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Zwergenpost - Mütterforum
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Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Anja, Frauke, Ragnhild, Ludolfa, Hexe, Astrid, Sintgund

Impfen

Startbeitrag von Frauke am 09.09.2003 11:23

Eine Freundin und ich waren gestern bei einem Vortrag einer Homöopathin zum Thema Impfen.

Ich hatte schon vorher viel darüber gehört und auch die GDF hat ja ein Mutter&Kind-Heft herausgegeben, in dem unter anderem darüber zu lesen ist!

Es waren auch andere Eltern von geimpften und nicht geimpften Kindern dort und die Erfahrungsberichte sprachen für sich.
Die Informationen waren schon sehr sehr interessant und ich kann ehrlich keine Mutter verstehen, die sich nicht über dieses Thema VOR der Geburt ihres Kindes Gedanken macht. Allerdings sind die meisten noch nicht einmal darüber informiert, daß es überhaupt so viele schlimme Nebenwirkungen bei Impfungen gibt, ja sogar regelmäßige Todesfälle.

Wer mehr wissen will, kann hier gern anfragen oder die GDF-Technik-Adresse anschreiben.

Sie hatte gestern die Broschüre (für Einsteiger) von Andreas Roll mit „Gesund ohne Impfung?“ empfohlen. Roll bezieht sich viel auf Friedrich Graf, einem sehr bekannten Arzt, der viel Impf-Aufklärung betrieben hat.

Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Thema Imfpen?

Gruß
Frauke

Antworten:

Also irgendwie ärgert mich diese Impfungsablehnerei, die ihr immer so vehement betreibt. Sicherlich gibt es Risiken und Nebenwirkungen, wie bei allen Medikamenten. Aber ich als Studentin im medizinischen Bereich (und wenn's bloss für Viecher ist :-) ) kann nur sagen: Diphterie, Keuchhusten,Typhus und Kinderlähmung sind nicht aus der Welt. Die Erreger gibt es immer noch! Es erkrankeken immer noch entsetzlich viele Menschen daran. Alle zwei Minuten stirbt in der dritten Welt ein Kind an einer vermeidbaren Krankheit! Wisst ihr eigentlich, wieviele Menschen früher an Infektionskrankheiten gestorben sind?

Schon im 18. Jahrhundert war die Verzweiflung der Menschen groß genug und das medizinische Wissen so weit, dass Familien eigenhändig ihre Kinder gegen Pocken "impften" - die Impfungstodesrate war damals hoch, aber die Kinder hatten eine wesentlich größere Überlebenschance, als wenn sie an Pocken erkrankt wäre.

Ne, so sehr wie ich für "Vorbeugen statt Heilen" bin und sanfte Naturmedizin bevorzuge, dass mit dem Nichtimpfen geht mir eindeutig zu weit. Wenn ich mal Kinder kriege, werden die selbstverständlich geimpft.

Anja

von Anja - am 09.09.2003 12:52
PS: Und wenn ich ganz ehrlich sein soll, finde ich es ziemlich unverantwortlich und auch rückschrittlich, die Impfungen ohne Ersatz einfach wegzulassen. Wie soll'n das weitergehen? Keine OPs mehr, wegen der Anästesie? Keine chemischen Medikamente mehr? Wir können die Uhr nicht zurück drehen, was manche Dinge angeht.

Aber das werden die Leute vermutlich erst begreifwen, wenn die ersten paar Kinder verkrüppelte Beinchen haben weil sie sich Kinderlähmung eingefangen haben (ein sehr virulenter Virus, übrigens. Er ist in unserer Umgebung vorhanden und wartet auf Vermehrung). :-(

Anja

von Anja - am 09.09.2003 12:57
Liebe Anja,

Du solltest Dich wirklich ersteinmal richtig über dieses Thema informieren,
bevor Du hier rumschimpfst. Ich denke, daß unsere Frauen sich schon sehr
viel ausführlicher mit dem Thema beschäftigt haben, als Du!

Es geht hier nicht um Uhr zurückdrehen, sondern um ganz konkrete und auch sehr aktuelle Erkenntnisse von Medizinern und auch der Weltgesundheitsorganisation (die im Übrigen ihre Impfempfehlung zurückgezogen hat schon vor einigen Jahren!!).
Das dies hier totgeschwiegen wird - wie so vieles ind er BRD und anderen Ländern - wundert mich gar nicht.Die Macht hat das Geld und die Pharmaindustrie verdient!
Die Pockenepedemien im 18. Jh. sind aus heutiger Sicht sogar durch die
Impfungen noch verschlimmert worden! Es sind zig Menschen nach der Impfung gestorben,die gesund waren! Der Erfinder der Pockenimpfung hat seinen eigenen Sohn geimpft und der ist danach geistig behindert gewesen, er hat es nach eigenen Aussagen bereut. Immer wieder sind nach Impf-Wellen die Menschen zigfach gestorben.
Außerdem sind diese Infektionskrankheiten immer in den Gebieten, wo Not und Krieg etc. herrscht vorrangig. Auch nach dem 1. Weltkrieg und 2. Weltkrieg sind sie schlagartig verschwunden - aber nicht durch Impfungen!

