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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
14
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, R.M, Torsten Wernecke, weiss, inoculator, Andreas Friesecke, hk12

Laugenwechsel: bringt das mehr Reichweite?

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 21.06.2009 11:48

Ich möchte an dieser Stelle nur einmal die Frage stellen, ob jemand nach dem Spülen der Zellen und Ersetzen der carbonisierten Lauge (Pottasche) irgendeine Verbesserung der Zellen beobachtet hat.
Soviel ich gehört habe, sollen die Wunderdinge, die man sich davon verspricht, so gut wie nicht eintreffen.
Oder könnte die Selbstentladung beinflusst werden?
Bei meinen Saxosäften dürfte das eh nichts bewirken, da über den einseitig verschlossenen, engen Zugang über den engen Schlauch kaum Kohlendioxyd in die Zellen gelangen kann.
Bei den Flugzeugzellen ist das etwas anderes, die bekommen mehrfach täglich einen vollen Luftaustausch mit, ehe sie dann nach ca 5 Jahren ausgemustert werden. Dann ist sicherlich eine Konzentrationseinbuße zu verzeichnen. Die Dichte bleibt gleich, weil das Kaliumcarbonat in Lösung bleibt.
Trotzdem, die Fluggesellschaften wechseln die Lauge nie. Es lohnt nicht. Aber Zellen, die nachlassen, werden frühzeitig ausgetauscht. Die guten in den Airbus, die schlechten für uns.
bernd

Also, bitte helft dem armen Carsten, damit der nicht unnötig Löcher in seine Klamotten brennt.
Mir helft Ihr auch damit.
Sind immerhin zig Liter Lauge, die ich zu wechseln hätte.

Antworten:

Re: Laugenwechsel: dreifache Reichweite

@ Moderator: Bitte Thema des Threads ändern.

Danke
Andreas

von Andreas Friesecke - am 22.06.2009 18:18

Re: Laugenwechsel: dreifache Reichweite

Vorschlag: 1,03 fache Reichweite, dann lohnt es nicht.

von Bernd Schlueter - am 22.06.2009 21:30

Neuer Aspekt

Viele Kunststoffe, wie das meistverbreitete Polythylen, lassen Kohlendioxyd, zu meinem Erstaunen, in Massen durch. Dies wurde bei in in der Eifel verlegten Wärmekollektorleitungen beobachteten, die sich durch den kohlendioxydhaltigen Boden mit Kohlendioxyd sättigten und Betriebsstörungen zum Beginn der heizsaison führten. Diffusionskoeffizient etwa doppelt so groß wie der von Sauerstoff.
Das könnte, je nach Kunststoffart, bedeuten, dass auch bei unseren Zellen die laugenkonzentration mit der Zeit mächtig infolge Neutralisation nachlässt.
Entsprechend wichtig wäre die Klärung der Frage.
Also, wer hat eine Verbesserung nach dem Laugenwechsel bemerkt?
Eine negative Rückmeldung liegt vor.
Zu einem früheren Versuch mit einer Schulbatterie kann ich auch nur Negatives berichten.

von Bernd Schlueter - am 23.06.2009 05:40

Re: Neuer Aspekt

Hallo,

nach meinem Wissen, wurde ein Kölner EL, welches garnicht mehr wollte, durch Laugenwechsel und mehrfaches Zyklieren reanimiert. Das es wieder rennt, habe ich am Wochenende gesehen.

@Bernd bei den STM5-100ern gehts natürlich auch, aber die mußt Du, soweit ich weiß, anbohren. Ich denke der normale Wassernachfüllstutzen ist auch bei ausgebauten Blöcken ungeeignet, da Du ja nicht bestimmen kannst wieviel Lauge in welche Zelle läuft und durchspühlen geht da doch auch nicht.

Gruß
Horst


von hk12 - am 23.06.2009 06:24

Re: Neuer Aspekt

Zitat
Bernd Schlueter
Viele Kunststoffe, wie das meistverbreitete Polythylen, lassen Kohlendioxyd, zu meinem Erstaunen, in Massen durch. ... Diffusionskoeffizient etwa doppelt so groß wie der von Sauerstoff.

hallo bernd :-)
dann nützt es dir nicht viel, egal was hier für meinungen es hier geben wird.
da die arbeit dann schneller zu nichte gemacht wurde als sich ein erfolg eistellen kann.
einmal weil der kunststoff schon selbst aus hauptsächlich C besteht und zum anderen
wegen der diffusion, denn in der luft gibts auch sehr viel davon.
also
gilt für dich an erster stelle mal fest zustellen was für ein kunststoff da bei deinen säften verwendet wurde...

von weiss - am 23.06.2009 06:48

Re: Neuer Aspekt

Hallo

Wo gibts in der Luft viel Kohlendioxid der Anteil ist irgendwo im ppm Bereich also nicht gerade viel.


