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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
19
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren
Beteiligte Autoren:
Sven Salbach, Stefan B., hk12, R.M, Bernd Schlueter, Andreas Friesecke, el3331, Sascha_W, Michael H-A, Josef Fenk, Scooter_Fahrer

Liegengeblieben...

Startbeitrag von Stefan B. am 24.08.2009 09:19

Tja, nun ist es das erste Mal passiert, dass ich liegengeblieben bin.
Gott sei Dank nur ca. 500m von zuhause entfernt. Unter Beifall und Gelächter meiner Nachbarn habe ich meinen Kewet heimgeschoben. (Wenigstens 2 haben mitgeholfen zu schieben). Nach 3 wöchiger Bastelzeit und interessierten Fragen, was ich da eigentlich mache - nun das!



Ich bin die NiCDs (140er STM) noch nicht gewöhnt. Sie sind innerhalb von 300m zusammengebrochen. Vorher steif ohne Ende. Nunja, das wird ja auch so als Charaktristika ser NiCDs beschrieben. Es lag auch kein Defekt vor. Manche Blöcke waren dann auf 5V runter, haben aber sofoert Ladung angenommen und nach 10 Sek laden waren alle wieder auf über 6V. Glück gehabt.

Frage: Wie macht ihr das, wenn ihr keinen Bordcomputer habt? Ich kann zwar die eingeladenen AH messen, aber nicht die entnommenen. Geht das nur nach Erfahrung?
Bei Blei kam ich mit leeren Akkus wenigstens noch 3 km im Schleichgang voran...

Stefan

Antworten:

Zitat
Unter Beifall und Gelächter meiner Nachbarn habe ich meinen Kewet heimgeschoben.

Na ich möchte hoffen, dass das von denen nicht ernsthaft spöttisch gemeint war und die Dir irgendwann einmal dankbar sind, dass Du die Welt für Ihre Enkel gerettet hast ;-)

von Michael H-A - am 24.08.2009 09:39

Peinlich, einfach nur peinlich!

Wenn ich so auf mein Voltmeter schaue, traue ich mir auf Grund von diesem eine genauere Voraussage zu als mit dem eingebauten Kapazitätsanzeiger, wann die Kiste alle Viere von sich streckt...
Da ist schon ein ordentlicher Spannungsgang drin. Vor allem merke ich am Spannungseinbruch bei Belastung, wenns brenzlich wird. Der Tageskilometerzähler geht bei jedem Volladen tunlichst auf Null. Bei Elektrofahrzeugen geht so nie der Saft aus. Schließlich kommt der aus der Steckdose.
Schieben bitte nur bei Nacht und Nebel. Sonst gefährdest Du nur unseren guten Ruf. Gute Muslims tarnen ihre Muslimas schließlich auch, aus dem gleichen Grund.
Vielleicht sollten wir unseren Schatz für solche blamablen Fälle mit einem fetten, dreiröhrigen Auspuff behängen und was von Vergaser murmeln und vom Pferd erzählen?



von Bernd Schlueter - am 24.08.2009 10:57
Wozu, Du weißt doch jetzt supere exakt, wieviel Km Du mit einer Tankladung geschafft hast...

Nimm 5-1ßkm Reserve und alles wird gut :-)
Genauer ist es bei NICD wohl nicht möglich, weshalb ich die möglichst meide!!!
Wenn Du die Akkus voll geladen hast und das Auto drei Tage stand, zieh etwa 10% Reichweite ab!!
Jeden weitern Tag jeweils 1%oder 2 % mehr

Am einfachsten ist es wohl wirklich mit Blei und Lifepo...


Aber einen Ah Zähler würde ich mir dennoch einbauen. Teuer ist der nicht und für ein besseres Gefühl ist er unverzichtbar!!

Natürlich stimmen die Reichweitenangaben im Winter auch nicht mehr.
Aber das betrifft Alle Fahrezeuge, egal ob elektrisch oder Verbrenner :-)

von Sven Salbach - am 24.08.2009 11:02
Ach ja, und bei dem Preis der STM Blöcke würde ich zumidnest eine billige einzelspannungsüberwchung anklemmen.
Die nichts weiter macht, als ganz dumm bei unterschreiten einer Spannung von 4V sofort Alarm ins Cockpit sendet und Du weißt, sofort den Fuss vom Gaspedal nehmen!!! um keine Zellen zu schädigen!!
Entweder Du baust sie simpel analog auf oder einfach einen µc pro Akku oder einen µc für 3 Akkus.
Ich würde auf jeden STM Block einen Mega88V klemmen, die könntest Du dann später erweitern, zwecks Sicherheitsschaltungen beim Ladeende oder Einzelspannung via Dislay im Cockpit oder Temperatur pro Akku oder sowas!!

