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elweb Batterie
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10
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren
Beteiligte Autoren:
Roland Reichel, Rüdiger Hussy, Reinhold, Herbert Hämmerle, Tobias Stupp, Ralf Wagner, Peter Reutegger

Batterie-Pflegeanleitung für Doofe!?

Startbeitrag von Tobias Stupp am 03.05.2001 18:42

Hilfe!

Wie muß ich meine Blei-Batterien "richtig" behandeln für eine möglichst lange Lebensdauer?

Ich habe jetzt meinen zweiten Batteriesatz nach ca. 2000km verloren! Ich hätte nie gedacht, daß die Behandlung der Batterien so ein großes Problem ist. Die Batterien können einem Laien den Spaß am Elektroauto gehörig vermiesen!! Leuten, die nicht ein ordentliches Basiswissen von Batterien haben, würde ich zur Zeit von dem Kauf eines Elektroautos abraten!

Mich wundert es allerdings, daß hier nicht viel mehr Probleme mit Batterien angesprochen werden:

Sollte man nun ständig nachladen, wie es die Betriebsanleitung des City-el empfielt? Oder lieber wenn die Batterien leer sind? Oder vielleicht "mal so und mal anders"? Wie leer dürfen/sollten die Batterien denn sein? Wie finde ich denn raus, wie leer sie sind?

Welche Parameter muß man beachten? Welche Geräte (Kapamesser, Spannungsmesser, Säurehebemesser...) haben welche Bedeutung und welche braucht man wirklich?

Welche Bedeutung hat das Ladegerät bzw. dessen Einstellung für die Lebensdauer? Wie oder wer stellt einem sowas ein?

Wann muß man Wasser nachfüllen? Lieber vor oder nach dem Laden?

Fragen, Fragen und Fragen! Ich habe nun mal keine Ahnung von Batterien, möchte aber trotzdem gerne elektrisch fahren.
Leider findet man nirgendwo mal ganz konkrete und insbesondere allgemeinverständliche Hinweise, wie man es denn richtig machen soll.

Oder sind Elektroautos am Ende einfach immer noch etwas nur für Batterie-Gurus?

Ich wünsche mir eine "Batterie-Pflegeanleitung für Doofe"!!

Das wäre sicher auch ein wichtiger Beitrag für diese Community und das Elektrofahrzeug.net - oder bin ich der einzige Idiot hier?!

Wer kennt sich also hier aus und fühlt sich in der Lage, sein Wissen verständlich in einen "Waschzettel" zu fassen?

Danke

Tobias

Antworten:

"Open Source" Manual

Hallo Tobias,
das Du nicht zu den Doofen gehörst weiß ich.. zugegeben eine Zusammenfassung der ganzen Weißheiten wäre ganz hilfreich.. Die Behandlung unterscheidet sich etwas je nach Batterietyp, Ladekennlinien sind verschieden...Eine FAQ Batterie wäre angesagt..

Ich nehme Deinen Beitrag zum Anlaß mal wieder einen kleinen Aufruf zu machen.

Hilfreich wäre wie schon öfters erwähnt eine Arbeitsteilung bei der Seitenerstellung!

D.h. ich würde mir wünschen jemand schreibt etwas wie :
man Batterien nachfüllt und macht dazu ein paar Bilder, egal ob Kleinbild oder digital. Den Text an mich per email, die Bilder per post oder per mail. Ich bin dann gerne bereit das ganze in eine Website umzusetzen und einzustellen.. das ist für mich ein leichtes... ist mein täglich Brot im Büro.. der redaktionelle Teil schafft mich zeitlich..

-zweites Thema Säuredichte prüfen.. von Säuredichtemessern habe ich ein paar Bilder, es wäre schön wenn jemand ein paar Takte dazu schreibt und evtl ein paar Bilder von der Anwendung macht..
Hat jemand Lust mitzumachen?
Es würde mich freuen

von Ralf Wagner - am 03.05.2001 20:01

Re: "Open Source" Manual

Mache am Wochenende ein paar Bilder dazu und schick Sie dir, mal sehen , vieleicht , schreib ich auch in bisschen was dazu, soweit ich dazu was beitragen kann.

In Tobias Fall , würde ich fast sagen, das das Ladegerät defekt ist, sonst würden die Batts selbst bei schlechter Behandlung wesentlich länger durchhalten.