Pockenimpfung wurde abgeschafft, weil man dieses Verbrechen irgendwann erkannte, weshalb sonst? In Schweden ist die Tuberkoloseimpfung verboten! Eben weil man erkannte, daß sie zu viele Schäden anrichtete!!

In unseren Breitengraden wird es keine Epedemien geben, solange keine Hungersnot, Krieg oder andere Kathastrophen Auslöser sind und dann ist die Hilfe der Impfung fragwürdig. Das sind meiner Meinung nach Ammenmärchen!
Und Du sitzt denen auf, weil es eben alle und schon immer sagen...
Es gibt Statistiken über die Todesfälle durch Masern, etc. in Deutschland, die sind lächerlich und über die Schäden der Imfpungen gibt es keine offiziellen Erhebungen, die werden nämlich totgeschwiegen. Es gibt aber eine Vereinigung, die Impfopfern hilft, diese klagen oft Jahrelang, bis sie entschädigt werden....

Und, nur weil gesagt wird "alle Menschen sind gleich" glauben wir das? Nein. Warum glauben wir also diesen Impfschwindel?

Also wie gesagt, erst lesen und informieren und dann reden.
Nichts für ungut!
Gruß
Frauke

von Frauke - am 09.09.2003 14:27
Entschuldige bitte,
aber was du da schreibst ist von vorn bis hinten kompletter Schwachsinn.

Die Pockenimpung wurde abgeschafft, weil die Pocken eine der wenigen Krankheiten sind, die nahezu komplett ausgerottet werden konnten - durch Impfung. Ich bin als Baby noch gegen Pocken geimpft worden.

Anfang des 20sten Jahrhundert - vor dem ersten Weltkrieg hatten wir statistisch gesehen keine Notzeit. Ich kann gerne mal die Zahlen der Typhus- und Kinderlähmungskranken, die da gestorben sind, auflisten.

Zu dem "Totschweigen": entschuldige bitte, aber glaunbst du eigentlich, dass alle ärztlichen Vereinigungen in Deutschland verschwörungstechnisch unter einer Decke stecken? Was bei dir alles totgeschwiegen wird, dass wäre organisationstechnisch absolut unmöglich. Und so völlig ohne jedes Durchsickern! Erstaunlich.

Naja, ich zwing bestimmt niemanden, sein Kind zu impfen, oder sich als Frau gegen Röteln zu impfen, aber ich lass mich auch nicht bevormunden und klein machen, denn deine Infos sind sehr schwammig und für mich als jemanden, der auf medizinischem Gebiet tätig ist, nicht überzeugend. Und zu meiner Meinung darf ich ja wohl noch stehen.

Anja

von Anja - am 09.09.2003 14:48
Das mag sein, daß diese Infos hier nur einen kleinen Einblick geben.
Aber wenn Du medizinisch gebildet bist, dann setzt Dich doch mal
wirklich mit dem Thema auseinander, bevor Du Aussagen von Ärzten
wie Dr. Graf oder dem amerikanischen Infektionskrankheiten-Spezialisten
Dr. Sandler einfach aus dem holen Bauch widersprichst.

Les doch einfach mal ein paar Bücher oder Broschüren aus den Kreisen, wie
z.B. dem Schutzverband für Impfgeschädigte e.V.

Dr. Koch vom Robert Koch Institut sagte 1992:
"Die Pockenimpfung hatte ganz erhebliche Nebenwirkungen, und man kann auch heute immer nur beklagen, daß wir sie so spät erst abgeschafft haben. Wir hätten sie - vielleicht mit etwas mehr Mut - schon früher einstellen können". Pocken wurden nicht durch Imfpungen ausgerottet, das stimmt einfach nicht. Woher nimmst Du diese Information?

Vorschreiben will Dir hier doch keiner was.
Aber Du versuchst alles klein zu reden. Die Gefahren sind doch da, warum
hast Du Angst davor, Dich damit auseinanderzusetzen? Weil Du geimpft bist?
Ich auch, na und. Wir können aber doch überlegen, ob wir das unseren Kindern antun und was wir wirklich von einer Impfung haben. Da kann man ja auch nicht alle Impfungen über einen Kamm scheren... logo.

