Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
34
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Geistert, Thorsten Kels, Ralf Wagner, thorsten, Karl-Heinz Arnold, Michael Rieken, Bernd Degwer, Stephan Hloucal, Rüdiger, Reinhold

Brennstoffzelle!

Startbeitrag von Reinhold am 15.08.2001 07:15

Hallo Gemeinde!
Einem Informationsblatt entnehme ich einen Bericht über die gemeinschaftliche Entwicklung einer 5KW-42V SOFC Brennstoffzelle von Delphi, Renault(Lastwagen)und BMW
Das Produkt soll in 5 Jahren fertig sein und dann als zusätzlicher Stromlieferant den Motor entlasten um die Komfortfunktionen vom Motor unabhängig zu machen.
Sicherlich wird das Modul, das momentan ca 50/50/15 cm gross ist, noch verkleinert.
Aber für uns wird ersichtlich wie weit das noch entfernt ist vor einem für uns sinnvollen Einsatz.
(von den Kosten ganz zu schweigen...)
Ich empfehle jedem vorab in vernünftige Ladetechnik zu investieren um den Batterieverschleiss gering zu halten.
Tschau
Reinhold

Antworten:

Zur Zeit werden Brennstoffzellen ja noch mit fossilen Treibstoffen betrieben; zB.Reformer+Erdgas:-( Unsere e-Mobile können jetzt schon mit Strom aus 100% regenerativen Quellen; Sonne; Wind, Wasser, Biomasse emissionsfrei fahren:-) Dann muss man allerdings seinen Strom bei dem entsprechenden Energieversorger kaufen.
Mit sonnigen Grußen
Stephan Hloucal

von Stephan Hloucal - am 15.08.2001 13:39
Hallo Ihr,
die Brennstoffzellen-Forschung ist aber trotzdem nicht zu unterschätzen. Hier gibt es endlich ein Medium, das es ermöglicht Solarenergie in Form von Wasserstoff zu speichern und später wieder in Brennstoffzellen zu Strom umzuwandeln.
Den Kostenaspekt sehe ich ein, aber PV-Anlagen haben vor 20 Jahren auch noch ein Vielfaches des heutigen Preises gekostet.
Nächste Jahr im April werde ich übrigens im Rahmen des E-Mobil-Cups 2002 eine Besichtigung einer Brennstoffzellenforschungsanlage versuchen zu organisieren! Kommt doch hin, mehr demnächst hier auf den Seiten unter Veranstaltungen :-)

Gruß
Bernd Degwer

von Bernd Degwer - am 15.08.2001 20:22
geht das denn überhaupt so einfach, den Wasserstoff in Tanks zu packen, der flutscht doch als kleinstes Element (oder so ähnlich) überall durch?

Gruß K.-H. Arnold

von Karl-Heinz Arnold - am 16.08.2001 16:29

Was man mit Wasserstoff machen kann!

Hallo Karl-Heinz,
diese Bedenken habe ich schon oft gehört. Es gibt aber doch bereits Wasserstoffautos. Für die Industrie werden ganze Tankzüge voll Wasserstoff auf unseren Strassen bewegt. Für mehr Informationen zu Wasserstoff und was man damit machen kann klick mal bei [www.hydrogen.org] vorbei.
Hier gibt es eine Menge mehr Informationen zu Wasserstoff und was damit möglich ist.


Gruß
Bernd Degwer
www.degwer.de

von Bernd Degwer - am 16.08.2001 20:07

Re: Was man mit Wasserstoff machen kann!

Also ich verstehe die Hysterie um die Brennstoffzelle nicht!
Ich fahre seit 3 1/2 Jahren außer einem el auch einen Vito mit 100% naturbelassenem Pflanzenöl (kein Biodiesel!). Nun schon mehr als 100.000 km. In einem Liter Salatöl ist dreimal mehr Wasserstoff enthalten, als in einem Liter flüssigem Wasserstoff. Pflanzenöl ist völlig ungiftig und ungefährlich, eben ein Nahrungsmittel. Ein Wasserstoffauto ist eine fahrende Bombe! Warum also erst mit einem großen energetischen Aufwand Wasserstoff herstellen, wenn die Natur in Ölfrüchten ausreichend Sonnenenergie speichert. Ich brauche die Ölfrüchte nur noch auszupressen. Und sie wachsen überall. Man muß nur die Motorentechnik an den Naturkraftstoff anpassen.
Mit sonnigen Grüßen
Stephan

von Stephan Hloucal - am 17.08.2001 21:39

Re: Was man mit Wasserstoff machen kann!

