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elweb Batterie
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69
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
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Leon M., inoculator, Bernd Schlueter, SB, Uuoudan, ORiepe, Peter Pott, Torsten Wernecke, R.M, bastelwastel24, ... und 8 weitere

Regenerierung von Nickel Cadmium Zellen

Startbeitrag von Leon M. am 22.02.2007 21:40

Guten Abend Forum,
meine Frage an euch ist ,ob eine Regenerierung von Nicd Zellen möglich ist.Gemeint sind die Art von Zellen mit flüssigem Elektrolyt.Eventuell auf chemischem Wege?
Vielleicht hat hier ja jemand Informationen oder eigene Versuche gemacht.

Vielen Dank im vorraus.

Gruß
Leon

Die 50 interessantesten Antworten:

Hallo Leon

Schau mal hier nach:
[elweb.info]

Vom erfolgreichen Regenerieren wirklich kaputter Akkus habe ich noch nichts gelesen. Man kann aber davon ausgehen, dass Akkus oft aus Unkenntnis zu früh aufgegeben werden:
Sowohl Blei als auch NiCd Zellen können "schlafen" und wiedererweckt werden, durch mehrmalige ganze Zyklen. (Lade/Entladevorgänge)
Weitere Möglichkeit: Viel zu wenig Säure und oder Wasser.
Wenn beides nichts bringt, kann man Sie wegschmeissen.

Auch zu bedenken: Der Arbeitsaufwand mehr zu machen - bei jeder einzelnen Zelle! - ist enorm. Und das bei unklarem Ausgang... Nicht zu vergessen die giftigen Materialien!

Grüsse Sebastian

von SB - am 23.02.2007 00:18
Hallo Leon
Sollte sich bei Nicads im Laufe der Zeit ein Kapazitätsverlust bemerkbar machen,ist die Warscheinlichkeit sehr hoch den Quasi-Neuzustand wieder herzustellen,wenn man nach vorausgegangener Entladung die Kalilauge erneuert.Weil diese im Laufe der Betriebszeit Kohlensäure(dioxyd) aus der Umgebungsluft aufnimmt entsteht schlecht leitendes Kaliumkarbonat (Pottasche,pardon Peter,Nomen ist hier nicht Omen).Diese erhöht den Innenwiderstand der Zelle und verschlechtert den Wirkungsgrad.Angeblich verhindert eine aufschwimmender Ölfilm bei den Safts einen Kontakt mit der Umgebung.Ansonsten sollte man in Abständen von 1-2 Jahren den Laugenzustand prüfen und diese ggf.wechseln.Ist wegen Schwermetallabscheidungen ein teurer Sondermüll.Das betrifft nicht nur die Netto-Lauge,sondern auch das gesamte Spülwasser (natürlich destilliert).
Mein Akku-Dealer -Hanse-Batterie-in Soest hat mir angeboten den unangenehmen Teil dieses Jobs gegen das Präsentieren eines kleinen Aufklebers am Auto zu Übernehmen.
wotan

von Uuoudan - am 23.02.2007 01:44
Hallo Oliver,

im chemischen Fachhandel gibt es Pellets.
Die lösen sich in Dest.-Wasser sofort.

Laugen kannst Du in kleinen Mengen am Umweltmobil der Entsorgungsbetriebe
abgeben. Frag einfach mal beim Amt für Abfall nach.

Gruß



von bastelwastel24 - am 23.02.2007 20:14

Re: NiCd Kalilauge entsorgen

... aber wenn Du -wie Peter vorschlägt- mit Cd-haltiger Kalilauge zum Umweltmobil kommst, solltest Du denen dazusagen um was es sich handelt. Siehe den Post von Wotan oben:

quote: "Ist wegen Schwermetallabscheidungen ein teurer Sondermüll"

Nicht dass die Dein Cadmium leichtfertig "in die Laugentonne" kippen.

Gruss
Sebastian L.



von Sebastian_L - am 23.02.2007 20:52

Keine Sorge mit NiCd Kalilauge !

Die Cadmiumkonzentration in Kalilauge ist sehr klein. das Löslichkeitsprodukt von Cadmiumhydroxyd ist 32 *10^-12.
Löslichkeitsprodukt, heißt, in Wasser:
Das Produkt der molaren Konzentration des zweiwertigen Cadmiumions mal der der OH-Ionen kann nicht höher als 32*10^-12 betragen. Sonst fällt es aus und setzt sich als Bodensatz ab.
In reinem Wasser ist also die Konzentration viel zu hoch, da hier weniger OH-Ionen vorliegen. Vorsicht also beim Spülen von Nicads!

In starker Lauge ist CdOH2 also sehr ungefährlich, sofern die Lauge Zeit hatte, abzustehen . Nur der Bodensatz ist gefährlich!
In Säuren löst sich Cd in Massen, deshalb niemals Cadmium mit Säuren in Verbindung bringen, und schon reines Wasser ist da viel zu sauer! Schließlich beträgt hier die OH-Konzentration nur 10^-7, die Cd2+ Ionen würden also mit 32*10^-5 mol/l in Lösung gehen und das ist viel zu viel, und wenn die OH-Ionen erst einmal ausgetauscht sind, steigt die Löslichkeit in den Bereich von vielen Gramm pro Liter. Itai-Itai-Krankheit!

Vereinfacht kann man sagen, dass Batterielauge im gut abgesetzten Zustand Trinkwasserqualität hat, nur aus anderen Gründen etwas streng schmeckt.
Cadmium ist sehr schwer, Atomgewicht etwa 150, also auch kleine Konzentrationen bringen schon relativ viel auf die Waage.
Neutralisation mit Batteriesäure also erst nach sorgfältigem Abstehen bzw. Filtrieren, erst dann guten Appetit!

Vereinfacht wird CdOH2 als unlöslich bezeichnet, was also so pauschal nicht stimmt. Erlaubte Konzentrationen:
Trinkwasser: 0,005mg/l
In den Wald dürft Ihr es im Klärschlamm kippen, wenn die Konzentration des Cadmiums nicht höher als 1mg/kg beträgt. Das ist also 1 Gewichts-ppm. Meiner Meinung nach viel zu hoch, obwohl die meisten Dünger mehr enthalten.
Ins Abwasser dürft Ihr die neutralisierte Lauge also in Massen kippen, die dann ja Trinkwasserqualität hat, bis auf den Geschmack, erlaubt sind im Abwasser ebenfalls immer noch 1 mg/Liter.

Also nochmal: In basischer Umgebung, in nicht zu schwacher Lauge: ungefährlich, beim Spülen mit Wasser wird es schon gefährlich, in Säure: absolute Giftbrühe.
Kurzes Spülen mit nicht zu großen Wassermengen halte ich für ungefährlich. Wenn Ihr wüsstet, welche Unmengen bisher täglich in die Ausgüsse gekippt werden!

Ob ich mal eine Tabelle anfertige zu dem Thema?

