Sterling Lade/Netzgerät Modell 12V/10A

Startbeitrag von Florian am 27.10.2003 16:10

Was haltet Ihr von diesem Ladegerät?
Ich habe die Absicht das in einem Boot einzubauen, ist das OK dafür?

[cgi.ebay.de]

Antworten:

Hallo Florian!

Das Netzteil mag O.K. sein - aber!
Erstens bekommst Du es sogar im Yachthandel billiger
[www.busse-yachtshop.de]
Zweitens halte ich es für einen Betrug von 3 isolierten Ausgängen zu sprechen - es sind wohl nur drei Klemmen, sonst wären es ja drei Netzteile!
Drittens ist der einzige Vorteil gegenüber einem umgebauten PC Netzteil ( Kosten wenige Euro), daß es wohl nach einer definierten Zeit auf Erhaltungsladung herunterregelt. Für Deinen Zweck genügt aber wohl ein Teil welches von vorne herein nur auf Erhaltungsspannung geht.
Fast 200 € für ein 120 Watt Ladegerät sind extrem teuer. Aber bei ebay tummeln sich ja viele Scharlatane.

sonnenelektrische Grüße
Karl

von Karl - am 27.10.2003 18:20
Hallo Florian und Karl,

In der Zeitschrift "Segeln" Ausgabe Nr. 10 Okt. 02 gibt es einen interessanten
Bericht zu Ladegeräten im Yachtbetrieb. Der Testsieger ist das:

Sterling 1230CED Ladegerät
Firma: Sterling Power
Ocean Marine GmbH
Wendenstraße 429
20537 Hamburg
Tel: 040/2191042
Leistung lt. Hersteller: 3Ausgänge variabel 30A
Kennlinie: IUoUo
Test-Leistung bei 230V/13,5V: 31,6A
Test-Leistung bei 190V/13,5V: 26,5A
Tatsächliche Kennlinie: IWUoU
Bei 110V einsetzbar: ja
Leistungsreduktion möglich: ja, in Stufen mit Fernbedienung
Auf Batterietyp umschaltbar: ja, AMG/GEL/offene Blei-Säure
Erkennung der Batteriegröße: automatisch
Temperatursensor: incl.
Fernbedienung: Zubehör
Testkommentar: Gerät mit moderner Technik und guter Kennlinie. Einfache Einstellungen.
Mit optionaler Fernbedienung sind weitere Funktionen möglich Bestes-Preis-Leistungs-Verhältnis
Abmessungen: 40x170x60
Bewertung: gut
Preis: 399,90€ (digitales Nachfolgermodell inzwischen 429€)

Dieses Ladegerät scheint ein etwas größeres Ladegerät(30A) des Herstellers zu sein als das bei Ebay(10A).

Noch eine Frage an die City-EL-Fahrer: Wenn ich so ein Ladegerät bei mir
einbaue, könnte ich doch alle 12V-Batterie mit einem Ladegerät einzeln laden.
Oder habe ich da was falsch verstanden?
Wenn der Anzeigentest (bei eBay) stimmt, könnte man sogar unter den einzelnen
Ausgängen eine Ausgleichsladung vornehmen.

Gruß
Matze

von Matze - am 27.10.2003 19:35
Hallo,

ich habe mir mal gerade die Bedienungs-Anleitung durchgelesen. Doch, das Ladegerät kann drei Batterien unabhängig voneinander laden, jedoch sind die Minus-Anschlüsse miteinander verbunden. Wenn man das also "naiv" an die drei Batterien im CityEl anschliesst, kracht's fürchterlich!
Sinnvoll laden lassen sich "unsere" Batterien mit nur einem dieser Lader eigentlich nicht, da die Leistung auf die drei Batterien aufgeteilt wird, und dazu müsste der Batterie-Strang auch noch aufgetrennt und die Batterien an den Minuspolen miteinander verbunden werden. Nicht alltagstauglich, also. Man könnte natürlich drei dieser Ladegeräte nehmen, für jede Batterie eins, aber da selbst das kleinste schon 179 Euro und damit die ganze Geschichte knapp 540 Euro kostet, hat man gegenüber dem HF-Lader oder einem anderen professionellen Ladegerät nichts gewonnen, ausser dass die Batterien individuell geladen werden und nicht wie beim seriellen Laden auseinander laufen können.
Ich werde es demnächst jedenfalls mit umgebauten Computer-Netzteilen versuchen. Die Leistung ist ähnlich, kostet aber nur einen Bruchteil.

Schönen Gruss aus Aachen
Herbert

von Herbert Kaiser - am 27.10.2003 20:02
Hallo Matze!

Genau das hast Du falsch verstanden!

Mit den drei "isolierten" Ausgängen werden drei Ladegeräte suggeriert sonst nix!

Es handelt sich wohl um ein!!! Ladegerät mit drei Anschlüssen - die "Isolation" besteht wahrscheinlich in den Plastikstegen zwischen den Klemmen!

Die Beschreibung ist mutwillig irreführend!

Gruß
Karl

von Karl - am 27.10.2003 20:02
Hallo Karl,

ganz so schlimm ist's nicht ;-) Ja, es handelt sich um nur ein Ladegerät, aber die Plus-Klemmen sind durch Hochleistungs-Dioden voneinander getrennt, so dass also keine Aisgleichs-Ströme zwischen den Batterien fliessen können, und man Akkus mit unterschiedlichem Lade-Zustand anschliessen kann, die dann entsprechend geladen werden. Ich stimme dir allerdings zu, "Isolation" ist hierfür der falsche Begriff. Allerdings vermute ich, das es in Booten mehrere Batterien gibt - eine zum Starten des Motors, eine für Beleuchtung oder so - die alle an einer gemeinsamen Masse hängen. Dafür ist dieses Ladegerät ok.

Schönen Gruss aus Aachen
Herbert

von Herbert Kaiser - am 28.10.2003 04:44
Was spricht eigentlich gegen Ladegeräte für ne Motorradbatterie? Hab damals eins für ca. 40 DM gekauft, macht 1,2A bei 12V/ 0,8A bei 6V. Solange man nicht schnellladen will, dürfte das für's Boot reichen(?).

von Raoul van Putten - am 11.11.2003 18:50
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