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Massiver Leistungsabfall von NiCd-Akkus nach < 10 km Fahrt!!

Startbeitrag von Christian/Lochen am 25.06.2009 05:39

Hello out there!

Hab' mir ehrlich gesagt nicht gedacht, daß ich mich so oft hier eintragen werd' müssen (dürfen wär da schon netter).
Dringende Frage des technischen Laien (ich) an Euch BastelProfis und Elektroexperten:

unser EL, Bj. 2000, hat insgesamt sechs Ni-Cd-Akkus zur Stromspeicherung - seit rund 1/2 Jahr fahr ich damit täglich an die 30 km hin und retour zur Arbeit - problemlos.
Geladen wird immer gleich - Ladegerät Schalter auf IU für Zeitraum zwischen vier und 10 Stunden (bis spätabends oder über Nacht) und etwa 1 x im Monat eine Vollentladung bzw. anschließende Volladung über 12 Stunden mit Schalter am Ladegerät auf IUIO und anschließendem Auffüllen von Wasserverlusten in den Akkus.

MEIN PROBLEM:
-> die letzten beiden Tage nach Ladezeit von jeweils rund 10 Stunden (!) war zunächst die Spannungsanzeige nicht ganz voll, heute fiel dann innerhalb der ersten 5 (!) Fahrkilometer die Leistung sehr schnell massiv ab - mit Müh' und Not habe ich es so noch über ein paar Hügelchen in die Arbeit geschafft wo das EL jetzt strafweise mit Strom vollgepumpt wird.

WAS kann denn dafür die Ursache sein? Gibt's dazu irgendwelche Abhängigkeiten z. B. in Zusammenhang mit Feuchtigkeit (?) - ich frag' nur, da es in den letzten Tagen bei uns sinnflutartige Niederschläge gegeben hat ... was könnte sonst eine Rolle spielen - wie gesagt, das EL lief bisher - zumindest was die Distanz von rund +/- 50 k's betrifft problemlos!

Bitte um dringende Hilfe - vielen Dank und lg,

Christian

Die 50 interessantesten Antworten:

Hallo ChriSSi,

wenn Du keinen deutlichen Hinweis auf ausgetretene Lauge hast oder hattest (man sieht das auf dem Block), würde ich das Thema erstmal an 2te Stelle setzen.

Bevor Du irgend etwas machst, solltest Du in jedem Fall messen!
Wie oben beschrieben die Einzelspannungen der Blöcke, aber auch die Ladetechnik. Stimmt die Ladeschlußspannung noch? Lädt das Gerät noch mit der erwarteten Amperezahl?
Weicht ein Block in seiner Spannung gravierend von den anderen ab, deutet das auf eine/mehrere defekte Zellen hin. Da eine defekte Zelle ihre Nachbarn mit in den Keller zieht, ist die gesamte Leistungseinbuße unübersehbar.

Durch ca 30° Kippen der Blöcke entlang ihrer Längsachse kannst Du durch das Gehäuse erkennen ob in allen Zellen gleich viel Flüssigkeit ist. Bei Zellschluß würde das Wasser dieser Zelle verdampfen.

Gruß
Horst

von hk12 - am 25.06.2009 13:12

Re: Wasserwartung richtig gemacht (!)

Hast Du denn überhaupt die Zellen mit den nur zwei Zugängen für den Schlauchanschluss? Nur bei denen kannst Du eigentlich etwas falsch machen . Niemand würde im entladenen Zustand Zellen mit einzelnen Schraubdeckeln füllen, bis die Lauge überläuft. Also, demnach sollten tatsächlich eine/einige Zellen total hin sein. Watt? Du hast kein Vielfachmessgerät für 4,95 Euro? Nun aber mal dalli, Frau Specht. Ehe Dir die Nachbarzellen wegen Überhitzung wegbrennen.
Aber erst einmal prüfe, ob Du Deine Akkus richtig geladen hast. 1,45 Volt solltest Du allermindestens beim Laden der Zellen erreicht haben, also ein Fünferblock ca. 7,25 Volt. ( Volt sind üblich, manche sprechen von mehr. Teste bitte die Spannungsanzeige des Billiggerätes, indem Du mit einem besseren vergleichst! meistens sind auch die Billiggeräte sehr genau, aber nur meistens, deshalb bitte einmal ein Vergleichsmessung! Volle Lithiumknöpfe haben beispielsweise 3 bis 3,05 Volt. Fotoapparat/Uhr...


von Bernd Schlueter - am 25.06.2009 16:51
... die Krönung:
sind die NiCd's jetzt völlig hinüber - das gibt's doch nicht?
Wollte nach circa 8 Stunden Laden den Heimweg (13 km) antreten - kam nicht einmal 500 m weit. Ladestand/Leistung fiel von 9 (von 12 Skaleneinheiten) binnen Metern auf 1 und dann 0!!!!

Hab über Eure Wasserwartungsbeiträge gelesen bzw. nachgedacht - einmal hab ich zwei von den sechs Akkus vielleich mit Nachfüllen etwas überfüllt, denn da hab ich das überlaufende Wasser nicht gleich registriert d. h. kann sein, daß ich da zwei Trichterchen (1 Trichter hat wohl 1/16 l oder so) dazugefüllt hab - ergo damit ggf. die Lauge verdünnt.

Da ist aber rund zwei Monate her und kann wohl hoffentlich nicht zu SO EINEM ERGEBNIS FÜHREN.

Bin (jetzt mit dem Zug, dann circa 3/4 Stunde zu Fuss und per Anhalter heim und ) ZIEMLICH VERZWEIFELT, denn ich glaube an die Technologie und dass wir alle gemeinsam unsere eine Welt zum Besseren verändern können, aber dieser, unser EL mit seinen gezählten acht oder neun Kinderkrankheiten in einem 1/2 Jahr macht es mir nicht leicht diesen Glauben aufrecht zu erhalten ...

... jetzt muss erst einmal abgeschleppt werden ...

Christian - demotivated

von Christian/Lochen - am 25.06.2009 19:14

Re: Wasserwartung richtig gemacht (!)

Also die Akkus sind so zusammengestellt:

1 x 4 Stück:
1 Akkus Schlauchzugang, verbunden zum 2., dieser zum 3., dieser zum 4., und dort der Überlauf und dann noch
1 x 2 Stück
montiert zwischen den Fahrerbeinen d. h.
1 Akku mit Schlauchzugang verbunden mit dem 2. und dort Überlauf ....

WERD EH GANZ SCHNELL DAS MESSGERÄT KAUFEN GEHEN - aber:
die NiCd-Akkus sind NEUE, mann, eh, d. h. der Vorbesitzer hat sie einbauen lassen und ist die Dinger circa 2 000 k's - ich jetzt nochmal 2 200 k's durch Hügelland (?) gefahren, in Summe also 4 200 - sollten aber seiner Aussage zufolge in etwa 40 000 bis 50 000 k's halten ... damit sich die Sache hinsichtlich Gesamtkosten (im Vergleich zur herkömmlichen Benzin/Diesel-Stinkkarre auch rechnet) und man neben dem puren Idealisismus auch wirtschaftlich a bissi profitiert.

Gruss,

Christian, demotivated

von Christian/Lochen - am 25.06.2009 19:25
Hallo,

ich habe jetzt seit 2 1/2 Jhren und 25.000 km die NiCd von Saft drin und zwar gebrauchte.
Wasserwartung:
Da wird regelmäßig was falch gemacht. Ich habe in 2 Jahren nicht mal 5 Liter nachfüllen müsssen und es reicht auch jedes halbe Jahr.
Etwa einmal alle 2 Monate fahr ich es bis zum Stillstand leer und lass dann noch Heizung und Lüftung Stufe 1 laufen. Danach lade ich 4 Stunden auf.
Ich habe ein Ladegerät, das 30Ah macht und lade etwa 3-4 Stunden direkt vor der Abfahrt.
Ladeendspannung ist 62V bei 8 Blöcken. Da kommen sie kaum zum Gasen.
Wenn ich die Wasserwartung mache, dann lade ich erst voll. Dann trenne ich auf jeweils 4 Blöcke (mein Ladegerät macht nicht mehr als 62 V) und lade mit ca 20A. Dabei bleibe ich stehen und messe laufend bis die Blöcke auf 8,8 bis 9 Volt sind. Das dauert nicht mehr als ca 10 min.
dann lade ich die andere Hälfte der Blöcke bis auch dort jeder 8,8 bis 9 V hat.
Ich warte dann noch ca 15min und fülle dann Wasser nach.
Damit ist sichergestellt, dass beim nächsten Laden mit 7,5V/Block kein Elektrolyt auslaufen kann.

Wahrscheinlich hast du durch dein andauerndes Wasser-Nachfüllen unter zu niedrieger Endspannung die Lauge derart verdünnt, dass du jetzt mit destiliertem Wasser fährst bzw nicht fährst.

Schade drum.
Schade um das viele Geld,
Schade um das Ansehen der Batterien und der Elektromobilität.

PS: Mein Peugeot 106 wird etwa alle 4 bis 5000km mit Wasser beglückt.
Ich lade selten ganz voll und fahre auch nur selten ganz leer aber ich fahre immer sofort nach dem Voll-Laden los.
Pro Wartung (mit EV-Lite als Wartungscomputer) brauche ich nur 5 - 10 L Wasser.


von Bernhard Stroop - am 25.06.2009 20:10
Halt, noch ist nicht sicher, ob die Akkus überhaupt voll geladen wurden. vielleicht ja nur mit 6,8 Volt pro Fünferpack, das wäre für Akkus nach Mercedes-Usus normal, aber ein Nicad nimmt so kaum Ladung auf, merkt sich das und schwelgt in Erinnerungen. darum heißt der Effekt ja auch so.Miss bitte sofort die Spannung, bis zu der Dein Ladegerät lädt. Sollte das so sein, wie ich es hier beschrieben habe und für Dich hoffe, ist Polen überhaupt nicht verloren und ich sage Dir dann, was Du zu machen hast:
Austretende Lauge auffangen, in ein lustdichtes Glasgefäß packen und , evtl. mit destilliertem Wasser verdünnt bei den nächsten Malen damit auffüllen. Bis alle Lauge wieder drin ist. Du hast übrigens dabei die von vielen erträumte Gelegenheit, die Laugendichte zu messen, was Du bitte dann auch sofort tust!
Dann sehen wir, ob Du den Hasen in den Pfeffer gelegt hast.