Blei hat übrigens eine sehr viel höhere Löslichkeit: Bleisulfat zum Beispiel 10^-8 statt 10^-12 beim CdOH! das sind über 20 mg/l in reinem Wasser, in Schwefeläure entsprechend der hohen SO4-Konzentration natürlich viel weniger. Also, beim Spülen von Bleiakkus mit Wasser sehr viel mehr Vorsicht walten lassen, nicht zu viel spülen!

Und lasst Euch nicht von angeblichen Umweltexperten ins Bockshorn jagen! Die haben meist grüne Augen und nicht die leiseste Ahnung.



von Bernd Schlueter - am 24.02.2007 06:11

Re: Keine Sorge mit NiCd Kalilauge !

Danke, Bernd, für die ausführliche Info. Ich hab's zwar nicht wirklich verstanden, aber die Kernaussage ist angekommen. Chemie war noch nie meine Stärke.

Ich habe bei meinen Flugzeugzellen acht Stück, die etwas schwächeln (Es bleiben aber noch genügend übrig). Mit diesen Zellen werde ich das Experiment wagen.

Einen chemischen Fachhandel (Danke, Peter) werde ich wohl finden...

Oliver

von ORiepe - am 24.02.2007 10:32
Hallo und guten Tag,
ich antworte mir mal selbst um niemanden zu vernachlässigen und möchte mich erstmal für die vielen Reaktionen und Hinweise/Tipps bei euch bedanken.

Ich nutze Nicd nass Zellen mit 1,2V 375Ah und habe bisher folgendes gemacht.Nach der letzten Be- und Entladung betrugt die Kapazität bei dieser Zelle etwa 60Ah.Die Beladungen erfolgten mit 35A über 7 Stunden lang.Die Entladungen über einen geregelten Lastwiderstand (um den Spannungsabfall der Zelle entgegenzuwirken) mit einem konstanten Entladestrom von 20A.Die untere Zellenspannung wurde mit 1,10V bemessen.Beim beladen stellte ich fest,daß das Elektrolyt dunkel gefärbt war und sich nach beendeter Ladung und mehrstündiger Ruhephase wieder klärte.Auch wies diese Zelle eine extrem hohe Selbstentladung auf,so hoch ,daß sie innerhalb einer Woche komplett entladen war.

Unter allen notwendigen Sicherheitsmaßnahmen (Frischluft,Mundschutz,Handschuhe usw) habe ich die Zelle entleert und die Lauge aufgefangen.Anschließend habe ich die Zelle geöffnet und den Plattenkörper entnommen und in destil. Wasser plattenflächendeckend gestellt und gespült.Die Platten waren also wärend der ganzen Prozedur niemals trocken gewesen.Auf dem Boden der Zelle hatte sich ein etwa 1,5cm dicke schwarze Schicht gebildet.Die habe ich entfernt und aufgefangen.Nach dem reinigen des Zellenkörpers wurde die Zelle wieder zusammengesetzt.Von der entnommenen Lauge wurde nur der obere,klare Teil wieder in die Zelle gegeben.Denn auch hier hatte sich nach dem Absetzen eine dunkelgraue Schlickschicht gebildet.Das fehlende Elektrolyt wurde mit neuer Lauge,entsprechener Konzentration ,aufgefüllt.

Nach erneuten Be- und Entladungen zeigte sich,daß das Elektrolyt auch unter stärkster Gasung klar blieb.Auch gab es kaum Selbstentladung mehr,ich würde diese nun als "normal" einstufen.Die Zellenleerlaufspannung liegt jetzt nach mehreren Tagen bei etwa 1,38V.Leider blieb die erhoffte Kapazitätserhöhung aus.

was habe ich falsch gemacht oder habe ich etwas vergessen? Vielleicht müssen die Platten vor dem Zusammenbau chemisch behandelt werden?

Grüße
Leon

von Leon M. - am 24.02.2007 12:50

Teilweise erfolgreiche Regenerierung von NiCd. Und Blei?

Hez Leon

Das ist aber schon mal kein schlechtes Ergebnis, wenn die Selbstentladung so viel besser wird.
Ob soeine Reinigung mit Bleiakkus auch moeglich ist?

Grüße
Sebastian

von SB - am 24.02.2007 13:19

Re: Teilweise erfolgreiche Regenerierung von NiCd. Und Blei?

Hallo Sebastian,
nein,ich halte das für keinen nennenswerten Erfolg.Das worauf es doch immer ankommt,die Kapazität zu erhöhen bzw wieder zu erreichen,wurde in keinster Weise erreicht.Hier muß was anderes passieren.

Gruß
Leon

von Leon M. - am 24.02.2007 16:25
Hallo Peter,
verstehe,aber es muß doch einen Prozess geben um der Zelle wieder dieses Material zuzuführen oder wenigstens zum Teil.Es wäre für mich auch kein Problem die Platten einzeln zu betrachten und zu "behandeln".Wenn ich nur wüste wie?

Gruß
Leon

von Leon M. - am 24.02.2007 16:32
Hallo SSalbach,
ich möchte an dieser Stelle bemerken,daß meine Zellen keinen "richtigen" Zellenschluß hatten.Es fand nur eine merklich erhöhte Selbstentladung statt.Die Zellenplatten waren nach auseinandernahme optisch vollkommen ok,keine Beschädigungen in irgend welcher Weise.

Die Lauge ist klar und die Selbstentladung fast 0.Wenn nicht 375 Ah darauf stehen würde sonder 75Ah würde ich sagen die Zelle ist nun ok...

Was fehlt ihr damit man wenigstens 40,50 oder gar 60% ihrer Nennkapazität erreicht?Von mehr gehe ich mal gar nicht aus.Was den Platten "entnommen" wurde muß ihnen doch ,wenigstens zum Teil,wieder zugeführt werden können.

Gruß
Leon

von Leon M. - am 24.02.2007 17:02
Hey Leon

Hast Du dir die Struktur der Platten angesehen?
Je komplizierter diese ist, desto aufwendiger wieder etwas richtig "anzulagern".
Wenn von den Cadmium was im Betrieb in Lösung ginge, könnte man sich vorstellen die Reste (Schlam/Cadmium ?) zu lösen und wieder anzulagern. Wenn nicht - wie willst du das Zeug wieder dran bekommen..?!
Lohnt der Aufwand?

Wenn man so wie du die Selbstentladung veringert hast Zellenschlüsse beseitigen kann wie Sven hofft, wäre das schon eine gute Methode. Bei Blei sind auch ein Teil der Zellenschlüsse auf zu hoch gestiegenen Schlamm zurückzuführen. Aber eben Schlamm heist fehlende Masse und damit Kapazität und i.d.R. auch entsprechendes Alter. Entsprechend weniger ist der Akku wert...

Grüsse Sebastian

von SB - am 24.02.2007 19:12

Ich habe wieder was gemacht, Foto´s !

