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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Gunther Kufner, mbeyer, andreas Andreas, Sven Salbach, Ingo Bösch, Florian Beer, Berlingo-98, Herbert Hämmerle, Meik Scharmann

Richtig ?Batt-Heizung nach Ralf Wagner

Startbeitrag von Meik Scharmann am 27.10.2005 19:10

Hallo, kurze Frage zu Ralf Wagners Batterieheizungs-Tip.

Ist das korrekt mit der Versorgung über Halogen-Trafo 150 (VA). Mein Elektriker sagt, dass geht nicht, weil Wechselstrom. Stattdessen schlägt er vor zur Versorgung den nicht mehr benötigten IVT-Lader zu nehmen.

Antworten:

Ich hab 4 Heizfolien a 30Watt drinnen, die über einen 100 Watt elektronischen Halogentrafo betrieben werden und über einen an Luft gekoppelten Thermoschalter bei mehr als 30 Grad abgeschalten werden. Im Sommer steck ich sie aus, wenns im Herbst anfängt nachts kalt zu werden, wieder an. Funktioniert wunderbar.

von Florian Beer - am 28.10.2005 06:21
Hallo Meik,
was ist denn das für ein Elektriker?
Dem Heizwiderstand dürfte es völlig egal sein, ob Gleich- oder Wechselstrom durchfliesst. Hauptsache, Strom und Spannung stimmen. Wenn es elektrisch gut einigermassen isoliert ist, spielt sogar die Potentialtrennung keine große Rolle. Schau Dir einen Kochherd an, da gehen auch 220 Volt Netzspannung direkt und ohne Potentialtrennung direkt auf den Heizwiderstand.

Zur Akkuheizung:
Wenn der Heizwiderstand für 12 Volt vorgesehen ist, dann sollten alle sogenannten Halogentrafos gehen. Gemeint sind natürlich Trafos oder elektronische Vorschaltgeräte für 12 Volt Halogenbirnen. Der Trafo hat sonst nichts mit Halogen zu tun. Was bei diesen Geräten rauskommt, ist meist Wechselstrom. Bei herkömmlichen noch "normalen" Trafos dann 12 Volt (oder 11,5 Volt) mit 50 Hz. Bei den elektronischen sind es auch rund 11,5 Volt oder 12 Volt, und von der Kurvenform und Frequenz irgendwas, jedenfalls mehr also die 50 Hz Netzfrequenz.

Sowohl den Halogen Glühlampen als auch den Widerstandsdrähten ist das egal, die machen eh haupsächlich Wärme draus.

Zum Akkuladen taugen die Dinger weniger. Aber das hatten wir schon hier im Forum durchgekaut.

Gruss, Roland

von Berlingo-98 - am 28.10.2005 07:54
Hallo Meik,

ich habe alle 3 Heizfolien in Serie geschaltet und über einen beleuchteten Schalter ans 36Volt-System angeschlossen.
Geheizt wird nur während des Ladens.
In Serie deshalb, damit beim Ausfall einer Heizung nicht der Fall eintritt, daß zwei Batterien warm werden und die dritte kalt bleibt und Schaden leidet.

Mfg Herbert Hämmerle

von Herbert Hämmerle - am 28.10.2005 09:34
Roland Reichel schrieb:

Zitat

Dem Heizwiderstand dürfte es völlig egal sein, ob Gleich-
oder Wechselstrom durchfliesst.


Ob es dem Widerstand egal ist wenn Wechselstrom durchfließt ist von der Frequenz abhängig. Wechselstrom mit 50Hz ist sicher kein Problem. Die elektronischen Halogentrafos liefern aber eine viel höhere Frequenz (ich glaube meistens ca. 45kHz). Wahrscheinlich nimmt der Heizwiderstand bei dieser Frequenz wegen seiner Induktivität weniger Strom auf oder er strahlt wie eine Antenne Energie ab. Ob ein Heizwiderstand gut mit der hochfrequenten Wechselspannung aus einem elektronischen Halogentrafo betrieben werden kann hängt also von seiner Induktivität ab.