Mein Tipp, neues Ladegerät, aber so ein richtiges mit Automatischer Regelung usw.
Batteriepulser währen in deinem Fall auch ganz gut denke ich....
Viel Spass beim Shoppen.

Rüdiger

von Rüdiger Hussy - am 04.05.2001 05:17

Re: Batterie-Pflege Infos

Hallo Tobias, hallo Ralf und hallo Rüdiger,
da kocht das leidige Thema der Batterielebensdauer mal wieder hoch. Ja, auch ich habe so meine leidvollen Erfahrungen (12 Jahre City-El, 5 Jahre ATW-Ligier und dann noch die vielen Fahrzeuge im Solarmobil Verein Erlangen und anderswo, alles Leute, die sich gerne und ausgiebig bei mir ausgeweint haben..).
Soviel vorab: Es ist schon lange ein Themenheft "Batterien" in den Solarmobil Mitteilungen geplant. Es hing bisher hauptsächlich daran, dass wir wenig efreuliches zu berichten hatten.
Und noch etwas: die Spezialisten mit den meisten Erfahrungen in Deutschland sind wohl Jürgen Mittnacht und Bernd Kürten. Frag die ruhig, auch Ralf Wagner hat viel Wissen durch leidvolle Erfahrungen.
Und noch was: es gibt natürlich Batterien, die länger halten: bei den Blei-Typen sind es die mit den dickeren Platten (Panzerplatten, Röhrchen von Bayern-Batterien und so, haben aber höhere Innenwiderstände, beschleunigen also nicht so gut, und sind schwerer. Auch Mesmer hat seine berühmten Batterien im Handel, werden in Handarbeit gemacht und es sind über 40.000 km Laufleistung erreicht, ich habe noch einen nagelneuen Satz, den ich evtl. verkaufen kann.)
Erreichte Lebensdauer im City-El mit Panzerplatten-Batterien: meist über 20.000 km, Beispiele müsste ich wieder raussuchen, sind aber namentlich bekannt).
Nach all den Jahren des Nachdenkens kann ich für Wenig-Fahrer die Hawker Genesis empfehlen (eine Rein-Blei Vlies-Batterie), mit Hochstromladung (hier hat AutoSol Konstanz wohl die besten Erfahrungen und Tipps). Ich benutze in meinem City El normal ein Ladegerät von Fronius mit 20 A Ladestrom, bei Veranstaltungen 2 (bis 40 A) oder drei Ladegeräte gleichzeitig (bis etwa 50 A). Mein Orginal-City-Com Ladegerät hat Bernd Kürten kennlinienmäßig an die Hawker angepasst. Außerdem klemme ich bei längerer Nichtbenutzung die Batterien gerne ab. Sie überstanden so vier Wintermonate ohne nennenswerden Kap-Verlust (nachgemessen mit dem Geyer-Kapazitätsmessgerät). Achtung: die Hawker ist wohl nichts für Vielfahrer. Außerdem muss sie mit Strömen über 30 A geladen werden, sonst verhungert sie.
Verhungern: das ist wohl ein Problem bei vielen Batterien. Die Ladeströme müssen laut Kugelhaufen-Theorie von Prof. Winsel (veröffentlicht 1990 von VARTA, aber weitgehend unbekannt) etwa im Bereich der Entladeströme liegen, sonst geht die Batterie kaputt. Und genau das passiert, denn wer lädt seine City-El Batterien schon mit 80 bis 100 A? Das gibt die normale 16 A Steckdose ja kaum her.
Spass beiseite: Alle die Kollegen (ich hatte mal per Telefonaktion einige abgefragt), die mit hohen Strömen laden (Zivan, umgebauter Schweisstrafo und so), hatten weniger Probleme. Soviel zum "Verhungern", was mit mit drei Battiersätzen beim ATW-Ligier Optima passiert ist (einige Hagen Vlies stehen immer noch bei mir rum, son Satz hat immerhin 14 Batterien!).
Blei-Säure: können auf vielerlei Art kaputtgehen. Sulfatierung durch zu wenig benutzen kann man wohl mit dem Pulser wieder hinbekommen, er muss allerdings einige Monate dranhängen!
Säureschichtung macht auch Probleme. Es wird von Lebensdauererhöhung bis zum Faktor 5!! berichtet durch einen einfachen Trick: Laden mit Zeitschaltuhr, geht nur bei recht regelmäßigem Einsatz. Und zwar nachladen kurz vorm Losfahren, und etwas blubbern lassen. Dann vermeidet man Säureschichtung. Der Mechanismus ist der: Beim Losfahren sind die Ströme hoch. Hat man Säureschichtung, geht die Batterie dann schnell kaputt, da ja die Platten nur teilweise Strom liefern. Hat mein keine Säureschichtung, verteilt sich der hohe Strom wenigstens über die gesamte Plattenoberfläche. Den Trick haben mir vor rund 20 Jahren Siemens-Kollegen verraten, die bei ihren E-Fahrzeugversuchen das Problem kaputter Batterien hatten und dann diesen Tip von VARTA bekamen. Ergebnis: 5 mal längere Lebensdauer. Ich selbst habe auch Anfang der 90er gute Erfahrungen damit gemacht, als ich noch regelmäßig mit meinem Mini-El die 25 km nach Erlangen zur Arbeit fuhr. Ich habe eigentlich meine Batterien nie wechseln müssen.
Noch ein Trick: ein kleines Solarmodul auf dem Fahrzeug hält die Batterien ständig frisch. Habe ich auch gemacht, 100 W solar auf meinen City-El habe ich immer noch drauf.
Und noch was: Warten auf Godot? Oder Fortu? Ich kann nur hoffen, das Fortu kommt mit seiner Lithium-Metall Batterie. Immerhin habe ich beim Handy und Camcorder und Laptop konsequent auf Lithium umgestellt und keine Probleme mehr. Beim Auto möchte ich es auch so schnell wie möglich. Ich hoffe nur, dass es bezahlbar ist (technisch wären für den City-El 75 kg Fortu-Bat möglich mit 15 kWh, das wären dann 400 bis 500km Reichweite - ein Traum!)
Für Vielfahrer bleibt zur Zeit wohl nur die Umrüstung auf NC, Erfahrungen bitte auf Ralfs WEB-Seiten abfragen.
Gruss, Roland Reichel, Bundesverband Solarmobil e.V. und Solarmobil Erlangen e.V.

