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Informationen zum Thema:
Forum:
Elterngefuehle-Behinderung
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Karin, Beate, Katharina, Corinn

Löffelablecken als Beweis der Annahme des Kindes?

Startbeitrag von Karin am 19.05.2001 16:01

Hallo,

vor kurzem hörte ich auf dem Flur unserer Frühförderstelle ein Gespräch zwischen zwei Pädagoginnen mit.
Frau R. meinte, dass eine Mutter wohl eine Abneigung gegen ihr Kind haben müsse, wenn sie nicht bereit wäre, den Löffel ihres Kindes abzulecken. Sie könne es zwar verstehen, da ein so stark sabberndes Kind ja nun nicht gerade ästhetisch wäre. Aber als Mutter dürfe man sich vor so etwas doch nicht ekeln. Dann würde sie ja wohl ihr Kind nicht annehmen können.
Damit war nicht ich gemeint. Aber ich fühlte mich ertappt. Ich lecke überhaupt nicht gerne Löffel von irgendjemandem ab. Schon als Kind nicht. Egal ob den von meinem Mann, meinem größeren Sohn oder unserem kleinen behinderten Benny. Ich mag es einfach nicht.
Ich war irgendwie verunsichert. Ist das ein Beweis, dass ich jemanden annehme, wenn ich seinen Löffel ablecke?
Ich finde, die machen es sich ganz schön einfach!
Und ich finde es ganz schön ätzend, dass an Kleinigkeiten etwas festgemacht wird, das ich ganz anders empfinde.
Frustige und ratlose Grüße
Karin

Antworten:

Ich liebe meine Tochter überalles, so wie sie ist.
Doch ich mag auch nicht Ihren Löffel ablecken! Auch mag ich es nicht von Ihrem Teller zu essen, nachdem sie das Essen 3x ausgespuckt und 5x reingespeichelt hat! Und ich mag nicht wenn sie mich mit Ihren "abgelutschten Fingern" ständig anfaßt, besonders wenn ich mich gerade für irgendeinen Termin fertig gemacht habe!!!!!

Das hat in keinster Weise etwas mit "Beweis zur Annahme" zu tun, völliger Blödsinn! Ich denke solche Therapeuten haben entweder gar keine Kinder und wenn dann wahrscheinlich keine Behinderten Kid`s .

Ich denke der "Beweis zur Annahme" besteht darin Ihr Zuneigung und Liebe zu geben. Und das geschieht gewiß nicht im Löffel ablecken sondern indem ich mit Ihr kuschel, mit Ihr schmuse, Ihr ständig sage wie lieb ich sie habe und sie so annehme wie sie ist.

von Beate - am 20.05.2001 08:47
Ist ja wieder mal eine tolle Theorie! Es scheint ja manchmal so, als wenn wirklich jede Handlung gegen uns ausgelegt werden kann.
Finde ich unfair!!!!!!

von Karin - am 24.05.2001 14:06

Falscher Name eingetragen

Sorry,
habe statt der Anrede "Liebe Karin" Karins Namen unter "Ihr Name" eingetragen.
Aber Ihr kennt mich ja vielleicht auch von vorherigen Mitteilungen im Forum.
Corinn

von Corinn - am 24.05.2001 14:18

Durch unsere Kinder bleibt nichts privat!

Hallo!

Wenn wir ein besonderes Kind haben, ist es einfach so, dass unsere Beziehung zum Kind nicht mehr privat ist, sondern durch das Einschalten von Professionellen öffentlich wird.
Wer weiß, was Eltern mit gesunden Kindern in der Beziehung zum Kind alles „verkehrt“ machen. Aber da gibt es weniger Öffentlichkeit und Kontrolle!
Außerdem sollte auch gesehen werden, dass jede Mutter auch noch eine eigenen Person ist und nicht nur MUTTER!
Wird einfach irgendwie total vergessen, dass wir auch eigene Rechte, Angewohnheiten und Vorlieben haben. Wir sollen möglichst einfach nur funktionieren!
Klappt ja auch oft! Aber im Laufe der Zeit bin ich dabei doch immer unzufriedener geworden. Ich möchte auch ICH sein dürfen!
Katharina

von Katharina - am 24.05.2001 17:01
Prima, lasset uns Karies verbreiten!
Im Ernst, alle Zahnärzte warnen davor, Schnuller, Breilöffel etc. abzulecken, weil so die Kariesbakterien der Mutter zum Kind kommen!
Da meine Zähne nicht so berauschend sind, halte ich mich auch daran, und zwar sowohl bei meiner behinderten Tochter als auch bei meinem gesunden Sohn.
Das sollte man solchen superschlauen Therapeuten mal verklickern!!!

von Beate - am 27.05.2001 20:37
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