Hallo Sebastian und alle anderen auch,
ich habe heute mal eine weitere Zelle "behandelt".Diese wies keine Selbstentladung auf hatte aber trotzdem nur 40Ah nach 7 stündiger Beladung mit 35A.Wie nicht anders zu erwarten war kaum Schlick am Boden so das auch kein Zellenschluß vorliegen konnte.Die+ Platten sind rostbraun die - Platten grau.Die Struktur der + Platten ist einwandfrei,das Gitter sehr gut erkennbar.Die - Platten sehen auch nicht sooo schlecht aus,die Gitterstruktur ist allerdings nicht ganz so gut zu erkennen,es haftet eine graue Masse daran.Die Zelle war vor der Auseinandernahme weder voll geladen noch leer.Ich habe den Plattenkörper wieder mehrfach mit destil. Wasser gepült bis dieses klar blieb.

[freenet-homepage.de]

Keine Ahnung wie man hier Bilder hinein bekommt,hab es mal so gemacht.Ich glaube sie sind selbsterklärend.Das erste Bild zeigt das Zellengehäuse mit dem bisschen Schlick,später ist eines dabei,wo es schon gereinigt wurde.

Frage ,ist die graue Masse an den Minusplatten nun gut oder nicht?Muß diese entfernt werden da hier "Fläche" verdeckt wird?

Gruß
Leon

von Leon M. - am 25.02.2007 15:46

Re: Ich habe wieder was gemacht, Foto´s !

Hallo Leon

mal eine andere Frage ,hattest Du deine NiCad Batterie schon mal komplett entladen ?

Bei meinen Varta-Einzelzellen hatte ich Erfolg mit
1 Zelle mit Widerstand entladen bis die Spannnung zusammenbricht
2 Zellen 2 Tage kurzschliessen
3 Zellen mit möglichst hochen Strom (aber mit begrenzter Spannung) wieder aufladen
4 Beim weiten regelmässiger Benutzung ist die Kapazität weiter gestiegen

Leider habe ich mit meinen Zellen noch keine Langzeiterfahrung.

Aus den FAQ
[forum.mysnip.de]

Bernd M
City EL SN3xxxx ,6V Zusatzbatterie aus Varta NiCad Einzelzellen.

von Bernd_M - am 25.02.2007 20:45

Re: Ich habe wieder was gemacht, Foto´s !

Hallo Leon,

ich habe jetzt nur wenig Ahnung von Akkus mit flüssigem Elektrolyt, aber folgenden Gedanken.
Soweit ich weis, findet beim Laden bzw Entladen ein Ionenaustausch zwischen den elektroden statt. Die Kapazität ist dann doch die Menge an Ionen, die auf der Einen Platte "gelagert" werden können, oder? Wenn diese jetzt mit der Zeit Masse (oder Oberfläche? oder beides?) verliert, dann sinkt die Kapazität. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Oberflächengröße der Platten eine wichtige Rolle spielt und die Oberfläche durch ein (künstlichs) Aufrauen vergrößert wurde. Und das in einer mikroskopischen Größenordnung. Ich will darauf hinaus, dass der Schlamm, den Du unten aus den Zellen entfernt hast, vielleicht mal eben genau diese raue Oberfläche war. Und die ist jetzt weg und damit die ursprüngliche Kapazität der Zellen dahin.
Ist aber "nur" eine Theorie (und somit solange richtig, bis jemand das Gegenteil beweist, hihi...)

Viele Grüße

Peter

von Peter Pott - am 26.02.2007 07:55

Re: Ich habe wieder was gemacht, Foto´s !

Bekanntlich werden leistungsfähigen Akkus Zusätze mitgegegben, die das Kristallgitter auflockern. So z.B. Kohlen (Graphit)staub oder bei Bleiakkus Calzium.
Diese Zusätze bewirken leider auch, dass das Gefüge locker bleibt und dass auf Dauer Zellenmaterial ausgetragen wird. Bekannt geworden sind die sogenannten Röhrchenplatten einer süddeutschen Firma, deren handgefertigte Eisen-Nickelakkumulatoren als unverwüstlich für Grubenlokomotiven und U-Boote galten. Die Patente sind heute unauffindbar und wurden möglicherweise in die USA 'verkauft'.
Das ist eine tatsächliche Verschwörungstheorie, die auf reinen Spekulationen beruht und besagt, dass es Fälle von Wirtschaftsspionage tatsächlich schon gegeben hat. Wahrscheinlicher aber ist der Verkauf von Wissen, das damals nicht veröffentlicht wurde, also weiterhin patentfähig blieb.
Wir erinnern uns an die weitgespannten Patentansprüche von Ovonics alias Cobaltsys, die eine Weiternetwicklung vieler Akkumulatorsysteme stark erschwert.

Auch Thundersky musste an Caltex/Chevron mächtig zahlen, und Toyota?

Es ist oft erstaunlich, was Patentgerichte zulassen, so zum Beispiel ein pures Mischungsverhältnis zweier ungeschützter Kältemittel von Wärmepumpen, R410, geschützt zugunsten der Firma Honeywell. Nach deutschem Gesetz ist so etwas eigentlich nicht patentfähig (Quasi-Dampfdruckminimum).
Beim Kobaltsys-Patent geht es um die Zumischung fast beliebiger Metallsalze ins aktive Material, die eine Gasung verhindern.



von Bernd Schlueter - am 08.03.2007 07:01

Re: Ich habe wieder was gemacht, Foto´s !

Ergänzung: hochbelastete Zellen, die stark in die Gasung getrieben werden, zeigen oft den dunkelfarbigen Austrag von Zellenmaterial. Geringbelastete Zellen zeigen gerne hellere Farben des verlorenen Zellenmaterials. Dies hängt sicherlich mit der Kristallgröße zusammen. Amorphes, also feinverteiltes Material ist im Allgemeinen schwarz. Dies liegt an den weitgespannten Absorbtionbanden an den unterschiedlichsten Oberflächenstrukturen des feinen Kristallgefüges.
Große, reine Kristalle zeigen hingegen einen sehr eingeschränkten Absorbtionsbereich und damit ihre charakteristische Farbe, so gediegenes Gold.
Amorphes Gold ist schwarz.
Ähnlich ist es mit der Leitfähigkeit: das graue Material bleibt bis zum Schluss leitfähig, das weiße, großkristalline ist oft nichtleitend.
Bei den grauen Zellen ist es umgekehrt.

von Bernd Schlueter - am 08.03.2007 07:17
Hallo,

jetzt hohle ich mal diesen alten Beitrag mal wieder hoch .

Da ich zwar schon ein paar Jahre mit den " Flugzeug NC " arbeite,
aber mir immer noch nicht alles wegen des Laugetauschens klar ist.

Die Zellen sind meißt 40 Ah Einzelzellen von Saft und Marathon, so ca 300 Stück.
Alle vom "Schrott" die aber großteils ihre Kapazität nach zyklieren / tiefentladen usw
( fast ) wieder erreicht haben.
Wenn ein paar Zelle dann nur noch 30 Ah hatten, hab ich sie halt ausgemustert.
Dieses Jahr allerdings kommt kaum noch eine Zelle auf 40Ah , auch die "Neuzugänge" nicht .
So das ich es nun doch mit der Panscherei probieren muß.

Frage dazu:

Hat das jemand von euch schonmal bei den " Flugzeugakkus " gemacht ?