Der plötzliche Kindstot trat erst mit Massenimpfungen auf (Keuchhusten). Auch MS wurde im Zusammenhang mit Massen-Masern-Impfungen festgestellt. Ebenso das Down Syndrom, welches zu erst im Zusammenhang mit Massen-Pocken-Impfungen in England 1866 auftauchte.

Es sind fortschrittliche Mediziner und natürlich vor allem Heilpraktiker und Homöopthaten, die sich mit dieser Thematik befassen. Entschuldige, aber viele Schulmediziner haben hier einfach ein eingefahrenes Bild, mit Verschwörung hat das nichts zu tun.
Gruß
Sintgund

von Sintgund - am 09.09.2003 17:58
Vom plötzlichen Kindstot wird schon bei den alten Ägyptern berichtet.
Ich kenne ein Bildnis aus dem 1500 Jahrhunder auf dem ganz klar ein Down-Kind zu sehen ist.

Woher hast Du diesen haarsträubenden Unsinn?
Nur weil es auf Papier gedruckt wurde, stimmt es doch noch lange nicht.
Natürlich gibt es mehr Infektionskrankheiten in Notzeiten. Aber verschwunden waren die noch lange nicht.

Und es gibt sehr wohl Aufzeichnungen über Impfschäden.
Ja, es gibt behinderte und sogar tote Kinder durch Impfungen.
Und natürlich versuchen sich die Versicherungen vor den Kosten zu drücken.
Das liegt aber im Wesen von Versicherungen.

Aber diese Zahl steht in keinem Verhältnis zu behinderten und toten Kindern die ohne Impfung zu beklagen waren.
Einem toten Kind wg. Impfschaden stehen ca. 10.000, je nach Impfung mal mehr mal weniger, gerettete gegenüber.

Ab gesehen davon gibt es sehr wohl Homöopathen, die das Impfen befürworten.
Sind die auch eingefahren?

Ich habe bis jetzt zwei Pferde und eine junge Frau an Tetanie sterben sehen.
Nicht schön.

Mein Schwager ist Arzt, Leiter einer Poliklinik und läßt sich und seine 6 Kinder impfen, obwohl er und seine Frau ganz heftige Reaktionen auf die Impfung zeigen.
Das macht er nicht grundlos.
Auch kenne ich sonst keine Ärzte, die nicht darauf achten ihre Familie und ihre Viecher gründlich durchzuimpfen.
Die machen das aus Profitgier?
Oder weil Ihnen Zahlen vorliegen und Beispiele aus der Praxis?
Impfstoff ist recht preiswert, an Kopfschmerztabletten wird viel mehr verdient.
An den Krankheiten und ihren Folgen könnten die Pharmaindustrie viel besser verdienen.
Sei froh, daß die noch nicht so richtig auf diese Verdienstquelle aufmerksam geworden ist.