Noch ist Wien nicht verloren, sagte sich der Kaiser, als der Jan aus Polen kam, der sich danach gleich über die Äpfel hermachte. So teuer ist das Messgerät aber nicht, selbst, wenn Ihr in Oberösterreich nicht diese Apotheken von Conrad haben solltet.

Ich akzeptiere ja auch die Spannung, die Andreas nennt, zumal sie über den von mir genannten 1,45 Volt pro Zelle liegt, also 7,25 Volt, aber ab und zu darf und sollte man auch höher laden lassen. Vorsicht! Du noch nicht so einfach. Es könnte sein und das wollen wir ganz schwer hoffen, dass dann die Lauge nur so aus Deinen Schlauchenden spritzt, denn dann wird alles wieder gut, wenn Du sie auffängst und verschließt, damit kein Kohlendioxyd aus der Luft mehr daran kann.

Damit Du den von Dir hoffentlich verschuldeten memory-Effekt wieder loswirst, musst Du nämlich sowohl ganz entladen, das hast Du bereits fleißigst getan, aber dann bitte auch ganz ganz voll aufladen. Dann geht es ganz langsam, peu a pö. in die Höh. Bei mir tuts das immer noch, nach
1 1/2 Jahren, die ich sie besitze. Denn falsch behandelte Nicads sind furchtbar nachtragend.


von Bernd Schlueter - am 25.06.2009 20:46
Hallo

Das mit dem Lauge verdünnen halte ich für ein Gerücht, überleg mal wieviel Wasser da durch müßte, wenn er z.B. 0,5 l Wasser hat überlaufen lassen und der war mit etwas lauge versetzt dann fehlen im vielleicht 10 g Kalilauge, das hat bei 8 Blöcken sicher keinen Einfluß.

Konzentrierte Lauge wie sie in den Akkus verwendet wird ist was anderes als viele meinen, damit hat du normalereweis innerhalb weniger Sekunden deine Pfoten verätzt wenn du da rein fasst, bei 10g/l wird die Haut schon nach wenigen minuten weiß.

Ich fange den Überlauf auf und als mir die Akkus übergekocht sind war vielleicht 0,25l im Auffangbehälter und was da an Lauge drinnen war ist lächerlich, etwa 2g gelöstes KaoH.

Da schwankt die Dichte in den Akkus zwischen voll und leer mehr.

Ich würde mal messen vor allem ob das Ladegerät funktioniert und ob der Spannungsabfall nicht irgendwo anders herkommt, bzw ob die Anzeige nicht defekt ist, das Display ist sauempfindlich gegen Massefehler, ein etwas korrodierter Draht an der zentralen Masseschraube und schon zeigts nur noch die Hälfte an.

Als Grundausstattung würde ich ein Multimeter und eine DC Strommesszange vorschlagen, als Kombigerüt für etwa 50¤ zu haben.

Gruß

Roman

von R.M - am 25.06.2009 20:47
Hallo Christian,

noch ein paar Hinweise:

- Wenn bei mir ein Akkus durchgebrannt ist, dann immer mit einer deutlich wahrnembaren Geruchsbelästigung. Das hättest Du irgendwie bemerkt.

- Weiterhin war auch meistens das Fahren mit einer kurzgeschlossenen Zelle noch gut 10-20km möglich. Teilweise sogar noch länger.
Sollte eine Zelle einen 'schwachen Kurzschluss' haben, dann ist sie einfach leer und polt sich unter Last mächtig um - dann kommst Du nicht mehr weit.

- Auch kann es sein, dass Dein Strang (warum auch immer) gar nicht vollgeladen wurde...

Schlussendlich wirst Du über die Messung der einzelnen Blockspannungen die Lösung finden...

Gruß
Andreas

von Andreas Friesecke - am 25.06.2009 21:05
Also, wir sind alle zuversichtlich...
Ich kann nicht für das Ladezustandsanzeigegerät im Cityel sprechen, aber meines geht jedenfalls nicht über Spannungsanzeige. Das misst die tatsächlich geflossene Ladung und nach ein paar Malen Ladung zeigt es 100% bei der höchsten geflossenen Ladungsmenge, unabhängig davon, ob da nicht noch viel mehr hereingepasst hätte, nur weil das Ladegerät das nicht zuließ.
Dann werden von dem Ding 5km Kapazität tatsächlich mit 100% Ladung bewertet und die Anzeige geht jeden km um 20% herunter, Bei meinem Saxo geht sie pro km um gut 1,1% herunter.
Da wir Nicads haben, werden die Zellen normalerweise von den Franzosen hoffnungslos überladen, was wir alle hier im Kreis für falsch halten, aber so, wie es hoffentlich bei Dir passiert, ist es viel schlimmer.

Das eingebaute Ladegerät des Cityel ist nicht für Nicads, erst, wenn es richtig eingestellt ist.
Mit der Ladetechnik musst Du Dich leider auseinandersetzen und Du solltest nicht die Ladevorschriften von den Aubern (Hersteller) oder von SAFT in Frankreich beachten, wir alle, Bernhard, Roman , Andreas und ich halten diese für falsch bezüglich der regelmäßigen Überladung, aber auch das Gegenteil, bitte nicht.
Mit den Nicads bist Du normalerweise nicht nur für Oberösterreich bestens gerüstet. Damit schaffst Du in Südtirol sogar den Kamin der drei Zinnen.

Lies auch ein wenig über die gefährlich ätzende Kalilauge nach, die merkwürdigerweise gerne in eisernen Gefäßen aufbewahrt wird! Beim Kochen wirds Glas angegriffen und Du ohnehin. Niemals das Cityel im Wohnzimmer laden.Selbst Ötzis werden dann zu Ätzis.


von Bernd Schlueter - am 26.06.2009 02:03
Hallo und guten Morgen!

Danke für Eure Meinungen und Ratschläge - Abschleppen, Messgerät kaufen und messen ist jetzt als erstes angesagt. Kann mir aber selbst als Laie auch nur schwer zwei Dinge vorstellen:

(1.) ich habe das EL jetzt seit 1/2 Jahr im täglichen Arbeitswegeinsatz und seither rund fünf Mal komplett ent- und wieder voll beladen mit anschließendem Wassernachfüllen; dabei habe ich ungefähr 2 l destilliertes Wasser eingefüllt; davon ist immer ein guter Teil danebengelaufen, sprich habs mit einem kleinen Trichter eingefüllt und da ist zunächst schon einmal nur ein Teil in die Akkus gelaufen; hab daher meistens die ersten vier von den Wasserschläuchen her getrennt und die ersten zwei nachgefüllt, bis das Wasser etwas übergelaufen ist; dann die zweiten zwei; die beiden anderen - die in Serie geschalten sind, hab ich meist einzeln, einen nach dem anderen befüllt bis zum Überlauf; übergelaufen ist dann immer nur ein klein wenig ... bis ich es halt gesehen habe, daß das Wasser wieder rauskommt; ein einziges Mal hab ich den Überlauf bei den vier zusammenhängenden Akkus nicht so gut beobachtet und da hab ich vielleicht drei - vier Trichterchen - alles in allem vielleicht 1/4 l überlaufen lassen ->

KANN ES SEIN, DASS DADURCH WIE EINIGE HIER MEINEN DIE LAUGE DERART VERDÜNNT WORDEN IST, dass nichts mehr geht?

Und ist es zudem vorstellbar, daß man
an einem Tag ganz normal fährt, am nächsten Tag mit geschätzer 1/2 Leistung und am übernächsten praktisch mit keiner mehr??

(2.) Wenn ich merke, daß die Akkus keine Spannung mehr haben bzw. auch nach dem Vollladen(Schalter IUIO am Ladegerät) keine mehr aufnehmen wie bzw. kann man die Akkus überhaupt sanieren? Schätze einmal, daß ich dieses Service ohnehin in die Hände eines kommerziellen Fachmanns geben werde, da der EL ja - leiderleider - noch mehr Leiden hat.

Gruesse aus dem heute (!) komplett heiterem Suedoberoesterreich,

Christian




von Christian/Lochen - am 26.06.2009 05:23
Hallo Christian,

es muß beim Einfüllen von destiliertem Wasser am Ende der Akkukette Wasser austreten. Wenn aber die Akkus beim Einfüllen nicht richtig voll geladen waren, dann tritt bei der nächsten Ladung die Lauge aus. Und dann wird beim nächsten Einfüllen die restliche vorhandene Lauge verdünnt. Wenn Du wirklich so wenig Wasser nachgefüllt hast, sollte das nicht der Fall sein. Vielleicht hat einen defekten Block und wenn du fährst, wird dieser Block schneller leer und wird dann umgepolt. Dann fehlt Dir natürlich die Spannung und Deine Elektronik macht dicht. Am Besten ist es, wenn Du an jeden Block eine eigene Spannungsanzeige montierst. So kann Dir das nicht passieren, da Du während des Fahrens jede Spannung sehen kannst.
Ich habe mir das System von Gero in meinen Peugeot eingebaut. So kann ich auf dem Display die Gesamtspannung, den Strom, den verbrauchten Strom und die Akkutemperatur sehen. Auf der zweiten Seite wird dann der beste und der schlechteste Akku angezeigt. So bin ich immer auf der sicheren Seite.

Gruß
Gunther

von GDE - am 26.06.2009 06:39

Nicads zeigen nach dem Laden keine Kapazität

Noch kann gar nichts gemessen werden und die Akkus können, bis auf den eingetretenen memory-Effekt, völlig in Ordnung sein. Wenn die Ladespannung nicht reicht, muss das passieren, was jetzt der Fall ist. Klar wird dann ein Liter Lauge austreten, wenn dann zum ersten Mal voll geladen wird. Auffangen und luftdicht verschließen, Glasflasche, keine Gummi, Plastidichtung, Holz, Kleidung, Haut wird alles zerfressen. Also Wasser bereitstellen, falls es ein Unglück gibt. Ansonsten, keine Panik.
gerade Nicads sind fast total unempfindlich, was ungleiche Batterien angeht. Entsprechend viel muss halt überladen und tiefentladen werden, ohne dass das schadet. Erst, wenn die Unsymmetrie der Akkus 10% überschreitet, sollte man zu anderen Maßnahmen greifen.
Zunächst reicht das 12 Volt-Spannungsmessgerät. Welche Spannung hat jede einzelne SAFT, wenn der Lader und die Ladeanzeige meinen, der Akku sei voll? Das beantwortet dann wahrscheinlich jede Frage.
Sind wider Erwarten doch kranke Kandidaten unter den Akkus, können wir immer noch Maßnahmen ergreifen.
Also, ran an die Steckdose, Spannungen messen. Nach maximal 1/2 Stunde sollten die Akkus fälschlicherweise von Ladegerät und Ladeanzeige als proppevoll erkannt werden.

