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elweb Batterie
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren
Beteiligte Autoren:
Scooter_Fahrer, R.M, Bernd_M, Andreas Friesecke, Stefan B., Bernd Schlueter, Jens Schacherl, thegray

Was tötet Bleiakkus...

Startbeitrag von Scooter_Fahrer am 25.08.2009 19:28

Ich möchte euch hier von meinen unendlich traurigen Fehlbehandlungen (Vergewaltigungen) meiner 3 Bleigel Batterien berichten.

Bei schon einer Fehlbehandlung ist der Akku nicht mehr derselbe wie er vorher immer war (Zuverlässig).
-- Zu weit leergefahren unter Belastung --> Volle Batterien brechen von nun an unter Belastung (46 Ampere bei meinem Arrow45) unter 12 Volt zusammen. Kein Pulser etc. kann den Akkus mehr helfen damit muss man von nun an Leben :-(

-- Langsames Entladen über 48 Stunden mit hinterher langsamen Laden 48 Stunden --> Sofort Tod Batterie ist nicht mehr zu retten, -->Entsorgen.

So denke ich, das der Sauerstoffanteil im Elektrolyt die Bleiplatten passivieren könnte.
Je länger die Batterie entladen ist oder wird, desto mehr werden die Platten Passiviert.

Also ist möglichst schnelles wiederaufladen ohne Verzögerung das Beste was man dem Blei-Akku antun kann denke ich.

Wenn das mit dem Sauerstoffanteil im Elektrolyt so stimmt, dann wäre es besser, wenn man den frisch aufgeladenen Akku vor der Fahrt erst einmal ein bis zwei Stunden ohne Ladung ruhen lässt, damit der Sauerstoff zusammen mit dem Wasserstoff rekombinieren kann und sich die Oberflächenladungen auf den Bleiplatten abbauen können.

Antworten:

Glaube ich nicht. Eher, dass der Sauerstoff die Batterien auflädt, sprich, vierwertiges Blei aus vorher zweiwertigem macht. Die andere Platte wird zu nullwertigem Blei reduziert. Sauer werden nur die Sulfationen, wenn der Sauerstoff das Blei nicht mehr von seiner Bagage in Form von zwei Sulfationen erlöst. Erst, wenn sich der Wasserstoff als Babysitter anbietet, können die Sulfationen Teita gehen. Die Säuredichte steigt dann an. Das Blei wird oxydiert. Gottseidank.

von Bernd Schlueter - am 25.08.2009 20:25

Re: Was tötet Bleiakkus... falsches Laden und "Reichweitentests"!

Hallo Scooter_Fahrer,

ein Link zu meinen positiven Erfahrungen mit Blei-Fließ-Akkus:
[forum.mysnip.de]

Für echte Blei-Gel-Akkus ist diese Ladekennlinie aber nicht geeignet!

Zitat
Scooter_Fahrer
Bei schon einer Fehlbehandlung ist der Akku nicht mehr derselbe wie er vorher immer war (Zuverlässig).
-- Zu weit leergefahren unter Belastung --> Volle Batterien brechen von nun an unter Belastung (46 Ampere bei meinem Arrow45) unter 12 Volt zusammen. Kein Pulser etc. kann den Akkus mehr helfen damit muss man von nun an Leben :-(
Kann ich bestätigen, mit Balancern kann man das Ende aber immerhin noch etwas rauszögern.

Zitat
Scooter_Fahrer
-- Langsames Entladen über 48 Stunden mit hinterher langsamen Laden 48 Stunden
Wer hat denn das empfohlen???
Das hätte ich so nicht gemacht, der Akku ist viel zu lange tiefentladen!

Stattdessen jeden Block einzeln entladen mit C25 bis 11V, dann sofort mit normalem Ladestrom wieder aufladen bis 14,4V (Fließ, Gel eher 14,2V).

Zitat
Scooter_Fahrer
Also ist möglichst schnelles wiederaufladen ohne Verzögerung das Beste was man dem Blei-Akku antun kann denke ich.
Im Prinzip ja, aber mein Roller steht manchmal auch ein paar Stunden mit zu 45% entladenen Akkus, ohne dass das bisher negative Auswirkungen zu haben scheint.

