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elweb Batterie
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vor 11 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 2 Monaten
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Sven Salbach, Jürgen Mayer, Bernhard Leopold, Jürgen G., bastelwastel24, Bernd Schlueter, cephalotus, Harald Schwieger, inoculator, Konrad S., A-B, Berlingo-98

City EL: LowCost-Lösung für Akkus?

Startbeitrag von Jürgen Mayer am 03.04.2007 06:41

hallo,

mal angenommen man benötigt das City EL nur für Kurzstrecken unter ca. 10 km (hin + zurück). Das Fahrzeug wird nur zwischen April und Oktober gefahren.

Beim Akkukauf sollte auf möglichst geringe Investition geschaut werden.

Welche Akkuausstattung wäre das empfehlenswert?

Gruss
Jürgen

Antworten:

...da könnte ich die drei Akkus in meiner Garage empfehlen. Sind noch für kurze Strecken gut. Typ: Effekta 120S. Investition: 0¤. Standort: Großraum Karlsruhe. ...

von Konrad S. - am 03.04.2007 10:38
Hallo Jürgen,
Berge dabei? oder nur ebene Strecken? Was ich wissen möchte ist die Belastung.

Für solche geringen Strecken dürften Blei Akkus die richtige Wahl seien. Ich würde 80 Ah Typen nehmen, also kleiner als die üblichen 100 oder 110 Ah.
Bleisäure Akkus, also sogenannte billige Akkus vom Baumarkt könnten ausreichen - wenn Du damit umgehen kannst. Es erfordert etwas Einfühlungsvermögen, dann sollten die Akkus bei Dir rund 10 bis 15.000 km halten können. Wenn Du als erstes allerdings gleich mal den Reichweitentest machst, sind die Akkus schon beim ersten Zyklus geschädigt, und wahrscheinlich nachhaltig. Ist ähnlich wie bei Muskeln, wenn sie mal überdehnt sind, bekommt man sie schlecht wieder hin.
Der Akkusatz dürfte nicht mehr als 300 Euro kosten. Du müßtest von Zeit zu Zeit den Säurestand kontrollieren. Und für die Winterpause natürlich voll aufladen und dann abklemmen.

Besser und wartungsärmer dürften Blei-Gel sein. Bei CTM in Berlin bestellt, sollten sie nur wenig teurer als die billigen Baumarktbatterien sein Keine Probleme mehr mit Säurestand kontrollieren und so. Ansonsten ähnliche Behandlung: Immer schön aufladen und voll geladen halten, aber GEL nie überladen. Für die Winterpause voll aufladen und dann abklemmen. Auch hier dürften für Deine Einsatz 80 Ah voll ausreichen, evtl. sogar gelegentlich mal für mehr km pro Tag oder für zwei Tagesetappen mit einer Aufladung.

Blei Vlies empfehle ich nicht mehr. Auf eine ausführliche Begründung möchte ich hier verzichten.

In jedem Fall muss natürlich das Ladegerät an den Akkutyp angepasst sein oder noch werden.
Und ein Garant für langes Akkuleben bzw. viele Zyklen ist die Stressvermeidung: Akkus möglichst wenig durch hohe Ströme quälen. Deshalb anfangs meine Frage nach Bergstrecken. Also schön moderat fahren, keine Schnellstarts und so.

von Berlingo-98 - am 03.04.2007 10:54
Hast du von 10 km insgesamte Fahrstrecke gesprochen?

Dann würde ich nichts anderes nehmen als ausgemusterte Akkus, die aufgrund zu geringer Reichweite ausgeschieden wurden. Der Strombedarf ist zwar etwas höher, aber die Gesamtwirtschaftlichkeit und auch die Umweltbilanz immer noch besser.


von Bernhard Leopold - am 03.04.2007 14:47
hallo,

"Dann würde ich nichts anderes nehmen als ausgemusterte Akkus, die aufgrund zu geringer Reichweite ausgeschieden wurden. Der Strombedarf ist zwar etwas höher, aber die Gesamtwirtschaftlichkeit und auch die Umweltbilanz immer noch besser."

interessanter Ansatz. Gibt es dafür auch einen "Markt" - anders gefragt - gibt es "Hard-Core-EL-Fahrer" die solche halb ausgelutschten Akkus auf diese Art gerne "entsorgen" würden?

