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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlüter, Georg Schütz, Jürgen Gaber, Chris, matthias, Fronk

Twike-Ladegerät mit Monozellen?

Startbeitrag von Fronk am 15.06.2005 12:26


Ist das Ladegerät vom Twike in der Lage auch 560 Monozellen mit je 11.000 mAh zu Laden?
Also zwei Akkublöcke aus Monozellen!

Und wenn ja, muss man dort was am Ladegerät einstellen?

Antworten:

da kannst du "so mal eben" nichts einstellen. Das geht wohl nur über's Eprom. Es muss ja eigentlich nur länger geladen werden. Da die Ladung temperaturgereglt ist, müsste die Erwärmung ja auch entsprechend später passieren. Denke ich mal so...kann mich aber auch irren. Frag mal den Martin Teuber " www.elmotion.de " der hat sowas mal gemacht. Bzw. er hatte einen grossen Akku.

Chris (Tw649)

von Chris - am 15.06.2005 13:04
Martin Teuber hat über seine Akkus beim letzten ELCup in Recklinghausen gesagt, dass sie stärker gekühlt werden müssen als die kleinere Zellen des TWIKES. Zum einen mag da der höhere Innenwiderstand der Bakuser-Zellen eine Rolle spielen, zum anderen wird mit größeren Zellen das Oberfläche-Volumen-Verhältnis schlechter. Und da wäre ich bei Monozellen vorsichtiger. Den gerade bei Temperaturen, wie sie jetzt vorherrschen wird das Fahren bei weiten Strecken schwierig. Bei 30km schneller Fahrt habe ich jetzt eine Erwärmung von 10°C. Erfolgt die Rückfahrt kurz danach, wird es schon kritisch. Und das, obwohl ich eine Zusatzlüftung für die Twike-Blöcke habe.
Man sollte sich vorher Gedanken machen, wo man die Batterien plaziert, da die Monozellen nicht mehr in die Original-Halterungen passen. Und bei einem Unfall mit Tempo 50km/h würde ich nicht gerne einen Zentnerklotz mit Hochspannung im Rücken haben.
Man muss außerdem noch die Temperaturüberwachung einlöten und die 560 Zellen zusammenlöten. Das sollte man eigentlich von Fachfirmen machen lassen, da Batterien unter der termischen Belastung des Lötens leiden.
Mein Rat: versuche doch an gebrauchte Sanyo-Blöcke heranzukommen, oder versuche die Bakuser-Lösung von Martin Teuber. Alles andere ist auch mit großen Investitionen verbunden und unsicher.

von Georg Schütz - am 15.06.2005 17:00
Hallo,

das Twike Ladegerät lädt IUI, wobei man die Stromstärke einstellen kann.
Auf Schnelladung kann man 16A einstellen (sind aber weniger), dann wird bei
410 V auf Normalladung (auch Strom) mit maximal 14A umgeschaltet, bis 430V.
Danach wird U geladen (Spannung einstellbar, default 430V) bis die Temperatur um 7° angestiegen ist. Danach kommt die Symetrieladung, die mit geringen Strömen die Akkus überlädt.
NiCd Akkus lassen sich damit mit Kapazitäten von 5-15 Ah (gesamt) laden.
Für NimH ist wohl eine Änderung der Temperaturabschaltung nötig, da die Akkus beim Laden erstmal nicht abkühlen. Ob die max 16A für 22Ah Stunden reichen muß man ausprobieren. Bei NiCd und geringen Strömen (Twike-Forum) gab es schon Probleme, die dazu geführt haben, dass ein Fahrer die Blöcke einzeln lädt.
Btw. welche Monozellen haben denn 11Ah ? Die bakuser Zellen (NiCd) haben nominal 5Ah, die NimHs 9Ah.
Bei Twike wird wohl an einer Anpassung der Ladungsalgorithmen für NimH gearbeitet.

An Georg: Die Akkus passen in die Original-Halterungen, nur nicht in die Orignial Gehäuse. Ich habe 160 Zellen auf dem Platz hinter dem Beifahrersitz und den Rest unter der Abdeckung. Zum Löten: Die Bakuser-Akkus sind immer 24V, d.h. 20 Zellen, es sind daher "nur" 28 Lötstellen nötig. Wegen der Hochspannung habe ich jeweils die 24V auf 4 Stecker (2*8 2*6 Blöcke) gelegt, die dann mit einem "Verbindergegenstück" zusammengeschaltet werden, d.h. nach Öffnen des Steckkontaktes liegen nur noch 24V an.

