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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
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50
Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Multimegatrucker, Bernd Schlueter, Stefan B., R.M, Andreas Friesecke, Max E., hk12, inoculator, Jens Schacherl, thegray, ... und 7 weitere

Warum wird die Wasserwartung so oft falsch gemacht?

Startbeitrag von Multimegatrucker am 14.06.2009 10:30

Hallo allerseits und @ALL, die mit Nickel Cadmium unterwegs sind...

Jetzt fühlt sich sicherlich der eine oder andere auf den Schlips getreten, ich finde aber, man sollte darüber reden.

Wer von euch macht die Wasserwartung richtig???

Wer eine halbe Stunde nach der Wartungsladung wartet und dann erst Wasser nachfüllt, macht etwas grundlegendes falsch.
Ja sogar die "Vollladung" wird häufig als Wartungsladung bezeichnet.
Bei der richtigen Durchführung der Wasserwartung geht es nicht um die spätere Ladebehandlung der Akkus sondern alleine um die Bedürfnisse der Zellen.

Man stelle sich anstatt einer Saft-Zelle eine Wanne vor. In dieser Wanne liegt ein Schwamm. Dieser Schwamm ist vollgesaugt mit Lauge und destilliertem Wasser.
Wird nun eine Wartungsladung gemacht, die übrigens mit einer normalen "Vollladung" nichts gemeinsam hat, wird (bildlich gesehen) dieser Schwamm zusammen gepresst und alles an Flüssigkeit heraus gepresst.
Verantwortlich für diesen Vorgang ist die viel höhere Wartungsladungs-Spannung.
Diese viel höhere Wartungsladungs-Spannung sollte mindestens 5 Stunden lang anliegen, bevor nun entweder während diese Spannung anliegt, Wasser nachgefüllt wird, oder innerhalb von max. 30 min nach abklemmen des Ladegerätes, Wasser nachgefüllt wird.

Wartet man länger als 30 Minuten, beginnt der "Schwamm" wieder Flüssigkeit aufzusaugen und spätestens bei der nächsten Wasserwartung oder auch Vollladung wird Lauge aus den Akkus austreten was zur Folge hat, dass die prozentuale Laugenkonzentration nicht mehr stimmt und die Leistungsfähigkeit der Akkus abnimmt.

Bei richtiger Wartungsladung (bei meinem Berlingo sind es gepulste 1,85V/Zelle) mit Waserwartung, hat man anschließend das Gefühl von neuen und viel leistungsstärkeren Akkus.

Bleibt dieses Gefühl aus, hat man etwas falsch gemacht. :sneg:

Herzliche Grüße
Johannes

Antworten:

WL kenn ich, hab ich aber noch nie gemacht.
Wozu auch? Fahre ca. 80Ah aus den Akkus (Fahrstrom so 80Amp.), Rest kann ich mit der Heizung rausholen: 95Ah.
Innenwiderstand ist so bei 5mOhm - egal ob ich jeden Tag lade oder die Akkus ziemlich leer fahre und erst dann lade.
Geladen (Schlussladung) wird bei mir bis 8,5V/Block / max.5A und nicht länger als 2h (Sicherheitsabschaltung bei U>8,5V bei mehr als 2h oder Temp. >45°C für 5Min.)
Weiss auch nicht warum andere den Memoryeffekt haben und bei denen die Blöcke sich wölben oder platzen :confused:
Das einzige was ich bestätigen kann ist, daß wenn die Akkus vollgeladen 5Monate stehen sie sehr weich sind.

...
..
.

von Jürgen G. - am 14.06.2009 16:24
Sorry, behandelt nicht das Thema......

Hallo Jürgen,

Habe mir gerade Deinen MEGA-Multifunktionsbordcomputer angesehen.
Genau das was ich schon lange gesucht habe, leider zu teuer für mich.
Wenn Dein Teil mal günstiger wird, bitte bei mir melden.


von Claus. - am 14.06.2009 18:39
[www.mysnip.de]

Eine Unendliche Geschichte, Danke Johannes.

Gruß
Karl-Heinz

von Karl-Heinz Jurkiewicz - am 14.06.2009 19:16

Re: MEGA-Multifunktionsbordcomputer

Hallo Claus,

wenn du in diesem Thread über den MEGA-Multifunktionsbordcomputer diskutieren willst... kein Problem !!!
Du solltest aber bitte wenigstens die "Überschrift" (...das Thema) ändern.
So bleibt dieser Thread trotzdem übersichtlich.

Viele Meinungen zur Wasserwartung gibt es scheinbar ehh nicht... von daher gebe ich den Thread gerne an dich weiter.

Neues Thema:

Der MEGA-Multifunktionsbordcomputer

Beste Grüße
Johannes


PS.: Nach meiner vorgestrigen, zweiten Wasserwartung an meinem Berlingo habe ich eine 25%ige Leistungssteigerung meiner Saft-Zellen festgestellt (in Bezug auf die Reichweite, Power und Härte). Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung: Am besten per eMail... da bleibt man beim Thema !!!

von Multimegatrucker - am 14.06.2009 19:38
Hallo Karl-Heinz,

das lese ich mir jetzt mal genauer durch

Danke dir,

Johannes

von Multimegatrucker - am 14.06.2009 19:42
Was lese ich da ???

Zitat
Zitat
Jens Schacherl
: Hallo Thomic, dass nach dem Wassernachfüllen die Reichweite erstmal runtergeht ist mir schon bei meinem Scootelec aufgefallen. Dann steigt sie aber wieder an und geht wieder zurück, kurz bevor ich dann wieder nachfüllen muß.


Ohhh man, Liebe Leute: Macht die Wasserwartung mal richtig und ihr werrdet euch über die Ergebnisse WUNDERN !!! (Falls da noch etwas zu retten ist)

Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 14.06.2009 19:51
Hallo

Das Problem ist ganz einfach, die Leute die die Nicds im EL haben können meistens gar nicht das vorgegebene Verfahren einhalten da die Ladegeräte das nicht können, kaum jemand hat ein richtiges Nicd Ladegerät das entsprechend schaltbar ist, wer also bei 48V nicht auf mindestens 72 V Spannung kommt und den Strom dazu auch nicht begrenzen kann, der ist gar nicht in der Lage das nach Vorschrift zu machen.

Laugenverlust muß aber trotzdem nicht sein, im El kann man beobachten wie das Wasser von Zelle zu Zelle läuft, man muß halt rechtzeitig aufhören.

Allerdings ist der Wasserverlust auch minimal wenn man die Zellen nicht überlädt, so etwa 1 l bei 8 Blöcken und 10000 km


Gruß

Roman

von R.M - am 14.06.2009 20:13
Hallo Roman,

es sind hier nicht nur "EL-Fahrer mit NC-Zellen" angesprochen sondern alle die mit NCs unterwegs sind.
Das es für EL Fahrer schwierig ist, eine vernünftige Wasserwartung durch zu führen, kann ich mir vorstellen.
Saxo, Partner und Berlingo Fahrer hingegen, müssen lediglich das vorgegebene Prozedere einhalten und da werden immer noch fatale Fehler gemacht.

Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 14.06.2009 20:26
Hallo Johannes,

worauf willst Du eigentlich hinaus? Wenn wir alle die Wartungladung falsch machen, dann sag uns unseren Fehler. Ich habe z.B. exakt nach Handbuch gearbeitet und 5 Min nach Abschalten der Überladephase nachgefüllt (Peuget Scootelec).

Ich kann jedoch nur Ergebnis von Jens bestätigen. Erstmal weichere Akkus, die nach 1 bis 2 Zyklen wieder richtig gut drauf sind.

Gruß
Andreas


von Andreas Friesecke - am 14.06.2009 21:04
Hallo Andreas,

Zitat
Andreas Friesecke
worauf willst Du eigentlich hinaus? Wenn wir alle die Wartungladung falsch machen, dann sag uns unseren Fehler.


Du fragst mich, worauf ich hinaus will? Die Antwort findest du im ersten Beitrag dieses Thread's.
Zitat
Andreas Friesecke
Ich habe z.B. exakt nach Handbuch gearbeitet und 5 Min nach Abschalten der Überladephase nachgefüllt (Peuget Scootelec).

Ist doch schön zu hören, dass es wenigstens einen gibt, der die Wasserwartung an seinen Zellen richtig macht. Allerdings verstehe ich
Zitat

Erstmal weichere Akkus, die nach 1 bis 2 Zyklen wieder richtig gut drauf sind.
das hier nicht. Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass deine Zellen entweder vom Vorbesitzer falsch behandelt wurden, solltest du der erste Besitzer sein, frage dich selbst was du falsch gemacht hast.

Recherchiere ich einwenig in diesem Forum, finde ich auch andere Aussagen:
Zitat
Halreuther
12 Stunden laden - hängt von Deinem Lader ab, und
der eingestellten Ladeschlussspannung.
Die NC-Zellen sollten so mit 1,55 bis 1,6V geladen werden,
damit die "richtig" voll sind.
Dabei hat denn die Lauge die größte Ausdehnung.
Nach dem laden erst nochmal ne hlabe Stunde stehn lassen,
dann erst Wasser nachfüllen.


Unterhalte ich mich mit anderen NC-Fahrern, bekomme ich ebenfalls falsche Vorgehensweisen genannt, was die Wasserwartung betrifft.

Hier in diesem Forum haben wir nun die Gelegenheit, "Die Wasserwartung" vollständig und richtig, zu beschreiben (Im Eingangsbeitrag habe ich bereits auf die Knackpunkte hingewiesen).

Um eine Saft-Zelle oder Zellenblock zu schädigen, braucht man nur einmal einen Fehler bei der Wasserwartung zu machen.
"Wie wichtig ist die Laugenkonzentration?"

Ansonsten sind die Zellen ja robust und nehmen viel hin.

Und die Antwort gleich hinterher: "Sehr wichtig !!! >>>für Saft-Zellen: überlebenswichtig."

Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 15.06.2009 04:42
Zitat
Multimegatrucker
Was lese ich da ???

Zitat
Zitat
Jens Schacherl
: Hallo Thomic, dass nach dem Wassernachfüllen die Reichweite erstmal runtergeht ist mir schon bei meinem Scootelec aufgefallen. Dann steigt sie aber wieder an und geht wieder zurück, kurz bevor ich dann wieder nachfüllen muß.


Ohhh man, Liebe Leute: Macht die Wasserwartung mal richtig und ihr werrdet euch über die Ergebnisse WUNDERN !!! (Falls da noch etwas zu retten ist)

Was ist Dein Problem?

Da meine Scootelec-Akkus inzwischen 8 Jahre und über 31.000km hinter sich haben bei 50A Ladestrom und fast ausschließlich Tiefentladungen (42-44km Fahrtstrecke ohne Sparen :-) ), kann das Verfahren, das im Scootelec-Lader programmiert ist, so falsch nicht sein.

Außerdem schreibst Du:
Zitat

Wer eine halbe Stunde nach der Wartungsladung wartet und dann erst Wasser nachfüllt, macht etwas grundlegendes falsch.
und dann
Zitat

Diese viel höhere Wartungsladungs-Spannung sollte mindestens 5 Stunden lang anliegen, bevor nun entweder während diese Spannung anliegt, Wasser nachgefüllt wird, oder innerhalb von max. 30 min nach abklemmen des Ladegerätes, Wasser nachgefüllt wird.
Da sehe ich einen gewissen Widerspruch :confused: ...

Richtig ist meiner Meinung nach, nach Ende der WL tatsächlich noch 30 Min. zu warten damit die Akkus ausgasen können.
Beim Scootelec ist eine Wartezeit sowieso vorgegeben, bei meinem Renault habe ich immer "von Hand" gewartet. Den Akkus scheint das nicht geschadet zu haben, da ich immer mindestens 146Ah entnehmen konnte.

Das Einzige, was man wirklich richtig falsch machen kann, ist, Wasser in leere bzw. nicht genug überladene Akkus zu füllen :sneg:.

Für alles weitere hilft ein Blick in die Saft-Manuals.
Da steht alles drin etwa zu Ladeschlußspannungen und ihrer Temperaturabhängigkeit, Ausgleichsladungen usw.

Gruß Jens

von Jens Schacherl - am 15.06.2009 06:57

liegt das an "meiner" Wasserwartung ?

Moin zusammen
also ich lade meine 100er SAft´s mit Stömen von 30-100A bis sie 7,75V / Block haben.Dann ist der Ladestrom auf 1-2 Ampere runter.
Wenn ich diesen Strom weiter fließen lasse, dann fällt bei 2 Blöcken die Spannung wieder ab(ca.7,4V), und bei anderen Zellen steigt die Spannung um den Verlust der sinkenden Zellen.

Liegt dieses nun an meiner "falschen"Wasserwartung, oder???

Wenn ich jetzt das Laden beende und fahre, sind alle Blöcke unter Last und um Leerlauf gleich.
+/- 150mV.

Zum Ende der Lademenge, Strecke >60Km, sind die "sinkenden" Zellen die ersten die an ihre 5Volt /Block kommen.




von EL-HP - am 15.06.2009 07:23

WIE wird die Wasserwartung richtig gemacht?

Hallo Johannes,

also mal zum Verständnis:

Ich entlade meine Zellen so weit wie möglich -also nicht kurzgeschlossen übers WE.
Danach pumpe ich sie auf 1,85V/Zelle auf und begrenze den Strom dabei auf _____ )*1

Nach etwa 5 Stunden fülle ich dest. Wasser bis zur Marke auf.

Fertig.

Richtig?

Gruss

Carsten

)*1: Bitte richtigen Wert eintragen ;-)


von inoculator - am 15.06.2009 09:10

Re: WIE wird die Wasserwartung richtig gemacht?