von Roland Reichel - am 04.05.2001 08:23

Re: Batterie-Pflege Infos

Hallo Tobias, hallo Ralf und hallo Rüdiger,
da kocht das leidige Thema der Batterielebensdauer mal wieder hoch. Ja, auch ich habe so meine leidvollen Erfahrungen (12 Jahre City-El, 5 Jahre ATW-Ligier und dann noch die vielen Fahrzeuge im Solarmobil Verein Erlangen und anderswo, alles Leute, die sich gerne und ausgiebig bei mir ausgeweint haben..).
Soviel vorab: Es ist schon lange ein Themenheft "Batterien" in den Solarmobil Mitteilungen geplant. Es hing bisher hauptsächlich daran, dass wir wenig efreuliches zu berichten hatten.
Und noch etwas: die Spezialisten mit den meisten Erfahrungen in Deutschland sind wohl Jürgen Mittnacht und Bernd Kürten. Frag die ruhig, auch Ralf Wagner hat viel Wissen durch leidvolle Erfahrungen.
Und noch was: es gibt natürlich Batterien, die länger halten: bei den Blei-Typen sind es die mit den dickeren Platten (Panzerplatten, Röhrchen von Bayern-Batterien und so, haben aber höhere Innenwiderstände, beschleunigen also nicht so gut, und sind schwerer. Auch Mesmer hat seine berühmten Batterien im Handel, werden in Handarbeit gemacht und es sind über 40.000 km Laufleistung erreicht, ich habe noch einen nagelneuen Satz, den ich evtl. verkaufen kann.)
Erreichte Lebensdauer im City-El mit Panzerplatten-Batterien: meist über 20.000 km, Beispiele müsste ich wieder raussuchen, sind aber namentlich bekannt).
Nach all den Jahren des Nachdenkens kann ich für Wenig-Fahrer die Hawker Genesis empfehlen (eine Rein-Blei Vlies-Batterie), mit Hochstromladung (hier hat AutoSol Konstanz wohl die besten Erfahrungen und Tipps). Ich benutze in meinem City El normal ein Ladegerät von Fronius mit 20 A Ladestrom, bei Veranstaltungen 2 (bis 40 A) oder drei Ladegeräte gleichzeitig (bis etwa 50 A). Mein Orginal-City-Com Ladegerät hat Bernd Kürten kennlinienmäßig an die Hawker angepasst. Außerdem klemme ich bei längerer Nichtbenutzung die Batterien gerne ab. Sie überstanden so vier Wintermonate ohne nennenswerden Kap-Verlust (nachgemessen mit dem Geyer-Kapazitätsmessgerät). Achtung: die Hawker ist wohl nichts für Vielfahrer. Außerdem muss sie mit Strömen über 30 A geladen werden, sonst verhungert sie.
Verhungern: das ist wohl ein Problem bei vielen Batterien. Die Ladeströme müssen laut Kugelhaufen-Theorie von Prof. Winsel (veröffentlicht 1990 von VARTA, aber weitgehend unbekannt) etwa im Bereich der Entladeströme liegen, sonst geht die Batterie kaputt. Und genau das passiert, denn wer lädt seine City-El Batterien schon mit 80 bis 100 A? Das gibt die normale 16 A Steckdose ja kaum her.