Gruß

Roman

von R.M - am 23.06.2009 18:25

Re: Neuer Aspekt

hallo roman :-)
is wirklich wenig in der luft-sorry.
war ernsthaft der meinung, dass da wenigstens im %-satz welcher umgeht. :angry:

von weiss - am 23.06.2009 20:04

Re: Neuer Aspekt

So ist es und es bedarf schon sehr vieler Luftwechsel oberhalb des Laugenstandes, bis eine nennenswerte Menge Kohlendioxid zusammenkommt. Was in die Zelle dringt, wird allerdings sofort zu 100% gebunden. Schornsteinfeger messen mit dieser Methode den CO2-Gehalt desAbgases. Eingetropfte Kalilauge verfärbt sich, wenn sie durch Kohlendioxid in einer Glasflasche durch leichtes Schütteln neutralisiert wird.
Beim Flugzeug kommt eine ausreichende Menge zusammen, die Zellen sind nicht dicht. Beim PSA niemals. Allerdings würde auch die Diffusion durch die Wände der Akkus genügen, wenn diese aus PE bestehen würden. Das glaube ich aber nicht. Auch Gummischläuche sollten, je nach Material, sehr durchlässig sein. Trotzdem, auch da müsste Ventilation angreifen, die bei unseren geringfügigen Klettertouren ja fehlen.
Bei den offenen Leyboldakkus unserer Schulen sagte man, 20 Jahre, bis ein Laugentausch ansteht.
Habe ich gemacht, eine Besserung war nicht festzustellen.
Deshalb frage ich, ehe noch viele unnötige Arbeit investieren.
Die Laugenkonzentration ist nicht so einfach, wie Carsten es sich vorstellte, denn die Ionen bleiben nach der Neutralisation in der Lauge. Bei seinen Flugakkus sind auf jeden Fall erhgebliche Laugenanteile neutralisiert. Trotzdem wechseln die Gesellschaften und die Luftwaffe die Lauge nie.
Wenn sie nachlassen, was zu überaus unterschiedlichen Zeiten geschieht, werden die Einzelzellen zu 170 Euro das Stück ausgewechselt (VHP).
Ich gehe mal davon aus, dass den SAFTmischern diese Zusammenhänge gut bekannt sind und dass dies bei der Wahl des Gehäusematerials berücksichtigt wurde.

von Bernd Schlueter - am 24.06.2009 05:08
Moin,

nach langer Abwesenheit melde ich mich mal wieder.
Das Laugenwechseln bei den 40Ah Flugzeug NC hab ich nun entlich mal versucht.
Problem 1.
Die Lauge soll bei entladenem Akku getauscht werden !
Geht hier nicht da die Zellen, wenn entladen, "trocken" sind.
Also ganz Vollgeladen bis der Flüssigkeitsstand am höchsten ist und dann entleert.
Hier gibt es dann
Problem 2.
Durch die Form der Akkuöffnung lassen sich nur max 20ml entnehmen, bzw wieder auffüllen.
Das wurde bei der hälft der Zellen eines Satzes gemacht.
Bis jetzt habe ich noch keine großen Unterschiede messen können,
die Testreihe läuft aber noch.

Grüße Torsten


von Torsten Wernecke - am 07.07.2009 06:27
Zitat
Torsten
Also ganz Vollgeladen bis der Flüssigkeitsstand am höchsten ist und dann entleert.


Hallo Torsten,

jetzt bin ich ein wenig Irritiert, weil mein Kenntnisstand ist, daß eine geladene Elektrode am Luftsauerstoff sofort korrodiert und somit das Zeitliche segnet.

Hast Du den Laugenwechsel in einer Stickstoffatmosphäre durchgeführt?

Gruss

Carsten

von inoculator - am 07.07.2009 07:15
Hallo Carsten,

den Laugenwechsel hab ich ohne besondere Stickstoffatmosphäre gemacht.
Hab die Zellen einfach "auf den Kopf" gestellt.
Da es aber nicht möglich war die ganze Lauge zu wechseln , schätze ich das deshalb die Zellen noch nicht das Zeitliche gesegnet haben.
Wie gesagt, Verbesserungen waren bis jetztaber auch nicht messbar.

Grüße Torsten


von Torsten Wernecke - am 07.07.2009 07:44
Hallo

DieZellen dürfen nicht trocken sein, die müssen immer vollständig von Lauge bedeckt sein sonst ist was faul.

Vermutlich ist da irgend ein System eingebaut das verhindert daß die lauge komplett rausläuft.


Gruß

Roman

von R.M - am 07.07.2009 20:10
Also, bei den Säften mit Nachfülleinrichtung und deshalb ohne Stopfen, so behaupte ich, kann überhaupt kein CO2 eingedrungen sein und der Kunststoff sollte CO2 und O2-dicht sein, sonst wäre Saft nicht das, was man von Säften erwartet.
Bei den Alpays aus den Awackschabracken sitzt ein undichter Stopfen, die könnten sich verständlicherweise über einen laugenwechsel freuen. Ganz sicher bin ich mir da aber nicht.
Nach dem, was Torsten da sagt, würde es mir auch keinen Spaß machen, es sei denn, ich stelle den ganzen Saxo auf den Kopf.

von Bernd Schlueter - am 08.07.2009 10:30
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