Ich habe zweimal Wasser aufgefüllt, einmal unmittelbar nach dem Laden und einmal all zu kurze Zeit nach dem ersten Auffüllen, einer halbe Stunde nach Ladeende. Das erste Mal trat keinerlei Lauge aus, das zweite mal konzentrierte. Das habe ich mit dem Ohmmeter und der fingerprobe überprüft.
Ganz sicher kann ich damit sagen, dass man in nicht zu kurzen Abständen nachfüllen sollte.
meiner Meinung nach reicht es, wenn man vor dem Nachfüllen etwas stärker nachlädt, als man es während der nächsten 1000 bis 2000 km wiederholt, damit dann nichts überlaufen kann. Auf 1,85 Volt aufzuladen, halte ich für eine tödliche Prozedur. meine Erfahrungen mit den normalen 1,66 Volt sind schon negative...
So, jetzt muss ich aber erst mal lesen, was der Carsten mit seinem Säureheber feststellt...

von Bernd Schlueter - am 15.06.2009 11:21
Hallo Johannes,

ich möchte noch darauf hinweisen, dass die Fliessgeschwindigkeit des Wassers genauso wichtig ist, wie der richtige Zeitpunkt.
Im SAFT Manual steht, dass man 30 min. warten soll nach Beendigung der WL. ( Zumindest in der deutschen Übersetzung, die ich habe :confused: ) Vielleicht ist ja in der Französischen etwas anderes beschrieben?

Ich glaube man hat alles richtig gemacht, wenn der pH Wert der austretenden Flüssigkeit neutral ist.

Die Fliessgeschwindigkeit kann man schön kontrollieren, indem man am Ausgang einen Schlauch anschliesst und in eine transparente Flasche hängt und diese etwas mit dest. Wasser füllt. Dann kann man beim Nachfüllen schön Bläschen zählen. ( Auch schon nach der Ladung, damit man weiss, wann das Ausgasen beendet ist. )

Gruss
Olaf


von Max E. - am 15.06.2009 11:32
Hallo Männers, (endlich Feierabend...) :D

wie Eingangs bereits erwähnt, wird sich der eine oder andere auf den Schlips getreten fühlen.
Das ist zwar nicht schlimm aber doch bedrückend.

Lasst uns doch gemeinsam die richtige Vorgehensweise der Wasserwartung erläutern.

Zitat
Jens Schacherl
Richtig ist meiner Meinung nach, nach Ende der WL tatsächlich noch 30 Min. zu warten damit die Akkus ausgasen können


Falsch Jens !!! Leider.

Hier findest du die richtige Vorgehensweise

...und wer das gelesen hat, weiß wie es geht !!! :cool:

@innoculator: Warum entlädst du deine Zellen vorher so weit wie möglich? Fange an irgend einem Punk an, die Wartungsladung durch zu führen.
Die 1,85V pro Zelle habe ich von meinen Messungen abgeleitet die ich während meiner letzten Wasserwartung gemacht habe. Es lagen zeitweise 253V an meinen 135 Zellen (27 Blöcke) an. Teile ich die 253 Volt durch 135 kommen in etwa diese 1,85V zusammen. Allerdings wurde gepulst. Das heißt, die Spannung ging von 192V in Richtung 253V und nahm wieder ab wobei der Strom zwischen 5 und 9 Ampere lag. Diese Infos gab mir mein EV-Lite aus.

Abschließend möchte ich bemerken, dass an meinem Berlingo möglicherweise vorher niemals eine Wasserwartung durchgeführt wurde. Habe ihn bei 19900km bekommen und bei knapp 20000km meine erste Wasserwartung gemacht. Habe jetzt 28000km drauf und vor drei Tagen habe ich wieder eine erfolgreiche Wasserwartung gemacht.

Weder Leistungseinbuße noch Säureaustritt* ( *Edit: Natürlich Laugenaustritt !!! Thanks Carsten !!!), oder sonstige negativer Erscheinungen sind beim Berlingo aufgetreten.
Im Gegenteil... aber das habe ja ich bereits erwähnt.

Wer die Wasserwartung so macht wie im obigen PDF-Dokument beschrieben, liegt GOLDRICHTIG. :spos:

Für NC-EL'er od. Nickel-cadmium-Kewet's o.ä. gibt es bestimmt auch den richtigen Weg zur erfolgreichen Wasserwartung. Vielleicht kann man ihn entsprechend ableiten.

Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 15.06.2009 15:32
:joke:
Zitat
Johannes
Weder Leistungseinbuße noch Säureaustritt, oder sonstige negativer Erscheinungen


Na da hast Du aber Glück gehabt. Wenn da Säure ausgetreten wäre,.... :joke:

Ich nehme die Entladung immer zum Syncronisieren der Zellen, weil ich unterschiedliche Qualitäten verbaut habe.

Eigendlich wollte ich nächsten Monat mal 14 Zellen gegen neue Gebrauchte tauschen, aber finanziell stehe zunächst mal wieder ein wichtigeres Projekt an.

Gruss

Carsten


von inoculator - am 15.06.2009 15:51
Zitat
Multimegatrucker
Hallo Männers, (endlich Feierabend...) :D

wie Eingangs bereits erwähnt, wird sich der eine oder andere auf den Schlips getreten fühlen.
Das ist zwar nicht schlimm aber doch bedrückend.

Lasst uns doch gemeinsam die richtige Vorgehensweise der Wasserwartung erläutern.

Zitat
Jens Schacherl
Richtig ist meiner Meinung nach, nach Ende der WL tatsächlich noch 30 Min. zu warten damit die Akkus ausgasen können


Falsch Jens !!! Leider.

Hier findest du die richtige Vorgehensweise
Das mag zwar funktionieren, entspricht aber nicht der im Saft-Manual beschriebenen Vorgehensweise.

Laut diesem Manual besteht die Wartungsladung aus 3 Phasen:

1) "Constant current phase"
Laden mit vollem Strom bis zur (temperaturabhängigen) Ladeschlußspannung

2) "Constant current overcharge phase"
Laden mit 10A für 5h

3) "Electrolyte topping-up phase"
Stromimpulse mit 10A für 2 Minuten alle 30 Minuten, Dauer bis zu 72h

Zum Auffüllen darf Phase 3 frühestens nach 30 Minuten abgebrochen werden.
Da die Impulse aber nur alle 30 Minuten kommen, bedeutet diese Vorschrift eine stromlose Ruhephase von 30 Minuten nach dem Ende der Phase 2!
Frühestens nach dieser Ruhephase soll dann innerhalb von 30 Minuten die Auffüllung erfolgen.

Nachzulesen hier in Kapitel 2.4.4.1 - 2.4.4.3.

