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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Jens Schacherl, Mühlen-Kiste, SteWi, Manuel., Sven Salbach

EVT: Batteriebilanz nach 5.000km

Startbeitrag von Jens Schacherl am 13.06.2007 20:19

Hallo,

mein himmelblauer EVT168 hat vorgestern die 5.000er-Marke überschritten - Zeit für einen Statusbericht.

Der Akkusatz besteht aus 2x "Long" und 2x "Multitool" je 50Ah Blei-Flies, sowie 3 Powercheqs mit ausgleichender Wirkung ;-).
Mit dieser Konfiguration hatte ich bis letzten Herbst noch eine Reichweite von 35-40km ohne allzu sparsame Fahrweise.
Leider habe ich auf meiner ersten Fahrt in diesem Frühling die Reichweite nach dem Winterschlaf überschätzt und mußte die letzten 2km bis zur rettenden Steckdose schieben, dabei wurde mindestens eine Zelle durch Tiefentladung beschädigt.
Momentan komme ich bei etwas zurückhaltenderer Fahrweise noch meine 30km zur Arbeit, allerdings mit gelber/roter LED und nervigem Gepiepse auf den letzten 3-4km.

Meinen Piktronik-Lader habe ich auf folgendes Ladeverfahren programmiert:
Phase 1: 9A bis 57V (14,25V/Block)
Phase 2a: 6A bis 58,2V (14,55V/Block)
Phase 2b: konstant 58,2V, bis Strom auf 2A gefallen ist
Phase 3: konstant 2A für 30 Minuten
Phase 4: 55,4V (13,85V/Block) und max. 1,5A (Erhaltungsladung)
Sonstige Werte:
Temperaturkompensation 105,1mV/°C in Phase 1-3, 72mV/°C in Phase 4.
Kompensation Spannungsabfall auf Zuleitung: 0,16V (gemessen bei 9A).
Bisher wurden bei 196 Ladevorgängen insgesamt 3215Ah geladen.

Phase 2a dient dazu, zum Ladeende hin eine evtl. Gasung einzelner Zellen bei maximalem Ladestrom zu verhindern und den Powercheqs eine bessere Chance zum Ausgleich zu geben.
Phase 3 ist nicht meine Idee sondern war schon so programmiert, die Akkus gasen dabei NICHT obwohl die Spannung bis über 16V/Block ansteigen kann.
Eine solche Phase wird u.a. auch für Hawker-Akkus vom Hersteller empfohlen.

Wie es ja auch im EVT-Handbuch empfohlen wird, habe ich gestern abend nach der Fahrt nicht gleich wieder geladen, sondern die Akkus noch ca. 7h mit eingeschaltetem Fernlicht entladen bis 12,2V/Block (das Handbuch empfiehlt eigentlich bis zur gelben LED zu entladen, aber solange konnte/wollte ich nicht warten :rolleyes: ).
Daraufhin hatte ich heute morgen eine deutlich verbesserte Reichweite und Spannungssteifigkeit der Akkus!

Ich werde daher versuchen, die Akkus noch durch Entladung auf 11V/Block mit C20 (2,5A) soweit zu regenerieren, dass ich sie zumindest dieses Jahr noch fahren kann.
Es wundert mich sowieso, wie weit ich mit meinem Gemischtakkusatz schon gekommen bin, aber das habe ich meiner Meinung nach besonders den Powercheqs zu verdanken.

Gruß Jens

PS: Mein Scootelec steht inzwischen knapp vor 30.000km, ein Bericht darüber ist allerdings wesentlich langweiliger und kürzer: keine Probleme oder Reparaturen, immer noch volle Reichweite. Das wars :spos:.

Antworten:

Re: EVT - Status bei 12.700km

Hallo,

inzwischen steht mein EVT168 bei 12.700km, also Zeit für eine kleine Aktualisierung.

Nachdem ich bei 5.500km meinen selbst kaputtgefahrenen :mad: ersten Akkusatz tauschen mußte, habe ich 4 neue B&B 50Ah-Bleiakkus verbaut und natürlich auch die Powercheqs wieder angeschlossen.
Die Ladekennlinie ist immer noch dieselbe wie in meinem 1. Beitrag beschrieben, und auch die Entladetiefe pro Zyklus liegt meistens bei ca. 46% (22-24Ah, 30km Ebene).

Die B&B-Akkus sind nach mittlerweile 7.200km noch wie neu und zeigen keinerlei Alterserscheinungen!

Ich lade weder mit hohen Strömen (max. 9A), noch hätschele ich die Akkus beim Beschleunigen. Zwar gebe ich selten Vollstrom aus dem Stand, aber Ströme von 1,5-2C kommen sicher öfters mal vor.