Grüße

Ragnhild

von Ragnhild - am 10.09.2003 07:18

alles eine Frage der Ansicht

Hallo Anja,
auch ich halte mich als chirugische Intensivschwester für einigermaßen medizinisch gebildet und denke, daß die Schulmedizin in vielen Dingen mehr Krankheiten schafft als heilt, wenn ich da so an meine Zeit auf Station denke wird mir teilweise immer noch schlecht.
Aber zum Thema, ich denke, so wie diese Diskussion hier geführt wird bringt sie eh nix. Mit Worten wie "Schwachsinn oder albern " kann man so einem Thema nicht gerecht werden. Zumal für alle Erhebungen gilt : "Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast". Klar werden die ärztlichen Vereinigungen immer Zahlen veröffentlichen, aus denen klar hervorgeht, wie sicher und prima das Impfen ist, hingegen werden Kritiker immer Zahlen zeigen, daß z.B. die Impfpolio-Rate um ein vielfaches höher ist als die normalen Erkrankungen (und die Impfpolio-Fälle verlaufen z.T. schwerwiegender).
Die Frage Impfen oder nicht ist immer eine Frage der Einstellung, möchte ich meinem Zwerg eine 6-fach-Impfung in ein nicht dafür geeignetes Gewebe antun, oder glaube ich den Ärzten (denen ich weiß Gott keine böse Absicht unterstelle, sie vertreten nur, was sie gelernt haben).
Es geht darum, was kann ICH für mein Kind verantworten, kann ich mit einem Impfschaden leben, oder mit einer vielleicht tötlich verlaufenden Krankheit. Es ist auch eine Frage der Umwelt, lebe ich auf einem behütetem Dorf oder in einer verseuchten Großstadt, womit habe ich auf Arbeit zu tun, wie ernähre ich mich (z.B. ist es bei konsequenter Vollwerternährung so ziemlich unmöglich, sich mit Polio zu infizieren).
Ich für meinen Teil habe viel gelesen, und das von beiden Seiten und stehe ganz klar hinter Fraukes Ansicht, ich könnte keinen Impfschaden bei meinen Kindern vertreten, und ich freue mich jeden Tag, wie stark und gesund die beiden sind. Ich bin mir sicher, daß dies mit Impfung anders verlaufen werde. Mein Umfeld gibt mir damit auch Recht, da wir im Bekanntenkreis sehr viele ungeimpfte Kinder haben.
Allerdings halte ich mir natürlich die Option offen, sie im Verletzungsfall nachzuimpfen, was Dank heutiger Erkenntnisse geht, aber dann ist so eine Impfung bedarfsgerecht und nicht nach der Hau-Drauf-Methode ohne Fallprüfung.
Ich verurteile die moderne Schulmedizin auch gar nicht völlig, viele Dinge sind ja auch gut, aber vieles wird einfach wie aus dem Füllhorn ausgegossen (z.B. diese Übermäßige Antibiotika-Gabe, das Resultat sieht man jeden Tag in den Kliniken in Form von Resistenzen, hab schon einige daran sterben sehen), nach dem Motto "Viel hilft Viel". Auch hier gilt wie fast überall im Leben "Trau, schau, wem".
Viele Grüße
Ludolfa

von Ludolfa - am 10.09.2003 09:31

Re: alles eine Frage der Ansicht

Ich verstehe hier seitens Anja oder Ranghild die Aufregung nicht?
Ihr könnt doch Eure Kinder impfen so viel ihr wollt. In Deutschland existiert keine Impf-Pflicht (wohl weil sie diese nicht verantworten wollen). Die Eltern sind eigenverantwortlich. Vom Gesetzt her ist eine Impfung eine Körperverletzung, deswegen müssen Eltern einwilligen. Schlecht ist z.B. daß viele Eltern, die ihr Kind impfen lassen, weil es der große Mann mit dem weißen Kittel so sagt, sich nicht mal den Beipackzettel zeigen lassen, hinsichtlich der Inhaltstoffe und Nebenwirkungen, es gibt nämlich auch andere Wege als 6-fach-Impfungen (wo das Immunsystem gleich mit 6 Krankheitserregern fertig werden soll). Von einer Freundin, die in einer Apotheke arbeitet weiß ich, wie oft die Impfstoffe wechseln, umbenannt werden und vom Inhalt geändert werden. Zudem impfen viele Ärzte trotz vorliegender Erkältung oder so, was eindeutig als gefährlich eingestuft ist, viele Ärzte sind hier einfach nachlässig. Aufgrund der Tatsache, daß viele Eltern große Probleme mit Schulmedizinern haben, wenn sie sagen, sie lassen nicht impfen, erkenne ich, daß sich diese Ärzte entweder gar nicht kritisch mit dem Thema auseinandergesetzt haben oder aber einfach die Risiken ignorieren. Wenn sie den Eltern wenigstens vorher klipp und klar sagen würden: es gibt Risiken, wie z.B. ... Natürlich gibt es Homöopathen, die Impfen für gut befinden, weiß ich auch, genauso gibt es viele, die davon abraten.

Uns in der GDF-Mütterarbeit ist es wichtig, auf dieses Thema und die Problematik hinzuweisen! Bewußtsein zu schaffen.
Wie viele Frauen habe ich gesprochen, die sich über das ganze Thema gar keine Gedanken gemacht haben. Es gibt Literatur und die sollte man sich einfach besorgen, lesen und sich dann eine Meinung bilden.

