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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Robert36a, R.M, Bernd Schlueter

Schaltnetzteil als DC/DC Wandler

Startbeitrag von Robert36a am 05.04.2007 16:36

Hallo,
Ich habe mir jetzt einige Angebote für einen DC/DC Wandler eingeholt. Wie sich herausstellte, sind die Preise ziemlich unterschiedlich. Eine Firma bot mir ein Schaltnetzteil an, bei dem man auch (nach Datenblatt) mit Gleichspannung (DC) hineingehen darf. Angeblich, meinte der Verkäufer, ist das bei praktisch allen Schaltnetzteilen so, da ohnehin gleichgerichtet werden muß.

Für meinen Spannungsbereich (120V) wäre dies mit Abstand die günstigste Lösung (siehe z.b ebay switching power supply). Weiß vielleicht jemand von euch, ob dies generell bei allen Schaltnetzteilen geht (Input DC) oder nur dort, wo es dezitiert draufsteht?

Oder hat jemand mit diesem Teil als DC/DC Wandler schlechte Erfahrungen?

Danke im voraus für eure Hilfe
Robert

Antworten:

Hallo

Man kann leider nicht davon ausgehen daß es immer funktioniert, im Zweifelsfall muß man das ausprobieren oder beim Hersteller nachfragen, bei mir hat es bis jetzt bis auf ein PC Netzeil immer funktioniert, der Wirkungsgrad ist bei den PC-Netzteilen aber meistens schlecht (< 80% bei Vollast)

Gruß

Roman

von R.M - am 06.04.2007 10:07
Hallo Roman,
danke für den Hinweis. Ich hab jetzt die Datenblätter verglichen. Du hast vollkommen Recht, ein echter DC/DC Wandler liegt um etwa 10% höher im Wirkungsgrad (über 90%). Allerdings wenn 900Euro etwa 200 gegenüberstehen, muss man schon überlegen was 30-40 Watt Verluste kosten dürfen.
Ich könnte den Wandler ja im Fahrgastraum montieren und so ein wenig Benzin bei der Standheizung sparen.;)

von Robert36a - am 07.04.2007 15:40
Hallo Robert

Was hast du für ein Fahrzeug und vor allem welche Standheizung, ich bin nämlich gerade am überlegen was ich einbauen soll, bis jetzt ist mein Favorit Webasto Thermo Top 2000

Gruß

Roman

von R.M - am 11.04.2007 20:36
Hallo Roman,

Ich habe einen umgebauten Ford Fiesta mit Brusa AMC200 und 12 kW Thien Drehstromasynchronmotor. Ich habe eine Eberspächerstandheizung (Benzin) eingebaut. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das Auto erst seit 8 Monaten habe und die Standheizung noch nicht aufgedreht hatte. Daher kann ich leider keine Erfahrungswerte abliefern. Bis jetzt bin ich nur mit Werkstattkennzeichen gefahren, da ich mit der offiziellen Anmeldung warten wollte, bis es wärmer wird (wird wohl jetzt bald sein).

Noch kurz zum Schaltnetzteil: Nach dem praktischen Versuch kann ich folgendes sagen: Funktioniert leider nicht so wie ich wollte. Ich habe das Ding mit einem Stelltrafo getestet (0 bis 230V regelbar AC und DC Ausgang), dabei stellte sich heraus, dass das Schaltnetzteil bei 120 Volt AC tadellos funktioniert, bei 120 Volt DC zwar auch funktioniert (da messe ich dann AC-seitig etwas unter 90 Volt) , aber nur mehr etwa 9 Volt am Ausgang zu messen sind. Bei 170 Volt DC (da messe ich jetzt 120 Volt AC-seitig) funktioniert das ganze dann. Aber leider habe ich nur 120 Volt am Fahrzeug.
Offensichtlich hat mir da die Wechselspannung ihre Tücken offenbart, mann muss da wohl die Wurzel 2 berücksichtigen (Effektivwert).

Schöne Grüße aus Wien
Robert

von Robert36a - am 16.04.2007 16:21
Hallo Robert

Erst mal danke für die Infos, da ich für das EL- nur sehr wenig Heizleistung brauche werde ich wohl die kleinste (thermisch und mechanisch) erhältliche Heizung nehmen, wahrscheinlich Diesel.
Bei den meisten meiner Schaltnetzteile (uralter Restposten) funktioniert das ganze ab 170V DC, hab mir aber auch nie Gedanken gemacht da ich ca. 200V durch die Solaranlage zur Verfügung habe. Bleibt wohl nur der teure Weg oder Zusatzbatterie.

Gruß

Roman

von R.M - am 16.04.2007 19:38
Die neueren Schaltnetzteile müssen alle eine PFC eingebaut haben. Die sind deutlich komplizierter aufgebaut. Möglicherweise, da diese ja dem sinusförmigen Spannungsverlauf auch phasengleich mit dem Strom folgen müssen, könnten die auch mit niedriger Spannung zurecht kommen. Das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert. Auf jeden Fall läuft das PFC-Teil bei dem Gerät, das ich auseinandergenommen habe, als Aufwärtswandler. Da gibt es allerdings sehr grundverschiedene Modelle. Die, bei denen die Phasdenkorrektur mit einer 50 Hz-Drossel erfolgt, sind jedenfalls unbrauchbar.
Interessant ist, dass die Modelle mit der aufwendigen PFC-Korrektur keinesfalls teurer als die Ladenhüter verkauft werden.
Ich spreche übrigens von Computernetzteilen. Bei den Elektroautoteilen dürfte es noch etwas dauern, bis sich überall die neuere Technik durchgesetzt hat. Die Norm sagt nur etwas über die Funktion bei 90 Volt Mindestspannung aus.

von Bernd Schlueter - am 24.04.2007 17:22
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