Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
10
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Uuoudan, el3331, R.M, Bernd Schlueter

"Powerlader" sicher abschalten

Startbeitrag von el3331 am 25.06.2009 21:32

Hallo,

die Ladegeräte von Benning, Efore usw. stellen eine günstige Möglichkeit dar, zu einem leistungsfähigen Ladegerät zu kommen. Leider haben sie einen gravierenden Nachteil: sie verfügen über keine Abschaltautomatik. Zuhause ist das kein Problem; wenn die Akkus leer sind, weiss man, wie lange das Laden dauert, dann kann man eine Schaltuhr abschalten lassen.
Auf Überlandfahrten, bei denen man laden muss, wenn man einen Ladehalt findet und ohnehin der Verbrauch anders ist, als auf den alltäglichen Strecken, passiert es leicht, dass man den richtigen Abschaltzeitpunkt verpasst.
Mir ist jetzt zum zweiten Mal der Lader "durchgegangen", d.h. nach absinken der Ladeleistung (nach Energiemonitor) auf ca. 100 W ist die Leistung (ohne Überschreiten der moderaten Ladeschlussspannung ) wieder gestiegen auf praktisch volle Leistung. Als ich es gemerkt habe, konnte man die Akkus kaum noch anfassen.
Hat jemand eine Idee, wie man - möglichst aus handelsüblichen Zubehörteilen - eine Sicherheitsabschaltung erreicht, entweder bei Ladeleistung 100 W bzw. dem entsprechenden Strom oder in dem Moment, wenn die Ladeleistung wieder steigt?

Grüsse

Lothar

Antworten:

Hallo Lothar
Habe im ersten Moment gedacht,dass du NiMH fährst.Da würde es sich wohl so extrem bemerkbar machen.Was ist für deine NiCads eine moderate Ladespannung?
wotan

von Uuoudan - am 25.06.2009 21:54
Hallo

Die Lader haben einen eingang mit dem man sie auf Standby schalten kann, als Abschaltkriterium kann man entweder einen IC für die Delta Peak Abschaltung verwenden, oder halt wie in den Akkuschraubern die Temperatur.

eine andere Lösung ist bei erreichen einer bestimmten Spannung den Strom zu begrenzen, die Bennings bieten eigentlich alle diese Möglichkeiten mit geringem Aufwand.

Mein Lader für zu Hause hat sowohl Zeitschaltuhr als auch Temperaturkompensation und Übertemperaturabschaltung.

Unterwegs ists natürlich blöd da sind mir auch schon mal die Akkus heiß geworden, liegt aber normalerweise immer an ungleichmäßiger Temperatur der einzelnen Blöcke in Verbindung mit zu hoher ladespannung für die warmen Blöcke.

Zuverlässig helfen da Temperaturschalter an den Blöcken, die Standarstchalter öffnen bei 57°C und schließen bei 41 °C damit kann man solche unfälle vermeiden.

Ich tendiere aber dazu mir ein vernünftiges Industrie-Ladegerät zuzulegen das entsprechend programmierbar ist man muß dann halt etwa 200¤ je kw Ladeleistung investieren.

Die nächste große Tour wird auf jeden Fall mit einem Profiladegerät gefahren.

Gruß

Roman

von R.M - am 25.06.2009 21:55
Hallo

@Uuoudan
Die eingestellte - und wie gesagt nicht überschrittene - Ladespannung war 44,8 V.
Der Ladeverlauf, wie ich ihn mehrmals mitprotokolliert habe ist:
zunächst volle Ladeleistung - rd. 33 A - bis die 44,8 V erreicht sind,
dann laden mit konstanter Spannung v. 44,8 V bei sinkender Leistung, bis der Energiemonitor um 100 W anzeigt. Dabei bleibt es dann längere Zeit - jedenfalls immer, wenn ich es beobachtet habe - einmal fast sechs Stunden lang. Offenbar gibt es aber Bedingungen, unter denen es nicht bei den 100 W bleibt und die Leistung wieder bis Vollleistung steigt - wohlgemerkt, ohne dass die Spannung steigt.