Spass beiseite: Alle die Kollegen (ich hatte mal per Telefonaktion einige abgefragt), die mit hohen Strömen laden (Zivan, umgebauter Schweisstrafo und so), hatten weniger Probleme. Soviel zum "Verhungern", was mit mit drei Battiersätzen beim ATW-Ligier Optima passiert ist (einige Hagen Vlies stehen immer noch bei mir rum, son Satz hat immerhin 14 Batterien!).
Blei-Säure: können auf vielerlei Art kaputtgehen. Sulfatierung durch zu wenig benutzen kann man wohl mit dem Pulser wieder hinbekommen, er muss allerdings einige Monate dranhängen!
Säureschichtung macht auch Probleme. Es wird von Lebensdauererhöhung bis zum Faktor 5!! berichtet durch einen einfachen Trick: Laden mit Zeitschaltuhr, geht nur bei recht regelmäßigem Einsatz. Und zwar nachladen kurz vorm Losfahren, und etwas blubbern lassen. Dann vermeidet man Säureschichtung. Der Mechanismus ist der: Beim Losfahren sind die Ströme hoch. Hat man Säureschichtung, geht die Batterie dann schnell kaputt, da ja die Platten nur teilweise Strom liefern. Hat mein keine Säureschichtung, verteilt sich der hohe Strom wenigstens über die gesamte Plattenoberfläche. Den Trick haben mir vor rund 20 Jahren Siemens-Kollegen verraten, die bei ihren E-Fahrzeugversuchen das Problem kaputter Batterien hatten und dann diesen Tip von VARTA bekamen. Ergebnis: 5 mal längere Lebensdauer. Ich selbst habe auch Anfang der 90er gute Erfahrungen damit gemacht, als ich noch regelmäßig mit meinem Mini-El die 25 km nach Erlangen zur Arbeit fuhr. Ich habe eigentlich meine Batterien nie wechseln müssen.
Noch ein Trick: ein kleines Solarmodul auf dem Fahrzeug hält die Batterien ständig frisch. Habe ich auch gemacht, 100 W solar auf meinen City-El habe ich immer noch drauf.
Und noch was: Warten auf Godot? Oder Fortu? Ich kann nur hoffen, das Fortu kommt mit seiner Lithium-Metall Batterie. Immerhin habe ich beim Handy und Camcorder und Laptop konsequent auf Lithium umgestellt und keine Probleme mehr. Beim Auto möchte ich es auch so schnell wie möglich. Ich hoffe nur, dass es bezahlbar ist (technisch wären für den City-El 75 kg Fortu-Bat möglich mit 15 kWh, das wären dann 400 bis 500km Reichweite - ein Traum!)
Für Vielfahrer bleibt zur Zeit wohl nur die Umrüstung auf NC, Erfahrungen bitte auf Ralfs WEB-Seiten abfragen.
Gruss, Roland Reichel, Bundesverband Solarmobil e.V. und Solarmobil Erlangen e.V.

von Roland Reichel - am 04.05.2001 08:27

Re: Batterie-Pflege Infos

Hallo Roland
Habe ich das mit der Schaltuhr richtig verstanden : Ich stelle die Schaltuhr so, dass die Batts. noch in der Gasungsphase sind, wenn ich am Morgen wegfahre ?

