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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren
Beteiligte Autoren:
Dennis Dörffel, Werner Klein, Ralf Albert

Panzerplatte Gitterplatte

Startbeitrag von Ralf Albert am 06.03.2001 10:41

Hallo an alle,
vielleicht kann mir jemand weiter helfen, ich bin nämlich etwas verunsichert.
Ich habe ein recht gutes Angebot über Traktions-Batterien von Exide/Sonnenschein. Die Batterien sind Panzerplatten-Batts.
Gestern habe ich mit CityCom telefoniert, und da wurde mir mit geteilt, dass sie schlechte Erfahrungen hinsichtlich Reichweite und Lebensdauer mit dieser Technologie gemacht hätten.
Die Batts wurden mir aber von einem Vertrieb für Gabelstaplerbatterien empfohlen und halten laut Datenblatt 1000 Zyklen.

Weißt jemand etwas über den Unterschied zwischen Gitter- und Panzerplatten-Batts? Oder warum die Reichweite nicht passen soll? Kann das am Ladegerät liegen (ich hatte sowieso vor, mir für dieses Batts
ein neues Ladegerät zuzulegen)?

Für Hilfe wäre ich Dir sehr dankbar.

Sonnige Grüße

Ralf

Antworten:

Hallo Ralf,

vor Jahren hatte ich in meinem Mini-el Gitterplattenakkus der Fa. Oldham eingebaut. Ich fuhr damit über 30.000 Kilometer bei 38.000 Kilometer war die Reichweite auf 20 Kilometer abgesunken. Ich baute den 2. Akkusatz ein. Nach über 20.000 Kilometer zeigte eine Zelle schon deutliche Schwächen. Ich verschenkte den Akkusatz (da hatte er lange ohne Pflege herumgestanden und war doch noch für einige Tausend Kilometer gut) und baute einen NiCa Akkusatz ein, mit dem ich heute noch fahre. Nach dem Ableben dieser Akkus werden ich nach meinem heutigen Wissenstand wieder Panzerröhrchenakkus einbauen. Meine Erfahrungen:
Höheres Gewicht, beim original Akkukasten Schwierigkeiten beim Einbauen mit dem Platz. Es muß der Kabelbaum auf der rechten Seite aufgemacht werden und die Drähte flach über dem Akku verteilt werden. Die Abdeckung des Batteriekastens paßt nicht mehr richtig. Es müssen Außschnitte an der Kante angebracht werden, die sich unter die Plastikkante schiebt und damit den Deckel hält. An diesen Stellen stößt man an die Einfüllstutzen oder Polklemmen. Ich hatte einen neuen Akkukasten angefertigt, der nach unten etwas zwei Zentimeter aus dem Fahrzeug ragt. Damit hatte ich das Platzproblem gelöst. Doch weiß ich von anderen Fahrzeugen, daß die Akkus nach den oben beschriebenen Anpassungen trotzdem eingebaut werden können.
Meine Erfahrungen decken sich nicht mit denen der Fa. CityCom. Im Gegenteil: Ich konnte größere Reichweiten erzielen, da diese Akkus bis zu einer Restkapazität von 20% entladen werden dürfen. Über die Lebensdauer schrieb ich schon oben. Im geringsten Fall leben sie doppelt so lange wie die Originalakkus.

Ich hoffe, daß ich mit diesen Auskünften weiterhelfen kann. Wenn noch irgendwelche Fragen bestehen, werden ich sie gerne beantworten soweit ich dazu in der Lage bin.


Bis dann
Werner

von Werner Klein - am 07.03.2001 06:50
Hallo Ralf,

CityCom hat nach meinen Infos damals die Panzerplattenbatterien von Steinbeck getestet.
Panzerplattenbatterien haben grundsätzlich den Vorteil, mehr Zyklen (1200) "durchzustehen", was bei gleichen Anschaffungskosten gut klingt. :D
Aber: Kein Vorteil ohne Nachteile... :-(
Panzerplattenbatterien sind in der Regel schwerer (bei gleicher Kapazität) und haben einen höheren Innenwiderstand, dadurch sinkt also die Batteriespannung unter Last stärker ab, der Strombegrenzer oder die Batterieabschaltung muß anders eingestellt werden.
Wenn CityCom dies nicht getan hat :rolleyes: , so ist dadurch die Reichweite geringer - dafür halten die Batterien dann wegen der (zu) pfleglichen Behandlung noch länger.

Die Panzerplattenbatterien fahren sich insgesamt (noch) träger (höheres Gewicht + kleinerer Strom).

Wir E-Mobilisten in der Region Aachen (Verein VERA) haben zur Zeit 4 Fahrzeuge mit den Panzerplatten von Steinbeck ausgerüstet (wir kommen recht günstig dran), so daß wir demnächst sicherlich mehr Erfahrungen weitergeben können. Zunächst soviel: Ein Fahrzeug hat damit (glaub ich) bereits 15.000km zurückgelegt (Stephan Nagel).

Telefonischer Kontakt gewünscht ?? - Einfach anrufen:

bei mir: Dennis Dörffel (02462/906646) - erst ab April
oder bei Stephan Nagel (0179/4417712) - Gruß von Dennis

Panzerplattenbatterien scheinen sich dann zu lohnen, wenn viele km zurückgelegt werden sollen (viel Fahren, wenig stehen) und der Fahrer keine Geschwindigkeitsrekorde brechen möchte.

Gruß, Dennis

von Dennis Dörffel - am 16.03.2001 10:45
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