Für mich persönlich ist eben impfen etwas widernatürliches, wie unsere Ernährung teilweise und unsere Umweltbedingungen und die Natur hat für meine Begriffe immer den besten Weg parat, um das Leben weiterzubringen. Gut, selbst Krankheiten gehören dann dazu!
Kinder, die Masern oder Röteln oder Mumps hatten, machen erfahrungsgemäß hierdurch einen großen Entwicklungsschub, können danach besser sprechen oder andere Dinge tun.
Daß angeschlagene, kranke oder ältere Menschen häufiger an Infektionskrankheiten schwer erkranken oder sogar sterben ist schon klar (brutalerweise natürliche Auslese). Beispiele aber, von Epidemien, wo fast 95% der kranken Schulkinder gegen die Krankheit geimpft waren zeigen, daß Impfungen gar nicht wirklich helfen. Und Beobachtungen, daß bei diesen Kindern viel häufiger Komplikationen auftreten in der Krankheit zeigt für mich auch, daß es keine Wundermittel gegen Infektionskrankheiten gibt. Hier werden nur meist keine vernünftigen Zahlen erhoben, um das Ausmaß einmal zu verdeutlichen. Private Initiativen und Umfragen haben hier schon sehr interessantes Material ergeben.

Tetanus kann man denke ich selbst ganz gut verhindern. Zunächst muß man eben wissen, was für Wunden meist betroffen sind und wenn man sich unsicher ist, geht man halt gleich hin und läßt sich impfen. Das ist doch kein Problem. Meiner Mutter ging es mal so. Und ein Baby mit 6 Monaten kann ja wohl schwer eine Stichwunde erhalten. Auf Berliner Spielplätzen hat man vergeblich nach dem Tetanuserreger gesucht...

Bleiben z.B. Hepatitis B, Polio, Diphterie, Keuchhusten und das muß jeder selbst entscheiden. Auch hierzu gibt es viele Zahlen und Fakten. Es sterben 1-2 Kinder im Schnitt im Jahr an diesen Krankheiten und es ist nicht klar, ob diese geimpft waren.

Masern, Mumps und Röteln sind idiotisch. Frauen mit Rötelimpfungen können auf jeden Fall wieder Röteln bekommen, kann man am Titer erkennen. Auch Frauen, die Röteln durchgemacht haben, können es wieder bekommen, allerdings ist die Chance geringer.

Dies sind Zahlen und Fakten die ich sicher irgendwo gelesen habe und wie Ludolfa schon sagt, es gibt auch Bücher, die was ganz anderes sagen. So ist das eben. Aber nachdem man die Pockenimpfung abgeschafft hat und die Typhusimpfung, wird man sicher auch noch die anderen in dieser Form abschaffen... irgendwann. Die WHO gibt ja schon gar keine Impfempfehlung mehr ab und das heißt für mich schon was...

Ich hoffe, unsere Frauen machen sich alle selbst ein Bild und entscheiden nach guten Überlegungen, wann sie was impfen. Es ist eine große Verantwortung. Wie Ludolfa schon sagte, wenn man mit Eltern von nicht geimpften Kindern spricht, so sagen sie oft: „komisch, meine Kinder fallen nie aus, wegen Schnupfen, Fieber, Mittelohrentzündung, vereiterte Mandeln usw. Die anderen Kinder im Kindergarten ständig...“ das sind eben persönliche Erfahrungswerte. So berichteten auch die Eltern aus dem „alternativen“ (also linken) Kinderladen, in dem wir waren.

Ich kann Euch nur wie Ludolfa bitten, hier nicht hysterisch mit Schimpfworten um Euch zu schmeißen, das ist nicht unser Stil.

Gruß
Frauke

von Frauke - am 10.09.2003 13:03

Re: alles eine Frage der Ansicht

Hm, also jetzt hab ich mir alles hier durchgelesen, und ich halte es trotzdem mit Ragnhild, die meine Ansichten noch sehr viel präziser ausgedrückt hat.

Das mit dem "Schwachsinn" tut mir leid, Frauke, aber ich lasse mir auch nicht gern sagen, dass ich "erst denken und dann reden" solle, denn ich bin eine erwachsene Frau wie du und denke eigentlich immer sehr gründlich über die Dinge nach, zu denen ich meine Meinung sage. Auch wenn dir das, was ich sage, vielleicht nicht gefällt oder du daran etwas auszusetzen hast.

Sicher setzen Erfahrungsberichte von anderen Müttern einiges ins Verhältnis, aber ich bin halt auch berufsbedingt einfach davon überzeugt dass wir dem modernen Fortschritt was medizinisches Wissen angeht mehr verdanken, als uns, die wir von Kind an kaum eine Krankheit fürchten mussten, bewusst ist. Wenn es einem gut geht, wenn man keine Angst zu haben braucht, an einer Lungenentzündung oder gar Pest, Cholera, Tuberkulose und wasweissichnoch zu sterben, dann fällt es leicht, "früher-war-alles-besser" zu denken und zu denken, dass die Menschen gesünder waren (falsch!) oder die Notwendigkeit für schulmedizinische Eingriffe, Medikationen, Impfungen etc anzuzweifeln.