Hallo Stephan,
toll das mit Deinem Salatöl-Motor!
Wie sieht aber der Wirkungsgrad des Motors aus. Wird hier nicht immer noch mehr Wärme als Bewegungsenergie erzeugt?

Von Salatöl habe ich keine Ahnung. :-(


Gruß
Bernd

von Bernd Degwer - am 17.08.2001 21:57

Bio Öle und ähnliches

Leute , was geht denn.. Es weiß doch jedes Kind, alles was verbrennt
verursacht zumindestens co2, was dann zumindest für das Ozonloch deinen Sonnenbrand Hautalergien und ähnliches verantwortlich ist.

Die Brennstoffzelle hat KEINE Abgase.

Eigentlich nicht so sehr schwierig zu verstehen oder?

von Rüdiger - am 19.08.2001 16:48

Re: Was man mit Wasserstoff machen kann!

So´n Quatsch,
sorry aber jemand, der Wasserstoffautos pauschal als fahrende Bombe bezeichnet, leidet offensichtlich unter dem Hindenburg Syndrom.
Wasserstoff ist , wie jeder andere Treibstoff auch, bei richtiger Handhabung relativ ungefährlich. Bei falscher Handhabung ist er genauso gefährlich wie andere auch. ( Hast du schon mal versucht ein brennends Rapsölfass zu löschen, viel Spass.)
Das Gefahrenpotential ist zuerst mal abhängig von der Art der Speicherung.
Flüssig lässt sich Wasserstoff nicht entzünden, er ist einfsch zu kalt und mischt sich so schnell mit Luft, dass er nicht mehr zündfähig ist. Flüssiger H2 ist sicher nicht die energiesparendste Speichermethode (-253°C).
Metallhydride als Speicher haben die Eigenschaft sich durch das Auslösen des H2 selbst zu kühlen und dadurch tritt kaum mehr H2 aus.
Drucktanks sind sicher die Art der Speicherung, bei der eine relativ grosse Gefahr besteht, aber dass ist weitestgehend unabhängig vom Inhalt sondern von den hohen Drücken. Moderne Drucktanks halten Crashs von mehr als 150 Kmh stand.
Wasserstoff kann übrigens bei Atmosphärischer Umgebung nicht explodieren.
Ich wede mal ein paar Quellen suchen und hier posten.
Gute Adressen sind die NASA, Hyweb.de und Firmen wie Linde, Air Liquide und Messer Griessheim.
Die NASA verbrät übrigens bei jedem Shuttlestart etwa 40 Tonnen flüssigen Wasserstoff.
Ölmotoren sind´wegen ihres kurzen CO2 Zyklus sicher eine Alternative für Nischenlösungen, ihre Abgase sind allerdings auch nicht ohne und der zum Anbau von Ölpflanzen notwendige Kunstdünger ist keine Massnahme zur Energieeinsparung sondern nur eine Verschiebung der Emissionen.
Gruss Thorsten

von Thorsten Kels - am 19.08.2001 18:34
Schön auch hier mal was über Brennstoffzellen zu lesen.
Leider wird das BMW / Dephi Modul trotz seiner schönen Daten kein Ersatz für die Batterien im EL sein. Die SOFC arbeitet nämlich erst ab Temperaturen um 750°C. Und wenn die jeden morgen neu aufgeheizt werden ist dass Material nicht ganz unerheblichen Spannungen ausgesetzt. Ausserdem, wer möchte schon mit einem 900°C heissen und ca 50 Kg schweren Block im Rücken im EL fahren.
Geschickter wären da vielleicht schon die Polymer Elektrolyt Membran BSZ (PEM, PEMFC) Die laufen bei etwa 80°C und sind heute schon sehr kompakt. Ein 2KW System würde heute, wenn man alles selber macht etwa DM20000.- kosten. Da bleibt allerdings noch die Frage der Wasserstoffspeicherung. Wahrscheinlich wären Metallhydrid Speicher das geschickteste für Fahrzeuge wie das City El.
Die Firma Proton Motor in der Nähe von Starnberg baut 2-3,5 KW Module die luftgekühlt sind. Das wäre genau das richtige fürs EL. Ob die die auch verkaufen weiss ich nicht, sie haben aber schon mal einen Citi Stromer damit ausgerüstet und bauen zur Zeit Busse mit ähnlichen Modulen.
Interessant ist auch die kanadische Firma Hydrogenics, die in Kürze kleine Module herausbringen wollen.
Wasserstoffreiche Grüsse
Thorsten