Ob es sinnvoll ist, sich exakt daran zu halten wie an eine Bibel, ist eine andere Sache.
Insbesondere die Phase 2 mit immerhin 50Ah Überladung erscheint mir unnötig "brutal". Auf jeden Fall sollte dabei auch die Akkutemperatur überwacht werden.

Da der Scootelec-Lader nur 2 Ströme kennt, nämlich 50A und 5A, wird nur mit 5A überladen und die Wartungsladung dauert entsprechend länger, insgesamt gut 13h bis das Auffüllen freigegeben wird.

Gruß Jens

von Jens Schacherl - am 15.06.2009 21:06
Hallo Jens,

Zitat
Jens Schacherl
Das mag zwar funktionieren
:rp:

Glaube mir: So ist's richtig und funktioniert perfekt !!!

Grüße und gut's Nächtle allerseits

Johannes

von Multimegatrucker - am 15.06.2009 21:24
Hallo Johannes,

schön, dass Du so sicher bist, wie es richtig ist - doch ist Dein Link auch nur eine Übersetzung einer Anleitung, die irgendwer mal irgendwo abgeschrieben hat.
Und im Grunde genommen steht auch nicht viel anderes drin als bei der Scootelec Anleitung (siehe Jens' Bemerkungen mit den 72h). [mentos.wep.dk] Seite 6

Also: Mach weiter so und hoffentlich funktioniert's für immer.

Ich persönlich mache so wenig Wasserwartungen wie möglich und wenn, schummel ich sogar in der Überladephase. Die Franzosen im Elektroautoforum diskutieren sogar, die Wasserwartung ganz abzuschaffen, da sie der Akkukiller No. 1 ist! Natürlich füllen die Wassr nach, aber ohne die "brutale Überladephase" die die PSA-Lader machen...

Gruß
Andreas



von Andreas Friesecke - am 15.06.2009 22:34
Hallo

So seh ichs auch, so wenig überladen wie möglich dann brauchts kaum Wasser.

Und wenn Wasser nachgefüllt werden muß dann überladen bis alle Zellen oberhalb der Gasungsspannung sind und für ne Stunde blubbern lassen, dann warten bis das Gas raus ist und ganz langsam Wasser nachfüllen, wenns aus dem Auslauf rauskommt aufhören.

Wenn der Auslaufschlauch nach oben gebogen ist kann man so definiert Wasser nachfüllen daß nichts rausläuft, somit kann auch kein Laugenverlust auftreten.

Der Innenwiderstand der Akkus geht nur dann hoch wenn schon soviel Wasser fehlt daß sich die Laugenkonzentration schon erhöht hatte.

Insofern hat Johannes recht, wenns rechtzeitig gemacht wird dann ändert sich nichts da nur der Bereich der Reserve nachgefüllt wird, Nebeneffekt ist natürlich daß die Akkus perfekt symetriert sind das hat aber dann nichts mit dem Wassernachfüllen zu tun.

Bei den großen Fahrzeugen hat man halt nur die Möglichkeit die Wartung über das eingebaute System zu machen da man an die Akkus nicht ran kommt.

Daß es verschiedene geeignete Möglichkeiten gibt zeigt ja schon die unterschiedliche Anleitung zwischen dem Roller und dem Saft Manual, schließlich sind beide Verfahren ja vom Hersteller abgesegnet.

Mehr als 5 A geb ich den Akkus während der Gasungsphase auch nicht, Ohne Spannungsbegrenzung kommen die dann auf etwa 8,5 bis 9V je Block abhängig von der Akkutemperatur.

Ich machs halt beim El manuell indem ich ein zusätzliches 5A Labornetzteil mit dem Ladegerät in Reihe hänge das die zusätzliche Spannung bringt und die Strombegrenzung übernimmt.

Im Kewet werde ich eine Automatik hinbekommen die sowohl die normale Ladung als auch die Wartungsladung nach Vorschrift auf Anforderung starten kann da das Ladegerät genug Spannungsreserve hat und im Strom einstellbar ist reicht eine kleine SPS um das ganze zu realisieren.

Gruß

Roman


von R.M - am 15.06.2009 23:29

Wasserwartung , aber richtig...

Hallo Andreas,

Knackpunkt No.1 sind die 30 min. nach der Überladungsphase, in der Wasser nachgefüllt werden muß.
So steht es ja auch in deinem Manual: You now have a maximum of 30 minutes to
add water to the battery.


Schön, dass es jetzt jeder weiß, "wie es richtig geht" und ich bin jetzt schon auf Erfolgsgeschichten gespannt.

Grüße
Johannes

Für die Suchmaschine: Wasserwartung Wartungsladung

von Multimegatrucker - am 16.06.2009 04:51

Re: Wasserwartung , aber richtig...

Stimmt, da ist wohl jetzt etwas schief gelaufen. Innerhalb einer halben Stunde oder nach Ablauf einer halben Stunde, das ist ein schwerwiegender Unterschied.

Der Laugenaustritt bei mir trat vermutlich unabhängig von den beiden widersprüchlichen Übersetzungen ein. Ich hatte ein zweites Mal nachgefüllt, ohne, dass Wasser fehlte.

Hat man erfolgreich nachgefüllt, also, ohne Laugenaustritt, kann nur weitere Lauge austreten, wenn man stärker lädt, als bei der Wartungsladung.
Ich halte diese auch für eine sehr rüde Methode, um einen Laugenstand 1cm unterhalb der Maximalhöhe zu garantieren. Markierungen lassen sich ja nicht erkennen.

Deshalb neige ich auch zu der Methode, Überladungen ganz und gar zu vermeiden. Vor dem Nachfüllen ist sie aber erforderlich. Nur dann, in weit geringerem Maße, als Saft vorschreibt.



von Bernd Schlueter - am 16.06.2009 06:27

Lass ma die EL's aussen vor.

Alda, dazu sag ich jetzt doch mal nix.

Grüße - Thomas


von Halreuther - am 16.06.2009 06:28
Hallo Johannes,

die maximal 30 Minuten werden vom Computer vorgegeben, aber anders, als Du meinst...:

Ich habe maximal 72 Stunden um Wasser nachzufüllen. Wenn ich aber innerhalb der 72Stunden irgendwann entschlossen bin nachzufüllen, dann muss ich den Stecker ziehen und habe dann noch maximal 30min sonst akzeptiert der Bordcomputer die Nachfüllung nicht und speichert nur einen Fehler.

Gruß
Andreas





von Andreas Friesecke - am 16.06.2009 11:29
Absolut richtig Andreas,

innerhalb dieser 72 Stunden kannst du einen beliebigen Zeitpunkt wählen, kannst* die Stromzufuhr unterbrechen und hast ab diesem Zeitpunkt maximal 30min. um Wasser nach zu füllen.
So ist es richtig.

Jetzt überlege was in den 72 Stunden passiert.

Genau, >>> das Spannungsniviau wird auf Maximum gehalten. Mit geringem Strom.

Was passiert, wenn du länger als 30 Minuten nach Stromunterbrechung wartest um Wasser drauf zu geben?

