramatisch sinken.

. . . mir würden sicher noch mehr, dringend notwendige Grundfunktionen einfallen. Diese würde ich aber gern heute Abend noch einmal bei einem Feldversuch in der Düsseldorfer Altstadt verifizieren.

Ich hoffe, dass es mir gelingt, das Biertrinken oberhalb der 25%-iKuh-Grenze einzubremsen, damit ich nicht von den grünen Männchen eingesammelt werde. Vielleicht stelle ich ja morgen schon einen Antrag auf politisches Asyl in Mecklenburg Vorpommern und arbeite dann für Vodapomm.

Das ist sicher noch besser, als wenn ich mich heute Abend aus Versehen . . . aber nein, die Gefahr besteht bei mir ja nicht. Ich habe ja den ganzen Tag gearbeitet und bin da viel zu müde dafür.

Außerdem bekomme ich sowieso nicht genug Bier, denn nen rischtsch`n säggssch`n Brüllor versteht hier doch geenor!

Einen lieben Gruß an alle Faschingsgeschädigten, -flüchtigen, die Herren vom Baumdienst . . . und alle die mich heute noch kennen, morgen aber dankend verzichten ;-)

Euer rasender Reporter Stormy Normi!

Antworten:

Warum der Sachse nach Schweden geflüchtet ist?

Ist zwar völlig OFF TOPIC und hat mal gar nüscht mit Paddeln zu tun, aber jetzt wird so langsam klar, warum der Sachse nach Schweden geflüchtet ist:

Vodafone schreibt 41.000.000.000 Euro ab

Das Deutschland-Geschäft bei Vodafone kommt nicht in Fahrt. Der weltgrößte Mobilfunkkonzern rechnet in Deutschland auch künftig nur noch mit schwachen Zuwächsen.

Das Unternehmen schreibt bis zu 28.000.000.000 Pfund (41.000.000.000 Euro) ab. Die zu erwarteten konzernweiten Wertberichtigungen bezifferte der britische Konzern auf 23.000.000.000 bis 28.000.000.000 Pfund. Betroffen sind dem Unternehmen zufolge die Märkte in Japan und Italien, vor allem aber Deutschland.

Die Anfang 2000 von Vodafone für 170.000.000.000 Euro erworbene Tochter Mannesmann sei auf Grund des veränderten Börsenumfeldes heute wesentlich weniger wert. Der Buchwert des Deutschland-Geschäfts wurde bereits mehrfach korrigiert. Es steht seit September vorigen Jahres dem Sprecher zufolge ohnehin nur noch mit rund 52.000.000.000 Euro in den Büchern und macht damit gut 40 Prozent des Konzernwertes von insgesamt 81.000.000.000 Euro aus.

Langfristig erwarte Vodafone in Deutschland nur noch ein Wachstum des operativen Ergebnisses (Ebitda*) auf Höhe oder unter dem des nominalen Bruttoinlandsprodukts (BIP), sagte ein Sprecher. Im Geschäftsjahr 2004/2005 hatte Vodafone das Ebitda noch um acht Prozent gesteigert, in der ersten Hälfte des noch bis Ende März laufenden aktuellen Geschäftsjahres dagegen nur noch um ein Prozent.

Billiganbieter verderben Preise - die pöhsen, die!

"Wir sehen, dass sich der Preiswettbewerb weiter verschärft, unter anderem durch neue Billiganbieter", sagte der Sprecher. Vodafone ist hier zu Lande nach Deutsche Telekom der zweitgrößte Mobilfunkanbieter.

Eine genaue Prognose wollte Vodafone für sein Deutschland-Geschäft nicht geben. Die Bundesregierung geht für 2006 von 1,4 bis 2,0 Prozent realem Wirtschaftswachstum aus. Nominal, also zu aktuellen Preisen und damit inklusive möglicher inflationsbedingter Preissteigerungen, dürfte das BIP-Wachstum etwas höher ausfallen.

Quelle: [www.ftd.de]
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*EBITDA

Jahresüberschuss vor Steuern, Zinsaufwendungen, Abschreibungen und außerordentlichem Ergebnis

Das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) ist eine Gewinnkennzahl. Sie zeigt die operative Ertragskraft eines Unternehmens unabhängig von dessen Kapitalstruktur oder Investitionsneigung.

von Geldabschreiber - am 28.02.2006 05:58

Hmm, stimmt . . .

. . . aber so ne Meldung muß man lesen können, denn das, was jetzt hier in Deutschland passiert, hat sich auf dem schwedischen Markt schon vor zwei Jahren abgespielt.

Normi

von Der Rasende Reporter Stormy N - am 28.02.2006 11:46
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