von Thorsten Kels - am 19.08.2001 18:51
Eine Dauerleistung von 1kW zusammen mit einer 50Ah Batterie wäre meiner Meinung nach ausreichend für ein City el. Durch die Pufferbatterie läßt sich die B-Zelle deutlich kleiner bauen.. das hat jetzt sogar Ballard /Excellsis /DC mitbekommen :-) Eine 1kW PEM Zelle wäre kleiner als ein Aktenkoffer.. bleibe da noch der Waserstoffspeicher :-(.

Wieviel Reichweite brauchen wir eigentlich wirlklich?

Gruß Ralf

von Ralf Wagner - am 19.08.2001 20:53
Eine höhere Energiekapazität dank Brennstoffzelle,
die in Sekunden (nur) an Tankstellen nachgefüllt
werden kann, würde doch sofort in stärkerem Motor
und breiteren Reifen münden. Das wäre das Ende des
CityEls mit seinem für 50 km/h ausgelegten
Fahrwerk und das Ende aller wegen der beschränkten
Akkukapazität bislang besonders energieeffizient
konstruierten Elektromobile.

Der elektrische Wirkungsgrad der Brennstoffzelle
ist genauso mies wie der mechanische beim
Vebrennungsmotor, bei einer mobilen Brennstoffzelle
geht die Abwärme genauso unnutzbar verloren.

IMHO wird die Brennstoffzelle nur deshalb so toll
geredet, weil a) die Mineralöl-Konzerne ihre
Tankstelleninfrastruktur weiter genutzt haben
wollen (zuhause an der Steckdose wird man nicht
tanken können) und b) für die Autohersteller keine
Gefahr besteht, dass ihre Kunden auf weiten Strecken
den Zug nehmen (und damit ihre Karre entsprechend
weniger abnutzen und neu kaufen), da sich die
Brennstoffzelle innerhalb von Sekunden betanken lässt
im Gegensatz zum Akkunachladen.

von Bernd Geistert - am 20.08.2001 07:22
Hallo zusammen

>...bleibe da noch der Waserstoffspeicher

und vor allen Dingen fehlt noch eine Wasserstoffinfrastruktur. Aus diesem Grunde wird es vermutlich mit reformiertem Methanol als Wasserstoffquelle los gehen.
Mich würde auch einmal interessieren, wieviel von dem extrem flüchtigen Wasserstoff in einem Drucktank nach einem Monat noch übrig ist.

MfG Michael

von Michael Rieken - am 20.08.2001 07:25
Wenn ich die Nachrichten heute richtig gehört habe,
wird der SMART jetzt auch in USA gebaut, mit Elektroantrieb! Meldung am 20.8.01 auf Antenne 1 Stuttgart 17:00 Uhr.. Ob Brennstoffzelle oder Batterie habe ich nicht mitbekommen, nur daß die Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor nach USA geliefert werden. ..Meine heutige Recherche nach der Meldung blieb bis jetzt ohne Erfolg. Das einzige was ich noch gefunden habe
[mypage.bluewin.ch]
Das frühere Konzept des Hybrid Smart.
Gruß Ralf

von Ralf Wagner - am 20.08.2001 18:53
Hallo Ralf,

wenn ich mich richtig erinnere, wurde auf der EVS 17 in Montreal ein smart mit der Zebra-Hochtemperaturbatterie vorgestellt (www.evs.org antwortet gerade nicht). Der normale smart wiegt 720 kg! Ist das nicht viel zu viel für ein so kleines Fahrzeug? Mit der Zebrabatterie kommt er dann vermutlich auf ca. eine Tonne.

MfG Michael R.

von Michael Rieken - am 20.08.2001 20:57

Smart Elektro in USA

Bericht gefunden..
New York/Renningen - Das Stadtauto smart soll nach einem Bericht des «Wall
Street Journal» in den USA mit einem Elektromotor debütieren. Die Kleinwagen
sollen zunächst ohne Motoren an den Rennwagen-Mogul Don Panoz geliefert
werden, der sie dann mit Elektromotoren ausrüsten wolle, berichtete die
Zeitung am Montag. Panoz habe zugesagt, in den kommenden fünf Jahren
mindestens 15.000 smart-Autos zu kaufen. Das seien fast vier Mal mehr
Elektroautos als sich jetzt auf den US-Straßen befinden.

