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elweb Batterie
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29
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ethan Arnold, weiss, R.M, modulo, Andreas Friesecke, Bernd Schlueter, MorkVomOrk, SteWi, Max E., Manfred aus ObB

Polymerakku-Folienkontakte verbinden, wie?

Startbeitrag von Ethan Arnold am 04.05.2009 15:37

Hi,

endlich hab ich mal Zeit an meinem Corsa-Projekt weiterzuarbeiten (400V Drehstrom, 168x20Ah LiFePos) - hab heute angefangen die Einzelzellen zu Blöcken á 15Stk zusammenzusetzen.

Leider geht das geplante Verlöten der Folienanschlüsse (ca. 4cm breite "dicke Alufolie") nicht so gut wie gedacht. Es geht zwar, aber zu langsam.

Als nächstes probier ich Loch durch und mit kleiner Schraube+Mutter zusammenklemmen, oder hat jemand eine andere Idee? Es muß ja nur 20A aushalten...



Gruß,
Ethan

Antworten:

Loch: das reißt dann schnell aus. Besser m.E.: Klemm-/Quetschvorrichtung.
Der Blick in das Innere eines chinesischen Akkus zeigt, dass die Kollegen die Tüten nebeneinander legen und die Anschlußfahnen in 2 U-Eisen klemmen. Ein größeres und ein kleineres von unten, in den Spalten dazwischen liegen die Fahnen. Loch durch das obere Eisen, eine Schraube durch, die in ein Gewinde des unteren U-Eisens packt. Schraube anziehen ergibt einen Quetscheffekt.
Da nach fest bekanntlich lose kommt, bietet sich eine leicht trapezförmige Form (von der Seite gesehen) des U-Eisens an.


von SteWi - am 04.05.2009 16:53
Hallo

Direkt zusammenlöten macht kaum jemand, meistens werden Platinen mit Schlitzen versehen und die einzelnen Fahnen durch die Schlitze gesteckt und dann auf die Platine gelötet.

Man sollte Platinen mit 70my Kupferauflage verwenden dann klappts auch bei höheren Strömen.

Hat zudem noch den Vorteil daß man bequem die Balancerkabel anlöten kann.

Wie liegen denn die Suppentüten preislich im Vergleich zu fertig konfektionierten Akkus, wäre eventuell eine Alternative zu den Einzelzellen.


Gruß

Roman

von R.M - am 04.05.2009 17:26
Zitat
R.M
Wie liegen denn die Suppentüten preislich im Vergleich zu fertig konfektionierten Akkus, wäre eventuell eine Alternative zu den Einzelzellen.

hallo ethan :-)
ist auch für mich interessant
preis
bezugsquelle
und was für dinger es sind

von weiss - am 05.05.2009 06:06
Es handelt sich um die 20Ah Huanyu Akkus aus meiner Sammelbestellung vom letzten Jahr, siehe [forum.mysnip.de]

Also daß die Löcher ausreißen, hab ich weniger Bedenken, denn die Zellen werden ja fest miteinander verschnürt, so daß keine Bewegung zwischen den Zellen stattfinden dürfte. Ich würd ja auch große unterlegscheiben benutzen.

An Klemmen hatte ich auch schon gedacht, allerdings einfache Alustreifen so 1x4cm mit 2 Löchern drin und dann mit Schrauben+Muttern festziehen. Allerdings bei über 150 Verbindungen hatte ich gehofft, was einfacheres zu finden.

von Ethan Arnold - am 05.05.2009 06:24
Habt Ihr eine Vermutung, woraus die Folien bestehen? vermutlich bilden diese eine derbe Oxydhaut aus. Alu?

von Bernd Schlueter - am 05.05.2009 20:35
Hallo

Johannes hatte doch mal eine Zelle geöffnet auf den Bildern ist nicht gnau zu sehen wie die verbunden waren, vielleicht kann er dir ja noch einen Hinweis geben.