Solltest Du Akkus aus den bekannten schlechten Serien gekauft haben, ist es tatsächlich möglich, dass einige Deiner Zellen einen temporären Separatorkurzschluss haben und völlig zerstört sind. Nur dann sieht es finster aus.
Irgendwo am oberen Rand ist das Herstellungsdatum im ziemlichen Klartext aufgestanzt. Was steht darauf? Bitte nicht 1998 oder 1997. bernhard weiß dazu, glaube ich, mehr.
Meine Kiste stammt aus der Zeit, aber die fehlerhaften Zellen wurden offensichtlich bei Citroen ausgewechselt, danach aber wieder falsch behandelt.Deswegen habe ich schon seit nun 1 1/2 Jahren unter dem immer noch nicht ganz verschwundenen memoryeffekt zu leiden.
Du weißt, was Du zu tun hast, alles andere ist erst einmal unwichtig. Ein billiges digitales Vielfachmessinstrument, das Du bitte einmal mit der Lithiumknopfzelle oder dem Messgerät des Elewktrikers vergleichst (20 Volt-Bereich) muss her. ebay, Apotheke oder so. Selbst mancher Bergbauer besitzt, im Gegensatz zu Dir, ein solches.
Schau bei ebay unter "Multimeter", Neugerät. Unter Artikelnummer 120427243607 findest Du auch ein solches, das auch hohe Gleichströme misst. Muss nicht sein, 5 Euro reichen, ist aber nützlich.
Gemessen wird der Strom durch bloßes Umklammern des Drahtes, irgendwie. muss vorher immer auf Null gedreht werden. Wechselstromzangen sind für uns unbrauchbar und billiger.

Solltest Du Zellen aus den defekten Serien angedreht bekommen haben, stammen die vom Müllplatz von PSA. Die wurden alle ausgewechselt und du wärest angeschmiert worden. In Deutschland werden leider auch solche gehandelt. Elektroautofahrerinnen sind allerdings Ehrenfrauen, die tun so etwas nicht.


von Bernd Schlueter - am 26.06.2009 08:13
Zitat
Bernd Schlueter
Chrissi, lasse Dich bitte nicht übers Ohr hauen. ich denke erst mal, dass da nichts defekt istund nur das Ladegerät fälschlicherweise für Bleiakkus eingestellt ist.


Hi Bernd,

das kappier ich jetzt nicht. Was hat der Rat ein Messgerät zu nehmen und sowohl Ladetechnik als auch Batterien zu checken mit "übers Ohr hauen zu tun"? :confused:
Das ist doch ein wesentlich handfesterer Ansatz, als obskure Vermutungen über möglicherweise fehlerhafte Wasserwartung.
Also ich finde: erst Daten sammeln und dann Rückschlüsse ziehen.

Fakt ist erstmal, das Christian einen plötzlichen, signifikanten Reichweitenverlust hat.
Wenn er nicht an seinem Lader rumgestellt hat, kann der plötzliche Reichweitenverlust nicht damit zusammenhängen das die Ladetechnik (für Blei) zu niedrig eingstellt ist (das ist sie dann nämlich schon länger). Es ist aber durchaus möglich, das die Ladetechnik durch einen internen Fehler nicht mehr richtig lädt. Auch ein Wasserwartungsfehler würde sich nur so krass äußern wenn unmittelbar vorher unübersehbare Mengen Lauge ausgespukt worden währen. Damit meine ich nicht das destillierte Wasser welches er hat überlaufen lassen.

@Christian: gibt es schon Messergebnisse?


Gruß
Horst



von hk12 - am 27.06.2009 18:20

EL funktioniert wieder (???) - ergänzende Frage

Hallo!

Glaubt es oder glaubt es nicht ...
Haben das EL jetzt nach Hause geschleppt und ich hab mir die Akkus einmal optisch angesehen, Defekte bzw. Spuren von ausgetretener Lauge konnte ich dabei nicht ausmachen - übrigens wurden die sechs Akkus (vier und zwei in Serie) samt dazugehörigem Ladegerät von einem Techniker des Ladegeräteherstellers beim Vorbesitzer eingebaut - vermute also einmal, daß die Einstellung des Ladegerätes etc. passen muß.

Hab daher das EL dann gestern mit Schalterstellung IU am Ladegerät für gut 10 Stunden angehängt (Ladestromzufuhr sollte ja aufhören, wenn die Akkus voll sind) und gerade eben eine Testfahrt gemacht:

im EL eingebaute Ladestandsanzeige war dabei VOLL - kam mir schon eigenartig vor, ging ja zuletzt nicht mehr, d. h. auch nach ähnlicher Ladestandsdauer wurden nur 8 von 12 Skalenteilen angezeigt - fuhr also meine Testrunde insgesamt 28 km mit vier Hügeln diese bergauf retour und wieder bergauf - problemlos!

Hab ein einziges Phänomen und frag mich ob das ursächlich mit dem leistungsmässigen Totalausfall vor kurzem zusammenhängen kann:

bergab aber auch auf gerader Strecke bei gutem Topspeed geh ich mit dem Fuß oft einmal vom Antriebspedal ab - drücke ich dieses anschließend erneut kommt es vor, daß KEIN ANTRIEB von den Akkus kommt sprich, die Geschwindigkeit nachlässt, das EL ausrollen würde ...

Meine LÖSUNG dafür ist - Zündung kurz abdrehen, Zündung neu aufdrehen und das Antriebspedal funktioniert wieder normal ?!?!?

Kann das mit dem Problem des komplett schnellen Leistungsabfalls zuletzt zusammenhängen??

Hatte übrigends noch ein kleines Wunder kürzlich in diesem Auto - eingebauter Radio mit CD-Wechsler läuft super, doch vor kurzem ging dann der Ton bei laufendem Gerät auf einmal nicht mehr - hab über Wochen nichts daran gemacht - und OH WUNDER - eines Tages und seither problemlos läuft das Ding wieder?!?!?! Wakelkontakt?

Gruß aus dem grauingrau sinnflutartig beregneten Lochen,

Christian

von Christian/Lochen - am 28.06.2009 10:33

Re: EL funktioniert wieder (???) - ergänzende Frage

hallo christian :)
wenn du den orginalen trafolader noch verbaut hast, dann hängt sich bei dir die ladeelektronik auf. da hilft nur eins: abklemmen und nach 10min. wieder anklemmen.
bei dem gibts auch noch eine zentralmasseanschluß der macht auch gerne probleme.

solltest du allerdings keinen trafolader mehr haben:
was hast du für überwachungsanzeigen verbaut? ich meine die von den batterien und eventuell von zusätzlichen anzeigen.

das sich ein DC-DC-wandler aufhängt hab ich bis dato noch nicht gehört. der liefert oder er ist tot.

beim radio ist es recht einfach, da gibts eh nur 3 kabel und eins davon kann ist der übeltäter...

von weiss - am 28.06.2009 12:59

Re: EL funktioniert wieder (???) - ergänzende Frage

Moin,

Zitat

... Ladestandsanzeige ... 12 Skalenteilen ...


Das riecht nach dem schlechten alten Kappamesser (Kapazitätsmesser).

Frage zur Sicherheit: Sicher hast Du dann noch einen mechanischen Kilometerzähler? Keinen mit LED-Anzeige? Die Ladestandsanzeige ist ein Dreiviertelkreis?

Thema Kappamesser:
- Das ist ein Teil von eher "historischem" Wert.
- Er stellte damals den Versuch dar, dem Piloten den Ladezustand der Batts in Form einer klassischen Tankanzeige zu präsentieren.
- Es wurden die geladenen Ah gemessen und beim Fahren die entnommenen Ah.
- Wurde eine voreingestellte Differenz Ahgeladen - Ahentnommen unterschritten, wurde das El stillgelegt.
- Der Kappamesser ließ sich durch alles Mögliche aus dem Tritt bringen, zeigte dann falsche Werte an, legte grundlos ELs still... und wurde schließlich nicht mehr verbaut... Genau das ist Dir höchst wahrscheinlich passiert.

Sieh zu, dass Du das Ding los wirst, z. B. so: Überbrückung Kappamesser

LG Wolfgang


[EDIT]
PS: Ich lese gerade: Du bist der "Kollege", der neulich eine kaputte Hauptsicherung hatte.
Das Abklemmen der Batts war eine ziemlich sichere Methode, den Kappamesser aus dem Tritt zu bringen. Vor allem dann, wenn sich der Ladezustand beim Wiederanklemmen geändert hatte.
[/EDIT]



von Wolfgang Siebert - am 29.06.2009 09:12

Re: Kappamesser / Altes Cockpit? Neues Cockpit?

Moin Horst,

Zitat

wenn ich es richtig verstehe, hat Christian das neue Cockpit.

Hmm.
Ein digitaler km-Zähler spricht dafür.
Eine Batterieanzeige mit 12 LEDs in Form eines Dreiviertelkreises spricht dagegen.

Vielleicht ein altes Cockpit mit Fahrrad-Tacho oder sonstwie aufgemotzt?

Wenn die LEDs fleißig dem Gasfuß folgen, wie eine Aussteuerungsanzeige aus dem HiFi-Bereich, dann ist es eine Spannungsanzeige. Folgt die Anzeige ganz gemächlich, den gefahrenen km, natürlich antiproportional, werkelt da ein Kappamesser.

Das Fehlerbild nebst Historie sieht für mich doch sehr nach Kappa(ver)messer aus.

Christian kann ja mal die Bilder seines Cockpits mit denen im Wiki vergleichen und dann Laut geben... Für u. a. diesen Zweck hatte ich ja auch quasi "verlinkt".

LG Wolfgang


[EDIT]
Jetzt habe ich einen echten Link zum Thema KMesser hingekriegt (siehe Post oben).
[/EDIT]


von Wolfgang Siebert - am 29.06.2009 14:21

EL FUNKTIONIERT WIEDER NICHT *grummelgrummelgrummel ...* ...