@ R.M.
Mein Lader ist ein Efore, ich meine mich zu erinnern, dass Du mal etliche davon hattest. Hast Du evtl. Informationen über die Funktion der Dipschalter oder der div. Potis? Ich habe mir blöderweise nicht mal aufgeschrieben, welches für die Spannung zuständig ist; möglicherweise habe ich auch bereits mal an einem falschen gedreht.
Von ICs und Digitalelektronik habe ich leider keine Ahnung, Meine Erfahrungen mit Elektrotechnik stammen noch aus Zeiten, als das im Allgemeingebrauch noch unüblich war.
Sind 57° nicht etwas viel? Rein gefühlsmässig würde ich sagen, so warm waren meine Blöcke noch nicht.

Grüsse

Lothar


von el3331 - am 26.06.2009 19:09
Hallo Lothar
Wenn ich es richtig sehe,fährst du 30 NiCd-Zellen.Mit 44,8V wären das 1,49V/C.Das ist zu hoch für eine nicht überwachte Dauerladung.Schon bei dieser Spannung stellt sich ein,auch von der Temperatur beeinflusster labiler Innenwiderstand der Akkus ein.Versuche nach Laden mit 44,8V bei Erreichen der 100W die Ladespannung auf

von Uuoudan - am 27.06.2009 18:57
Solche schwereren Unfälle wird eine Temperaturabschaltung mit Sicherheit vermeiden. Peaks und Wendepunkte sind als Abschaltkriterium viel zu unsicher. An meinem Saxo kann ich an dem Ladeklappenkontakt problemlos eine Zeitschaltuhr und eine Temperaturüberwachung anbringen. Eine weitere, unabhängige 1,45 Volt-Abschaltung ist bei mir ebenfalls eingeplant, wenn das Christkind mir einen powerlader bringt. Ich lasse doch mein schönes Saxomobil nicht von irgendwelchen hergelaufenen Sagem- und anderen Boxen misshandeln.
Wenigstens einen lauten Wecker solltest Du immer mitführen
Wackelkontakte am Laderstecker und anderes führen auch bei mir immer zu einer Neuinitiierung der vollen Ladeleistung. Das ist viel zu gefährlich nach einer einmal erfolgten peakabschaltung. Diese Lader sind nämlich , neben den Laderbesitzern, furchtbar vergessliche Typen.

von Bernd Schlueter - am 29.06.2009 09:20
Hallo

So ists, die Temperaturschalter sind dazu da um schlimmes zu verhindern und passen recht gut zu den von Saft angegebenen Grenzen für das Laden mit Ladebeginn T< 40°C und Übertemperatur bei T> 60°C zum normalen Abschalten sollten sie nicht verwendet werden.

Und das mit dem Umschalten geht schon auch bei den Bennings und Co nur muß die Umschaltspannung abhängig von der Zellentemperatur angepasst werden und da ist selbst basteln angesagt.

Gruß

roman

von R.M - am 29.06.2009 17:48

Resümee

Hallo Lothar
Schraub deine Dauerladespannung auf 43.5V runter und deine Probleme sind Vergangenheit.
Optimistisch
wotan

von Uuoudan - am 29.06.2009 23:30

Re: Resümee

Hallo Lothar
Was ist draus geworden?
wotan

von Uuoudan - am 20.07.2009 12:19
Hallo,

zwischenzeitlich war ich ein paar Tage verreist und mein El wegen diverser Ärgernisse beim Händler. Morgen bekomme ich ihn wohl wieder.

Der "Powerlader" liegt b.a.w. in der Garage, ich lade im Moment mit einem EA-Lader; der kann zwar nur 12A, hat aber dafür eine NiCd-Ladekennlinie mit definierten Abschaltbedingungen. Für zu Hause ist das oK; für Überlandfahrten werde ich mir wohl ein Unterstomrelais besorgen, das bei unterschreiten von z.B. 100W Ladeleistung abschaltet. Sowas gibt es, nur nicht in jedem Elektronikmarkt.

Der verschiedentlich vorgeschlagene Temperatursensor hätte meinen letzten "Unfall" übrigens nicht verhindert: der Abschaltzeitpunkt war um geschätzt 30-50 min. überschritten, die Akkus warm, aber noch nicht zu warm, der Ladestrom allerdings bereits wieder bei rd. 20A.

Grüsse

Lothar

von el3331 - am 20.07.2009 19:58
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.