Wotan hat geschieben das man die Lauge bei entladenem Akku tauschen soll.
Die 40Ah Zellen sind aber wenn entladen praktisch trocken ! ?

Wie die Konzentration der alten und der neuen Lauge bestimmen / messen ?
Gibt es da einen "Laugenheber" ?

Grüße Torsten






von Torsten Wernecke - am 28.08.2007 07:57
Hallo Torsten
Meine NICADs sind auch tiefentladen nie trocken,wenn der Laugenlevel vollgeladenen stimmt.Wie soll die Chemie auch funktionieren,wenn zwischen den Elektroden die Dürre herrscht.
Es macht zwar den Eindruck von Chaos und Ungepflegtheit wenn man die dann von Zelle zu Zelle völlig unterschiedlichen (auch farblich differierenden) durchscheinenden Innereien betrachtet.Muss wohl okay sein.
In der Praxis habe ich diese Wäsche noch nicht durchgezogen.Obwohl ich so ein Schätzchen von Laugenheber besitze,habe ich den bisher auch noch nie angewandt.
wotan

von Uuoudan - am 29.08.2007 21:06
In die Kanalisation. Nicht, ohne vorher das gelöste Cadmium durch Zusammenmischung mit der alten Lauge zu vermischen, um die Löslichkeit des Cadmiums herabzusetzen und das im Wasser gelöste Cadmium zu fällen.
Metallverarbeitende Betriebe missachteten lange diese Maßnahme und verunreinigten auf diese Weise unsere Gewässer. Hat sich das Cadmium-Sediment gut abgesetzt, vorsichtig die Lauge mit dem Kaliumcarbonat (=Pottasche) abgießen und verwerfen. Bitte ein paar Tage stehen lassen, damit auch der letzte Rest Cadmium ausfällt.
Natürlich nicht übertreiben mit dem Spülen, also, auch nicht einfach unter der Wasserleitung!

von Bernd Schlueter - am 24.09.2007 11:10

Neutralisation der Kalilauge

Den zweiten wichtigen Punkt habe ich bei meinem Eintrag vergessen zu schreiben: Natürlich muss die vom Cadmium befreite Lauge vor dem Wegschütten neutralisiert werden, bis sie im für die Abwassereinleitung zulässigen pH-Bereich, z.B. zwischen 6 und 10, liegt. Unser saurer Regen hat zum Beispiel oft einen pH-Wert unter 3,5. Er müsste eigentlich verboten werden. Sonne auch, erzeugt zu viel Ozon, darf man im Sonnenanbeter-Forum nicht so laut sagen.

von Bernd Schlueter - am 25.09.2007 01:29
Hallo,
ich möchte mich nach langer Zeit mal wieder melden und meinen alten Thread wieder aus der Versenkung holen da es mir inzwischen gelungen ist,meine alten toten Nicd Zellen mit Taschenplattentechnologie nachweislich zu reaktivieren.Nachdem zerlegen,waschen,Elektrolyt austauschen,auf 0V entladen,auf 0,7V entladen,kurzschließen,zyklieren,hohen Strom laden/entladen,mit kleinem Strom laden/entladen usw was man noch alles so ließt,nicht geholfen hat habe ich eine Methode gefunden bei der ein nachweißbarer Kapazitätszuwachs zu verzeichnen ist.

Vorraussetzung dafür ist aber ,daß die Zellen keinen Zellenschluß oder erhöhte Selbstentladung haben.Meine Methode besteht nun darin,daß die Zellen mit einem kleinen,relativ konstanten Ladestrom über sehr lange Zeit geladen werden.Ströme von 300mA bis 1A haben sich in der Praxis gut bewährt.Allerdings kommt das auch auf die Zellengröße drauf an.Bei meinen 375Ah Zellen nutze ich 800mA-1A wärend ich 70Ah Zellen mit 400-500mA belade so das sich eine Zellenspannung,je nach Umgebungstemperatur,von 1,5V - 1,6V einstellt.Die Zellen gasen dabei leicht.Dieses muß 24h am Tag mehrere Wochen aufrechtehalten werden.Ich verwende dazu Steckernetzteile mit entsprechendem Gleichspannungsausgang anhand der angeschlossenen Zellenanzahl.

Nach 1-2 Wochen stellt man fest,daß sich die vorher dunkelgrauen Platten der Zelle beginnen sich zu verfärben.Eine wird dunkler (schwarz) die andere heller (hellgrau bis weiß).Dies beginnt fleckenförmig sich auf den Platten auszubreiten bis die ganze Plattenoberfläche davon betroffen ist.Nach 4 Wochen ist mit einem bis zu 100% Kapazitätsanstieg der ursprünglichen Anfangskapazität zu verzeichnen.70Ah Zelle beim Start noch nutzbare Restkapazität von 20Ah,nach 4 Wochen 40Ah.Bei der 375Ah Zelle anfangs noch 20Ah (eigentlich was für den Verschrotter ;-) ) nach 4 Wochen dann 60Ah.Letztere hatte ich noch weitere 2 Monate in "Behandlung" und es ergaben sich nach insgesamt 3 Monaten mit 300mA 120Ah nutzbarer Kapazität.Eine Vergrößerung des Ladestromes auf >1,5A (damits schneller geht ;-) ) hat ergeben ,daß die begonnende hellgrau Färbung der einen Platten wieder verschwand und die Kapazität wieder sank.

Soweit erstmal dazu.Weitere Tests werden folgen.Nachamher sind gern eingeladen das auszuprobieren und zu berichten.

viele Grüße
Leon M.

von Leon M. - am 17.02.2013 08:49
Zitat
Leon M.
Eine Vergrößerung des Ladestromes auf >1,5A (damits schneller geht ;-) ) hat ergeben ,daß die begonnende hellgrau Färbung der einen Platten wieder verschwand und die Kapazität wieder sank.

viele Grüße
Leon M.


Hallo Leon!

Das hört sich ja gut an, allerdings wundert mich dein letzter Satz.
Das liest sich doch so, als wäre nach den ersten Zyklen mit höheren Ladestrom, die Kapazität wieder ganz unten, was doch im Endeffekt keine Besserung bringen würde oder? Ich denke nicht, dass du dein Fahrzeug 2 Monate lang laden willst, vor dem benutzen?

Lg
Manuel

von mani9876 - am 17.02.2013 09:55
Hallo Manuel,
nein,ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor ;-)
Ich meine,wenn man antatt der 800mA-1A mit mehr als 1,5A die Zellen dauerhaft,also über mehrere Wochen beläd,dann findet eine Umkehrung des Prozesses statt.Ich bin mir sicher das das auch bei guten Zellen der Fall sein würde da diese ja dauerhaft Überladen werden was zwangsläufig zu einer Zellenschädigung führt.Das hat jetzt aber nichts mit dem normalen Lade/Zyklenbetrieb zu tun.Selbstverständlich können derart reanimierte Zellen dann ganz normal geladen/entladen werden ohne Kapazitätsverlust! Einen Kapazitätsverlust konnte ich erst wieder feststellen,wenn diese Zellen mehrfach tiefenentladen wurden,aber ich denke das ist normal.