Gruß

Roman

von R.M - am 05.05.2009 21:14
hi ethan

ich stelle dir gleich fotos der fertigen 100AH zellen, die haben das glaube ich nur mit schrauben an einem block in dem die bohrung für den anschluss ist zusammengedrückt.

insgesamt die unsere chinesen etwas wirre bei der fertigung - ich hatte immerhin 3 zellen bei denen der gehäuse deckel falsch herum verklebt war (+ und - ... ) egal - ich habe bisher noch keine zelle getötet, obwohl ich einiges mit ihnen anstelle ! das war echt ein guter kauf - ich hoffe du bist auch mit deinen tüten zufrieden.

gruss marc


100AH Zelle geöffnet:

von oben
[www.elweb.de]

von der seite
[www.elweb.de]





von MorkVomOrk - am 05.05.2009 21:34
Aha, interessant... genau so sehen meine 20Ah Tüten aus... also haben wir im prinzip die gleichen Zellen geliefert bekommen, nur Du in 5er Packs parallel verpackt.

Gut zu wissen, sollte ich mal von meinem 600V-Projekt abkommen und wieder Niederspannung brauchen, brauch ich nur die Zellen anders zusammenbauen :-)

Ich werd heute mal in den Baumarkt fahren und gucken was die so an Kupfer oder Alu Metallstreifen haben... Gewinde reinschneiden wird zuviel Aufwand, auch wenns schön platzsparend wär, da werd ich wohl Muttern nehmen müssen.

Falsch verklebt... heißt das, außen war auch die Beschriftung +/- falsch? Oder ist der Fehler nur ein Schönheitsfehler und sie waren richtig beschriftet? Der Lieferant hat gerade wieder (zum 4. Mal!) angefragt ob wir damit auch zufrieden sind...

@Bernd: Soweit ich erkennen kann, besteht die Folie aus weichem Kunststoff mit evtl. einer Alufolienschicht innendrin... habe etwas Bedenken wegen Kurzschlußgefahr an den Schnittkanten, konnte aber auch nach viel Gestocher mit dem Multimeter keinen Kontakt herstellen.

von Ethan Arnold - am 06.05.2009 06:28
wegen der alustreifen schau mal bei ebay, ich habe meine teile dort sehr günstig gekauft.

bei den 3 akkus war der gehäuse deckel falsch herum moniteirt und somit die beschriftung falsch. ich bin aber trotzdem zufrieden mit den akkus - bei einer neubestellung werde ich aber alle vor dem zusammenbau nachmessen.

ich würde aber tüten nehmen, da man damit mehr machen kann und den vorhandenen platz besser ausnutzen kann.

von MorkVomOrk - am 06.05.2009 13:53
Irgenwann werden wir noch herausfinden, mit welchem Metall die Plastikfolien besputtered sind. In der Flamme erzeugen Metallionen markante Farben...Johannes große Spiritus- oder Gasflamme. Färben mit Deinen Folien. Lithium ist rot-orange.

von Bernd Schlueter - am 06.05.2009 14:48
So, ich hab jetzt einige Versuche hinter mir... zunächst im Baumarkt 1,5mm Alu-Lochblech (4mm Bohrungen im ca. 20mm Raster) geholt, einige 2-Loch-Streifen ausgeschnitten und dann versucht, diese a) mit M4 Schrauben mit selbstsichernden Muttern zusammenzuklemmen, und b) mit Blindnieten. Vorher mußten natürlich noch 2x 4mm Löcher in die Folienanschlüsse.

Mit Bohrmaschine ist dies mühsam und hat Nachteile: Bohrspäne, durch Druck ausgebeulte Löcher, Gefahr des Reißens der Lasche falls sich der Bohrer verhakt... ich werde es daher später mit einem (Leder-)Locher versuchen.

Schrauben ist zeitaufwändig, bringt unangenehm hohe Kräfte auf die Laschen (Drehmoment beim Festziehen), und resultiert in eine Gesamtdicke der Verbindungen von je ca. 12mm.

Nieten hat den Nachteil, daß sie schwerer wieder zu lösen sind (nur durch Aufbohren), falls ich die Zellen mal anders zusammenstellen will oder ersetzen muß, daher wollte ich das zunächst nicht machen. Ausserdem ist der Kontakt nicht mehr "nachziehbar", wenn die Verbindung steht, dann ist nix mehr zu ändern. Aber die Vorteile sind auch nicht von der Hand zu weisen: Geht schnell und einfach, übt keine Kräfte auf die Laschen aus, das Resultat ist nur ca. 5mm dick, und sie können sich nicht wieder lösen (sofern es ordentlich geworden ist).