... Morgen (schlechten)!

Gestern geladen - nach circa 4 Stunden gleiche Ladestandanzeige wie nach 6 bzw. nach 8 Stunden, diesmal nur 8 von 12 Skalenteilen - erschien mir schon nicht ganz 'koscher', dann abgehängt - heute morgens Start - nach 200 m Abfall der Spannung auf Notbetrieb, sprich, Radio, Wischer, LED-Anzeige aus, also retour, rauf auf's Mountainbike.

GUT - klingt jetzt also auch für mich Laien nach Wackelkontakt:

wie geh' ich nun am besten vor? Muß wohl jedes Kabel bzw. Kontaktstelle vom Gaspedal bis zu den Akkus messen bzw. daran ruckeln immer mit dem Blick auf die LED-Anzeige oder - so müßte man den Bösewicht am schnellsten finden?

Was diese These für mich jetzt auch noch stützt ist die Tatsache, daß mein Arbeitsweg - sehr zum Leiden des 'zarten' EL vom Belag mehr ein 'rauhes' Plaster ist, d. h. ich ständig am Slalomfahren bin auf der Suche nach der 'Ideallinie', es aber dennoch immer wieder ein Gehopse und Gepolter ist - und das wiederum die Problematik auslösen bzw. wechselweise wieder beheben könnte.

Schönen Tag,

Christian

von Christian/Lochen - am 30.06.2009 05:25

Re: Und jetzt einmal 'bloed' gefragt (nicht lachen!) ...

Ja! Natürlich!

Versuche es doch mal mit etwas mehr Selbstvertrauen und Eigeninitiative: Ins Internet bist Du ja auch reingekommen und das "wie Messen" hast Du Dir auch schon richtig zusammengereimt... nicht böse gemeint... ;-)

Meßbereich: Im Zweifelsfall den größeren. 6V sind Nennspannung. Voll geladen können die auch auf 8-9V hoch gehen.

Übrigens: Es ist schon richtig, dass man an Elektrik/Elektronik einiges kaputt machen kann. Doch nur vom Anschauen und Messen ist noch nix kaputt gegangen, außer bei Unachtsamkeiten wie:

- Abrutschen mit Schraubendreher oder Meßspitze,
- Auskippen der Getränkedose über der Schaltung,
- Spannung messen im Strombereich (dann geht idR. eine Sicherung im Meßgerät durch),
- Anwendung von Roher Gewalt, z. B. um irgendwo ran zu kommen,
- Übrighaben oder Vertauschen von Teilen, wenn man das Zerlegte wieder zusammen baut (dagegen helfen Markierungen und/oder Notizen)
- Inbetriebnahme von zerlegten Dingen (wenn man nicht genau weiß, was man tut)
- Ungeschicklichkeiten, die den o. g. ähnlich sind...

LG Wolfgang





von Wolfgang Siebert - am 30.06.2009 10:41

Re: Und jetzt einmal 'bloed' gefragt (nicht lachen!) ...

Hallo Christian,

zunächst brauchst Du keine Angst zu haben das Dir bei normalem Einsatz des Messgerätes Lauge um die Ohren spritzt.
Zum Messen brauchst Du auch nicht die Zündung auszuschalten (bei Messung unter Last mußt Du sogar einschalten).
6V ist die Nennspannung Deiner Akkus, je nach Ladezustand kann die tatsächliche Spannung mehr oder weniger sein.

Wenn Du Dein Multimeter auf Spannungsmessung eingestellt hast, hälst Du die beiden Messspitzen auf die Pohle des Blockes und liest ab. Ob der Wert positiv oder negativ ist hängt davon ab, welche Messspitze Du auf welchen Pohl hälst.

Wie Carsten geschrieben hat, mißt Du die Blöcke nach dem Laden, dann wieder nach einer Ruhepause und dann nach dem Entladen ohne Verbraucher und dann nochmal unter Last (Heizung Stufe 1 einen Moment laufen lassen und messen während die Heizung läuft).
Die Messergebnisse notierst Du Dir. Wenn in allen Fällen die Diffgerenzen zwischen den Blöcken gering sind, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Nicht wundern, unmittelbar nach dem Laden ist die Spannung höher als wenn Du erst eine Zeit nach dem Laden mißt.


Wie ist Dein Ladegerät angeschlossen? Mit Anderson Batteriestecker?
Die Ladeschlußspannung kannst Du messen wenn Du das Ladegerät am Netz aber nicht am EL anschließt. Manche Geräte haben dazu eine gekennzeichnete Messbuchse, ansonsten kannst Du auch am Stecker messen. Geänderten Spannungsbereich (0-~50V) beachten! Wenn Du Glück hast, hat Dein Ladegerät auch Messbuchsen für den Strom. In diesem Fall steht auf Ladegerät der Hinweis des Verhältnisses der aan der Messbuchse gemessenen Spannung zum fließenden Strom.
Da muß dann der abgelesene Wert umgerechnet werden. Den Strom mißt Du während des Ladens dabei ist zu erwarten das der Strom Anfangs mit der Nenngröße des Ladegerätes (z.B.30A) fließt und kurz vor Ende, mit Erreichen der Ladeschlußspannung gegen 0 sinkt.

Wieviel Ampere hat Dein Ladegerät laut Angabe?

viel Erfolg
Horst

PS: ich sehe gerade Dein Lader hat Messbuchsen (rot und blau umrandete Löcher) für Spannung und Strom.


von hk12 - am 30.06.2009 10:51

Re: Und jetzt einmal 'bloed' gefragt (nicht lachen!) ...

Hallo Christian, Horst,

wenn ich die Bilder weiter oben richtig interpretiere, so hast Du einen Tebechob 1800 mit 48/33 -also 48V 33A.
Das Teil hat 4 kleine Messbuchsen (blau und rot). Zwei sind für Spannung und 2 für den Strom.
Einfach mit der Messpitze des Messgerätes in die Rote (+) und die Blaue (-) für Spannung und da Messgerät vorher auf den 200V DC Messbereich einstellen -soweit es diesen oder einen ähnlichen hat.

In vielen Fällen haben die Universalmessgeräte Bereiche von
200 mV
2 V
20 V
200 V
und manchmal sogar
750 V
Gleichspannung (DC).

Für die einzelnen Blöcke gilt natürlich weiterhin die Einzelspannung an den Polen.

Hope it helps

Carsten

von inoculator - am 30.06.2009 12:42

Re: EL FUNKTIONIERT WIEDER NICHT

Zitat
Alfons Heck
Wilder Aktionismus wird nur Verwirrung stiften. Man muß sich systematisch an den Fehler heranarbeiten.


Hallo Alfons,

da sind wir erstmal einer Meinung, auch wenn wir anders ansetzen.

Natürlich kann man mit Deiner Methode eine grobe Prüfung vornehmen, aber dennoch muß man einige (gravierende?) Ungenauigkeiten in Kauf nehmen. Zum einen ist es bei der genannten Ladezeit von 8Std recht unsicher, das z.B.die Frau des Hauses denn doch noch eine Maschine Wäsche anschmeißt, zum Anderen heißt es noch lange nicht, das Leistung die ich in den Lader hineingebe am anderen Ende auch in Form von entnehmbarem Strom im Akku landet. Es kann der (zugegeben unwahrscheinliche) Fall eintreten das der Lader die 4 bis 5kWh als Heizlüfter verbrät.
Da das Anhalten von 2 Meßspitzen an ein Pohlpaar und das Ablesen des Wertes weder Hexenwerk ist, noch eines "herumfummeln" an den Akkus bedarf, sehe ich es als gute und einfache Möglichkeit dem weniger versierten Anwender den Umgang mit dem Messgerät zu zeigen bevor es an das Checken wirrer Kabelstränge geht.

Wie sich Christian nun entscheidet, soll ihm überlassen bleiben. Aber ohne die von Dir angesprochene Systematik und einigen (meßbaren) Ergebnissen wird er den Fehler nicht (oder nur durch Zufall) finden und die bisherigen Äusserungen/Hilfestellungen des Threads im Bereich der Vermutungen bleiben.

Gruß
Horst


von hk12 - am 30.06.2009 15:12

Ausgekocht?!?!

Hallo Christian,

ich habe mir gerade noch einmal den Thread als Ganzes betrachtet.

Ich stelle fest:
Du lädts über 8 oder 10 Stunden mit einem Tebechob 48/33 (Benning)
Du hast Einbrüche nach kurzer Strecke auf den 36V 100Ah Saft Blöcken.
Die Anzeige auf dem Amaturenbrett ist dynamisch und folgt der Last auf den Akkus.

Zunächst einmal ist der Benning eine Lader für Blei.
NICD hat eine Eigenschaft, welche einer Bleikennlinie nichts gemein hat.
Erklärung:
Du nimmst einen leeren 100Ah Block und schließt Ihn an den 48/33 an.
Zunächst pumpt der Lader volle 33A gegen die Zellen bis die eingestellte Ladeschlusspannung erreicht ist.
Dabei geht der Strom des Laders auf unter 2A runter.
Nun fangen die Zellen an zu blasen. Das ist nicht schlimm, aber es passiert noch etwas:
Nach einiger Zeit bricht die Spannung der Zelle wieder ein.
Nun reagiert der Lader indem er den Strom wieder anhebt und plötzlich pumpt der Lader 30A gegen eine volle NICD Zelle.
Das macht die Zelle aber nicht lange mit. Die Platten beginnen sich zu zersetzen. Im schlimmsten Fall kommt es zum Schluss und die Zelle verbrennt -Stichwort: "Zum Laugenkochen nach Solingen".

wenn Du 10 Stunden gegen 36V 100Ah pumpst, hast Du die Zellen nach etwa 3 bis 4 Stunden auf Ladeschluss. Die restliche Zeit von 4 bis 6 Stunden überlädst Du die Zellen.

Ich nehme ganz schwer an, daß Du mehrere Zellen einfach kaputt geladen hast.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 30.06.2009 18:22

Re: Ausgekocht?!?!

Hallo Carsten!

hm, ja - das wäre wohl die Katastrophe überhaupt - schließlich sind die Dinger sauteuer und mit wenigen 1000 k's relativ neu.
Mir wurde vom Vorbesitzer erklärt, daß Ladegerät und Akkus nach den Empfehlungen der Firma Kürten eingebaut worden sind.