Deshalb verstehe ich immer weniger, warum es so vielen Leuten gelingt, ihre Bleiakkus in Rollern und city-els innerhalb deutlich weniger Kilometer kaputt zu fahren.
Habe ich einfach nur Glück, oder liegt es vielleicht doch an einem "richtigen" Ladeverfahren für die AGM-Akkus?

Entscheidend sind meiner Meinung nach:

1) Balancer!!!
, z.B. Powercheq oder Powercharge Battery Optimizer
2) temperaturkompensierte Ladekurve
3) die Ladephasen 3 und evtl. auch 2a

und auch der Verzicht auf "Mal sehen wie weit ich fahren kann bis die Kiste stehen bleibt" - Reichweitentests.


Auch ansonsten hat sich der EVT bewährt, an Reparaturen gab es bisher nur neue Bremsbeläge hinten und eine neue Tachowelle.

Gruß Jens

PS: Wer schenkt mir ein gebrauchtes city-el ohne Akkus und Lader? ;)
Dann versuche ich zu beweisen, dass auch in einem el Bleiakkus länger als 3.000km überleben können :rp: !

von Jens Schacherl - am 18.08.2009 20:53

Re: EVT - Status bei 12.700km

hast Du einen F4 oder Thrige?

von Sven Salbach - am 19.08.2009 06:40

Re: EVT - Status bei 12.700km

Weder noch? Er hat nen EVT.

von Manuel. - am 19.08.2009 08:32
Da bin ich schon neidisch auf die bislang erreichte Lebensdauer der Akkus. Bei meinem ersten Kung-Long - Akkusatz waren die ersten beiden Akkus schon nach 1900km trotz BatterieOptimizer hinüber. An deren Wirksamkeit zweifel ich mittlerweile.
Wo erhält man denn in Deutschland die B&B - Akkus?

von SteWi - am 19.08.2009 17:32
Hallo Stewi,

meine B&B EB50-12 habe ich über den Münchner EVT-Händler bei EVT mitbestellt.
Damals war EVT noch in Konstanz und soweit ich weiß auch deutscher Generalimporteur für B&B, aber ich weiß nicht ob die neue EVT-Firma das mit übernommen hat.
Am besten einfach mal anfragen!

Ich denke die Kombination aus Balancern und richtiger Ladekurve ist wichtig.
Wenn die Akkus generell über- oder unterladen werden z.B. wegen fehlender Temperaturanpassung der Ladekurve, dann können die Balancer auch nicht mehr viel retten.

Gruß Jens

von Jens Schacherl - am 20.08.2009 22:37

Re: EVT - Status bei 12.700km




































































































































































































Hallo

Bei meinem 168er sind die Akkus auch schon 7800km drin und haben noch gut 50km Reichweite.
Nach 35km geht bei Vollernergie noch nicht die dritte Lampe an.
Lade auch mit dem 9AH Lader. Lasse Ihn aber auch nicht in der Kälte stehen. Jedenfalls nicht unter 10 C°, nicht unter 4.2bar RD, das reduziert den Fahrstrom nochmal deutlich. Allerdings sollen bei 10000km die Kohlen gewechselt werden? Liege ich da richtig?

Michael




















von Mühlen-Kiste - am 20.09.2009 00:04

Re: EVT - Status bei 14.000km

Zitat
Mühlen-Kiste
Hallo

Bei meinem 168er sind die Akkus auch schon 7800km drin und haben noch gut 50km Reichweite.
Nach 35km geht bei Vollernergie noch nicht die dritte Lampe an.
Lade auch mit dem 9AH Lader. Lasse Ihn aber auch nicht in der Kälte stehen. Jedenfalls nicht unter 10 C°, nicht unter 4.2bar RD, das reduziert den Fahrstrom nochmal deutlich. Allerdings sollen bei 10000km die Kohlen gewechselt werden? Liege ich da richtig?

Michael

Hallo Michael,

4,2 bar Reifendruck :eek:? Auf meinen steht was von 3 bar max. und mehr fülle ich auch selten ein, sonst spürt man ja jedes Staubkorn auf der Straße.

Kann sein dass bei den Motoren der 1. Generation die Kohlen noch weicher waren, da fielen ja auch gelegentlich die Magnete ab wegen mangelhafter Verklebung.
Meiner EVT ist von 2006, und auch bei seit heute morgen 14.000km merke ich noch nichts von abgenutzten Kohlen, weder beim Fahren und auch nicht wenn ich den Motor im Stand drehe.

Die Zerlegungsanleitung für den Motor kennst Du?
[www.7gen.com]
Ich hab mich bis jetzt dazu noch nicht motivieren können :rolleyes:.

Gruß Jens

von Jens Schacherl - am 23.09.2009 11:32
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