Fotos: [rc-autopilot.de]

von Ethan Arnold - am 07.05.2009 08:34
hallo ethan :-)
also mit den blechstreifen wirst du nicht glücklich
scharfe kanten und ecken
keine flächmässige pressung möglich
und
vor allem KEINE schlitzschrauben verwenden!
einmal abrutschen und viel arbeit für die katz.

also verwendet wird in solchen fällen
wie im beitrag von johannes zu sehen ist

entweder beilangscheiben oder doppelte blechstreifen, am besten gleich beides
oder gleich U-profile oder L-profile (diese dann so, dass die kurzen enden weg stehen)
6-kant schrauben sind besser oder auch innensechskantschrauben (imbus).

da es sich um eine pressverbindung hier handelt muss man auf möglichst grosse flächenpressung bestehen, da sonst nur die verbindung warm und nicht die volle leistung übertragen kann.

bei dicheren blechen, ab ca. 4-5mm, kann man dann auch gewinde reinschneiden und somit wieder platz einsparen...
und keine standartmaterialen verwenden es gibt selbst bei kupfer verschiedene härten


von weiss - am 07.05.2009 09:46
Du denkst aber schon dran daß hier nur geringe Ströme fließen, max 20-30A? Und es ca. 120 Verbindungen sind? Das muß schnell und einfach gehen.

von Ethan Arnold - am 07.05.2009 09:55
Hallo Ethan,

ich stimme mitWerner überein (trotz der "nur" 20-30A). Flächige Kontakte, sonst bekommst Du langfristig Ärger.

Gerade bei 120 Verbindungen lohnt sich doch das Optimieren, und dann kann die Serie anlaufen...

Gruß
Andreas

von Andreas Friesecke - am 07.05.2009 14:58
Bleibt trotzdem das Problem, schnell und einfach Löcher in die Folien zu bekommen.
Das mit der Lochzange hat nicht geklappt :-(
Jetzt guck ich mal ob ich eine Papier-Lochzange im Bürobedarf finde...

von Ethan Arnold - am 07.05.2009 15:16
Zitat
Ethan Arnold
Bleibt trotzdem das Problem, schnell und einfach Löcher in die Folien zu bekommen.
Das mit der Lochzange hat nicht geklappt :-(
Jetzt guck ich mal ob ich eine Papier-Lochzange im Bürobedarf finde...

hallo ethan :-)
bitte lass die versuche sein oder kauf gleich einen richtiges locheisen in der richtigen größe. dann nimmst du ein hartholz schön sauber gerade geschnitten, legst die folien sauber auf einmal ansetzen mit dem hammer und dann hast du ein sauberes loch.
wichtig dabei: die folien in deinem fall muss so liegen bleiben wie du sie an das brett legst- die laschen sind dann auf dem brett.
also etwas unterlegen unter den beutel damit die ruhig liegen bleiben.

von weiss - am 07.05.2009 15:32
Wenn du die Blechstreifen breiter machst als die Batteriekontakte, kannst du die Bleche zusammennieten ohne ein Loch in die Kontakte machen zu müssen.
Federscheiben unter die Nieten könnte auch helfen gegen Langzeit-WaKos.

Gruss
Olaf


von Max E. - am 07.05.2009 17:11
Hallo

Irgendwie hab ich das Gefühl daß du kein Freund von Metallarbeiten bist, mal einige 100 Gewinde zu schneiden ist in den Zeiten der Akkuschrauber kein großer Aufwand mehr.

Bischen Werkstattausstattung gehört natürlich schon dazu, also Werkbank Schraubstock Ständerbohrmaschine, das Sägen übernimmt gegen einen Obulus für die Kaffekasse eigentlich jeder kleine Metallbau Betrieb.

Ich bin inzwischen sogar dazu übergegangen solche Kleinteile komplett in Auftrag zu geben, kostet weniger als man denkt und meistens auch weniger als wenn mans selbst macht.

Also mach duch mal einen Prototyp und frag mal in kleinen Firmen nach was das Stk bei deinen Stückzahlen kostet, ich würde das Teil einfach 1 zu 1 bei den Chinesen abkupfern.