Gleichzeitig hättest Du dann bald ein Vollständigen Boadrcomputer mit Restkapazitätsanzeige, inne/aAußentemperatur etc pp :-)


Ich helfe Dir dabei gerne.
Du müßtest nur löten können und meinen Anweisungen Fogle leisten:-)
Natürlich könnte ich Dir auch was zusammenlöten aber die zeit müßte ich irgendwie in rechnung stellen, da ich mit meinem eigenen Auto schon nie fertig werde,,,
Im Grunde genommen, würde ich meinen bereits bestehenden PC einfach kopieren:-)
Wenn Du Lust hast Dich mit Software zu beschäftigen könntest Du die dann sgar selber modifizieren, oder jemand im Forum schreibt sie Dir nach Wunsch..
Bei mir sind da auch Grenzen gesetzt:-)

von Sven Salbach - am 24.08.2009 11:26
Hallo Stefan,

nach meinen Erfahrungen im EL (100er STM und 50er Flugzeugakkus) hört sich das so an als wenn Deine Zellen noch nicht richtig zykliert sind oder aber unterschiedliche Kapazität haben.
Wenn einzelne Zellen (deutlich) früher als die anderen leer sind, ziehen sie durch umpoolen die Nachbarzellen mit in den Keller, was dann unübersehbare Auswirkung auf das Gesamtsystem hat.
Genau das mußte meine Tochter vergangene Woche, nach der Sommerpause, an ihrem EL erfahren(erschieben ;) ).
Es gibt natürlich Unterschiede nach Baujahr der Zellen und NiCD bleib grundsätzlich länger steif als Blei , aber innerhalb von 300m von steifohneende nach nichtsgehtmehr liegt wohl nicht alleine daran, mindest bei meinen Akkus merke ich das Ende früher.
Wenn das Ende dann da ist, bringt eine Erhohlungs-Pause allerdings auch nicht das gleiche Ergebnis wie bei Blei. Ein leerer NiCD-Akku ist, ohne laden, idR auch nach 10min Wartezeit noch leer.
Dafür brauchst Du Dir aber auch keine schlaaflosen Nächte machen weil Du unter die 5V gekommen bist; da sind die Blöcke sehr robust.


AH-Zähler bei der Entnahme ist schön und wer's hat, will's wahrscheinlich nicht mehr missen; aber einschätzen kann man die Batt's eigentlich schon sehr gut wenn man Spannung Leerlauf mit Spannung unter Last beobachtet und vergleicht.

Gruß
Horst

von hk12 - am 24.08.2009 11:30
Seit 14 Tagen überlege ich jetzt, ob ich mir die Mühe machen soll, den nicht mehr erhältlichen Conrad Bausatz für einen AH Zähler nachzubauen:
Strom soll via EL Shunt gemessen werden als Zähler dann ein Fahrradtacho.
Das Ganze dann auf Lochstreifenplatine ums einfach zu halten.
Elektronisch würde ich das wohl hinbekommen - aber wenn ich mir so überlege, wie leicht sich das mit einem Atmega lösen lässt - Den kann ich leider nicht programmieren.
Eine S5 oder S7 ist mir da zu oversized - Die könnte ich Programmieren.

Solch ein Open Source Bordcomputer würden sicherlich einige haben wollen?

von Sascha_W - am 24.08.2009 18:01
Die Soft habe ich hie fertig liegen :-)
Mach einen groben Plan, ich gebe Dir die Pins vor und dann braucht nicht am Programm geändert werden.
Das ganze Programm sind vielelicht 20 Zeihlen

von Sven Salbach - am 24.08.2009 18:09
Hallo Stefan,

derzeit steht mein Cityel, da der Curtis Motorsteller ausgefallen ist. Die Fahrten davor konnte ich an der Spannungsüberwachung der Einzelzellen (32 St. 53Ah NiCd Einzelzellen durch eine C_Control Micro überwacht) und akustischen Warnung bei Unterschreiten der Spannungsschwellen von 1,1V ; 1V, 0,9V, 0,8V;0,7V sehr gut den Zustand der Zellen abschätzen. Sobald sich mehrere Zellen mit Spg. bei etwas größerer Strombelastung gemeldet hatten nahm ich das Gaspedal etwas zurück und konnte noch ca. 3 km fahren.
Das mindeste was ich Dir raten würde, wäre eine Überwachung der einzelnen Blöcke. An der Gesamtspannung sieht man auf jeden Fall zu wenig. Du hättest dann auch den Vorteil leicht herauszu finden welcher Block schwächelt und hast eine schnellere Fehrlersuche.