Ein Sprecher der DaimlerChrysler-Tochter Motor Compact Car AG
(MCC/Renningen) wollte den Bericht am Montag weder bestätigen noch
dementieren. «Wir prüfen derzeit verschiedene Möglichkeiten und Konzepte»,
sagte er. Bis zum Jahresende solle eine Entscheidung fallen, ob der smart
von 2003 an regulär in den USA angeboten wird. Das Auto würde dann zunächst
an der Ost- und Westküste mit Hilfe des Vertriebsnetzes von Mercedes-Benz
und Chrysler verkauft, und zwar «das Fahrzeug, wie es jetzt schon auf der
Straße fährt», betonte der Sprecher. Noch in diesem Herbst soll der smart
als Rechtslenker-Version in Großbritannien und Japan eingeführt werden.

In Rahmen des Verleih-Programms von Milliardär Panoz können Fahrer laut dem
Zeitungsbericht die smart-Autos in amerikanischen Städten für kurze Zeit
mieten. Sie sollen auf Standplätzen vor U-Bahnhöfen, Bürogebäuden,
Einkaufszentren und Appartment-Häusern verfügbar sein.

Für DaimlerChrysler sei dies ein risikoarmer Weg, um die Chancen des kleinen
Zweisitzers im US-Automarkt auszuloten, hieß es. Falls der
DaimlerChrysler-Aufsichtsrat den Vorschlag in den kommenden Wochen
genehmigen sollte, würde die Panoz-Firma eMotion Mobility LLC im nächsten
Jahr in Atlanta mit dem smart-Verleih beginnen. Die Gesellschaft könnte das
Programm später auf Los Angeles und andere kalifornische Städte sowie den
Nordosten der USA einschließlich New York ausdehnen.

Panoz will feste stündliche oder monatliche Gebühren von Verbrauchern
erheben, die ein Auto für eine spontane Fahrt benötigen. Dies würde in
radikalem Gegensatz zu den gescheiterten Verkaufs- und Leasing-Programmen
der großen Autokonzerne für Elektroautos stehen. Der 66-Jährige Panoz hat
sein Vermögen vor allem mit der Gründung der irischen Pharmafirma Elan
erwirtschaftet.

Quelle: dpa/lsw

von Ralf Wagner - am 20.08.2001 21:28
Nur als kleine Ergänzung zu deinen Anmerkungen,
der elektrische Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle liegt so zwischen 80 und 40 %, je nach Betriebsart. Sinnvoll ist es natürlich sowenig Verluste wie möglich zu erzeugen und die Zelle nur kurzeitig zu überlasten z.B. zum Beschleunigen.
Von der Brennstoffzellenleistung gehen natürlich noch die Systemverluste ab (Luftversorgung, Kühlung, Regelung). Selbst bei einem nicht optimiereten System sollten da noch mehr als 30 % Wirkungsgrad überbleiben und da träumt heute noch jeder Verbrenner im realen Betrieb von. Deren Wirkungsgrad in Teillast liegt da wohl eher bei 15%. Das schöne an BSZ ist doch dass sie in Teillast höhere Wirkungsgrade haben!! Wo wir gerade bei Wirkungsgraden sind: 32% im Kraftwerk, mal 0,5 im Ladegerät und mal irgendwas um 0,6 für die Batterien das gibt ca 10% für alle , die nicht mit regenerativen Energien nachladen. Trotzdem sieht das El wegen seines Gewichtes und der niedrigen Geschwindigkeit sehr gut aus und reicht für den Nahbereich vollkommen aus. Auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn ich mich noch mehr mit reparieren als mit fahren beschäftige.
Reformierung von Methanol und anderen Dingen, da muss sich wohl jeder selbst seinen Teil zu denken, ich sehe aber nicht wie und wo man das ins El packen sollte.
Höherer Wirkungsgrad heisst für mich nicht unbedingt mehr Leistung. Wohin auch damit ohne sich und andere zu gefährden?
Gruß Thorsten

von Thorsten Kels - am 20.08.2001 21:46
Hallo Thorstenzumindest beim Ladegerät Wirkungsgrad von 0,5 muß ich widersprechen. Moderne Schaltnetzteile liegen jenseits 80 % manche besser 90%. Der Batteriewirkungsgrad kann je nach Typ und Zyhklentiefe auch bis 0,8 ansteigen.
Gruß Ralf