Gruss
Jürgen


von Jürgen Mayer - am 03.04.2007 17:37
also ich hätte Da geraDe 4 Stück ab zu geben
Reichweite bei meinem F4 noch ca. 27km

von Sven Salbach - am 03.04.2007 18:26
Nimm Autobatterien - sind billig und halten das bei der kurzen Distanz sicher ne Weile aus.
Allerdings sollten es schon min. 63Ah sein.
Mit den 36ern gehts sicher auch, doch ob die lange genug halten?
Ausprobieren + dann hier wieder posten!


...



von Jürgen G. - am 03.04.2007 19:30
hallo,

>Nimm Autobatterien - sind billig und halten das bei der kurzen Distanz sicher ne Weile aus.

die Idee hat was ;-)

da ich - leider - noch kein City EL besitze [was sich demnächst sicherlich ändern wird] kann ich diesen "Feldtest" leider noch nicht durchführen.

Ein kurzer Streifzug durchs Netz hat genügend Lieferanten für "Starterbatterien" gebracht. Die bieten da sogar 24 Monate Garantie ;-)

Wäre sicherlich interessant mal diese Garantiezusage zu Testen.

Ich gehe davon aus das auch bei mässiger Nutzung die Starterbatterien keine 24 Monate durchhalten.

Die Frage ist dann ob die ausgelutschen Akkus dann als Garantiefall durchgehen ...

Gruss
Jürgen




von Jürgen Mayer - am 03.04.2007 19:39
Autobatterien halten keine 6 Monate - Garantie gibt es keine.

P.S.: So billig sind die größeren Starterakkus auch wieder nicht. Meine Effekta 120s haben incl. Transport 400 EUR gekostet und besser als Starterakkus sind die allemal.

von Bernhard Leopold - am 04.04.2007 09:21
Moin,
gebrauchte Akkus gibts doch zu Hauf. Die Leute, die 40km Reichweite brauchen.
Ich hatte letztes Jahr mit den Schrottakkus 25km Reichweite. Und sie waren gratis.
Gruß André

von A-B - am 04.04.2007 10:14

NIMM Blei Vlies

Also wie hier schon erwähnt wurde.
Blei Vlies Akkus von SSB oder Effekta sind nur unwesentlich tuerer als Autobatterien halten aber erheblich!!! länger und Du hast erheblich!!! weniger Wartungsaufwand.

von Sven Salbach - am 04.04.2007 12:07
Hallo,

von den Autobatterien möchte ich hier aber mal strikt abraten.

Die Dinger gasen Wasserstoff und Schwefel beim Laden und vor allem beim ENTLADEN / FAHREN.

Wenn ich den EL richtig beurteile ist das eine geschlossene Kabine (außer FUN).
Kommt bestimmt nicht lustig sich ständig diesem chemischen Gemisch auszusetzen.

Oder sehe ich das jetzt ganz falsch?

gruss

Carsten

von inoculator - am 04.04.2007 22:26
? Und andere offene Bleiakkus gasen nicht?
Bis jetzt weiss ich von keinem explodiertem EL...
Nein, Nein. Ausserdem hast Du ja eine Motorraumabdeckung und während der Fahrt wird entstehendes Gas -bei dem zugigem EL- eh gleich ausgelüftet.
Beim entladen entwickelt sich kaum Gas, es sei denn eine Zelle ist am Ende und wird von den anderen Zellen umgepolt.

...

von Jürgen G. - am 04.04.2007 23:57
Hallo RR,
Warum "Blei Vlies empfehle ich nicht mehr. Auf eine ausführliche Begründung möchte ich hier verzichten."

Die Begründung würde mich aber sehr interessieren.


Ich fahre nun ca. 7000 km mit der SSB-Flies-Batterie und so langsam schwächelt sie im Winter. Hält eine Blei-Gel länger ? Da muß ich wohl mal wieder in die Batteriedatenbank schauen.