Ich denke mir,daß die Zelle in einem gewissen Bereich geladen werden muß,welcher kurz vor dem Überladen liegt aber schon eine leichte Gasung stattfindet.Hier wird in der Zelle eine chemische Reaktion stattfinden welche sich meiner Kenntnis entzieht :-(

viele Grüße
Leon M.

von Leon M. - am 17.02.2013 11:23
Sorry! Habe ich dann tatsächlich falsch verstanden. Aber vielen Dank für deine Erklärung!
Hört sich in der Tat nicht schlecht an. Es ist hald ein langwieriger Prozess scheinbar.

Lg
Manuel

von mani9876 - am 17.02.2013 11:32
Hü und hott, ich sage das Gegenteil.
Gleich, was hier geschrieben wird, ich hatte an drei meiner Säfte Zellenschluss, an einem sogar deren zwei.
Eindeutig wegen 6-stündiger Überladung mit vollem Geblubber, dass eine starke Überhitzung stattgefunden hatte, hatte ich irgendwie auch bemerkt.
Drei Akkus von Oliver, und sehr langsam erholt sich die Kiste wieder, weil ich sie nicht mehr überlade.
Am Palmsonntag gibts wieder Palmzweige, die sollen auch helfen. Dass ich nur mit römisch-katholischem Weihwasser nachfülle, ist eine Selbstverständlichkeit. Evangelen machen da eh alles falsch, wenn ich hier so lese.

von Bernd Schlueter - am 17.02.2013 19:45
Bernd,keine Ahnung was dich getrieben hat an meiner Arbeit zu zweifeln.Welchen Grund hätte ich hier Lügen zu verbreiten und herrum zu trollen? Wenn ich nicht absolut davon überzeugt wäre hätte ich mich nicht mehr hier gemeldet.Gerade du warst es auch der mir damals ,als ich mit der Sache hier anfing,wertvolle Tipps gegeben hat.

Kopfschüttelnde Grüße
Leon M.

von Leon M. - am 17.02.2013 21:10
Hallo

Ihr redet von 2 verschiedenen Sachen, Bernd von den normalen STM 100 und du von Taschenplattenzellen.

Die Taschenplattenzellen sind für dauernde Erhaltungsladung gebaut dafür auch nur mit maximal 0,5C belastbar.


Gruß

Roman

von R.M - am 17.02.2013 21:31
Hallo Roman,
verstehe,ok.

Was mich jedoch interessieren würde,was passiert dabei genau in der Zelle,wieso erhöht sich die nutzbare Kapazität wieder?

viele Grüße
Leon M.

von Leon M. - am 17.02.2013 21:40
Hallo nochmal,
ich wollte euch mal zeigen wie ich das so mache ;-)
Da ich nur eine Datei hochladen konnte habe ich eine Panoramabild erstellt.Ich glaube aber man kann noch erkennen worum es geht.

Bild 1 zeigt das Innenleben einer "toten" Zelle nach dem Beladen.Wie man gut erkennen kann sind beide Plattenpaare einheitlich dunkelgrau.
Bild 2 zeigt das Innenleben einer reanimierten Zelle nach dem Beladen.Wie man gut erkennen kann ist eine Platte hellgrau bis weiß die andere dunkelgrau bis bäunlich.
Bild 3 zeigt meine Kleinen 70Ah beim regenerieren ;-) Auf dem Karton sieht man das Netzgerät welches 32V bei 1,5A abgibt.
Bild 4 zeigt den Ladestrom welcher sich aus Spannungsabfall über die Widerstände durch Widerstandswert errechnet.Der Widerstand setzt sich aus 4 parallel geschaltende 4,7 Ohm Widerstände zusammen was dann einen Gesamtwiderstand von 1,175 Ohm ergibt. 569mV / 1,175 Ohm = 484mA Ladestrom.
Bild 5 zeigt das Spannungsniveau an einer Zelle stellvertretend für alle Zellen.

[attachment 41 Panorama1.jpg]

viele Grüße
Leon M.

von Leon M. - am 18.02.2013 14:43
hmm... ok...

vieleicht war ich einfach etwas faul mir die Infos konkret zu besorgen ;-)

Jetzt würde mich nochmal der Einwand interessieren, ob und wenn nein, das mit Taschenplatten funktioniert und mit Sinterplatten nicht.

Ich habe mich mal durch die Chemie gewühlt und versucht die Verfärbung zu erklären.

Ich hole mal aus, bezogen auf die Sinterplatten der STMs:
Ich habe folgende Feststellung gemacht:
Eine 50Ah Zelle mit geringer Kapazität zeigte kleine Trichter auf dem Cadmium.
Das Cadmium stellt sich dar, wie eine viskose Masse auf der Platte.
Nachdem ich die Platte/Zelle mehrere Wochen kurzgeschlossen im Keller hatte, waren die Trichter verschwunden, oder zumindestens weniger und kleiner geworden.
Die Kapazität war merklich angestiegen.

Ich nehme an, daß es einen ähnlichen Effekt gibt, wie bei den Taschenplatten.

Die Verfärbung könnte tatsächlich "nur" eine Änderung des Brechungswinkels des Lichtes sein, indem die "schlechte" Zelle das Cadmium "eingesaugt" hat und die dann regenerierte Zelle/Platte an der Oberfläche glatter ist und das Licht besser reflektiert.

Also in beiden Fällen ein mechanischer Effekt.

Die Mechanik der Taschenplatte und der Sinterplatte könnte hier ursächlich sein, warum bei der einen ein langsames Überladen hilft und bei der anderen ein längeres Kurzschließen.

Habe ich meine These verständlich ausgedrückt?!

Gruss

Carsten

von inoculator - am 19.02.2013 07:45
Warum soll das mit Sinterplatten nicht funktionieren? Es hat doch noch keiner probiert,oder? Ich meine das was Bernd da beschrieben hat verstehe ich so,daß er sie im normal Ladebetrieb überladen hat und das haben sie ihm übelgenommen.

Bernd Schlueter:
"...Eindeutig wegen 6-stündiger Überladung mit vollem Geblubber, dass eine starke Überhitzung stattgefunden hatte..."

Bei mir z.B. überhitzt doch nichts,wird ja nichmal warm.Weiterhin perlt es nur ganz leicht,kein Anzeichen von starken oder vollem Geblubber.Ich denke hier sollte man differenzieren.

Wenn ich Sinterzellen hätte würde ich das mal ausprobieren...

viele Grüße
Leon M.

von Leon M. - am 19.02.2013 08:40
Hallo Leon,

ich habe noch 6 Reservezellen im Keller allerdings muss ich erstmal ein passendes Ladegerät finden -ich bin aber zuversichtlich, in meinem Fundus irgendwas mit 500 bis 1000mA zu finden.
Die Spannung darf dabei ja noch oben offen sein.

Ich werde berichten....