Ein Beispiel: Mich packt der Zorn, wenn ich lese, dass Zähneputzen sinnlos wäre, denn alles hinge von gesunder "vorväterartiger" Ernährung ab, bloss weil irgendein Typ mit Doktortitel darüber einen Artikel geschrieben hat. Mich ärgert es, wenn Fluorid verteufelt wird und zur "Manipulationsdroge" des Systems erhoben wird (ich glaub, Skadixx hat das mal geschrieben, obwohl ich ihre Beiträge ansonsten sehr mag). Mein Opa hat mit vierzig Jahren alle Zähne gezogen bekommen. Ich bin durch Fluorid, Zahnspange und Zahnversiegelung durch, putze mir jeden Tag zwei- bis drei Mal die Zähne und habe NICHT EINE EINZIGE PLOMBE! Meine Zähne sind weiss und schön (ähm, soll jetzt nicht zum Angeben sein) und tun mir nie weh. Ich profitiere ganz arg von der neuartigen Schulmedizin und mein Alter Ego im 30jährigen Krieg (so sie alle Pestzeiten und Geburten überstanden hätte) wäre schon mit 25 relativ zahnlos gewesen. Aber das nur nebenbei.

Zurück zum Impfen. Vielleicht sollte man sich genau überlegen, wogegen man sein Kind impfen lässt. Masern und Mumps ist natürlich Schwachsinn (äh, unnnötig! :-) Immer diese saloppe Studentensprache), aber Scharlach, Polio, Keuchhusten und anderen schwere Infektionskrankheiten würde ich persönlich schon vorbeugen. Und wenn das Baby dann Fieber kriegt oder ein paar Nächte nicht gut schläft, dann muss es da durch. Natürlich braucht nix zu passieren wenn man auf's Impfen verzichtet. Aber es kann auch dumm kommen.

Anja

von Anja - am 13.09.2003 08:10

Re: alles eine Frage der Ansicht

@Sintgund: äh, hallo? Das Down-Syndrom ist eine Erbkrankheit! Da hat Impfen null mit zu tun, das ist ein GENDEFEKT. Das hat man früher nicht erkannt klar, aber damals dachte man ja auch dass Miasmen einem die Körpersäfte ranzig machen und Frauen durch Gebärmuttervibrationen Hysterie kriegen.

:-)
Anja

von Anja - am 13.09.2003 08:17

Re: alles eine Frage der Ansicht

Hallo Anja,

ich kann mir gut vorstellen, daß du überzeugt bist von der Schulmedizin, gerade weil du einen medizinischen Beruf ausübst. Dennoch bin ich der Ansicht, daß nicht alles richtig ist, was einem da gelernt wird oder verschwiegen. Ich finde mann wird zu diesem Thema zu wenig aufgeklärt. Ich habe mich nach diesen Diskusionen hier, mit einem angehenden Arzt unterhalten. Es ist wie mit einem Geschichtsstudium. Ein Dozent lernt dir was, du mußt es an deine Schüler weitergeben, auch wenn du es nicht für richtig heißt. Es gibt einige von diesen Geschichtslehrern, die einem durch die Blume sagen, daß sie den gelernten Stoff nicht für richtig heißen, aber verpflichtet sind ihn zu lernen. So ist das System lerne oder verschweige das Falsche und du lebst auf guten Posten.
Ich weiß Medizin und Geschichte ist nicht das gleiche.

Astrid

von Astrid - am 13.09.2003 10:55

Re: alles eine Frage der Ansicht

Hallo Anja,
Anja schrieb:


Sicher setzen Erfahrungsberichte von anderen Müttern einiges
ins Verhältnis, aber ich bin halt auch berufsbedingt einfach
davon überzeugt dass wir dem modernen Fortschritt was
medizinisches Wissen angeht mehr verdanken, als uns, die wir
von Kind an kaum eine Krankheit fürchten mussten, bewusst
ist. Wenn es einem gut geht, wenn man keine Angst zu haben
braucht, an einer Lungenentzündung oder gar Pest, Cholera,
Tuberkulose und wasweissichnoch zu sterben, dann fällt es
leicht, "früher-war-alles-besser" zu denken und zu denken,
dass die Menschen gesünder waren (falsch!) oder die
Notwendigkeit für schulmedizinische Eingriffe, Medikationen,
Impfungen etc anzuzweifeln.