Zitat
Scooter_Fahrer
Wenn das mit dem Sauerstoffanteil im Elektrolyt so stimmt, dann wäre es besser, wenn man den frisch aufgeladenen Akku vor der Fahrt erst einmal ein bis zwei Stunden ohne Ladung ruhen lässt, damit der Sauerstoff zusammen mit dem Wasserstoff rekombinieren kann und sich die Oberflächenladungen auf den Bleiplatten abbauen können.
Ich weiß nicht ob und was das bringen soll :confused:.
Die meisten fahren am liebsten mit frisch geladenen Akkus, weil da die Spannungslage am höchsten ist und der Innenwiderstand am niedrigsten.
Mein Roller hängt meistens über Nacht noch etliche Stunden an der Erhaltungsladung, die ich auf 13,85V/Block (temperaturkompensiert!) eingestellt habe, und das scheint den Akkus auch nicht zu schaden.

Aber ich weiß schon, wenn man EMobil-Fahrer zu Akkus befragt dann bekommt man von 3 Leuten 5 Meinungen :rolleyes:...

Gruß Jens

PS: Wie fährt sich denn der Arrow sonst so? Reichweite mit noch guten Akkus, Handling?
Ich war auch schon mal in Versuchung bei Ebay zuzuschlagen :).

von Jens Schacherl - am 25.08.2009 21:24

Re: Was tötet Bleiakkus... falsches Laden und "Reichweitentests"!

Zitat
Scooter_Fahrer
Wie fährt sich denn der Arrow sonst so? Reichweite mit noch guten Akkus, Handling?
Ich war auch schon mal in Versuchung bei Ebay zuzuschlagen :).
]


Der Arrow hat ein Technikproblem von Hause aus.
Wenn man ihn beseitigt, dann ist der Arrow45 sehr robust und haltbar.

Die Problem ist:
Thermische Überlastung des Einschaltrelays, wobei es zum Windungschluss in der Spule kommen kann.
Dadurch wird der Steuergerät Ausgang überlastet (Defekt).

Sollte der Steuergerät Ausgang bereits defekt sein, kann man mit einer von mir entwickelten Zusatzschaltung diesen Defekt übergehen. Man braucht das Steuergerät dafür nicht austauschen.
Die Zusatzschaltung bekommt man von mir für 55.- EURO+Versand.

Mit den Original 3 x 12V/80AH Gel-Batterien kommt man mit ständigem Vollgas ca. 30 Km.
Wenn man wenig Gas gibt und immer schön langsam fährt kommt man auch knapp über 40 Km.
Der Arrow45 regelt bei 47Km/h ab. Wenn man das Gas weg nimmt laden (Rekuperation) die Batterien mit bis zu 70 Ampere wieder auf. Dies bremst das Fahrzeug sehr stark ab.

Die 4 Scheibenbremsen braucht man so gut wie nie.
Edit:
Der Arrow45 geht fast jeden Berg rauf etwa 30% Steigung packt er noch (Waldweg).

Der Motor hat ein Drehmoment von 100 NM und eine Leistung von 2733 Watt.
Der Arrow wiegt 191 Kg mit Batterien. Maximale Zuladung + 150 Kg.

Durch die Anordnung Motor und Planetengetriebe, das übrigens keine Plastikteile enthält, dreht der Motoranker entgegengesetzt wie das Motorgehäuse, das sich auch dreht beim Fahren.
Dadurch ist der Motorverschleiss sehr klein.

Bilder dazu gibt es auf meiner Web Galerie:

Link: [gallery.me.com]




von Scooter_Fahrer - am 26.08.2009 12:25

Re: Was tötet Bleiakkus... falsches Laden und "Reichweitentests"!

Zitat

Der Arrow45 geht jeden Berg rauf 90° Steigung ist kein Problem für ihn.


Du meinst sicher 90% nicht 90°, denn das macht kein Fahrzeug (Außer Hubschrauber und Fahrstühle)



von Stefan B. - am 26.08.2009 22:38

Re: Was tötet Bleiakkus... falsches Laden und "Reichweitentests"!

Ja das meint er nur Scherzhaft- 90% sind immerhin auch nur fast 45Grad das schaft der nur mit Super Untersetzung aber dann keine 47hm/h im flachen und da das Teil bestimmt kein 2oder 3Gang Planeten getriebe hat.
Also ist nur etwas Übertreibung für gute Steigfähigkeit;)

von thegray - am 26.08.2009 22:56

Re: Was tötet Bleiakkus... falsches Laden und "Reichweitentests"!