MfG

J. Fenk.

von Josef Fenk - am 24.08.2009 18:27
Ja, das Problem ist auch bei den LiFePo4 Akus, sie fallen am Schluss einfach ab ohne Anmeldung.
Hier werden Elektronen durch die Bewegung von Ionen erzeugt.
Beim Bleiakku werden die Elektronen durch Materie Umwandlung erzeugt.
Solange auch noch ein bisschen Aktive Masse da ist, lassen sich daraus Elektronen erzeugen.
Auch wenn der Akku dabei kaputt geht, ein Strom fliesst immer noch.

Vielleicht müssen wir in der nächsten Zeit einfach umdenken.



von Scooter_Fahrer - am 24.08.2009 19:24
Bei mir ist die Leerlaufspannung im Zellendurchschnitt 1,18 Volt, wenn die gelbe Lampe bei Vollgas kommt. Dann sinkt die Spannung volle 15 Volt herunter. ich nehme an, dass dann ca. 10 Zellen voll entladen sind. Wenn es bei Deiner Kiste schlagartig Nacht wird, spricht das für die Batterien, weil sie alle gleichzeitig leer werden. Bei mir polen sich dann mit Sicherheit einige Zellen um, was ich möglichst vermeide, indem ich zum Schluss sehr verhalten fahre, also mindestens 2 Minuten Zeit nehme, bis ich auf 80 bin, oder das Kremenholler Matterhorn mit Tempo 30 heraufschleiche.

Das ist ja fast zum Gurnigeln dort in der Gegend.


von Bernd Schlueter - am 24.08.2009 19:25
Hallo

Bei 5V ist doch noch alles im grünen Bereich damit kann man noch einige Km fahren, wenn eine Zelle umgepolt wird riechst du das.

Also erst mal die Zellen einzyklieren, das dauert seine Zeit dann kannst du fahren bis die Spannung je Block auf 3V runter ist ohne daß sich was umpolt.

Also erst mal ausreichend laden mit entsprechender Überladung dann über Widerstand oder ähnliches entladen dabei alle 5 oder 10 min die Einzelspannungen und den Strom messen und schauen wann die Blöcke einknicken

Wenn alle Blöcke leer sind, (unter 4,8V nur noch mit 1 bis 2A entladen) dann erneut laden und jeden Block kontrollieren, wichtig ist daß du ein Ladegerät mit hoher Spannung und einstellbarem Strom benutzt um die Zellen anzugleichen, so 9V/Block und 1 bis 2A sollte es schon schaffen, ich klemme dazu ein Labornetzteil mit Strombegrenzung in Reihe zum Lader.

Gruß

Roman

von R.M - am 24.08.2009 19:30
nein, das ist bei Liefepo ähnlich wie bei Blei, also zumindest bei mir.


von Sven Salbach - am 24.08.2009 19:31
2 Minuten auf 80? Bei mir gings gerade noch mit 200A einen steilen Berg hoch (65 km/h) und 500m später ging dann nur noch schleichen. Die Akkus haben auch nicht mehr hergegeben, selbst wenn ich gewollt hätte. Die Kiste lief dann noch 20 im 2. Gang und nach 300m war Schluss. Nach einer Erholung von 5 Minuten lief die Kiste dann nochmal 100m im Schritttempo, dann fiel der Schütz ab. Gestunken haben die Akkus nicht. ich hab mal gelsen, man rieche die Umpolung.
Ich werde auf jeden Fall einen Bordcomputer mit einzelblocküberwachung einbauen, aber bei Gero dauert es immer so lange, bis mal was besprochen, geschweige denn geschickt wird. Von daher wollt ich mal wissen, wie ihr das macht.
Danke für die Antworten.
Stefan


von Stefan B. - am 24.08.2009 22:38
Hallo Stefan,

dass man das Umpolen riecht, kann ich auch nicht bestätigen. Erst wenn die Zellen umgepolt länger unter Last betrieben werden, riecht man vielleicht ein bisschen was...