Dann beginnt sich das Elektrolyt zu verkriechen (ich nenne es einfach mal "Schwammeffekt") und der Level sinkt. Würdest du nach diesen 30 Minuten Wasser drauf geben passiert es wie bei Bernd Schlueter und bei der nächsten Wasserwartung tritt Lauge aus.
Wartest du länger als 30 Minuten, kannst du die komplette Wasserwartung erneut machen. Dann nämlich hat der Schwammeffekt zu viel aufgesogen.

*kannst: Du kannst während dieser 72 Stunden auch die Wasserwartung "unter Spannung" machen und nach der Wasserzugabe die Spannung wegnehmen.

Tja, wenn alles so einfach wäre !!!

@Thomas: Ey Alda, nur für Dich. Ich lasse die EL's außen vor. Obwohl, dieses Thema hat eigentlich nicht direkt mit dem EL zu tun, alter Schwede. Hier geht es um die richtige Behandlung von Saft-Nickel-Cadmium Zellen. Da spielt es keine Rolle ob im EL oder woanders... Hab ich da heut morgen was von kräuselnden Fußnägeln gelesen? Ich freue mich tierisch auf's Wochenende beim Schinderhannes :D

Nun gut,

damit dürfte es für die Zukunft nur noch Top Wasser-gewartete Saft-Zellen geben und man braucht keine Angst zu haben ein Auto oder lose Saft NC's aus den eigenen Reihen zu kaufen :cool:


Falls jemand das EV-Lite benötigt um an seinem PSA-Fahrzeug die Wasserwartung durch zu führen... Kein Problem. Einfach per eMail meine Bankverbindung anfragen und ein Pfand überweisen (wird per eMail-Antwort genauer definiert). Ich verschicke es dann und erwarte es nach spätestens einer Woche zurück. Abholung wäre auch kein Problem. Das Pfand gibt es nach Rückgabe od. Rücksendung zurück. (Freunden und "guten" Bekannten verleihe ich es auch ohne Pfand... Versuch macht klug :rolleyes: )
Dann wird mein EV-Lite wenigstens benutzt während ich die nächsten 6-8000km mit meinem Berlingo fahre und liegt nicht herum und verstaubt.

Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 16.06.2009 16:40
Hallo

das El kann wirklich ausen vor bleiben, da macht kaum jemand die Ausgleichsladung bzw. Überladung, die meißten laden nicht mal bis zur Ladeschlußspannung.


Gruß

Roman


von R.M - am 16.06.2009 17:07
Zitat
Multimegatrucker
dieses Thema hat eigentlich nicht direkt mit dem EL zu tun, alter Schwede. Hier geht es um die richtige Behandlung von Saft-Nickel-Cadmium Zellen. Da spielt es keine Rolle ob im EL oder woanders...


Das sehe auch ich ein wenig anders und stimme den oben gemachten Äußerungen von Andreas, Roman und Bernd zu.

Warum gibt es bei PSA-Fahrzeugen die Anweisung die Zellen bei so hoher Spannung soolange auf kleiner Flamme zu köcheln?

Wenn mich nicht alles täuscht hast du in Deinem Berlingo 27Blöcke á 5Zellen in Reihe geschaltet.
D.h. es (müssen?!) erst 135! Zellen synchronisiert werden damit alle die richtige Menge Wasser abbekommen und nicht wieder ausspucken. Da wird die als erstes volle Zelle ganz schön vergewaltigt bis auch die letzte ausreichend Saft bekommen hat. :sneg:
Beim EL fülle ich jeden Block einzeln und beobachtet von Hand; Du siehst Deine Blöcke noch nicht einmal. Da ist das Problem beim EL also viel kleiner.

Ich habe gerade wieder Wartung gemacht (wie Du weißt). Meine 8 STM's haben auf 3000km 0,25L Wasser benötigt und ausgespuckt haben Sie noch nie was.
Das bei ca1,6V/Zelle Ladeschlußspannung und auch nicht nach 5Stunden sondern wenn der Strom auf 2A (ca 2,5Std) runter ist.

Wie alt meine (und Deine) Zellen wirklich werden, muß sich zeigen, aber meine Lebenserfahrung sagt mir, dass wenn man nicht an die Grenzen geht, zwar nicht die größt möglichen Leistungen bekommt aber immer eine gute Lebenserwartung.

Also schaun wir was kommt, ich bleibe bei der niedrigeren Spannung und den kürzeren Lade-Zeiten.

Bis Sonntag,
ich freu mich wirklich und denke
langweilig wirds bestimmt nicht :cheers:
Horst


von hk12 - am 16.06.2009 19:42
Hallo Horst,

deine Wasserwartung war eigentlich der Anlaß für diesen Thread. Deine Aussage, etwa... und auch mehr als 30 Minuten zu warten bis Wasser fließt, war mein Grund diesen Thread zu eröffnen.

Auch mit Christian (Barcelona Gefährte) hatte ich ein Streitgespräch diesbezüglich.

Dein Motiv hast du uns ja nun erklärt...und nun stelle dir folgendes vor:

Verkaufe deine Akkus jemanden, der sie anders als du, nicht in einem EL verbaut... sondern halt woanders. Gemeinsam mit noch vielleicht 10 oder 19 weiteren Blöcken.
...und lasse dann die nächste Wasserwartung kommen... :sneg: Prost Mahlzeit !!!

Eigentlich interessiert niemanden wirklich, wie jeder einzelne mit seinen Zellen umgeht.
Es wird nur Interessant wenn schlecht gewartete Zellen mit Top gewarteten Zellen, gemeinsam ARBEIT verrichten müssen.
Solange du deine 8 Blöcke so behandelst wie du willst und diese Zellen in Deinem Fahrzeug sind und bleiben, besteht, ja ich behaupte jetzt einfach mal, auch für deine Zellen, keine akute Gefahr (Schwächung, Laugenverlust, Leistungsverlust).
Problematisch wird es wenn deine Zellen einen neuen Verwendungsbereich bekommen. Was ja durchaus möglich wäre.

Sei es, wie es sei.

Ich kann nur hoffen, dass ich das Thema >Wasserwartung

von Multimegatrucker - am 16.06.2009 20:25
Hallo

Würdest du Zellen mit unbekanntem Zustand zusammenschalten?

Bei neuen Blöcken wird erst mal jeder einzeln behandelt und auch vermessen, wenn man Blöcke mit mehr als 7% Abweichung in Reihe schaltet funktioniert laut Saft die Ladevorschrift eh nicht mehr.

Von daher als keine Gefahr da in dem Fall die Blöcke ja eh bis zur Gasungsspannung geladen werden und aufgesteckte Schläuche einen Laugenverlust ja wirkungsvoll verhindern.