Gruss

Carsten

von inoculator - am 19.02.2013 09:00

Nicads und Uhrenbatterien

In den 70er Jahren verwendete man dauerhaft mit geringem Strom überladene Nicads sowohl zur Spannungssstabilisierung, wie zur Erhaltungsladung. Die sind dann samt und sonders vorzeitig ausgestiegen, die Vartas meist durch Hochohmigkeit, alle anderen (Säfte)durch Zellenkurzschluss.Habe gerade noch zwei Viessmann-Heizungsuhren auf diese Weise repariert (Batterietausch). Ich spreche hier von kleinen "Trockenzellen".

Beide Behandlungsmethoden, sowohl hoher Strom, wie niedriger, haben ihre Vor- und Nachteile, und haben ihre Einsatzberechtigung: volle Zellen dürfen natürlich nur mit niedrigem Strom überladen werden, das aber nur begrenzt. Wir kennen alle die 8-Volt-Grenze für STMs, die bei Kälte sogar etwas höher liegen darf.

Was machen die Experimente mit den Solar-STMs? Die sollten doch inzwischen gestorben sein?
Solarer Einsatz heißt doch, geringer Dauerstrom im vollgeladenen Zustand? Sinterzellen mögen das schon gar nicht.

Ansonsten hilft gelegentliche Bewegung, sprich Zyklieren mit höherem Strom. Lagern: Nicads entladen, Blei fast voll mit häufigerer "Bewegung". Auch "jährliche" volle Entladung sollte dabei sein.

Ja, Allchemie, mit verschiedenen Effekten. Bitte nicht daraus, dass man bei einer Zelle einmal Erfolg hatte, schließen, dass man den Stein der Weisen gefunden hat. Auf jeden Fall gibt es Behandlungsweisen, von denen man genau weiß, dass sie immer zerstörerisch wirken.

von Bernd Schlueter - am 20.02.2013 07:45
Hallo,

kurzer Stand:
gestern abend gegen 19:45Uhr ging eine 50Ah Zelle aus dem ~6 monatigem kurzgeschlossenen Zustand in den slow-charge-Modus ;-)

Ich habe mein Labornetzteil auf etwa 600mA eingesteltt und die Spannung nach oben mit über 10V offen gelassen.
Nach etwa 15 Minuten lagen schon wieder 1.346V an.
Heute morgen 09:05Uhr lagen 1.406V an.
Rechnerisch müssten etwa 6-7Ah bis jetzt reingeflossen sein.

Die Zelle war von mir ausselektiert worden, da sie im Verbund die Schwächste (1.575V
Sa, 23.02 07:30 erreichen der theoretischen maximalen Kapazität (50Ah) Spannung >1.6V
Ab hier beginnt dann die von Dir, Leon, beschriebene Überladungsphase.
Ich werde dann den Strom noch einmal nach unten stellen ~300mA. Das müsste dann in etwa Deinen Einstellungen entsprechen.
Ich bin gespannt, wann die Gasung einsetzt und wie sich die Spannung an der Zelle verhält.
Ich hoffe nur, daß sich kein Dentride bildet. Dann kocht es wahrscheinlich einmal heftigst.

Gruss

carsten

von inoculator - am 20.02.2013 10:01
Hi Leon,

interessanter Thread. Weisst Du, warum Deine Zellen so schlecht waren? Was hatten die durchgemacht?

Könnte es sein, dass eine Umpoling von Zellen, nur durch die von Dir beschriebene "langsame Regenetarion" rückgängig gemacht werden kann?

@Bernd: Du hast doch Deine Zellen einfach mit dem Boardlader platt gemacht, oder? Ich habe alten (1996) STM5-100 auch schon beim Zellschluss-Bekommen zugeschaut, aber da waren's immer zwischen 5 und 50A LAdestrom, als das pssierte. Noch nie bei 1A oder drunter...

@Leon: Interessanterweise sagt das NiCd-Handbuch, dass der von Dir geschilderte, niedrige Strom gar nichts bewirken sollte (nicht mal laden). Hmmmm ???

Gruß
Andreas

von Andreas Friesecke - am 20.02.2013 12:46
Hallo Carsten
klingt gut! Allerdings hätte ich die Zelle erstmal normal geladen und die Kapazität gemessen damit wir eine exakte Referenz haben.Dann wieder normal aufgeladen und nach Ladeende dann in die Regenerierungsphase übergegangen.
Die dann von dir angestrebten 300mA finde ich sehr gut gewählt.:spos:
Ich bin gespannt auf deine Ergebnisse!


Andreas,meine 375Ah Zellen habe ich vom Schrott.Wie lange sie da rumstanden und wie sie vorher genutzt wurden kann ich nicht sagen.Die nutzbare Restkapazität lag etwa zwischen 60Ah und 180Ah.Ich nutze sie seit 10 Jahren in meiner 24V Solaranlage als Pufferspeicher.Aufgrund der sehr unterschiedlichen Einzelkapazitäten, damaligen Reihenschaltung von 20 Zellen (und 10 derart Reihen parallel) und der nicht vorhandenen Einzelzellenüberwachung kam es immermal wieder zur Tiefenentladung einzelner Zellen,teilweise bis auf 0V bzw leichter Umpolung.Diese Zellen haben dadurch merklich an Kapazität verloren,klar.Ein Austausch dieser Zellen gegen andere stabilisierte die Reihe dann wieder.Diese ausgesonderten Zellen haben sich dann im laufe der Zeit immer mehr angesammelt so das ich anfing mit ihnen zu experimentieren.Das war 2006/2007.Festgestellt habe ich auch,daß ein Entladen dieser Taschenplatten Zellen auf unter 1V (0,7V - 0,9V) bereits zu einer leichten Kapazitätsreduzierung führt.Ein Kurzschließen und stehenlassen führt dagegen zu einer massiven Reduzierung der Kapazität.Eine Zelle mit 80Ah Restkapazität hatte nach 7 Tage Kurzschluß noch 30Ah nutzbarer Kapazität.

Die Kleinen ,etwa 30 Jahre alten mit 70Ah habe ich erst neulich von Einem erworben der sie auf einer Internetanzeige annonciert hat.Die meisten dieser Zellen hatten nach der Messung zwischen 18Ah und 22Ah,zwei oder drei lagen etwas darüber.Da ich die guten Erfolgschancen von meinen Großen her wusste habe ich am 20. Januar 2013 mit der Regenerierung begonnen.Nach 4 Wochen (eigentlich 3,5 Wochen) habe ich sie erneut vermessen und die schwächste Zelle
hatte 40Ah :cheers: Am 20. März steht somit die nächste Messung an und ich gehe davon aus das sie die 50Ah Marke erreicht haben werden.

Zum messen habe ich mir folgendes Gerät gebaut:

[attachment 47 AkkuMonitor.jpg]

Welches Handbuch meinst du?

viele Grüße
Leon M.

von Leon M. - am 20.02.2013 20:28

Status: 50Ah Zellentest

Hallo,

kurzer Bericht und nochmal eben der Link auf die Tabelle:
[docs.google.com]

Wie man sehen kann habe ich theoretisch nun etwa 90Ah in eine 50Ah Zelle mit etwa 30Ah Restkapazität über etwa 10 Tage geladen.
Im Verlauf kann man einen leichte Steigung der Spannung in der "Überladungsphase" erkennen.
Auch hat die Lauge angefangen ganz kleine Bläßchen zu produzieren.
Ebenso stieg dabei der Laugenstand leicht an -insgesamt etwa 3mm.