von Ingo Bösch - am 28.10.2005 13:00
Der Elektriker hat recht.
das Problem ist, das z.B. 36 Volt gleihstrom nicht gleich 36 Volt Wechselstrom ist.
Den,was viele unwissende nciht wissen :-)
Die 36V sind bei Wechselstrom der gemittelte Wert.
Die tatsächliche Spannung beleuft sich auf ca. 42Volt!!
Damit werde die Heizfolien aber wohl eine ganze Zeit mit klar kommen.
Kann jeder mal selbest ausprobieren.
Einfach mal einen alten Trafo ehmen ohne jegliche elektrnik dran.
Dann eine 12V Halogen lampe nehmen und einmal an ca. 14 Volt gleichstrom und einmal an den 14Volt wechselstrom Trafo anschliessen.
Beim Trafo wird die Lampe wesentlich heller lecuhten, obwohl euch das Multimeter auch 14 Volt "vorgaukelt" da es halt den gemittelten Wert der Sinuskurve anzeigt.
Bin übringens kein Elektriker, nur hobbybastler, allerdings versuche ich die Sachen zu verstehen die ich lese :-)

von Sven Salbach - am 21.05.2006 12:47
falsch.
denn 12V wechselspannung ist 12V RMS, also effektivwert. Und der Effektivwert einer Wechselspannung ist so definiert: der Wert, der bei ohmscher Last die gleiche Leistung umsetzt wie eine Gleichspannung.
Und die Leistung ist das was uns hier interessiert.
Für alle, die es genau wissen wollen:
[de.wikipedia.org]

Dass ein Trafo u.U. auch 14V RMS haben kann, ist wieder ein anderes Thema...
aber auch da ist es wohl ziemlich egal. Denn die Folien dürften ziemlich Robust sein, sind ja einfach heizdrähte drin.

Gruß, Gunther

von Gunther Kufner - am 21.05.2006 13:34
hallo miteinander,

ich binn zwar noch kein el fahrer, (möchte es aber unbedingt werden) aber mit fußbodenheizungen kenne ich mich ein wenig aus.

ich empfehle eine folienheizung die mit 37 - 48 Volt betrieben werden kann, sie kann als batterieheizung sowie oder als fußbodenheizung verwendet werden. die folie ist 51-60cm breit und in fast jeder länge zu bekommen.

quelle:
[www.elektrobau-beyer.de]

beste elektrische grüße
martin

von mbeyer - am 21.05.2006 21:06
Hallo
Auf meinem Trafo steht 11,5V~eff. Wenn man diesen elektronischen Trafo öffnet, dann fällt auf, daß die Sekundärseite nur einige wenige Windungen, schlampig um den Kern gewickelt, aufweist. Es gibt Sekundärseitig keine Dioden, Sicherungen, Kondensatoren oder sonstigen Bauteile, es kommt wohl eine ziemlich verseuchte "hoch"frequente Wechselspannung raus. Aber das dürfte weder dem Trafo noch der Heizung irgendwas ausmachen, da sowohl Induktivität als auch Kapazität einer Heizung extrem gering im Vergleich zum ohmschen Widerstand sind. Das einzige Problem sehe ich bei der Abstrahlung und der Störung von z.B. selbstgebauter Messelektronik oder LW-Funkempfängern.

Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 22.05.2006 20:04
Klar, dass er nur wenige Windungen hat. Schließlich ist das Übersetzungsverhältnis (hier wohl ca 20:1) gleich dem Windungsverhältnis.
Und ob die nun fein säuberlich oder "schlampig" aufgebracht werden, merkt der Strom, der durch fließt kaum.
Dass keine Dioden da sind, ist klar. Wozu auch? Sicherung ist sicher Primärseitig, da macht sie auch mehr Sinn, bzw. ist dort sogar Vorschrift.
Gut, ne Drossel oder nen Kondensator zur Filterung hätte drin sein dürfen, aber was solls. Die Abstrahlung sollte nicht allzu groß sein, sonst dürfte das Teil nicht auf dem europäischen Markt sein - theoretisch... :-/

Gruß, Gunther

von Gunther Kufner - am 22.05.2006 20:33
naja, ich schätze mal, dass die Teile schon so gebaut sind, dass man damit auch ein paar Meter Kabel hinhängen kann. Tut man ja bei Halogensystemen auch. Und da darfs ja auch nicht wie wild strahlen.

Gruß, Gunther

von Gunther Kufner - am 22.05.2006 20:35
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