von Ralf Wagner - am 20.08.2001 21:54
Hallo Ralf,
das mit den Schaltnetzteilen stimmt natürlich und wie jeder von uns träume ich natürlich auch von einem. Leider wird das El aber ohne ausgeliefert und die Dinger sind recht teuer und nicht so einfach selbst zu bauen. (Meine Versuche in die Richtung haben sich alle in Rauch aufgelösst, obwohl ich Originalschaltpläne hatte)
Ein Schaltnetzteil ist tatsächlich eine Möglichkeit den Wirkungsgrad eines Elektrofahrzeugs nahezu zu verdreifachen, da auch die Batterien bei angepasster Ladung die Leistung besser aufnehmen.
Gruß
Thorsten

von Thorsten Kels - am 20.08.2001 22:03
Thorsten Kels schrieb:
>
> der elektrische Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle liegt so
> zwischen 80 und 40 %

IMHO maximal 40%, dazu noch ohne Reformer.

> Höherer Wirkungsgrad heisst für mich nicht unbedingt mehr
> Leistung.

Nicht angebl. höherer Wirkungsgrad, sondern
Speicherkapazität für > 200 km und die sekundenschnelle
Nachtankbarkeit wird zu PKW-üblichen Motorleistungen
führen.

von Bernd Geistert - am 21.08.2001 07:30
Der CityEl Trafo-Lader erreicht nach meiner
Messung 82% Wirkungsgrad in der Hauptladephase.

von Bernd Geistert - am 21.08.2001 07:32

> > der elektrische Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle liegt so
> > zwischen 80 und 40 %
>
> IMHO maximal 40%, dazu noch ohne Reformer.

Nachgelesen: Polymer-Membran für mobile Anwendungen
"realisierbar" 35%, "erwartet" 50%,
immer noch ohne Reformer.

von Bernd Geistert - am 21.08.2001 12:32
Hey Thorsten,

woran reparierst Du denn? Auch ich habe so meine Rep-Phasen, Würde mich interessieren, ob Elektrik oder Mechanik.

Griaßle aus Stuttgart

Karl-Heinz

von Karl-Heinz Arnold - am 21.08.2001 16:14
Was versteht Ihr unter Schaltnetzteil? Was wird geschaltet im Gegensatz zum "normalen" EL-Teil?

Griaßle Karl-Heinz

von Karl-Heinz Arnold - am 21.08.2001 16:17

apropos Brennstoffzelle

Hallo alle zusammen!

In der aktuellen GEO-Ausgabe (!) befindet sich ein Artikel über die Zukunft der Automobile. Alles in allem eine Hymne an die Brennstoffzelle und ansonsten lange Beschreibungen, was die renommierten Autobauer alles für Schnickschnack in ihre Fahrzeuge einbauen wollen (enttäuschend). Und immer wieder das dämliche Statement, die Brennstoffzelle würde den Ottomotor ersetzen, als ob eine Brennstoffzelle ein Fahrzeug in Bewegung versetzen könnte. Diese Aufgabe kommt einem (oder mehreren) Elektromotoren zu. Dort findet der eigentliche Umbruch/Paradigmenwechsel/Revolution (oder Renaissance) statt. Wenn schon ein Vergleich, dann wird die Brennstoffzelle höchstens den Benzintank ersetzen. Nicht das ich hier missverstanden werden: Der Ottomotor gehört natürlich schon lange in's Museum.

Mir geht diese Brennstoffzellenhysterie allerdings langsam auf die Nerven. Eine sinnvolle Verwendung dafür ist nicht unbedingt das Auto, sondern dort wo Wärme und Strom gebraucht wird, und das ist bei mir zu Hause. ;-)

MfG M.R.