Gruß

Roman

von R.M - am 16.06.2009 20:35
Sorry Johannes,

mag mich nicht mit Dir streiten, nur soviel:
Du hast das Thema einen Thread zu öffnen bereits angesprochen bevor Du überhaupt wustest dass ich gerade Wasserwartung mache... .

over and out
Horst

von hk12 - am 16.06.2009 21:09

Soll doch jeder die Wasserwartung machen wie er willl...

Sorry Horst,

letztendlich war die Tatsache, dass du länger als 30 min. wartest und dann erst Wasser drauf gibst, für mich der Auslöser diesen Thread zu beginnen.

Ich denke zum streiten ist nicht genügend Zündstoff vorhanden und ich will auch keinen weiteren Zündstoff verbreiten.

Soll doch jeder die Wasserwartung machen, wie er (sie) will.
Scheinbar hat hier jeder seine eigene Philosophie, kommt aber früher oder später dahinter :spos: .
Da bin ich mir sicher !!! :cool:

Grüße
Johannes


-------------------------Ende des Thread's--------------------



von Multimegatrucker - am 17.06.2009 10:43

Re: Soll doch jeder die Wasserwartung machen wie er willl...

Also, es sprudelt beim Laugenachfüllen noch tüchtig nach, weil die Knallgastütenbestandteile ziemlich fest in den Platten sitzen, bei Säften eher in den hauchdünnen Cadmium- und Nickelschichten.
Bei randvollen Akkus darf man nicht nachfüllen, das habe ich aus eigener Erfahrung gelernt. Das steht aber nirgends beschrieben. Den Rest hatte ich richtig gemacht, wie Johannes beschrieben hat. Vielleicht hatte ich auch nur 20 Minuten nach der Vollladung gewartet. War dann immer noch falsch. Mit der Lupe sehe ich immer noch die Veränderungen auf den Gehwegsplatten.

von Bernd Schlueter - am 18.06.2009 09:12

Re: Soll doch jeder die Wasserwartung machen wie er willl...

Zitat
Bernd Schlueter
...
Bei randvollen Akkus darf man nicht nachfüllen, das habe ich aus eigener Erfahrung gelernt.
...


Damit meinst du Akkus, die noch voll Wasser sind oder die voll geladen sind?

Wenn du langsam genug nachgefüllt hast ( und die Frischwassertemperatur nicht zu niedrig war ), dürfte eigentlich keine Lauge ausgetreten sein, egal wie hoch der Pegel am Anfang war.

Gruss
Olaf


von Max E. - am 18.06.2009 16:48

Soll jeder die Wasserwartung machen wie er will?

Habe ich auch gedacht. War aber nicht so. Der (geringe) Überlauf war konzentrierte Lauge. Habe ich dann gleich gemerkt. Nachgefüllt weniger als einen halben Liter, 0,2 Liter Lauge kam am Auslass an. Also, nicht erst beim Laden, sofort.

von Bernd Schlueter - am 19.06.2009 04:33

So, jetzt hab ich´s auch hinter mir

N´abend!
Ich hab heut auch meine erste Wasserwartung gemacht. (schwitz...) Leider macht mein Lader nur 1,6V/Zelle, aber laut Dir Bernd, reicht das ja.
Ich hab vorher die Akkus ganz leer gefahren und über Nacht noch über Verbraucher die Zellen entleert. Nach ca. 5 Std. laden mit anfangs 30A (Tebechop) waren die Akkus bei 1,55V pro Zelle und haben dann bei ca. 3-4A noch bis 1,6V/Zelle gegast. (2h) Dabei hat ein Akku Lauge ausgespuckt (ein paar Tropfen). Die anderen nicht. (Ich hatte die Akkus neu zusammengestellt und zum ersten mal Wasser nachgefüllt, da gabt schon gravierende Unterschiede beim Füllstand, obwohl sie beim Test alle 143-145 AH abgaben)
Ich habe dann pro Block ca. 0,3 l nachgefüllt. (Akkus per Schlauch verbunden) Ich finde das etwas viel. Ich lade sonst immer nur bis 1,52V/Zelle.
Jetzt habe ich aus Angst vor Laugenverlust den ersten Nachfüllstutzen dicht gemacht und am anderen Ende einen Schlauch in ein Glas mit Deckel geführt. Falls etwas ausläuft, geht es dann hoffentlich ins Glas und ich kann die Brühe dann später mal zurückkippen.

Meint ihr das funktioniert? (falls überhaupt was rausläuft, aber ich denke schon, denn ich habe beim Nachfüllen das Auto gerade gestellt, lade aber immer am Berg (4%).
Mal sehen
Gruß Stefan

von Stefan B. - am 23.09.2009 21:54

Re: So, jetzt hab ich´s auch hinter mir

Die Brühe musst Du unbedingt unter Luftabschluss verwahren, denn die Lauge zieht Dir sämtliches Kohlendioxyd aus der Luft und wird neutralisiert. Pottasche macht die Batterie nicht besser.
Natürlich weißt Du nicht, aus welcher Zelle die Flüssigkeit stammt und in den meisten Fällen landet sie beim Zurückfüllen in der falschen. Da wüsste ich auch gerne ein Patentrezept. Wenn man bei den total vollgeladenen Batterien die Lauge ständig umpumpt und die Batterie mehrfach umdreht, könnte es sein, dass man einen Laugenausgleich hinbekommt. Oder sogar einen Wechsel, wenn man sie umgedreht leerlaufen lassen kann und dann mit richtig eingestellter Lauge inclusive der besonderen SÄFTe , LiOH und so, auffüllt.
Einige warnen vor dann auftretenden evtl. Kurzschlüssen, andere sagen, das sei ausgeschlossen. Jeder also so, wie ihm gerade der Schnabel danach steht...

von Bernd Schlueter - am 24.09.2009 06:19

Saft akkus verschlossen oder offen???

Das mit dem Kohlendioxid verstehe ich jetzt nicht. Schließlich sind die beiden Nachfüllnippel ständig offen. Oder hat hier jemannd Kappen drauf? (Bei PSA-Fahrzeugen sind ja Schläuche drauf, aber bei allen anderen?

Fahrt ihr die Säfte offen???

Stefan

von Stefan B. - am 24.09.2009 16:43

Re: Saft akkus verschlossen oder offen???

Hallo

Durch das Syphonsystem der Akkus ist die Lauge durch das Wasser vob der Luft abgeschirmt.

Zum nachfüllen muß die Spannung so hoch sein daß alle Zellen gasen, dazu braucht es eine Strombegrenzung ohne Spannungsbegrenzung, das können die normalen Lader nicht.

Gruß

Roman

von R.M - am 24.09.2009 18:12

Re: Saft akkus verschlossen oder offen???

