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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
18
Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 9 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, EL-HP, Halreuther, Bernhard Stroop, Elektroklaus, Uuoudan, Karl-Heinz Jurkiewicz, R.M, inoculator

Saft 100Ah Ladeschlußspannung??

Startbeitrag von EL-HP am 08.03.2008 16:56

Hallo NiCad Gemeinde.

habe heute viel im Forum gelesen, aber ein endgültige, richtige??, Antwort auf meine Frage habe ich nicht gefunden.

Wie hoch ist denn nun die Ladeschlußspannung der 100Ah Blöcke, und nebenbei wieviel Strom pumpt ihr dabei rein.



Antworten:

Es gibt keine "richtige" Antwort.

Es gibt zwar falsche Antworten, aber keine Endgültige richtige.

Es gibt Lader, die Pumpen bis zu 1,65V in die Zelle, andere machen bei 1,475 Schluss.
Es kommt auf den Zweck der Ladung an.
Eine "Normale" Ladung liegt wohl ehr bei 1,475 bis 1,5V
Eine "Schnelladung" -und ich rede jetzt von 1/2C oder höher; kann bis 1,65V gehen, wenn das Ladegerät dann sicher abschaltet -µPC erforderlich.

Alles in diesem Bereich ist nicht Falsch. Ob es richtig ist, kommt auf den Augenblick an.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 08.03.2008 17:20
Hallo Carsten

aber Ladeströme in der Größe 1/2C sind ja mächtig.
Vertragen das dann die Zellen??
Was sagt denn Saft, gibt es bei NiCad keinen vorgeschriebenen Maxstrom wie bei den Bleiern?

von EL-HP - am 08.03.2008 17:49
Hallo EL-HP,

die folgende Tabelle habe ich nach Angaben und Anleitung von Saft erstellt.
[www.elmo-freunde-gt.de]

von Bernhard Stroop - am 08.03.2008 18:32
Hallo

Hab dir gerade die Manuals für die Safts per E-Mail geschickt.

Viel Spaß

Roman

von R.M - am 08.03.2008 19:57
N Abend Leute
Danke für die Infos, Roman und Bernhard alles ist angekommen.

Nun weiss ich ja mal wo die Ladung hingeht. Da kann man ja laut Datenblatt ordentlich ""Schnellladen".
Da werde ich mal sehen, was ich mir da zusammenbaue.
Schönes Wochenende


von EL-HP - am 08.03.2008 21:21
Moin,

auch mal Senf von mir...

Ich fahre 8 Safter in Reihe - 48V

Ich lade, wenn ich es nicht eilig habe mit 59V und 50A. Das bei ca. 80% aller Ladungen.
Wenns fix voll sein soll lade ich mit 61 V und 50A. Also die restlichen 20% - wenn ich tagsüber nicht mit einer Ladung auskomme.

Die Tabelle von Bernhard finde ich nen bisschen hoch gegriffen. Auch wenn Saft es
so angibt finde ich persönlich die Wahreschinlichkeit sehr hoch, das bei Spannungen
größer 63-64V eine Zelle deutlich überladen wird, und damit Schaden nimmt.
Bzw. letztlich die Zyklenzahl des Blocks drunter leidet.
Oder dichte ich mir das selbst Stuss zusammen ?

Grüsse - Thomas

von Halreuther - am 08.03.2008 21:36
Hallo Thomas,
solange genug Wasser drin ist und die Zellen nicht heiß werden ist das ganze kein Problem.
Ich lade mit einem Ladegerät, das bis 62,5 Volt lädt, bei steigender Spannung sinkt automatisch der Strom und dadurch hab ich bisher keine Schwierigkeiten Ich bin jedenfalls damit bis 30°C im grünen Bereich.
Ist ja auch "nur" nach der Anleitung von Saft. ;-)


von Bernhard Stroop - am 08.03.2008 23:00
Hallo,
auch ich lade meine 8 mal 6 Volt STM 5-100 MRE mit dem Ascom 1900 Watt Netzteil, bis 62 Volt, mehr kommen nicht heraus, es sei denn Gero baut um. Nur lässt bei dieser Spannung der Strom mächtig nach, denn es sind ja nur 1,9 Kw möglich. D.h. bei 62 Volt noch ca. 30 Ampere. Zu Ladebegin kommen noch die maximal möglichen 44 Ampere.
Im Winter schalte ich schon mal 6 Volt dazu, und regel das Ascom in der Spannung etwas zurück, damit ich so etwas länger mit 40 Ampere laden kann.
Ich habe dann nach 2,5-3 Stunden so um die 6,5-7 kWh am Netz verbraucht.