Ich denke, daß streitet auch überhaupt keiner ab. Gerade durch meine Ausbildung weiß ich ja auch, was man der modernen Medizin zu verdanken hat hat, und was nicht. Genauso kenne ich aber auch die zuhauf vorhandenen Schattenseiten (z.B. Contergan, Antibiotikaresistenzen und schlichte Menschenquälerei durch übertriebenen Medizinwahn). Und gerade dieses Anzweifeln ist so wichtig. Das solltest gerade Du als medizinisches Personal wissen. Kennst Du das etwa nicht, daß etwas Neues als das non-plus-ultra angepriesen und sofort von jedem praktiziert wird? Ich nenne da mal aus der Pflege das Beispiel "Eisen und Fönen", das hab ich noch in der Ausbildung gelernt, heute würde man dafür als Pflegefehler entlassen werden. Dadurch das die Medizin immer Fortschritte macht entstehen Fehler, da nicht alle Nebenwirkungen bekannt sind (Contergan, Lipobay). Die Nebenwirkungen der jahrelangen gfreizügigen Antibiotikagabe sind bekannt, meine Jungs erhalten das Zeug nicht bei der ersten Erkältung, wie einem die Ärzte das gerne aufschwatzen. Auch die Standard-Medikationen sind kritisch zu überdenken, z.B. die Credesche Prophylaxe, die jedem Neugeborenen angedacht wird, aber nur nötig ist, wenn die Mutter Tripper hat. Viele Sachen sind gut und richtig, aber bestimmt nicht alles.



Ein Beispiel: Mich packt der Zorn, wenn ich lese, dass
Zähneputzen sinnlos wäre, denn alles hinge von gesunder
"vorväterartiger" Ernährung ab, bloss weil irgendein Typ mit
Doktortitel darüber einen Artikel geschrieben hat. Mich
ärgert es, wenn Fluorid verteufelt wird und zur
"Manipulationsdroge" des Systems erhoben wird (ich glaub,
Skadixx hat das mal geschrieben, obwohl ich ihre Beiträge
ansonsten sehr mag).

Möchtest Du Dein Kind mit einem der stärksten wirksamsten Zellgifte systemisch vergiften????
Klar, auf den Zähnen mag es Sinn machen, aber im Verdauungstrakt als Tablette? Ist doch absoluter Unsinn, daß das Einfluß aus die noch nicht vorhandenen Zähne hat.


Und wenn das Baby dann Fieber
kriegt oder ein paar Nächte nicht gut schläft, dann muss es
da durch. Natürlich braucht nix zu passieren wenn man auf's
Impfen verzichtet. Aber es kann auch dumm kommen.

Kann es andersherum auch, wie es leider Madeleine oben berichtet hat. Und solche Fälle passieren öfters. Klar muß nichts passieren, aber es kann, und dieses Risiko reicht aus, um es nicht einzugehen, wie gesagt, wir haben uns jede Impfung im Einzelnen angeschaut und überlegt, ob wir sie geben oder nicht. Und wenn, dann wann, das ist ja auch einen entscheide Frage. Mein Großer ist jetzt 3,5 Jahre alt, mittlerweile hat er ein entwickeltes Sprachzentrum und eine funktionierende Immunabwehr, eine Impfung wäre jetzt nicht mehr so riskant. Säuglinge sind einfach zu klein. Und es kommt eben bei so einer Entscheidung auf das Lebensumfeld an. Man kann nicht einfach sagen, ich impfe oder impfe nicht, diese Entscheidung ist viel komplexer. Hast Du eigentlich jemals was zu diesem Thema gelesen oder sprichst Du jetzt von den Inhalten, die Du während Deiner Ausbildung vermittelt bekommen hast? Zu so einem Thema ist es wichtig, egal wie man dazu steht, wirklich mal beide Seiten zu betrachten.
Aber wie gesagt, ich denke, die Impfentscheidung kann immer nur lauten "Was kann ich als Mutter/Eltern verantworten - Krankheit oder Impfschaden" Beides ist möglich und muß verantwortet werden.

Viele Grüße
Ludolfa

von Ludolfa - am 14.09.2003 06:29

Re: alles eine Frage der Ansicht

>>Masern und Mumps ist natürlich Schwachsinn (äh, unnnötig! Immer diese saloppe Studentensprache), aber Scharlach, Polio, Keuchhusten und anderen schwere Infektionskrankheiten würde ich persönlich schon vorbeugen.

von Ragnhild - am 14.09.2003 09:31

Re: alles eine Frage der Ansicht

>>Möchtest Du Dein Kind mit einem der stärksten wirksamsten Zellgifte systemisch vergiften????
Klar, auf den Zähnen mag es Sinn machen, aber im Verdauungstrakt als Tablette? Ist doch absoluter Unsinn, daß das Einfluß aus die noch nicht vorhandenen Zähne hat.

von Ragnhild - am 14.09.2003 09:49

Re: alles eine Frage der Ansicht


Masern läßt Kinder gern an der zusätzlichen Hirnhautentzündung sterben.