Nee, in Luft ist glücklicherweise immer noch sehr wenig Kohlendioxyd drin, da muss es schon ordentlich durch die Batterie blasen, ehe von den 0,036% Kohlendioxyd in der Luft eine erhebliche Menge zusammenkommt. Durch die kleinen Röhrchen brauchte das Jahrhunderte. Die Flugzeugzellen sind deutlich offener, da gibt es schon eine sichtbare Auswirkung, trotzdem wird die Lauge nie gewechselt.
Was aber an CO2 mit der Lauge in Berührung kommt wird hemmungslos und restlos aufgenommen, sofort. Also, nicht in einem offenen Gefdäß stehen lassen. Das dauert keine zwei Stunden, und Du hast nur noch Salzwasser, das Du gut zum Düngen verwenden kannst. Pottasche (Kalidünger) ist nichts anderes.
Bei unseren Säften braucht man die Lauge nie ersetzen, außer, man hat allzu sehr verdünnt.

von Bernd Schlueter - am 24.09.2009 18:14

Re: Saft akkus verschlossen oder offen???

Hi Roman. Ich habe ein bischen getrickst. Ich habe den Benning schrittweise hochgedreht, so dass der Strom immer so um die 3-4A hoch war. Wenn der Strom unter 3A absank, drehte ich die Spannung wieder höher. das ging so bis ca. 64,5V bei 8 SAFT-Blöcken. Ich denke, dass alle Zellen genügend gegast haben. Zumindest ist heute beim Laden nichts übergelaufen.
Wir sehen uns in Kist...
Gruß Stefan

von Stefan B. - am 25.09.2009 21:14

Re: Saft akkus verschlossen oder offen???

Also nochmal Bestätigung: Wartungs (Wasser-)Ladung geht auch durch schrittweises hochdrehen der Spannung am Ladegerät (Benning), so dass man immer schön unter 3A bleibt. Habe jetzt 10 km mehr aus den Akkus rausgeholt, nach der Wartung, kein Überlaufen von Lauge. :D Habe allerdings auch nicht bemerkt, dass die Akkus zuerst weicher waren, wie viele hier beschreiben.



von Stefan B. - am 29.09.2009 14:47

Lösung?

Hi Johannes.
Ich stehe kurz vor der Wasserwartung und habe mir deinen Threat nochmal durchgelesen.
Ich denke ich habe den Denkfehler gefunden.
Du sagst, dass innerhalb 30 Minuten nach Überladung nachgefüllt werden muss, die anderen halten dagegen, erst nach 30 Minuten.
Ich denke beides ist richtig, denn:

In deiner Anleitung vom evlite steht, dass das Teil nach Überladung in eine 72 stündige Erhaltungsladung übergeht und hierbei Wasser nachgefüllt werden kann und keinesfalls 30 Minuten nach abklemmen des Ladegerätes. Ich gehe hier mal davon aus dass nach der Überladung die "Erhaltungsladung" nur noch mit geringem Strom (1-2A) wirkt, woraufhin die Gasung marginal ist. Dann ist ein Wasserauffüllen nach meinem Verständnis kein Problem.

In der Anleitung von SAFT steht nur Überladung und 30 Minuten warten, hier steht nix von einer Erhaltungsladung. In dem Fall ist es klar, dass nach den 15A/22h (Bei 100 MRE) erst mal Ruhe ins Geblubber kommen muss, damit das Wasser gut reingeht.

Ich werde es nun so machen: nach Volladung "nur" 5 h überladen mit offener Spannung und max. 10A. Dann 20 Min. warten und langsam auffüllen.

Grüßle Stefan

von Stefan B. - am 17.07.2013 09:15

Re: Lösung?

JEIN

DARF ICH?


Also diese ZEIT-Angabe beinhaltet zwei Dinge.
Bei der Wartungsladung bzw beim Wasser-Nachfüllen muß im Akku der Theoretische und im Extremfall auch Praktisch auftretende höchstmögliche Laugen Stand - VORHANDEN SEIN.

Dazu muß der AKKU noch in dem Zustand sein wie er direkt nach der Überladungsphase (das ist Normalladung + 5Stunden Überladung) war -
a. Wenn der Lader vom Lichtnetz getrennt wurde.
ODER
b. noch am Netz in der Phase wo der "Selbstentlade" Ausgleich (also Standartladung + Überladung + Erhaltungsladung )noch so einen Tag lang läuft.

Also immer der Zustand herrscht, bevor das neue Wasser von ZELLE zu ZELLE ein- und überläuft, dort schon der Maximalstand vorhanden war!


@Stefan B
! Mischtst du hier Angaben mit Bezug auf den Fahrzeug internen Lader und dessen vorgehen der PSA-Fahrzeuge

Mit dem der allgemeinen Angaben der SAFT.

Aus dem Kopf - die max.10A kannst du auch nur nehmen wenn du einen Kühlkreislauf hast im Sinne Läuft. Weil sonst erwärmst du die Batterien -> Lauge zu viel damit ist der Dichteunterschied zwischen Lauge im Akku und dem zugeführten Wasser zu gering und es besteht die Gefahr des "Ausdünnens"

Und deine Annahme mit dem Blubbern ist auch falsch. - Die Folge ist wenn du beim Betriebsladen in die Gasungsphase kommst oder eben wegen Fehler ob tech. oder bedinungsbedingt - sogar deutlich überläds -
dann eben durch die Gasung - Lauge rausdrückst.
maheur....
Somit beim nächsten Füllen Ausdünst usw......
Grand Mahleur:rolleyes:
Und damit die Akkus ungleicher werden und im laufenden Betrieb ohne Einzelblocküberwachung immer mehr geschädigt ....... je nach Nutzung und Lader......

Und damit sind wir beim Erstbeitrag des Johannes!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

von thegray - am 17.07.2013 14:11
Zitat
thegray
Und damit sind wir beim Erstbeitrag des Johannes!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Genau so ist es :spos:.

Zitat
Stefan B.
Dann 20 Min. warten


WARUM warten :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: ???

In der Zeit des Wartens saugen die Seperatoren wieder Lauge auf und das darf nicht sein.
Bei der nächsten Wasserwartung tritt dann Lauge aus, versprochen!!!

Oder aber... Das Fahrzeug wird vorher an einen Dummen verkauft.
Es wird so verkauft, dass die Wasserwartung vernünftig gemacht wurde und für die nächsten 10.000km Ruhe ist.

Ich zitiere mich selten selbst.
...aber manchmal muss es sein.

Zitat
Multimegatrucker
Hallo allerseits und @ALL, die mit Nickel Cadmium unterwegs sind...

Jetzt fühlt sich sicherlich der eine oder andere auf den Schlips getreten, ich finde aber, man sollte darüber reden.

Wer von euch macht die Wasserwartung richtig???

Wer eine halbe Stunde nach der Wartungsladung wartet und dann erst Wasser nachfüllt, macht etwas grundlegendes falsch.
Ja sogar die "Vollladung" wird häufig als Wartungsladung bezeichnet.
Bei der richtigen Durchführung der Wasserwartung geht es nicht um die spätere Ladebehandlung der Akkus sondern alleine um die Bedürfnisse der Zellen.