Außerdem dachte ich, daß der Lader wenn die Akkus voll sind nicht mehr weiter lädt, d. h. man diesen auch über Nacht angesteckt lassen kann!??!?!

Bin immer noch - hier am Land - auf der Suche nach einem Multimeter und werd' dann einmal mit den empfohlenen Messungen anfangen ...

Würde jetzt also

(1.) über die Messbuchsen am Ladegerät Strom- und Spannung messen, dann an jedem der Akkus - entleert und
(2.) dann Laden - sagen wir drei/vier Stunden wieder messen, und nach 1/2 Pause nochmals als erster Schritt.

ABER ES KANN JA NICHT SEIN, DASS DIE LAUT VERKÄUFTER OPTIMIERT EINGESTELLTEN AKKUS DURCH SIMPLES LADEN KAPUTTGEHEN KÖNNEN?!?!

verzweifelt,

Christian

von Christian/Lochen - am 01.07.2009 05:16

Was heißt hier, verzweifelt?

Die Solinger Suppe war etwas scharf gewürzt. Das heißt doch nicht, dass jetzt jeder Linzer die nachkochen soll. Auch an Torten geht der Linzer mit Bedacht und Vorsicht heran. Dein Cityel hat keine hohen Spannungen, von daher kann da gar nichts passieren. Nur vor Kurzschlüssen von Nicads mit dicken Schraubenschlüsseln solltest Du Dich hüten und deshalb beim Messen immer eine dicke, isolierte Klemme befestigen und die andere Hand konzentriert sich auf einen einzigen Kontakt, während die andere das Gebetbuch hält, in der Hosentasche verweilt oder den Hund streichelt.
Mach bloß nicht jedes Kochrezept eines jeden dahergelaufenen Solingers nach! Die Remscheider schieben eh immer alles auf die Solinger, wenn etwas schief geht.
Lustig, wenn jetzt einfach nur die Kohlen hin wären. Such Dir doch mal jemand Gleichgesinntes. Irgendwelche Carstens sollten doch auch in Oberösterreich vorkommen, denen Du über die Schulter blicken kannst, und lernen, wie man es nicht macht!
Du hast doch gar keine Wasserkühlung, da würde ich mir auch Sorgen wegen des Ladegerätes machen.
48 Volt, das ist nun wirklich nicht das Drama, da gehe ich fast mit der Zunge dran.
Untersteh Dich!

von Bernd Schlueter - am 01.07.2009 06:18

Re: Ausgekocht?!?!

Hallo!

Hab mir jetzt das Zitat des Vorbesitzers rausgesucht;

Ich glaube das 3 Stunden zu wenig ladezeit ist ich
habe es immer die ganze Nacht laden lassen.So gut weis ich aber auch nicht
bescheid wie lange es genau dauert bis die Ackus voll sind . Wenn du noch Fagen
hast wegen dem Lader oder Ackus kannst du im Forum Fragen oder Gero Fragen.
Gruß Michi


Also, daß ich die Akkus überladen habe, glaub ich ehrlich gesagt nicht - bekommt vielleicht morgen, maximal montags ein Multimeter, dann gehts los mit Messen - bis dahin heißts fleissig biken über Berg und über Tal ...

lg an die Elektrogemeinde,

Christian



von Christian/Lochen - am 02.07.2009 05:46

Re: Ausgekocht?!?!

Hallo Christian

Zitat
Christian/Lochen
ABER ES KANN JA NICHT SEIN, DASS DIE LAUT VERKÄUFTER OPTIMIERT EINGESTELLTEN AKKUS DURCH SIMPLES LADEN KAPUTTGEHEN KÖNNEN?!?!


Das Laden mit einem Powerlader ist effektiv, (richtig angewandt) gut für die Batterien, kein Hexenwerk aber auch kein "SIMPLES LADEN".


Zitat
Christian/Lochen
Also, daß ich die Akkus überladen habe, glaub ich ehrlich gesagt nicht


Wie Carsten geschrieben hat: bei 30A sind 48V 100AH Säfte idR. nach 3 - 3,5Std voll (sind ja nie gaanz leer gefahren). Danach sind die Akkus nicht direkt hinüber, aber das Risiko, das Akkus und Lader was anderes machen als sie sollen, steigt beträchtlich je länger Du den Lader dran läßt.

Damit habe ich jetzt aber nicht gesagt, das Deine Akkus wirklich kaput sind!

Wenn Du den Lader auf Deinen (Schlagloch-)Fahrten mitführst, kann es sein das er sich verstellt hat und aus diesem Grunde nicht mehr mit den erwarteten Ergebnissen lädt. Du mußt überlegen, das diese Geräte für stationären Einsatz konzipiert sind und somit die Poties nicht gegen Erschütterung gesichert sind. Diese Tatsache habe ich an meinen Ladegeräten schon mehr als einmal festgestellt.

Zitat
Christian/Lochen
bekommt vielleicht morgen, maximal montags ein Multimeter, dann gehts los mit Messen
:spos::spos::spos:

von hk12 - am 02.07.2009 07:10

Re: Ausgekocht?!?!

Zitat
Christian/Lochen
Zum Lader:
heißt das, Du kannst den verläßlich nur auf komplett ebenen, mit neuem Belag versehenen Fahrbahnen verwenden? Das wäre nämlich sehr bitter, gerade wenn man man(n) (ich) am Land lebt ...


nein, heißt es nicht. Du kannst den Lader schon mitnehmen (glaub nicht, das unsere Straßen alles EL gerecht planierte Highway's sind) solltest nur die Einstellungen im Auge halten (und schon wieder das Messgerät ;) ).
Du tust Dir einen Gefallen wenn Du:
1) wenn kein Zwischenladen erforderlich, den Lader einfach zu Hause läßt
2) den Lader im Fahrzeug so verstaust das er nicht "hüpft" und möglichst wenig Erschütterungen abbekommt.

Diese Geräte sind aus stationären USV-Anlagen (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) der Telekomunikation und somit (obwohl robuste Industriequalität) eben nicht für Erschütterungen ausgelegt.

Wenn Du reglemäßig die Ladeschlußspannung und den Strom im Auge behältst, bist Du auf der sicheren Seite.

Gruß
Horst

von hk12 - am 02.07.2009 08:21

Meßergebnisse - Teil 1.

Hallo!

So jetzt ist das Multimeter vorhanden - seit gestern wird gemeßen und zwar wie folgt:

(a.) Ladeschlußspannung:
hab dazu nur das Ladegerät am Stromnetz gehabt, ohne Last - Meßwert: 38 V, hab dann später während des Ladens auch noch gemeßen, d. h. da war das Ladegerät an die Akkus angeschlossen - Meßwert: 36 V, hab auch den Ladestrom (?) gemeßen - Wert 35 Volt (ist Spannung ich weiß schon, weiß aber nicht wie ich auf Ampere umrechnen kann, am Ladegerät steht was von /5 bzw. /1,8 = wäre dann 7 bzw. rund 19,5 Ampere ??).

(b.) Messen an den Zellen selbst:

(1.) ungeladen (d. h. EL stand seit einigen Tagen ungeladen rum, bin damit davor nicht mal mehr über die Ausfahrt rausgekommen):
alle 4 Blöcke hinten und 2 vorne idente 5 Volt

(2.) geladen (nach 4 Stunden):
alle 4 Blöcke hinten und 2 vorne idente 6 Volt

(3.) geladen (nach +/- 12 Stunden):
alle 4 Blöcke hinten und 2 vorne idente 6 Volt

(4.) geladen (nach weiterer 1/2-stündiger Ruhepause):
alle 4 Blöcke hinten und 2 vorne idente 6 Volt, bzw. auch mit Last.

Anzeige am Amaturenbrett ging dabei aber sowohl nach 4 als auch nach 12 Stunden wieder nur auf 8 von 12 Skalenteilen - meine Schlüsse:
- ob ich 4 oder 8 Stunden lade, mehr Spannung bekomm' ich nicht in die Blöcke.
- die Akkus haben nichts, ich kann sie mit 6 x 6 = 36 Volt laden, müßte für +/- 50 km Fahrt reichen?!?!

Und nun kommt's:
hab mich pro Forma ins Fahrzeug gesetzt und das Gaspedal gedrückt, kam wenige Meter, Spannungsanzeige am Amaturenbrett ging sofort runter auf 1 von 12 Skalenteilen, Licht fiel aus etc. - d. h. die Spannung fällt sofort rapide ab.

Meine Fragen nach weiterer Vorgehensweise:
ist's denkbar, daß ein Wackler beim Treten des Gaspedals verursacht, daß die Spannung nicht korrekt an den Motor übertragen wird? Wir haben z. B. vor einer Zeit den Schalter wieder aktiviert, der bei zugeklappter Haube das Fahren ermöglicht, bei offener den Strom unterbricht, ...

wie geh' ich weiter vor um den Fehler zu lokalisieren?

Lg,

Christian

P. S.: bin nur mehr ein paar Tage in Mitteleuropa, dann 5 Wochen unterwegs und ab Mitte August retour - wäre fein, dann das Problem schnell in den Griff zu bekommen ...




von Christian/Lochen - am 07.07.2009 05:11

Re: Meßergebnisse - Teil 1.

Moin Christian,

Zitat
Christian/Lochen
(a.) Ladeschlußspannung:
hab dazu nur das Ladegerät am Stromnetz gehabt, ohne Last - Meßwert: 38 V, hab dann später während des Ladens auch noch gemeßen, d. h. da war das Ladegerät an die Akkus angeschlossen - Meßwert: 36 V

Also die Leerlaufspannung an Deinem Ladegerät ist 38V.
Schade das Du nicht geschaut hast was die Spannug macht wenn Du mit dem Laden beginnst.
Da sollte sie auf 30V sinken und dann mit dem Ladevorgang ansteigen.

Zitat
Christian/Lochen
(b.) Messen an den Zellen selbst:

(1.) ungeladen (d. h. EL stand seit einigen Tagen ungeladen rum, bin damit davor nicht mal mehr über die Ausfahrt rausgekommen):
alle 4 Blöcke hinten und 2 vorne idente 5 Volt

(2.) geladen (nach 4 Stunden):
alle 4 Blöcke hinten und 2 vorne idente 6 Volt

(3.) geladen (nach +/- 12 Stunden):
alle 4 Blöcke hinten und 2 vorne idente 6 Volt

(4.) geladen (nach weiterer 1/2-stündiger Ruhepause):
alle 4 Blöcke hinten und 2 vorne idente 6 Volt, bzw. auch mit Last.