@Roman: Ein 6V-Block bis auf 3V runter? Niemals ohne Umpolen. Meine gehen unter Volllast, wenn sie fast leer sind vielleicht auf 4-5V runter. Alles was darunter ist, bedeutet, dass eine Zelle zumindest leer ist (=0V).

Es gibt laut meiner Spannungüberwachung einen Bereich (so ca 3-5Ah) in dem eine leere Zelle bei 0V bleibt und sich im Leerlauf erholt. Wird weiter entladen, polt sie sich um. Dann fällt die Blockspannung unter Last drastisch ab und im Leerlauf erholt sich die Zelle nicht mehr (

von Andreas Friesecke - am 25.08.2009 11:35
Hallo

Meine gehen wirklich bis 3V runter ohne Umpolen, kaum ist die Last weg sind sie wieder auf 5,5 V

Und bei 4V geben die immer noch 80A ab, ich hab mal eine Zeit lang gemessen, die Blöcke sind bis knapp unter 4,8V bis auf 10 mV syncron.

Auch beim Laden ist alles bis auf 20 mV gleich, wobei ich den Unterschied auf unterschiedliche Temperaturen zurückführe.

Ich lade aber bei 48V nur bis 61,5 V dabei geht der Strom bei vollen Akkus bis auf unter 1A zurück.

Probleme gibts nur bei unterschiedlichen Temperaturen.

Gruß

Roman

von R.M - am 25.08.2009 17:40
Hallo,

man kann die Akkus noch sehr viel weiter entladen, ohne dass sich eine Zelle umpolt, wenn man es mit niedrigen Strömen macht.
Ich entlade meine Blöcke in regelmässigen Abständen mit einzeln schaltbaren Widerständen mit anfänglich 4A bei 6V bis auf gleichmässig 0,8 V. Nach einiger Zeit "erholen" sich alle dann wieder auf 5,2V, das reicht, damit mein Lader (nachts) startet. Danach sind alle Blöcke gleichmässig geladen und haben auch wieder volle Kapazität.
Das beschriebene plötzliche Zusammenbrechen habe ich noch nie erlebt und ist m.E. auch untypisch für NiCds. Ist da evtl ein Strombegrenzer im Spiel?

Grüsse

Lothar

von el3331 - am 25.08.2009 21:39

Re: Liegengeblieben...Lösung

@ Lothar.
Einen Strombegrenzer hat mein Kewet2 nicht. Ich denke auch nicht , dass mein betagter Curtis sowas eingebaut hat.

Ich führe den Effekt auf die lange Standzeit der Akkus zurück.
Ich habe die Dinger erst ein paar mal zu Probezwecken geladen, aber nie voll. Bei dieser Fahrt hatte ich die Blöcke zum ersten Mal länger geladen, aber auch nur bis 1,48V /Zelle.
Heute hatte ich voll geladen bis 1,53V pro Zelle und 1 Std gasen. Danach gings ca. 50km weit mit 8 Blöcken (48V). Die Leerphase kam weicher und war diesmal am Voltmeter rechtzeitig erkennbar.

Gruß Stefan

von Stefan B. - am 26.08.2009 22:15

Re: Liegengeblieben...Lösung

Hallo Stefan,

Deine Angaben unterstreichen meine These das Deine Zellen einfach auseinander waren.
Ich hatte gerade das gleiche Phänomen am EL meiner Tochter. Ferienbedingt nicht gefahren und dann mit einer Schlußspannung unter 1,5V angeladen. Bei den Einzelzellen konnte man schön verfolgen (messen) das sie nicht in Reihe waren. Ergebnis wie bei Dir: plötzlicher und vorzeitiger Leistungseinbruch innerhalb kürztester Zeit.
Maßname : Schlußspannung über 1,5V erhöht (61V bei 48V nominal) und kontrolliert gasen lassen und alles ist wieder gut.
NiCD ist einfach geil; andere Zellen währen schon wieder über den Jordan gewesen.
Besonders bei Fahrern wie meiner Tochter, die zwar leidenschaftlich EL fährt, aber mit der (Akku-)Technik nicht zuviel am Hut hat, ist es ein beruhigendes Gefühl wenn nicht jeder Handlingsfehler direkt zur Katastrophe führt.

Gruß
Horst

von hk12 - am 27.08.2009 06:35
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