Grüße aus dem Allgäu Harald Schwieger

P.S. An Ostern soll Cabrio-Wetter sein. Endlich mal wieder runter mit dem Verdeck vom EL.

von Harald Schwieger - am 06.04.2007 19:27
Hallo Harald,

Blei-Vlies fangen an zu schichten. Das tritt je nach Entladetiefe
und nach Höhe der Strombelastung früher oder später auf.
Die Akkus müßten "Umgebettet" werden - sprich liegend
und hochkant ge- bzw. entladen werden.
Leichtes !! Gasen hilft beim regenerieren.

Die Vorteile liegen in der höheren Spannungssteifigkeit
und eines besseren Niedertemperaturverhalten gegenüber
Blei-Gel.

Ich selbst habe Hawker energys 27 Ah aus dem Reich der Toten
durch Hochstromladung und langsamer Entladung auf 1,75 V/Z
mit wenden derselben bei jedem Ladevorgang wiederbelebt.

Meine Gel Solarakkus haben jetzt 13.000 Km drauf und werden
richtig gequält. Bis 220A Anfahrstrom und 100A Dauerlast
bei V-max ( >80 Km/h ). Laden mit 44A und regelmäßiges symetrieren.
Die Akkus sollen auf mindestens 25° C gehalten werden.
( 90Ah C100 / 76Ah C5)
Unter Vollgas brechen sie nach 55AH zusammen.( ca. 35-40 Km)
Auf "Schleichfahrt" mit 50Km/h geht wesentlich mehr.
Tiefentladungen vermeide ich aber tunlichst.
Meistens werden sie nach 20 Km nachgeladen.

Gruß

von bastelwastel24 - am 07.04.2007 05:14
es darf natürlich nicht verschwiegen werden, das Du richtig gute (teure!) Gel Akkus fährst, die hochstrmfest sind.
Die bewegen sich aber in Preisregionen von mehr als dem doppelten von Vlies Akkus!!
Halten aber nur mit Glück auh doppelt so lange!
Wohingegen mit den Vlies 15.000 eigentlich immer machbar sein olten solange die Tägliche Strecek am Stück nicht länger als 20-30km ist.


von Sven Salbach - am 07.04.2007 09:57
Bei den Baumarkt-Akkus kann man auch zwei Reihen parallel schalten. Kommt billiger, kaum mehr Gewicht und Größe, wenn eine Ausfällt, weniger, als halb so wild. Aber die Budget von Praktiker sind bei weitem nicht so gut, wie die früheren "BIG"-Batterien. Natürlich immer nur 36 Ah. Ich kann nur von Vergleichstestung reden, da ich kein Elektroauto besitze.
Bernd

von Bernd Schlueter - am 24.04.2007 17:34
wie schon gesagt kosten Blei vlies nur UNWESENTLICH mehr!! daher ist es unsinnig offene Starterbatterien zu verwenden.
50Ah Vlies leigen auch so bei 60-70¤
100Ah so bei 120¤

von Sven Salbach - am 24.04.2007 18:12
wenn Du risiko- und bastelfreudig bist...

Auf ebay verkauft jemand derzeit viele gebrauchte 20er Blocks NiCd Monozellen von Sanyo (5Ah das Stück) für unter ~15¤ herum.

Wenn man von den Einzelzellen nun z.B. 6 Stück parallel und davon z.B. 32 in Serie verlötet (192 Zellen für einen 38,4V 30Ah Akku), dann würde dieser Akku nur grob 150¤ kosten und ca. 35kg wiegen.

Wenn es sich bei den Zellen um die KR-5000DEL handeln sollte (nachfragen?), dann würden diese eine Entladung von 4C (120A) ganz gut verkraften...

Datenblatt: [akkukonfigurator.de]

Man sollte natürlich die hohen Ströme beim Verlöten der Zellen bedenken und die Verbinder entsprechend dimensionieren, außerdem wäre vermutlich eine aktive Kühlung der Zellen (PC-Ventilator) garnicht verkehrt.

mfg

von cephalotus - am 24.04.2007 19:21
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