OK nach 4 Stunden sind die Batterien (soweit es mit den Einstellungen am Ladegerät machbar ist) geladen.
Bitte jetzt nicht weiter Laden!!!

Zitat
Christian/Lochen
Und nun kommt's:
hab mich pro Forma ins Fahrzeug gesetzt und das Gaspedal gedrückt, kam wenige Meter, Spannungsanzeige am Amaturenbrett ging sofort runter auf 1 von 12 Skalenteilen, Licht fiel aus etc. - d. h. die Spannung fällt sofort rapide ab.

Geht nur die Anzeige runter oder kannst Du auch nicht fahren?
Was hast Du dann für eine Spannung an den Batterien ermittelt?

Ich sehe 2 Möglichkeiten:

1. Das Ladegerät ist verstellt und lädt die Batterien nicht vollständig auf. (zu niedrige Spannung)
Batterien sind noch in Ordnung müßen nur richtig geladen werden.
Bitte nicht weiter mit Deinem Lader die Batterien traktieren!!!

2. siehe [forum.mysnip.de]
Es ist schon etwas defekt:-(


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 07.07.2009 06:29

Re: Meßergebnisse - Teil 1.

Zitat
Christian/Lochen
Und nun kommt's:
hab mich pro Forma ins Fahrzeug gesetzt und das Gaspedal gedrückt, kam wenige Meter, Spannungsanzeige am Amaturenbrett ging sofort runter auf 1 von 12 Skalenteilen, Licht fiel aus etc. - d. h. die Spannung fällt sofort rapide ab.

Meine Fragen nach weiterer Vorgehensweise:
ist's denkbar, daß ein Wackler beim Treten des Gaspedals verursacht, daß die Spannung nicht korrekt an den Motor übertragen wird?

hallo christian :-)
genau die messergebnisse des spannungseinbruches sind sehr wichtig -mindestens die gesamtspannung vor und während des durchtretens des gaspedales sowie wenn die anzeige zurückfällt richtung 0.
damit hättest du dir dann die anschließende frage schon selbst beantwortet...


von weiss - am 07.07.2009 06:46

Re: Meßergebnisse - Teil 1.

Hallo Christian,

schön dass Du jetzt was zum Messen hast.
Wenn es ein "Billig-Gerät" ist, hast Du den weiter oben geäußerten Rat, die angezeigte Spannung an einem Referenzobjekt zu prüfen befolgt?

Den Angaben von Carsten stimme ich voll zu.

Bevor Du jetzt wieder an die Dose hängst, solltest Du unter Last messen. Dafür reicht idR. das Einschalten von Heizung und Licht aus. Also unmittelbar hintereinander ohne und dann mit Last jeden Block messen.

Dann würde ich die Akkus erstmal mit Heizung und Licht so leer wie möglich machen. Dabei immer mal wieder messen. Einer der Blöcke wird als erster auf 0V fallen und dann Umpolen. Spätestens ab diesem Punkt nur noch mit kleinen Strömen entladen (Nur Licht bis DC abschaltet).
Danach kannst Du mit neu eingestellter Ladeschlußspannung neu laden und dabei immer mal wieder die Spannung(+Strom) prüfen. Möglicherweise sind Deine Akkus durch die zu niedrige Spannung und überlangen Ladezeiten total eingeschlafen und es dauert mehrere Zyklen bis sie wieder Leistung bringen.

Wenn Du die 5Wochen ausser Landes bist, solltest Du Deine Akkus vorher mit Wiederstand komplett auf 0V ziehen anschließend brücken und die Zeit gebrückt stehen lassen.
Nach den 5Wochen mit kleinem Strom wieder anladen (> WIKI). Dieses hilft den Akkus sich zu erholen.

Gruß
Horst



von hk12 - am 07.07.2009 07:38

Re: Meßergebnisse - Teil 1.

Werd heute abends - wie schon erwähnt - messen welche Spannung an den 6 Blöcken ist OHNE bzw. MIT getretenem Gaspedal.
Das Meßgerät ist glaub ich kein billiges, ist von emobilshop.de.

Kann dann hergehen und die Akkus mit eingeschaltener Heizung + Licht leeren und noch ein paar Mal messen.
Versteh aber nicht, was sonst der Fehler sein sollte (?), außer eben ggf. die verstellte zu geringe Ladespannung?!?!?
Was ist der DC, der - wenn ich nur mehr mit Licht entlade - abschalten soll?

Das - von Horst -

Wenn Du die 5Wochen ausser Landes bist, solltest Du Deine Akkus vorher mit Wiederstand komplett auf 0V ziehen anschließend brücken und die Zeit gebrückt stehen lassen.
Nach den 5Wochen mit kleinem Strom wieder anladen (> WIKI). Dieses hilft den Akkus sich zu erholen.

versteh ich gar nicht bzw. weiß nicht was wie machen?

Lg,

Christian



von Christian/Lochen - am 07.07.2009 08:10

Re: Meßergebnisse - Teil 1.

Hallo Christian,

DC = Gleichstrom
AC = Wechselstrom

DC (DC/DC) ist das Gerät unter deinem Sitz, welches aus den nominalen 36V Gleichstrom 12V Gleichstrom für die Bordelektrik/Beleuchtung usw macht.
Dieses Gerät hat eine Unterspannungsabschaltung die bei ca 20V einsetzt. Dieses Abschalten war gemeint.

NiCD Akkus mögen es, wenn sie von Zeit zu Zeit komplett leergemacht werden (im Gegensatz zu anderen Akkutypen). Dieses Leermachen muß allerdings mit geringen Strömen erfolgen. Aus diesem Grund wird ein entsprechender Wiederstand (z.B eine Glühbirne) als Verbraucher an den Akkublock angeschlossen und gewartet bis er komplett leer ist ( 0 Volt). Anschließend werden die beiden Pole des Blockes z.B. mit einem Kupferdraht kurzgeschlossen. So können NiCD Akkus über Jahre ohne Verlust gelagert werden.
Die Erfahrung ist, das sich die Akkus dabei in beschränktem Maße sogar selbst regenerieren.
Zur Wiederinbetriebname werden die Akkus mit geringem Strom (

von hk12 - am 07.07.2009 09:31

Meßergebnisse - Teil 2

Guten Morgen!

So hab jetzt - bei strömendem Regen - nochmals gemessen und zwar

(1.) mit gedrücktem Gaspedal (zu Beginn/nach einigen Sekunden):
Batterie 1, vorne: 5,7 / 3,0 V (!)
Batterie 2, vorne: 5,9 / 2,2 V (!)
Batterie 1, hinten: 5,8 / 5,7 V
Batterie 2, hinten: 6,0 / 5,8 V
Batterie 3, hinten: 5,9 / 5,8 V
Batterie 4, hinten: 6,0 / 5,9 V

und

(2.) mit gedrücktem Gaspedal & Verbrauchern (Licht, Lüftung, Radio):
Batterie 1, vorne: 0 V (!)
Batterie 2, vorne: 3 V
Batterie 1, hinten: 2 V
Batterie 2, hinten: 5,8 V
Batterie 3, hinten: 5,8 V
Batterie 4, hinten: 5,8 V

und

(3.) heute morgen (nach 12 Stunden eingeschaltenem Licht):
alle 6 Akkus +/- auf 0 - 0,3 V.

Am Ladegerät (von dem ich keine Beschreibung beim Kauf bekommen habe) befinden sich mehrer Stellschrauben, z. B. beschriftet mit 'Boost', mit 'I2', mit 'U2'.
Sind die Batterien vorne bzw. Batt. 1 hinten daher nun a. V. nach defekt? Wie kann ich diese wieder 'aufpeppen' oder kann das doch mit der These des verstellten Ladegerätes zusammenhängen?

Lg,
Christian

P. S.:
Und ja - ich bin mit Elektrik bzw. Elektronik kaum bzw. sehr wenig vertraut aber von der Idee und der Notwendigkeit umfassenden Klimaschutzes überzeugt - dazu kommt, daß DIESER El laut Verkäuferangaben nach Anfangsschwierigkeiten problemlos gelaufen ist, insbesondere was Lader und die recht neuen NiCd's betrifft und er bei uns nun im ersten 1/2 Jahr an die 10 (in Worten: ZEHN) Defekte (kleinere und größere) aufweist - namaste, Christian!

von Christian/Lochen - am 08.07.2009 05:35

Re: Meßergebnisse - Teil 2

Hallo Christian,

also zunächst sprechen die Daten dafür, daß die Akkus nicht voll sind.
Zum Anderen scheinen die beiden Ersten entweder defekte Zellen zu haben, oder sie sind einfach ganz "trocken".

Entweder ist Dein Lader kaputt, oder Du musst einfach "nur" das Float-Poti -es müsste das Zweite von Oben sein; so einstellen, daß der Lader OHNE angeschlossene Akkus etwa 43V bis MAX 45V bringt.

Danach schließt Du den Lader für etwa 3h bis 3,5h an die Akkus und versuchst dann nochmal Dein Glück.

Sollten die Blöcke 1 und 2 dann wieder o.g. Verhalten zeigen, so handelt es sich um defekte Zellen und Du solltest die Blöcke tauschen.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 08.07.2009 06:15

Re: Meßergebnisse - Teil 2

Zitat
inoculator
Hallo Christian,

also zunächst sprechen die Daten dafür, daß die Akkus nicht voll sind.
Zum Anderen scheinen die beiden Ersten entweder defekte Zellen zu haben, oder sie sind einfach ganz "trocken".

Entweder ist Dein Lader kaputt, oder Du musst einfach "nur" das Float-Poti -es müsste das Zweite von Oben sein; so einstellen, daß der Lader OHNE angeschlossene Akkus etwa 43V bis MAX 45V bringt.

Danach schließt Du den Lader für etwa 3h bis 3,5h an die Akkus und versuchst dann nochmal Dein Glück.

Sollten die Blöcke 1 und 2 dann wieder o.g. Verhalten zeigen, so handelt es sich um defekte Zellen und Du solltest die Blöcke tauschen.