Im Bereich der Zeile 8 wird der Punkt des Ladeschluss nach Restkapazität ersichtlich.

Ich habe insgesamt noch 6 weitere Zellen hier stehen, die ich nun in den Verbund einfügen möchte.
Daher werde ich heute Abend die eine Zelle über einen Festwiderstand mit etwa 10A entladen.
Die Entladekurve dokumentiere ich ebenfalls.
Danach fange ich eine neue Tabelle an mit dann 7 Zellen.

Wenn der Prozess etwas bewirkt, dann müsste in der Vorladephase der Punkt der Restkapazität in der jetztigen Zelle -ich werde sie als Nummer 1 führen; sich auf sichtbar über 30Ah verschieben.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 28.02.2013 12:39

Re: Status: 50Ah Zellentest

Hallo Carsten
ja ich habe deine Tabelle täglich mitverfolgt.
Ich glaube aber das es jetzt noch zu früh ist um merkliche Verbesserungen zu erkennen da die Regenerierungsphase nur 5 Tage betragen hat und die Zellenspannung noch nicht wieder auf >1,5V angestiegen ist.Leichte Bläschenbildung habe ich bei mir auch nach 2-3Tagen verzeichnen können,welche dann den Rest der Regenerierungspahse (3 Wochen) angehalten hat.Aber ok,ich habe hier bei meinen 70Ah Zellen auch eine dabei die nur so bei 1,4V statt der 1,6V rumdümpelt.Bei der Entladung unter Belastung zeigt es sich dann,daß diese Zelle eine um etwa 0,5V tiefere Zellenspannungslage aufweißt als die übrigen.Sie ist aber desswegen nicht als erste "leer" da die anderen Zellen sie beim entladen wieder "einholen".Allerdings sollte man dann schon bis 1,0V entladen da diese Zelle ihre größte Energiemenge zwischen 1,0V und 1,15V abgibt.Vielleicht ist es ja bei dir ähnlich? Ich lasse mich mal überraschen und tippe mal auf vorsichtige 5Ah Kapazitätszuwachs ;-) .

viele Grüße
Leon M.

von Leon M. - am 28.02.2013 14:18
Andreas: ja, ich war eingeschlafen und bin beim Aufwachen hinaus gelaufen und habe , als ich bemerkte, dass trotz kühler Nacht der Ventilator lief und dieheiße Kühlflüssigkeit fühlte, den Stecker herausgerissen, ohne darauf zu achten, ob überhaupt die Nachladephase begonnen hatte. Wahrscheinlich nicht, denn die Kühlflüssigkeit war deutlich zu warm. Auch fehlten an den sonst sich immer schnell einstellenden 143 Volt über 5Volt. Das hieß für mich, ganz klar, Zellenkurzschluss, und das war dann auch so. Wenn die Spannung nicht hoch geht, lädt die Box erbarmungslos weiter.das war mein Eindruck. Über 140% Überladung, das war zuviel.
Kochen konnte man das nicht nennen, auch wenn da cat 1 Liter Wasser elektrolysiert worden war, also etwa 2m³Knallgas die Nachfüllschläuche verlassen hatten.. Die Zellen mit Zellenkurzschluss hatten vermutlich 100 Grad überschritten und die Nachbarzellen mit geschädigt. Ich konnte nach dem Leerfahren, Ausbauen, Auffüllen und Wiederaufladen mittels des Infrarotthermometers genau die Zellen orten, die defekt waren, trotz Kurzschluss erzeugten die direkten Nachbarzellen eine um fast 10 Grad höhere Temperatur an. Den Kühlmittelfluss hatte ich zu diesem Zweck unterbrochen. Die übrigen Zellen scheinen ihre Kapazität behalten zu haben.
Ich gehe davon aus, dass der Lader bis zum Schluss gut 20 Ampere hineinpumpte. Auch beim Laden zeigten die Akkus mit den defekten Zellen die entsprechend geringere Spannung. Also, ein ordentlicher, permanneter Kurzschluss, der die Weiterfahrt ermöglichte.
Die Blechpakete waren also wohl nicht nur in einem kleinen Bereich miteinander verschweißt. Thegray möchte eine defekte Batterie auseinanderbauen, ich habe auch bereits mit dem Aufsägen begonnen und warte auf Frau Lenz, die mir dabei Mithilfe versprochen hat. Da sich das sehr kleine Explosionsloch in beiden Fällen , eine ist eine Batterie von Ralf, am Boden der Zellen befindet, bin ich noch nicht bis unten vorgedrungen, obwohl das Sägen durch den Kunststoff mit einer einfachen Holzsäge keine Schwierigkeiten bereitet.
Das Explosionsloch zeigt nur einen kleinen Trichter nach außen. Ich stelle mir das so vor, dass da längere Zeit auf engem Raum eine Plasmakugel brennt, das Gehäusematerial (Polyäthylen) aufschmilzt und schließlich durch einen Druckstoß den Rest der Wand nach außen schleudert.
Die Lauge tropfte also nur heraus und gab dann zeitweise Isolationsalarm, aber von einer Stärke, die noch nicht zum Abschalten führte. Bei den zwei anderen Batterien liegt der Kurzschlussbereich wohl mehr innen, sodass keine sichtbare Beschädigung eintrat.
Zwei Blöcke zeigen eine verminderte Kapazität. Nach schon 70 bzw 80% Emtladung beobachte ich einen Spannungseinbruch um 1 Volt. Da scheint also auch einEreignis stattgefunden haben, denn vorher lagen wohl alle Batterien in der Nähe von 100 Ah. Bei meinen Messungen während der Fahrt konnte ich beim Aufleuchten der Ladelampe nur wenige mVolt Spannungsabweichung an den drei Kästen feststellen. Zellenspannung /n natürlich.
Nach dem Ereignis war dann alle klar, zwei in der unteren , vorderen Kiste ein Akku hinten. Die drei oberen im Topzustand, deutlich über 100Ah.

von Bernd Schlueter - am 01.03.2013 08:09
Hallo Carsten
ja was soll ich dazu sagen,ich bin entsetzt! :spos:
Willst du wirklich aus der 50Ah Zelle 50Ah gezogen haben und das nach nur 5 Tagen Regenerierung? Ich glaube du hast dich in der Zelle vergriffen ,eine Gute statt einer Toten genommen als du den Test gestartet hast :joke:
Am besten du wiederholst den Test nochmal,indem du vorher normal auflädst und die Kapazität misst als Referenz und dann,nach erneuten Aufladen, Regenerieren und nochmal die Kapazität messen als Beweis.Was für eine Shunt hast du denn benutzt und wieso ändert sich der Widerstandswert des Shuntes in Spalte 2 ? Wie sah deine Entladeanordnung eigentlich aus?