Man stelle sich anstatt einer Saft-Zelle eine Wanne vor. In dieser Wanne liegt ein Schwamm. Dieser Schwamm ist vollgesaugt mit Lauge und destilliertem Wasser.
Wird nun eine Wartungsladung gemacht, die übrigens mit einer normalen "Vollladung" nichts gemeinsam hat, wird (bildlich gesehen) dieser Schwamm zusammen gepresst und alles an Flüssigkeit heraus gepresst.
Verantwortlich für diesen Vorgang ist die viel höhere Wartungsladungs-Spannung.
Diese viel höhere Wartungsladungs-Spannung sollte mindestens 5 Stunden lang anliegen, bevor nun entweder während diese Spannung anliegt, Wasser nachgefüllt wird, oder innerhalb von max. 30 min nach abklemmen des Ladegerätes, Wasser nachgefüllt wird.

Wartet man länger als 30 Minuten, beginnt der "Schwamm" wieder Flüssigkeit aufzusaugen und spätestens bei der nächsten Wasserwartung oder auch Vollladung wird Lauge aus den Akkus austreten was zur Folge hat, dass die prozentuale Laugenkonzentration nicht mehr stimmt und die Leistungsfähigkeit der Akkus abnimmt.

Bei richtiger Wartungsladung (bei meinem Berlingo sind es gepulste 1,85V/Zelle) mit Waserwartung, hat man anschließend das Gefühl von neuen und viel leistungsstärkeren Akkus.

Bleibt dieses Gefühl aus, hat man etwas falsch gemacht. :sneg:

Herzliche Grüße
Johannes



Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 17.07.2013 22:11
Hallo Leute,

ich hatte einen Microcar mit STM5-140 und automatischer Wassernachfüllung. Die ist zum Glück bereits 2005 ausgefallen.
Meine Beobachtungen / Erfahrungen
- DI Wasser wird bei Lagerung tendenziell sauer, ein paar Pellets KOH pro Flasche gleicht das aus
- vor dem Nachfüllen mit max. 1/10C gut überladen und Gasen lassen
- Gasen stoppt innerhalb weniger Minuten nach Abschalten der Ladung, 30 Minuten warten ist übervorsichtig (hat der Microcar aber gemacht)
- Nach der Wassernachfüllung ein bisschen fahren und nochmal Nachladen
Ich weiß, die STM5-140 haben einen viel größeren Laugenvorrat und die Überlaufeinrichtungen verhindern ein Rausdrücken von (schwererer) Lauge. Beim STM5-100 würde ich dem Nachfüllwasser noch etwas mehr KOH zugeben und die Nachladevorgänge generell begrenzen. So habe ich den Wasserverbrauch bei 8 Blöcken von etwas mehr als 1 Liter/1000 km auf 1 Liter/3000 km gesenkt.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 18.07.2013 07:28

Ruhe im Karton!!! Oliver hat recht

Ihr lasst so lange Wasser nachlaufen, bis es überläuft. Wenn dann nicht Ruhe im Karton ist, vermischt sich Lauge und Wasser und Lauge geht verloren bzw. wird in die letzten Zellen verschleppt.

Bei Geblubber ist das unvermeidlich. Also, die halbe Stunde oder wenigstens 20 Minuten abwarten. Aber auch nicht länger. Wäcker ställen.

Ich koste immer das köstliche Nass, was hinten herausfließt. neben dem köstlichen Cadmiumgeschmack setzt sich dann nur der des Wassers durch.

Leider ist durch den geplatzten Akku von Olaf Lauge in die Nachbarzellen verteilt worden. Gut, dass nichts Schlimmeres passierte. Es sieht so aus, dass das der ganze Schaden war. Ich habe jetzt alle 100 Zellen im Zugriff, von außen.

Nochmals: nie unbekannte Zellen, die ihr nicht SELBST getestet habt, mit den anderen zusammenschalten. Ralf hat mal seinen halben Batteriekasten bei der entstehenden Knallgasexplosion verloren.

Gero darf man, glaube ich, blind vertrauen. Johannes dürfte die Vorsicht in Person geworden sein.

Die Rückfahrt aus der Werkstatt mit original "Naturstrom" aus Düsseldorf nach Krefeld mit meinen alten, kurzgeschlossenen Zellen verlief traumhaft. Die Zellen kennen mich und ich kenne diese.
Naturstrom- einfach nur lecker. Bei Naturstrom gibt es eine Mitgliedschaft bei Park and Charge.

von Bernd Schlueter - am 18.07.2013 09:49

Erfahrung macht klug!!!

So, jetzt hab ich das ganze mal beim Kewet von meinem Freund Roland getestet, bevor ich an meine 100er bin. Er hat 140er drin.
Und: zu früh (nach 20 Min.) Wasser nachgefüllt, das Wasser kommt hinten raus (mehrere Blöcke zusammen) und dann sofort nachfüllen gestoppt. Aber wir Bernd ja sagt,das doofe Geblubber war auch nach 20 Minuten noch nicht am Ende. Es hat richtig viel Wasser (Lauge) rausgedrückt. Wir haben das ganze mit einem Schlauch nach oben begrenzt, aber es kann schon sein, dass der letzte Block, nachdem der Wasserstand wieder gesunken war, die ganze Lauge allein für sich wieder aufgesaugt hat und somit basischer ist als die anderen.

Beim Clio geht das so jedenfalls nicht, weil ich keinen Schlauch nach oben legen kann, weil die Ventile einfach abblasen und die Wasserlauge dann weg ist. Bzw. wenn ich sie auffange bekomme ich sie so einfach nicht wieder in die Blöcke.

von Stefan B. - am 25.07.2013 20:21

Re: Erfahrung macht klug!!!

Hallo Stefan,

irgendwann kommt klar das Wasser "hinten" also am letzten Block wenn mehrere in Reihe geschaltet sind raus.
Wenn es recht früh passiert ist eben ohne große Ausgleichsladungen gefahren worden und man hat wenig versprudelt.

Weiß nicht wo das Problem ist, ich lade am AX bis alle Blocks auf fast 9 Volt sind und ca. 10 Grad wärmer als bei Start, wenn ich die Ladung abgebrochen habe und das Kabel verstaut ist nehm ich den Kanister und fülle die 4 Stränge nacheinander auf bis Wasser austritt, fertig.
Bei den nächsten Ladungen vermeide ich lange Nachladephase, ev. gibt es sonst eine (handtellergroße) Pfütze unter dem Auslaß, ist aber keine nennenswerte Menge und eher ein Zeichen dass alles geklappt hat.

Wenn man keinen Zähler hat der die überladenen Ahs aufrechnet kann man ev. von Zeit zu Zeit an einem Block (am besten einer mit eher kleinerer Kapazität) mal nach dem Laugenstand schauen und danach entscheiden ob eine Wasserwartung nötig ist.


Gruß Martin

von Martin Heinrich - am 26.07.2013 06:22
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