Gruss

Carsten


Die ersten beiden Blöcke haben die gleiche Leerlaufspannung gehabt, wie die anderen auch. Ich glaube daher nicht, dass sie eine defekte Zelle haben, sondern einfach nur etwas leerer waren als der Rest. ( Meine defekten Blöcke hatten auch im Leerlauf immer 1.x Volt weniger als der Rest )

Es wird immer offensichtlicher, dass sich das Ladegerät massiv! verstellt hat. Ich glaube nicht an ein "gesetztes" Poti, da wäre die Spannung nicht so weit weg von 45V.
Entweder hat jemand an den Einstellungen gekurbelt oder es ist ein interner Defekt im Ladegerät.

Du solltest dir vielleicht ein simples 12V Blei-Ladegerät kaufen/leihen und erstmal die beiden vorderen Blöcke separat laden. Anschliessend die nächsten 2 etc...
Die Ladezeit sollte dabei für alle gleich sein, damit sie nicht zu unterschiedlich sind.
Dann kannst du wiederholt im Leerlauf messen und siehst auch ob die Blöcke unterschiedliche Selbstentladung haben. Ein Tag ohne Belastung zwischen den Messungen sollte schon sein.

Falls du am Ladegerät Potis verstellen willst, merk dir genau, welches Poti du wieviel Umdrehungen verstellt hast. Damit du es wieder rückgängig machen kannst.

Viel Erfolg
Olaf



von Max E. - am 08.07.2009 07:47

Das darf doch wohl nicht wahr sein

Die Dinger sind die ganze Zeit nicht aufgeladen worden. Potis haben regelmäßig Ausfälle, oder woran das liegt.
jetzt heißte es erst einmal, die Akkus nach langer Zeit wieder aufzuladen, was nie mehr geschehen ist. Der Chris sucht jetzt ganz schnell mal jemanden, der auch solch ein Elektroauto mit Nicads fährt und ein Elektroauto und nen Spazierstock voneinander zu unterscheiden weiß. Dann hört er mal gut zu, wie er die Nicads ganz schnell wieder auf die Beine bekommt. Diese Batterien scheinen mir jedenfalls gesunder zu sein, als manche nur zu träumen wagen.
Jetzt wird aber erst einmal der Spazierstock geschwungen bis auch der letzte Oberösterreicher verstanden hat, wie Nicads zu behandeln sind und mit welchen Spannungen geladen wird.

So, wie bei Daniel Dingels geht das jedenfalls nicht, nur einen Fingerhut Wasser einfüllen und sich dann wundern, warum die wundersame Energievermehrung beim eignen Auto nicht eintritt.
Hast Du wenigstens mal auf Deinen Elektrizitätszähler geschaut, ob die Kiste überhaupt etwas gegessen hat?
Oder denkst Du, Hunger sei der beste Koch?
Geizhals!


von Bernd Schlueter - am 08.07.2009 08:18
Folgende Theorie:

- Akkus haben vermutlich keinen Seperatorschaden, weil die Leerlaufspannung stimmt.
- Das Ladegerät hat nicht voll geladen, weil die Ladeendspannung zu niedrig ist
- Die zu niedrige Ladeendspannung könnte durch ein (unfreiwilliges) Umschalten Boost/Equalize passiert sein.

Weitere Vorgehensweise:

- Akkus entladen (z.B. 230V Halogenstrahler über ganzen Strang)
- Ladegerät auf 43,5V stellen (evtl. Boost/Equalize Schalter checken).
- Ladestrom auf 5A runterdrehen und 24h laden
- Akkus checken... und weiterfahren :-)

Gruß
Andreas




von Andreas Friesecke - am 08.07.2009 08:22
Fragen ...

... also, einen semiprofessionellen Helfer treib ich (vielleicht auf), aber wohl erst in ein paar Wochen ...

Weitere Vorgehensweise:
- Akkus entladen (z.B. 230V Halogenstrahler über ganzen Strang)
Bitte (dem Laien) kurz schildern - wie ich das umsetz (Schritt für Schritt) und ob normale Glühbirne etc. auch ginge.

- Ladegerät auf 43,5V stellen (evtl. Boost/Equalize Schalter checken).
das sollte also das zweite Poti von oben sein, Umdrehungen notieren und dann messen mit wie viel Volt das Ladegerät läuft OHNE an den NiCds zu hängen

- Ladestrom auf 5A runterdrehen und 24h laden
Wie dreh ich den Ladestrom runter?!?!?
- Akkus checken... und weiterfahren
Das sollte ich hinkriegen :rp:

glg,

Christian

von Christian/Lochen - am 08.07.2009 08:52

Los..... mach jetzt....!!!!

Hallo Christian,

jetzt mach' Dir doch nicht jeden Tag die Unterhose voll.

Du schreibst... schreibst...schreibst aber handeln tust Du wenig.
Das bringt Dich nicht voran.

Ich mache Dir vorweg noch einmal einen Vorschlag: Skype.
Richte Dir Skype ein und wir quatschen mal über die Geschichte.
Das Schreiben bringt Dich nicht weiter.

Mit einer WebCam kann ich Dir dann auch zeigen, was Du machen musst.

Ansonsten:

Da Du mit der Karre ja die letzten Tage immer mal wieder gefahren bist, brauchen die Akkus keine Tiefentladung -zumindestens nicht zwingend.

Stelle zunächst das Ladegerät auf die richtige Spannung ein.
Wenn Du das geschafft hast, dann kommt der Strom.

Also Step-by-Step: Melde Dich, wenn Du die Spannung eingestellt hast.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 08.07.2009 10:16

Re: Los..... mach jetzt....!!!!

Den ladestrom brauchst Du überhaupt nicht regulieren, die Nicads fressen, wenn sie nicht ohne Lauge sind, normalerweise alles.
Aber Du bleibst gefälligst dabei, denn wenn es stinkt, zischt und knallt, dann ist mit Sicherheit etwas nicht in Ordnung und wenn die Spannung zu hoch steigt, solltest Du dem Treiben rechtzeitig ein Ende setzen. Das tue ich regelmäßig bei meinen Nicads, allerdings oft erst bei so 155 bis 160 Volt.
Dann hat der eingebaute Lader aber längst die Stromstärke auf ca 6 Ampere zurückgeregelt.
Bei Deinem Cityel gehst Du aber keinesfalls mit der Spannung so hoch! Ein Dreirad ist schließlich kein D-Zug.
Mein D-Zug hat 100 Zellen und da ist dann alles Hundertmal größer als bei einer.

von Bernd Schlueter - am 08.07.2009 10:38
Wie es aussieht - war's der Lader ...

... hallo und guten Morgen!

Bin nun wie folgt vorgegangen - Ablesen am Hausstromzählerkasten, hab ich gestern vergessen, werd ich aber heute nachholen um die 'gefressenen' KW/h's zu ermitteln.
Ansonsten:
(1.) Ladeschlußspannung gemessen:
zu Beginn 32 V, dann am Schräubchen gedreht und parallel am Multimeter gelesen, ging der Wert nur auf 40 V rauf, ...

(2.) Ladevorgang:
immer das Multimeter eingesteckt gelassen, fiel die Spannung zunächst sofort auf nur mehr 30 V, binnen Minuten stieg diese dann aber kontinuierlich an, bis schließlich mit Werten zwischen 39 und 42 V geladen wurde; nach etwa drei Stunden habe ich zu Laden aufgehört.

Anschließend maß ich die Einzelwerde der 6 NiCd's - diese waren 5 x 6 und 1 x 7 V.

Heute stand die Anzeige dann auf 12 von 12 Skalenteilen am Amaturenbrett und bin jetzt einmal problemlos die 13 k's in die Arbeit 'gebrettert' ... nach dieser Distanz war die Anzeige am Amaturenbrett recht 'normal', auch die Hügel entlang des Weges wurden souverän gemeistert.

Muß das Ganze jetzt natürlich noch beobachten, das Ladegerät vielleicht zukünftig noch mehr polstern, denn daß sich dieses 'einfach so' derartig verstellen kann ... erscheint mir doch auch komisch.

Danke jedenfalls Euch allen für die teils auch recht humoristische Unterstützung.

for a better world - use electric cars,

cu - namaste - gracias - donk Sche,

Christian

von Christian/Lochen - am 09.07.2009 05:15
Hallo Christian,
Zitat
Christian/Lochen
Wie es aussieht - war's der Lader ...

... hallo und guten Morgen!

...bin jetzt einmal problemlos die 13 k's in die Arbeit 'gebrettert' ...

prima.

Wenn Du die Zeit hast versuche das EL leerzufahren. Sollte ja mindestens 30km (bis zu 50km) weit kommen. Dann noch mal mit Licht und Heizung etwas weiter entladen. Dann wie gestern wieder laden. Wenn das geht ist doch alles wieder im grünen Bereich. Die Prozedur mit dem Batterietiefentladen ist nicht lebensnotwendig - das kannst Du in einer ruhigen Zeit machen.
Die Spannung an den Batterien solltest Du 1/2 bis 1Std. nach Ladeende nochmal messen. Dann haben sich die Batterien eingepegelt und alle Werte sollten relativ eng beieinander liegen.

Mit der Justierung des Laders werden Dir hier sicher noch weitere Hilfen/Infos angeboten.


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 09.07.2009 05:53

Akku's wieder 'aufpeppen'??

Hallo!

So bin jetzt gestern jetzt insgesamt so an die 26 km gekommen, wobei bei den letzten 10 (!) die Leistung schon wieder unter jeder Kritik war - sprich bergauf, Radio aus etc. ... hab' dann wieder weiter entladen mit laufendem Licht etc. und dann 3 1/2 h mit 40 - 42 V Ladeschlußspannung aufgeladen. Heute bisher die ersten 13 km waren ok, auch wenn mir vorkommt, das Potential von früher haben die NiCd's nicht mehr noch nicht wieder erreicht.

Daher meine Frage
wie kann ich die NiCd's die recht neu sind, jetzt wohl an die 4500 - 5000 k's gefahren wieder durch Laden soweit aufpäppeln, daß ich wieder sicher die rund 50 k's weit komm' bzw. die etwas 60-70 k's wie sie mir der Vorbesitzer geschildert hat?

Bin ab morgen bis 15. August in Indien - dann wird aber wohl einmal eine mittlere Wartung bei einer Elektrowerkstatt notwendig werden (Ladereinstellung, Blinker nach recht defekt, Hupe mit Wackelkontakt, ...).