An alle die Bilder wollten, habe jetzt Bilder gemacht und werde heute abend mal kucken wie ich sie ins Web stelle, hat sich leider verzögert, da sich ein Motorlager verabschiedet hat und ich da etwas dranherumbasteln musste.

MfG,

Matthias

von matthias - am 16.06.2005 08:37
Das die Bakuser-Zellen in Blöcken geliefert werden, war mir bekannt - deshalb würde ich von dieser Lösung ja auch nicht völlig abraten wollen. Nur war ich durch die Angabe 11Ah davon ausgegangen, dass es sich um völlig andere Zellen handeln müsste.
Vielleicht waren ja die zwei 5,5Ah-Battereistränge von Martin Teuber gemeint, die natürlich zusammen auf 11Ah kommen.

Zum Twike-Ladegerät sollte man erwähnen, dass sich die 15A, auf die Stromentnahme aus dem 230V-Netz beziehen. An der Batterie kommt dann wegen der höheren Spannung erheblich weniger an. Bei mir schwankt die (Batterie-)Ladeanzeige zwischen 5 und 6A bei einer Schnellladeeinstellung von 15,5A(230V). Ein Stromverbrauchsmessgerät verrät mir, dass ich so 2,6kW Leistung entnehme. (Es ist z.B. möglich das TWIKE neben einem sich bereits im Ladevorgang befindlichen CityEl im Schnellademodus zu laden ohne dass die Sicherung fliegt - probieren wir an einer Ladestelle wöchentlich mit Erfolg aus.)

von Georg Schütz - am 16.06.2005 12:20

Twike-Ladegerät mit Monozellen?

Wenn bei Niacads eine Zelle ausfällt, ist das ja meist nicht so schlimm, wie bei anderen Zellen. Man erkennt den Ausfall daran, dass die Zelle zu heiß wird oder aber kalt bleibt, wenn ein Zellenkurzschluss vorliegt. Bei den 20er-packs von Uwe (?) zeigen alle Zellen mit einer Seite zur Außenseite, sodaß bei einer entsprechenden Stapelung einfach durch Abtasten die defekten Zellen aussortiert werden können. Ist bekannt, wer der Hersteller der Zellen ist?
Solch ein Topf Temperaturlack, der bei 30 Grad seine Farbe wechselt, wäre eine große Hilfe, wenn man seine 560 oder 580 Zellen im Twike unter einen Hut bringen will. Leider ist das Betasten der Batterien, zumindest im Twike, mit gewissen Risiken verbunden, die einem in bleibender Erinnerung bleiben.
Vom Energiegewicht her sind diese Nicads mit 30 kg/kWh deutlich besser, als Bleibatterien. Bei Bleibatterien mit 25kg/kWh wird häufig unterschlagen, dass sie bei der höheren Belastung im Auto nicht die volle Kapazität abgeben und zudem auch nicht ganz entladen werden sollten.

von Bernd Schlüter - am 17.06.2005 12:11
Die Batterieblöcke im Twike sind doch einzeln temperatur überwacht, wenn also das Twike ladegerät benutzt wird , ist es doch kein Problem auch die Batterieprints zu benutzen. Im Display wird die Blocktemperatur angezeigt sowie die Blockspannung es ist also alles vorhanden was mann für die Batterieüberwachung braucht,und muß nicht basteln.

von Jürgen Gaber - am 19.06.2005 12:34
Stimmt, zwei Blöcke pro Sensor, das wäre möglich. Aber diese Grobüberwachung spricht doch wohl nur an, wenn mehrere Zellen in einem Block Unregelmäßigkeiten zeigen. Trotzdem ist es dann möglich auch einzelne Zellen zu identifizieren, wenn man an die Außenseite der Blöcke kommt. Vier 7cm dicke Pakete mit je 7 Blöcken sind gut handhabbar, sodass jede einzelne Zelle berührt werden kann und festgestellt werden kann, ob sie kalt bleibt, oder sich verstärkt aufheizt. Dann wird sie ausgewechselt und nach Kapazität klassifiziert.
Gibt es irgendwo eine Abbildung mit den Twike-Akkus (nicht diese)?

von Bernd Schlüter - am 19.06.2005 14:00
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