Gruß
Karl-Heinz



von Karl-Heinz Jurkiewicz - am 09.03.2008 10:00
Gegenüber dem Laden werden die Batterien bei Spannungen über 1,5 Volt ziemlich hochohmig. Dann wird der Strom eben ganz deutlich zurückgeschaltet, damit die 1,5 bis 1,65 Volt nicht überschritten werden.
Zwischen Entladezustand10% und Endladezustand 80%, man beachte das "d" gib ihm Saures!

von Bernd Schlueter - am 09.03.2008 19:35
Hey !

Gib Saures - seh ich ganz genauso.

Leider begrenzt meine mit 16A abgesicherte Garagensteckdose meine maximal mögliche Ladepower auf theoretische 3,6 kw.
Da ich mit 59V - 54A Maximalstrom lade bin ich schon verdammt nah dran.
Da hilft nix - für mehr Power müssen 3x230V drehstrom in die Garage - allerdings wird mir mein Vermieter was husten ! :sneg:
Würde ja schon gern mal mit 2C laden ;o))
Halbe Stunde voll - das wär doch mal was.

Kommt Zeit - kommt Elektrotanke ;o))

Aloha - Tomas

von Halreuther - am 09.03.2008 20:05
Hallo Thomas
Wo liegt der Unterschied in der Ladezeit wenn du mit 59V/50A oder 61V/50A lädst?
wotan

von Uuoudan - am 09.03.2008 22:36
Hallo
Meinem Gefühl nach sind die Saft-Manual-Spannungen zu hoch.
Ich verwende 1,55V bei 10 Grad und 10A
Die Temperaturkorrektur erfolgt nach Saft.
Dann lade ich mit 5A 2Stunden lang nach.
Die Blöcke erwärmen sich dabei um nur 3 Grad
Gruß von
Elektoklaus

von Elektroklaus - am 09.03.2008 23:13
Die Säfte werden überaus hochohmig am Ende. Die hohe Spannung von bis zu 1,66 Volt führt allerdings kaum zu mehr Ladungsaufnahme, auch 150 Volt reichen da, dann benötigt die Volladung nur entsprechend länger. Was ist schlimmer? 10 Minuten bei durchschnittlich 1,60 Volt oder 2 Stunden bei 1,50 Volt? Die Ladungsaufnahme dürfte in etwa die gleiche sein. ich fürchte, es geht hier doch alleine um das Dendritenwachstum, sprich Selbstentladung.

von Bernd Schlueter - am 10.03.2008 14:49
Zitat
Uuoudan
Hallo Thomas
Wo liegt der Unterschied in der Ladezeit wenn du mit 59V/50A oder 61V/50A lädst?
wotan


Gute Frage ;o))

Ich lade meist mit 61V wenn ich irgendwo zwischenlade und schnellstmöglich
weiter möchte. Also noch noch nie länger als ne Stunde - für so 30-40 km
reichts denn immer.
Von daher warte ich nie, bis der Lader auf 0A runtergefahren ist.
Zumal mein Lader nach 3h automatisch auf erhaltungsladen mit 59V
umschaltet.