Lg,

Christian

von Christian/Lochen - am 10.07.2009 05:16
Irgendjemand hatte hier das Gerücht verbreitet, dass sich Potis nie von alleine verstellen...

Ich stelle fest, Chriss hat Angst vor elektrischem Strom, weil man ihn nicht sieht. Ohne Brille sieht auch ein Blinder mit dem Krückstock nichts. Nun hat Chris ein Spannungsmessgerät. Damit werden auch Blinde sehend. Man kann übrigens damit praktisch alles messen, auch Strom. Aber ohne, da geht nichts. Allenfalls die Zungenprobe, aua. Beim Cityel ist meiner Meinung nach das einzig Gefährliche der hohe Strom, wenn man mit einem Metallgegenstand aus Versehen zwei Batteriepole gleichzeitig berührt.
Versehentliche Berührungen zweier Drähte an anderer Stelle sind beim Cityel eher ungefährlich, aber sehr ärgerlich, weil dann, oft unsichtbar, elektrische und elektronische Bauteile in die ewigen Jagdgründe eingehen.

Merke: Bei Batterien, die mit dem Minuspol mit dem Chassis verbunden sind, löst man immer zuerst den Minuspol, warum, das überlege jeder für sich selbst. Beim Cityel ist das schnuppe, warum wohl?

Wir begrüßen Chris als neuestes Mitglied im Bastlerclub.
Ohne Internet. Jomai, gibts das denn noch?

Also, ein wenig solltest Du auch selbst für die Kiste sorgen können. Eine Blinkerlampe wechseln, das solltest Du Dir schon zutrauen können, jetzt, da Du schon ein Experte im Einstellen von Benning-Ladegeräten bist. Demnächst stehen alle elektrisierten Oberösterreicher vor Deiner Tür und wollen Deine Hilfe in Anspruch nehmen, weil sie der Werkstatt weniger vertrauen als Dir! Jetzt bist Du schon der größte Experte am Ort und schon willst Du wieder einen Rückzieher machen? Ganz Oberösterreich schaut voller Hoffnung auf Dich! Also, die nächste größere Anschaffung, die Du Dir leisten solltest, ist kein Schillum, sondern ein Schraubenzieher.

Dein Ladegerät ist allem Anschein nicht in Ordnung, ich habe noch immer nichts von einer Endladespannung von allermindestens 45 Volt gehört, denn darunter kannst Du Zellen mit schlechten Erinnerungen nicht wiederbeleben.
Wie war das mit dem weiteren Poti, das im Innern steckt?
Wo ist der prüfende Blick eines maximal Halbblinden, der begutachten kann, dass keine Lötstelle im Lader eine "kalte" ist, sprich, eine Art Wackelkontakt.
Was ist mit der Boost-equalize-Schaltung, womit ich mich nicht auskenne, aber Roman hat diese mehrfach erwähnt?

Alles, was da bisher endlos beschrieben wurde, würde durch einen simplen Ladegerätfehler oder nur ein oxydiertes Poti zu erklären sein. Schon gewusst? Kommt der Lader nicht auf Spannung, laufen die Zellen auseinander, einige zeigen 0, andere 6 Volt. Wäre doch alles ganz normal!

Bernhard und andere haben vor langem Überladen gewarnt. Deshalb bleibst Du dabei, zumindest den Wecker stellen und alle Viertelstunde nachsehen, was die Spannungen machen, und ob eine Zelle oder einige Akkus sich erhitzt haben. Immer sollst Du nicht so hoch laden, aber ein paar mal muss es sein, sonst symmetrieren die Akkus nicht und die sind jetzt total auseinandergelaufen.
Ich will jetzt erst einmal etwas von mehr als 45 Volt hören!!

Rauch nicht so viel in den Bergen, falls Du ins Shantiland fliegst!



von Bernd Schlueter - am 10.07.2009 05:20

Status Quo ...

... hallo miteinander!

Nach 37 Tagen Indien bin ich (schnief) seit knapp 48 h wieder im Land. Mittlerweile hat ein massiver Hagelsturm (hühnereigrosse Hagelkörner) auch die Windschutzscheibe, das Blinkerglas und den Grill rund um den Scheinwerfer 'beleidigt').

Hab' das EL nun nach 5 Wochen ohne Laden zwei Mal je drei Stunden lang geladen und die maximale Spannung die dabei aufgenommen wurde gemessen:
interessanter Weise waren das 42 V und gestern 45 V, obwohl ich vor 5 Wochen nur auf bis zu 38 bzw. 39 V kam.

Kann es sein, daß sich die Akkus aufgrund der langen Stehzeit ein wenig 'selbst' regeniert haben?

Lg,

Christian

von Christian/Lochen - am 18.08.2009 11:04
Servus Gunther!

Nein, ist sich zeitlich nimma ausgegangen die Akkus kurzzuschließen.
EL stand also 37 Tage vereinsamt und unberührt da und wurde seither 3 x á 3 Stunden geladen, wobei eben die Spannung am Ende der drei Stunden jeweils höher als am Vortag war (1. Tag 42 V, 2. Tag 45 V und 3. Tag 50 V.).

Blubbern hab ich verstanden, sollte nicht zu lange erfolgen und jetzt wird dann der Reichweitentest gemacht. Bin guter Dinge, daß sich die Akkus wieder fangen, und ...

... da das Teil eine ziemliche Baustelle ist, hab ich jetzt auch jemanden bei der Hand, der mir mit Material und Qualifikation zur Seite stehen wird um die Windschutzscheibe zu tauschen (Hagel), Blinkerglas zu tauschen (Hagel), Kombischalter (Blinker, Scheibenwischer, ...) zu tauschen, Hubenwakelkontakt anzugehen und sogar noch gebrauchte aber scheinbar fast neuwertige Reifen hat - juchhe!

Gruesse an alle Elektromobilistas da draussen,

Christian

von Christian/Lochen - am 19.08.2009 14:54
Servus Bernd!

Vielleicht hab' ich mich ein wenig unklar ausgedrückt - ich habe nicht 9 Stunden hintereinander (3 x 3 h), sondern an drei Tagen je circa 3 h lang geladen und war dazwischen immer so rund 25 km unterwegs. Jetzt bin ich gerade am testen und bis jetzt 39 km weit gefahren, Akkuanzeige bei den Amaturen mMng nach dieser Distanz entsprechend (knapp unter der 1/2) und möchte/werde heute abends dann auf so knapp 52 - 53 km kommen (so Elektrogott Shiva will ).

Ich HABE ein Multimeter zum Messen der Spannung, Stromstärke etc.:
wenn ich Dich jetzt richtig verstanden habe, passt's wenn ich jetzt die nächsten paar Male mit einer Ladespannung von um die +/- 50 V laden (muß dabei einmal den fliessenden Strom messen, hab ich bisher noch nicht getan, ...). Nach einigen Ladezyklen sollte ich aber mit weniger Spannung laden - korrekt? D. h. dann und laufend so in etwa mit 43,5 V - hat zumindest jemand an anderer Stelle hier einmal gemeint.

Und - das mit dem Poti - wär ja auch noch:
mit dem konnte (!) ich die Leistung regulieren - mehr im Steilen, weniger im Flachen; ist aber seit Monaten verreckt und von den 'Bastelgurus' rundum konnte ich noch nirgends einen solchen Schalter zum Tauschen auftreiben ...

Lg,

Christian

von Christian/Lochen - am 20.08.2009 05:37

Massiver Leistungsabfall von NiCd-Akkus nach < 10 km Fahrt!!

Dann hast Du die Nicads also nicht optimal behandelt. Das kannst Du hier an vielen Stellen nachlesen.
Erste Regel: Du darfst die Nicads nicht nachladen, bevor Du sie nicht möglichst weit geleert hast und dann auch nur unmittelbar vor der Fahrt (natürlich nicht immer möglich). Nach kurzer Fahrt volladen ist das Falscheste, was Du mit Nicads machen kannst. Du musst Deine Fahrten und Dein Laden genau vorausplanen, notfalls ab und zu so lange um Deinen Häuserblock fahren, bis sich fast nichts mehr tut. Dann immer möglichst lange entladen stehen lassen, den Wecker stellen, damit Du fünf Stunden vor Fahrtantritt lädtst oder dieses Handwerk einer stromfesten Schaltuhr (mit Relais) überlassen. Falls nicht total leer, genau die Zeit einstellen, die erforderlich ist. nein, die Batteriekünste stellen schon hohe Anforderungen, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Hast Du sie längere Zeit gut behandelt: erst dann verzeihen sie Dir Fehler. In dem Zustand in dem sie sich jetzt befinden, verzeihen sie nichts. Meine habe ich gerade schlimm behandelt: bei 70% ladung 2 1/2 Wochen in der Hitze stehen gelassen und anschließend mit 90 km/h nach Hause gedüst (ist ja kein Cityel). Haben die locker weggesteckt und ich habe noch, als der Ladezeiger unter Null stand, ungestraft Vollgas gegeben. Ich konnte einfach den schnellen Holländer vor mir ungenutzt gen Heimat entfleuchen lassen, sonst hätte ich mit 70 nach Hause zotteln lassen müssen. Gleich, wenn das Gewitter vorbei ist, drehe ich noch ein paar Runden und ich kann ziemlich genau voraussagen, dass das vier km sein werden, bis die Zwangsschleichfahrt einsetzt. Der Ladestecker liegt schon vor der Garage.
Also, Du hast einige Mühen vor Dir, bis Du mit Deinen Batterien zufrieden werden kann. Unterschätze das nicht und der Strom ist mit Sicherheit nach dem Überschreiten von 1,45 Volt pro Zelle zu groß.
mache wenigstens einige ladepausen in der Endphase, wobei Du bei 1,5 Volt immer den Stecker ziehst.
Mehr als 8 Ampetre solltest Du nicht Deinen Kleinengegen Ladeende antun, aber auch nicht sehr viel weniger. keinesfalls solar laden, das ist tödlich für Nicads, wenn die Bedingungen nicht stimmen.
Ansonsten, zwischen 1,2 und 1,45 Volt kannst Du auch 200 Ampere in die Zellen jagen, wenn sie erst einmal in Form sind...
In Zukunft möchte ich von Leistungsabfall nichts mehr hören, jetzt geht es nur noch aufwärts!!

von Bernd Schlueter - am 20.08.2009 20:48
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