Nach meinen Überlegungen funktioniert das doch nur, wenn ich den Ladezustand vorher schon kenne und die Zeit entsprechend berechen (schätzen) kann, die notwendig ist.

Gibt es noch eine andere möglichkeit die Schichtung zu vermeiden, oder gar um zu schichten. Vieleicht mit blasen oder so.

Gruss Peter Reutegger

von Peter Reutegger - am 04.05.2001 16:51

Säureschichtung

Das Problem der Säureschichtung leuchtet mir bei einer Stationärbatterie eindeutig ein.
>
Bei einer Fahrzeugbatterie war ich bisher der Ansicht, daß durch die Rüttlerei beim Fahren die Säure eigentlich genügend durchmischt werden sollte.
Den Tip mit der Ladephase kurz vor dem Wegfahren werde ich mal ausprobieren.
>
Wäre folgendes auch sinnvoll: Ich lade am Abend bis ca.90% voll (z.B. bis das ZIVAN auf 400W Netzleistung heruntergereglt hat) und lasse am Morgen noch fertigladen mit Gasungsphase.
>
Betreffend Laden mit höheren Strömen: Ich habe erst diese Woche entdeckt, daß die Spannungslage der Batterien dadurch entscheidend besser ist.
Aber: Wie sieht es bei heißen Sommertemperaturen aus ?
Welche Batterietemperatur sollte nicht überschritten werden ?

von Herbert Hämmerle - am 05.05.2001 08:34
hab mal zusammengefasst, was ich alles so aus dies´n Foren herausgelesen habe

unter: [cityel.2see.de] ( Batterien und dann Pflege )
habe ich eine Seite erstellt

wenn jemandem noch was einfällt, binn ich über alle Informationen aufgeschlossen, und baue die Infos selbstverständlich gleich in die Seite mit ein.

das Kopieren meiner Seite ist ausdrücklich erlaubt.

MFG

Rüdiger

von Rüdiger Hussy - am 05.05.2001 13:22

Batterietemperatur!

Hallo
Da war doch schon wieder diesen nette Wartungstechniker von Deta bei uns in der Staplerladestation...
Die Frage nach den Temperaturen hat er mir auch beantwortet!
In Eisengiesereien müssen die Batterien gekühlt werden und halten 50-70% weniger Lebensdauer aus.
Ab 50 Grad wirds kritisch.
auch wenn bei 30-40 Grad die Batterie die beste Leistungsfähigkeit zeigt, wird aber auch die Struktur extrem beansprucht.
Tschau
Reinhold

von Reinhold - am 09.05.2001 19:42

Re: Schichtung verhindern

Ja ja, ganz richtig. Man sollte ungefähr abschätzen, wann die Batterie voll ist, und die Schaltuhr so einstellen, dass vor dem Wegfahren noch ein wenig nachgeladen werden muss.
Die Blei-Säurebatterie ist aber ziemlich gutmütig, d.h. man kann auch bei voller Batterie ruhig mal eine halbe Stunde oder so noch etwas gasen.
Natürlich wird bei Profi-Batterien, vor allem bei recht hohen Gabelstapler-Batterien, durch einblasen von Luft die Säureschichtung ausgeglichen. Die Vorrichtungen muss man aber erstmal haben, d.h. die Lufteinlaß- und Auslass-Anschlüsse, und die Luftpumpen. Bei so kleinen Batterien, wie wir sie im Mini oder City-El haben, lohnt dieser Aufwand kaum.
Das Schütteln durchs Fahren kommt zu spät, und nützt wohl auch nicht so viel, jedenfalls nicht bei gutgefederten Autos (mein City El wohl doch????).
Temperatur: 40 Grad sind gut, ab 50 Grad wirds kritisch für die Lebensdauer. Wenn die Batterien gut gebaut sind, wie z.B. die legendäre Mesmer Batterie (erhöhter Innendruck), halten sie die Temperatur besser aus. Bei 40 Grad hat man 10 oder 20 Prozent mehr Kapazität!.
Bei Rennen (Tour de Sol) hat man früher die Batterien deshalb aufgeheizt, auch im Sommer!.
Gruss, Roland

von Roland Reichel - am 10.05.2001 22:35
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