von Michael Rieken - am 21.08.2001 19:53
Ein normales Ladegerät hat einen Trafo, der aus der Netzspannung bei 50HZ eine niedrigere Spannung mit 50Hz macht. Dabei sind die Trafos für große Leistungen sehr groß und haben relativ hohe Verluste.
Schaltnetzteile wandeln die Wechselspannung zuerst in eine Gleichspannung um und erzeugen aus dieser dann eine hochfrequente Spannung (einige kiloHz bis zu einigen hundert kiloHz) dadurch werden die Trafos kleiner und ihr Wirkungsgrad besser. Aus dieser Spannung wird dann wieder eine Gleichspannung gemacht, mit der man z.B. Batterien laden kann. Schaltnetzteile können die Spannung verkleinern oder vergößern. Sie müssen allerdings sehr genau geregelt werden da bei den hohen Frequenzen kleine Abweichungen schon zu großen Änderungen der Ausgangsspannung führen können.
Man nennt sie auch getaktete Wandler (Gegentakt, Gleichtakt...), die sog, DC/DC Wandler sind eine besondere Bauform von Schaltnetzteil.
Ein normales Netzteil ist eine Spannungsquelle und kann wenn ich mich recht an meien E-Technik Vorlesung erinnere theoretisch einen Wirkungsgrad von max. 50% erreichen. Schaltnetzteile dagegen können bis deutlich über 90% erreichen.
Ich hoffe das ist noch verständlich, es ist ein wenig vereinfacht, soll aber auch nur eine Beschreibung sein.
Gruß Thorsten

von thorsten - am 21.08.2001 22:49
Hallo Bernd,
versuche mal zu unterscheiden zwischen der Brennstoffzelle selbst und dem Brennstoffzellensystem. Die Zelle selbst erreicht je nach Spannung , auf die ich sie durch die Last herunterziehe einen Wirkungsgrad von 40-80%. Wie im letzten Posting bereits gesagt, müssen im System aber noch die anderen Verbraucher versorgt werden z.B. Kühlung, Luftverdichter, Regelungstechnik und Sicherheitstechnik . Danach bleiben bei einem einigermaßen brauchbaren System noch mindestens 30% über. Zusammen mit den guten Wirkungsgraden der E-Motoren ist dass allemal besser als jeder Verbrenner. IMHO, wer auch immer das ist, sind da übrigens optimistischer mit ihren 40%.
Eine Reichweite von 200 Km setzt natürlich gleiche Fahrleistungen vorraus. Also nix mit heizen wie ein Ferrari. Ich würde gerne auch mal längere Strecken mit dem El zurücklegen, im ländlichen Bereich kommen nämlich schnell mal 70-100KIm zusammen, die sich mit ÖPNV nicht bewältigen lassen.
Ich stimme zu, dass unsere Ideen vom Individualverkehr auf Dauer nicht tragbar sind und wir uns gründlich ändern müssen. Aber erklär dass mal jemandem der jeden Samstag sein Auto wäscht und seine Persönlichkeit nur durch diese Kiste darstellt.
Noch ein Tip am Rande: Das Buch Verkehrsinfarkt von Frederic Vester, einfach genial und es stellt mal die Zusammenhänge dar.
Gruß Thorsten

von thorsten - am 21.08.2001 23:12
Hi,
also dass fing mit Rissen im Verdeck an, ging mit defektem Not Aus weiter, dann wars der Riemenantrieb mit Scheibe, das Vorderradlager , der Lüfter vom Trafo, der Microschalter am Gaspedal, der Motor der gegen die mittlere Batterie schlägt und jetzt eben diese Batterie selbst. Nebenbei so Kleinigkeiten wie Lüftergebläse, der Blinker fällt raus und die Scheibe ist an der Spiegelhalterung eingerissen.
IDazu muss man allerdings sagen, dass das El Bj 91 ist und schon so einiges mitgemacht hat. Ich habe trotzdem eine Menge Spass damit und freue mich auf jede Fahrt! Wenn die wichtigsten Sachen erst mal erledigt sind,denke ich dass das El noch lange hält.
Ich hoffe dass du nicht alle Stufen durchmachen musst. Ich habe eine Weile gebraucht bis ich die Seiten hier und die Anleitungen auf Ralf Wagners Seite und im ELweb gefunden habe, danach war alles ganz einfach! Vielen Dank an Ralf für die guten Seiten!
Gruß Thorsten

von thorsten - am 21.08.2001 23:22
thorsten schrieb:

> allemal besser als jeder Verbrenner. IMHO, wer auch immer das
> ist, sind da übrigens optimistischer mit ihren 40%.

IMHO = Abkürzung für "in my humble opinion" (meiner bescheidenen Meinung nach) oder auch "in my honest
opinion" (meiner ehrlichen Meinung nach).