Ich bin kein Arrow Experte....
aber zwei Planetengetriebe sehe ich da schon mal.
Und ein Differental ist auch vorhanden...gar nicht schlecht bei den kleine Fahrzeug...

Bernd M

von Bernd_M - am 27.08.2009 01:07

Re: Was tötet Bleiakkus... falsches Laden und "Reichweitentests"!

90° Steigung war natürlich eine unüberlegte Übertreibung. Habe es jetzt korrigiert.

Ich bin damit einen Waldweg hinaufgefahren, der immer steiler wurde.
Umdrehen konnte ich nicht mehr, da es so dermassen Steil war das ich bange hatte da wieder herunter zu fahren.
Am Schluss musste ich absteigen, weil er es mit mir zusammen nicht mehr packte, die Reifen drehten durch.
Habe den Weg dann schliesslich doch noch gemeistert. Mache ich jetzt nie wieder.

von Scooter_Fahrer - am 27.08.2009 22:28

Wieso baut man eigentlich nicht den Arrow-Antrieb ins EL?

Wieso baut man eigentlich nicht den Arrow-Antrieb ins EL?

Der scheint ja wie gemacht dafür. Und vielleicht kann man ihn auch in einer Kleinserie noch kaufen.

Gruß
Andreas

von Andreas Friesecke - am 28.08.2009 08:48

Re: Was tötet Bleiakkus... falsches Laden und "Reichweitentests"!

Hallo

Das Ding hat kein Differential, der Motor ist so gebaut das der Stator auf ein Rad geht und der Rotor auf das andere, clevere Lösung, jetzt kommts aber noch drauf an was der Motor wirklich ab kann. 2,7 kw sind fürs El etwas wenig und mit den 45km/h wird wohl auch keiner zufrieden sein.


Gruß

Roman

von R.M - am 29.08.2009 18:02

Re: Was tötet Bleiakkus... falsches Laden und "Reichweitentests"!

Hallo Roman,
Du hast recht,der Arrow hat kein "eigenständiges" Differential
Aber dieser Motor wirkt wie ein Differential .
[www.wachauer.com]

Aber Du wirst recht haben mit der Leistungsklasse.
Und dieses Prinzip wird es nicht grösser auf den "Markt" zu finden sein.

Bernd M


von Bernd_M - am 29.08.2009 19:50

Re: Was tötet Bleiakkus... falsches Laden und "Reichweitentests"!

Hallo

Ja das ist eigentlich schade, vom Konzept des Antriebs bin ich bei dem Teil eigentlich überzeugt, zu erschwinglichem Bastel Preis habe ich aber bis jetzt nur die 25 km/h Version gesehen.


Was ist das eigentlich für ein Motor DC oder AC, bei DC ließe sich da doch ziemlich einfach noch was machen hinsichtlich Leistung und Drehzahl.

Gruß

Roman



von R.M - am 29.08.2009 20:22

Re: Was tötet Bleiakkus... falsches Laden und "Reichweitentests"!

Hallo Roman,
ehrlich gesagt habe ich noch kein Arrow gesehen.
Ich bin nur letzte Woche über den Link hier im EL Web gestolpert.

Laut Internetseite soll eine "Asynchronmaschine" verbaut sein,
ob dies festlegt wie der Motor gesteuert wird ,weiss ich nicht.

Bernd M

von Bernd_M - am 29.08.2009 21:13

Re: Was tötet Bleiakkus... falsches Laden und "Reichweitentests"!

Hallo

Zumindest heißt das daß man ohne Umprogrammierung des controllers nicht weiter kommt, es wäre also für höhere Drehzahlen vermutlich ein anderer Controller nötig der sich programmieren lässt.

Die Dinger sind schon recht selten, hab bis jetzt auch erst ein Exemplar entdeckt, und Händler für ne Probefahrt gibts hier bei mir in der Gegend nicht.


Gruß

Roman

von R.M - am 29.08.2009 21:22
Man kann den Inverter (Frequenzumrichter) sicher umprogrammieren, es gibt da 3 Versionen von ein und desselben Fahrzeug 15 Km/h / 25 Km/h / 45 Km/h.



von Scooter_Fahrer - am 30.08.2009 23:12
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