Grobe Schätzung ist, dass meine Akkus nach 2h mit 61V zu 90-95% voll sind,
der letzte Rest dauert eh unverhältnismässig lange.
Mit 59V geht der Strom halt schon schneller runter, da die Zellen ja bei 50A
Ladestrom schon fix hochgehen. Von daher bringen die 2V mehr nochn paar
Minuten länger den hohen Strom in die Akkus.
Wenn ich das so alles richtig verstanden habe ;o))

Aloha - Thomas


von Halreuther - am 10.03.2008 15:41

Wichtige Frage zu Nicads

Dendritenwachstum mit dem befürchteten Zellekurzschluss, und vorher schon verstärkter Selbstentladung tritt zum Ende der Ladung ein. Einerseits soll der Akku schön voll werden, andererseits ist die Entladephase für die Akkus überaus schädlich.
Deshalb ist es überaus wichtig, zu wissen, was nun schädlicher ist, die Endladephase bei höchstzulässiger Spannung möglichst kurz zu gestalten, das macht meine Sagembox, oder aber, mit möglichst geringer Spannung und damit möglichst geringem Strom endlos nachzuladen.
Ich erinnere mich an die Aussage von saftigen Mitarbeitern, dass Solarzellen derv Tod jedes Nicads seien, der geringe Ladestrom würde sie ruinieren.
Gasung tritt bei meinen Akkus praktisch nicht auf, trotz der 1,66 Volt, auf die im Winter geladen wurde. Nun, bei gestiegenen Temperaturen, ist die Ladespannung auf unter 1,6 Volt begrenzt.

Ich möchte dabei noch einmal darauf hinweisen, dass in der Endladephase der dynamische Innenwiderstand der Akkus, der normalerweise nur einige Milliohm beträgt, auf einige Ohm angsteigt.
Sprich, es fließt nur ein geringer Strom, in möglichst kurzer Zeit.
Frage: machen die Sagems das richtig, die Endladephase möglichst kurz zu gestalten, oder sollten wir lieber die Warnungen der Saftmitarbeiter in den Wind schlagen und praktisch dauerendladen, mit möglichst geringem Strom, sprich, 1,45 Volt eine Nacht über auf den Batterien stehen zu lassen?
Nach dem Abklemmen des Ladegeräts geht die Spannung sehr schnell auf etwa 1,37 Volt zurück.

Ich halte es für wichtig, darüber einmal Klarheit zu erhalten.
Zur Zeit breche ich die Ladung meist mitten in der Endladephase ab (Zeitschaltuhr).

von Bernd Schlueter - am 11.03.2008 06:35

Re: Wichtige Frage zu Nicads

Moin zusammen

wenn ich das nun richtig verstanden habe, sind das ja dann 8 Volt/Block.
Dann bin ich ja nit meinen 7,5Volt noch ein wenig davon entfernt. Kann also eigentlich nicht falsch sein. Ich lasse das erst einmal so, und im Winter, wenn wir dann hier mal einen haben, gehe ich auf 1,6Volt hoch.


von EL-HP - am 11.03.2008 07:34
Da hat eben jeder sein eigenes Konzept. Saft füllt Litiumhydroxyd sicherlich nur in die Akkus, um die Gasung bis 1,55 Volt zu unterdrücken, bei tieferen Temperaturen noch deutlich höher.
ob man nun trotzdem unterhalb 1,5 Volt bleibt und trotzdem vollädt, ist eine Frage der Philosophie. Viele scheuen sich hier, höher zu gehen, selbst, wenn der Akku dabei nicht gast. Ja, ich wüsste genauso gerne, was denn nun sinnvoll ist. Im Moment gehe ich den Mittelweg und breche die Endladephase meist vorzeitig ab. trotzdem lasse ich den Akku auf die volle Endladespannung von 1,6 Volt bei den jetzigen Temperaturen einige Male ansteigen, um einerseits den Akku möglichst voll zu bekommen, und das möglichst schnell. Denn eines ist sicher, die Endladephase ist zwar notwendig, schgädigt aber auch den Akku.
Normalerweise würde ich der SAFTmethode mehr zuneigen, als bei 1,45 Volt Schluss zu machen.
Die Flugzeugakkus werden genauso gewartet: Bei hohem Strom erst einmal bis ca 1,6 Volt, dann mit auf 33% verringertem Strom bis 1,54 Volt. Die gasen dabei allerdings ordentlich und werden anschließend aufgefüllt (alles nur Wartungsladung).

von Bernd Schlueter - am 11.03.2008 10:16
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