->Es erkranken vorwiegend Kinder die mit fiebersenkenden Maßnahmen behandelt wurden.Fieber bekämpft die Viren(das schafft kaum ein Medikament).Und alle Eltern die sich fürs "nichtimpfen" entscheiden ,müssen es aushalten können, wenn das Kind 40' und mehr fiebert. Komplikationen bei Kinderkranken stiegen um 500% (!) seit Einführung von Fieberzäpfchen .



Vor gar nicht allzu langer Zeit ( 2Jahre?) gab es in Italien eine Masernepedemie.
->Es waren vorwiegend Erwachsene betroffen

Vor ca. 5 Jahren in den USA.

-> Eigenartig ,als ich vor 10 Jahren in die USA reiste war ein Masernimpfschutz Pflicht! Ich hatte jedoch das Glück als Kind an Masern erkrankt zu sein und durfte so auch ohne Impfung einreisen.

In beiden Ländern wurde nur noch wenig geimpft.
->Am Konsulat erzählte mir man das in den USA die Durchimpfungsrate bei Masern bei 99,8% liege.


Das nur zur Info
Gruß
Hexe

von Hexe - am 14.09.2003 12:48

Re: alles eine Frage der Ansicht

Ich vesteh ja, dass Mütter mit jungen Kindern sich Gedanken über die Impfungen machen; allerdings finde ich das Thema, was du mit den Antibiotika angesprochen hast, irgendwie wichtiger und würde da mehr Energie reinstecken.

Dass gerade in wirtschaftlich unterentwickelten Ländern das Zeug im Supermarkt gekauft werden kann und hier die Leute das zu oft verschrieben bekommen und oft auch nicht bis zu Ende einnehmen, macht mich wesentlich besorgter als die diskutierte Gefährlichkeit von Impfungen.

Was das Fluor angeht, halte ich es mit Ragnhild.

Da ich noch keine Kinder habe, habe ich mich jetzt nicht dezidiert mit Impfen oder nicht Impfen bei Menschen auseinander gesetzt (so, mit zahlreiche Bücher dazu gelesen etc.), aber wenn man wie ich aus einer Medizinerfamilie kommt, und tagein tagaus wissenschaftlich mit medizinischen Themen zu tun hat kommt schonmal eine Diskussion dazu auf.

Ich möchte auch wirklich nicht "wettern" oder "schimpfen", ich bemühe mich, andere Meinungen zu akzeptieren, auch wenn manchmal meine scharfe Zunge mit mir durchgeht :-) aber mich beschleicht oft der Verdacht, dass a) oft gegen das Impfen einseitig polemisiert wird, ohne die Gegenseite zu sehen (siehe Fraukes Anfangseintrag) und b) das Nicht-Impfen als Instrument falsch verstandener Systemkritik benutzt wird (wobei die Gründe bei näherem Hinsehen etwas haltlos sind). Da denke ich halt, dass man das nicht auf medizinischem Gebiet austragen muss. Ich bin gegen die Politisierung der Impfung, sozusagen. Alle Ärzte schwöremn im übrigen einen hippokratischen Eid, und die, die ich kenne, nehmen den auch bitterernst. Natürlich gibt es überall schwarze Schafe die kranke Menschen ausschließlich als Geldquelle betrachten, aber ich finde, dass auch in unserem politischen Bereich Ärzten zugestanden werden sollte, dass sie Menschen helfen möchten und das aus ihrer Sicht Beste vorschlagen. Wenn mir irgendjemand später vorwerfen würde: "Ah, die Frau Dr. Kleinschmidt, die stopft meinen Hund nur mit Antibiotika voll, weil sie was dran verdienen will, dabei weiss sie ganz genau dass er das Zeug gar nicht braucht oder sie ist zu dumm um es zu wissen", dann wäre das weder wahr noch gerecht. :-)

Du hast Recht wenn du sagst, dass man nicht einfach sagen kann: ich impfe oder ich impfe nicht, aber gerade das ist es ja, was mich zum Posten in diesem Thread gebracht hat: ich möchte mich nicht kriminalisieren lassen, wenn ich mich dafür eintscheide, meine zukünftigen Kinder gegen verschiedene Krankheiten zu impfen.

lieben Gruß,

Anja

von Anja - am 15.09.2003 06:53
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