Wenn ich mir deine Entladedaten so ansehe,spiegelt das einen Post weiter oben von mir gesagte sich wieder.Die Zelle hat die Mehrheit ihrer Kapazität unterhalt ihrer Nennspannung abgegeben.

Ich werde versuchen mir auch tote Sinterplattenzellen zu besorgen um das für mich selber nochmal nach zu vollziehen...

grübelnde Grüße
Leon M.

von Leon M. - am 01.03.2013 13:58

Status: 2. Test mit 7 Zellen

Hallo,

Leon, ich habe in der Tabelle vermerkt, daß man den Wert nicht ernst nehmen soll.

Ich nehme an, in den Formeln zum Entladen steckt ein Denkfehler.

Der zweite Zyklus mit 7 Zellen in Serie ist heute gestartet.
Gleiches Dokument, zweite Tabelle.
Ich starte mit 1A zum Vorladen. Eine Zelle schein jedoch tot zu sein.
Da muss ich nochmal ran.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 03.03.2013 18:32

Re: Status: 2. Test mit nur noch 6 Zellen

Hallo,

kurzes Update:

Zelle 4 wurde aus dem Verbund genommen -siehe Kommentar im Dokument.
Die 31Ah Schwelle ist erreicht. Jetzt wird es Spannend, wann die Zellen -vor allem Zelle 1; ihren 1,6V Schwellwert erreichen.

Gruss

Carsten
G-Docs: [docs.google.com]

von inoculator - am 04.03.2013 20:29

Russische NICD Zellen

Hallo,
inzwischen möchte ich euch meine neuste Erungenschaft zeigen ;-) Es handelt sich um sowjetische NiCd Zellen NKP20 mit Separator aus einer Art Leinenstoff.Ich vermute das sie 20Ah haben sollen.Die Grünen scheinen vom März 84 oder vom 6.10.80 zu sein,auf den Grauen steht was von 71? drauf.

Auf dem 4. Bild erkennt man die Ah welche sie am Anfang erreicht hatten.Begonnen und nach 3 Zyklen gemessen wurden 1Ah, 1,5Ah, 4Ah und nochmal 4Ah.Dann wurde mit der Regenerierung begonnen.Nach 7 Tagen mit 200mA Ladestrom wurden 4Ah, 7Ah, 8,5Ah und 8,5Ah erreicht.Nach weiteren 2 Wochen ,also insgesamt 3 Wochen (2 Wochen mit 200mA,eine Woche mit 300mA) dann 13Ah,11Ah, 10Ah und nochmal 10Ah.Bild 2 zeigt die schwächste Zelle beim erreichen der 10Ah bei 1,00V Zellenspannung.

[attachment 76 Panorama2.jpg]

Das Experiment wird fortgesetzt.
viele Grüße
Leon M.

von Leon M. - am 09.03.2013 16:07

Re: Status: 2. Test mit nur noch 6 Zellen

Hallo,

gestern abend bin ich bei 101Ah angekommen, die ich in die Zellen gepumpt habe.
Bemerkenswert dabei das völlig unterschiedliche Verhalten der Zellen.

Während Zelle 2 und 3 ihren Zenit klar domkumentierbar überschritten hatten -also die reguläre Ladeschlusspannung; zeigt eine Zelle (7) eine stabile Endlage und die Zellen 1, 5 und 6 eine langsame Annäherung an die Ladeschlusspannung.

Sorgen macht mir die Zelle 2, welche auf einen für mich als typisch anzusehenden Wert gesunken ist, der in der Vergangenheit immer eine schwache Zelle anzeigte.

Momentan überlege ich, ob ich den Strom nochmal um 50% auf ~150mA zurücknehmen soll, oder den Versuch nun mit einer "kontrollierten" Endladung abbrechen und nochmal mit höherem Strom in eine Ladekapazitätsmessung gehen soll.

Gruss

Carsten

[docs.google.com]

von inoculator - am 12.03.2013 08:25

Re: Status: 2. Test mit nur noch 6 Zellen

Ich würde weiter Laden. ( Warum nicht mit kleinen Strom!)

Wenn du dann einen Test mit Tendenz hast, weiß du definitiv das du das mögliche "regeneriert" hast ohne das nochmal Tage lang zu machen um ein erstes abschliesendes Ergebnis zu haben.

Wenn es was gebracht hat - spricht ja nichts dagegen es nochmal.....

von thegray - am 12.03.2013 15:45

Re: Status: 2. Test mit nur noch 6 Zellen

Hallo,

so ab jetzt wird entladen.
um 15:38 heute habe ich die letzte Messung gemacht und nochmal Wasser nachgefüllt.
Einmal durchrütteln und nun läuft die Entladephase.

Über jede Zelle ist ein 0,47ohm Widerstand geschaltet und der Zeitwert wird gemittelt.
Zwar liegt der Entladestrom damit nur bei etwa 2,5A, je nach Spannungslage, aber es sollte ein Trend erkennbar sein.

Neues Tabellenblatt angefangen.

Gruss

Carsten
[docs.google.com]

von inoculator - am 16.03.2013 15:06

Update: Regenerierung von Nickel Cadmium Zellen

Hallo zusammen,

ein kurzer Fahrbericht.
Gestern habe ich die 6 Zellen in den Fahrverbund eingereiht und dagegen die ersten 6 schwächeren Zellen herausgenommen.

Auf Anhieb haben alle 6 Zellen volle 38km inkl. Standzeit von 8 Stunden durchgehalten.
Das ist zwar keine technisch verwertbare Aussage, jedoch hat die o.b. Regeneration bei den Zellen auf jedenfall etwas gebracht.

Nun wandern die nächsten 6 in die Regeneration und dann wird reihum getauscht.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 10.05.2013 14:41

Re: Update: Regenerierung von Nickel Cadmium Zellen

Hallo Carsten,
na wenigstens einer der mir glaubt ;-)
Zwischen dem 18. März und dem 10. Mai sind einige Tage ins Land gegangen und du hattest leider nichts mehr dokumentiert.Wie bist in der Zeit mit den Akkus umgegangen,was hast nun genau gemacht?

viele Grüße
Leon M.

von Leon M. - am 12.05.2013 06:44

Re: Update: Regenerierung von Nickel Cadmium Zellen

Hallo Leon,

ich habe nicht dokumentiert, weil ich nichts gemacht habe.
Die Zellen standen indes im kühlen Keller mit einer Widerstandsbrücke.

Es wurde keine Initialladung gemacht, sondern direkt mit ~60A aufgeladen und dann über eine 38km Strecke mit Zwischenladen (~10Ah) angefahren.
Danach standen die Zellen im Verbund mit den anderen eine Nacht in der "Leichtentladung" -Standlicht; und wurden am Tag drauf über ~2h mit 30A wieder angesetzt.

Die ausgebauten Zellen stehen aktuell im kühlen Keller mit Widerstandsbrücke.
Ich werde wohl heute Abend anfangen, die Vorladung mit 5A zu starten und ab Morgen dann wieder mit 0,5A für die nächsten 14 Tage oder länger stehen lassen.

Dabei werde ich natürlich wieder Log schreiben.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 13.05.2013 12:51
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