Einstellbarer Bürolocher ist keine schlechte Idee da sitzen die Löcher dann perfekt passend.

Gruß

Roman

von R.M - am 07.05.2009 17:26
Es gibt einen Ein-Loch-Bürolocher. Ich habe so ein Ding, da kann man in beliebigem Abstand nebeneinander Löcher setzen. Aber nur im üblichen Abstand vom Rand...

Gruß
Andreas

von Andreas Friesecke - am 08.05.2009 06:30
So eins hab ich mir schon bestellt (5 EUR frei Haus), dann will ichs mit Nieten und großen Unterlegscheiben probieren. Der Vorschlag mit Federringen ist auch nicht schlecht, vielleicht mach ich das auch.

Das mit "prototyp machen und dann fertigen lassen" ist sicher auch keine schlechte Idee, dazu muß ich aber trotzdem erstmal die beste Methode manuell rauskriegen.

Das mit dem Locheisen ist auch ein guter Vorschlag, ich hol mir nachher eins. Ich bin handwerklich schon recht fit, und wenig Werkzeug hab ich auch nicht gerade, aber manchmal fehlts mir doch an Praxis-Erfahrung bzw. dem Wissen was es alles gibt, hab nie in professionellen Werkstätten gearbeitet.

von Ethan Arnold - am 08.05.2009 06:44
Zitat
Ethan Arnold

aber manchmal fehlts mir doch an Praxis-Erfahrung bzw. dem Wissen was es alles gibt,



Ein Kreuz auf die Schlagseite des Locheisen machen
Ein Kreuz auf die Schlagseite des Hammers

und dann Kreuz auf Kreuz schlagen

( nicht den Daumen (oder andere Extremitäten ) dazischenhalten )





von Manfred aus ObB - am 08.05.2009 07:14
Zitat
Manfred aus ObB
und dann Kreuz auf Kreuz schlagen


Sehr witzig :rolleyes:

Update: Baumarkt hat zwar Locheisen, aber erst ab 6mm, das ist mir zu breit. Also Locheisen-Set auf Ebay bestellt, hoffentlich kommts Montag. Naja, so hab ich mehr Zeit mich um die eigentlich wichtigere Aufgabe zu kümmern: Motor+Steuerung ins Fahrzeug einbauen :-)

von Ethan Arnold - am 08.05.2009 11:21
Update: Mit Crimpen gehts ganz gut, bei ca. 45mins/Paket bin ich jetzt mit allen 11 Paketen durch.


Für sonstigen Fortschritt siehe auch [rc-autopilot.de]

von Ethan Arnold - am 17.05.2009 17:41
hallo arnold :-)
könntest du dich bei mir mal per e-mail melden?

von weiss - am 24.05.2009 08:56
Ethan, bitte ;-)

Du hast Post...


von Ethan Arnold - am 24.05.2009 09:34
Hallo Ethan,
schau mal hier. [www.metricmind.com] >>Battery
Ich glaube das wäre genau das richtige für Dich gewesen. Wenn Du hilfe für die mechanische Seite brauchst, kann ich Dir helfen. Wir haben nebenher noch eine kleine Firma laufen die Sonderfertigungen für den Automotivebereich und Ingenieurbüros herstellt. Kabelkonfektion, Platinenfertigung und -bestückung. Aber auch Gehäuse und Adapter. Fräsen und Gravieren von Alu, Cu, Kunststoffen, eben alles was man braucht um solche Dinge fertigen zu können.

von modulo - am 29.05.2009 12:47
Danke, da komm ich ggf. drauf zurück, könntest Du auch eine Adapterplatte Motor-Getriebe (Durchmesser ca. 35cm, Dicke ca. 4cm) herstellen?

Ja die Metricmind Seite kenne ich, ich bin gespannt wie es weiter geht, ich hab auch nen A6 Avant Quatto den ich eines Tages evtl. umbauen will ^^

von Ethan Arnold - am 29.05.2009 13:50
Hallo Ethan,
kein Problem, wenn er aus Alu ist. Legierung ist egal. Schick mir eine Zeichnung (Skizze mit Maßangaben genügt auch) und ich seh es mir an und melde mich dann. Kosten wären nur Selbstkosten (Material, Verbrauchsmittel, Versand)

von modulo - am 29.05.2009 15:04
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