Die genannten 35% sind aus Sonne,Wind & Wärme 1/2001.
Und dass die Brennstoffzelle einen THEORETISCHEN
Wirkungsgrad von 83% hat, habe ich mittlerweile
auch rausbekommen...

von Bernd Geistert - am 22.08.2001 07:35
thorsten schrieb:
> > Ein normales Netzteil ist eine Spannungsquelle und kann wenn
> ich mich recht an meien E-Technik Vorlesung erinnere
> theoretisch einen Wirkungsgrad von max. 50% erreichen.

Das mag für ein Computernetzteil gelten, das mit
einem Linearregler genau 5V erzeugt und zur Sicherheit
10V am Eingang braucht. Beim CityEl-Trafo-Lader habe
ich 82% Wirkungsgrad in der Hauptladephase gemessen.

Ist ja auch klar, 50Hz-Trafos können nicht derart
verlustreich sein, Hochspannungsleitungen wären
sonst nie erfunden worden. Und während des Hauptladens
macht das Ladegerät nichts anderes als sekundär
Gleichrichten. Da bleiben eben insgesamt 18% hängen.

Wenn der Trafo sehr wenig Leistung abgibt, wie bei
der Erhaltungsladung, ist der Wirkungsgrad sehr viel
schlechter. Einige Konsomer-Geräte haben für so was
einen separaten (kleinen) Standby-Trafo.

von Bernd Geistert - am 22.08.2001 07:41

Re: apropos Brennstoffzelle

Ich erinnere mich noch gut eine eine 1993-Ausgabe
der GEO. Im Artikel der "Schwindel mit dem E-Mobil"
waren zwei Mini E1 (sic!) im Regen als "Spielzeuge"
abgebildet, dem Text war zu entnehmen, dass ein
Elektrofahrzeug mindestens 35 kWh/100 km Strom braucht.

Mein Leserbrief wurde nicht abgedruckt.

von Bernd Geistert - am 22.08.2001 07:55
Hallo Thorsten,

die ganze Litanei habe ich auch schon hinter mir, aber es gibt schon noch Steigerungen, z.B. Hauptsicherung, Schütze tauschen, Platinen tauschen, Kurzschlüsse, die hinteren Radlager, usw usw...

Aber ich muß Dir zustimmen, es macht nichts mehr Spass als mit dem EL zu fahren. Mein voriges Spaßauto war ein 750er BMW (12 Zyl.300PS), allen elektrischen SchnickSchnack den man sich vorstellen kann. Ich fahre mit dem EL genauso permanent Vollgas, wie mit dem BMW, nur verhält sich alles im 100stel-Bereich, Sprit, Reifen, Reparaturen... Und, mein Führerschein ist nicht mehr permanent in Gefahr. Es macht ganz ehrlich genau so viel Spaß. Und ich habe ein gutes Gefühl, was Emissionen und sonstige Umweltbelastungen anbelangt.
Also, Dir viele schöne, ebene EL-Km.

Griaßle aus Stuttgart

Karl-Heinz

von Karl-Heinz Arnold - am 22.08.2001 20:16
Hallo Bernd, da habe ich ja wieder was dazugelernt, ich dachte IMHO wäre ein Institut das eine neue Studie herausgebracht hat.
Der von dir angesprochene thermoneutrale Wirkungsgrad von etwa 83% ist in etwa vergleichbar mit dem Wirkungsgrad eines Verbrenners bezogen auf den oberen Heizwert des Benzins ( die Verdampfungsenthalpie des Wassers wird mit in die Energiebilanz hereingenommen). Da ein Verbrenner nicht mit flüssigem Wasser arbeiten kann (Verdichtung), wäre der maximale theoretische Wirkungsgrad eines Verbrenners deutlich unter 30%. Also genau wie der thermoneutrale Wirkungsgrad der BSZ ein eher akademischer Wert. Über die Definitionen von Wirkungsgraden kann man sich sicher streiten, aber dazu habe ich hier keine Lust. Du kannst gerne glauben was du möchtest und dein Problem mit Brennstoffzellen behalten. Ich sehe in ihnen allerdings eine Energiewandler, der schon in seinem jetzigen Entwicklungsstand deutlich höhere Wirkungsgrade bringt als Verbrennungskraftmaschinen. Ideal ist er allerdings erst in Kraft-Wärme-Kopplung.
Gruß
Thorsten

von thorsten - am 23.08.2001 20:40
thorsten schrieb:
> Ideal ist er allerdings erst in
> Kraft-Wärme-Kopplung.

Vollkommen d'accord
Gruß, Bernd

von Bernd Geistert - am 24.08.2001 09:12
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.