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elweb Batterie
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 11 Monaten
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Alfons Heck, Bernd Schlueter, Sven Salbach, chhauser, E. Vornberger, cephalotus, alklex, R.M, Andreas Friesecke, Bruno44, ... und 3 weitere

Netzspannung in den nächsten Jahren bei 240V

Startbeitrag von Sven Salbach am 04.12.2009 10:04

Bin gerade hierauf aufmerksam gemacht worden....
Also bald noch mehr Ladestrom saugen:-)

Ehm, also ich habe in den lezten 25 Jahren NOCH NIE in Europa
Netzschwankungen von +/- 10% gesehen

So wie ich das sehe, weis hier anscheinen über die sogenannten 230V
+/-10% bescheid. Diese +/- 10% gelten nämlich nicht mehr.

Als ich 1988 meine Gesellenprüfung Elektromechanik machte, hatten wir
gerade 220V -5% +10% wegen der bevorstehenden anpassung aus 230V in
1990.

Seit 1990 gillt 230V mit -10% und +5%.

Seit 2000 gillt 230V mit -5% und +10%

und ab 2010 werden es dann 240V mit -10% und +5%

2015 solld an endgültig 240V +/-5% wirder herschen.

Das wurde in EUropa beschlossen, damit alte geräte noch aufgearbeitet
werden können und nicht durch die Spannungserhöhung hops gehen.

Der Vorteil der Spannungserhöhung von 220V auf 240VC is der, das ein
OHMSCHER verbraucher bei gleicher Leistung weniger Strom zieht.

Sprich, ein 4-Platten Herd mit Backofen der vorher 8kW hatte und mit
3x25A Abgesichert war, zog 21A bei Drehstrom 3x220V.

Heute würder ein neuer Herd bei gleicher leustung und 240V nur 19,26A
Ziehen.

Antworten:

Re: Netzspannung in den nächsten Jahren bei 240V

Zitat
Sprich, ein 4-Platten Herd mit Backofen der vorher 8kW hatte und mit 3x25A Abgesichert war, zog 21A bei Drehstrom 3x220V. Heute würder ein neuer Herd bei gleicher leustung und 240V nur 19,26A Ziehen.


Nur dass die alten Herde alle noch den gleichen ohmschen Widerstand haben (z.B. 6,6Ohm bei 8kW @ 230V), und damit bei 240Volt 8,7kW haben und wieder 21A ziehen...

Gruß
Andreas

von Andreas Friesecke - am 04.12.2009 10:18

Re: Netzspannung in den nächsten Jahren bei 240V

naja, derjenige meinte das wohl eher darauf bezogen, das ein neuer Herd dann eine schwächere Sicherung benötigt.
Aber für uns ist das Interessant, da wir fast alle mit Schaltnetzteile vewenden :-)

von Sven Salbach - am 04.12.2009 10:22

Re: Netzspannung in den nächsten Jahren bei 240V

Ich sehe in der nicht vom Volk beschlossenen Maßnahme nur den Zwang zum Austausch alter Geräte und Erhöhung des Stromverbrauchs.
Ich wäre sehr dafür, wenn wir uns vom öffentlichen Stromnetz mit seinen Schwankungen abkoppeln würden und unsere eigenen mit freier Einspeisung aufbauen würden, mit der Einkopplung das öffentlichen Netzes über Mittelspannungstransformatoren. Selbstverständlich stützen wir das öffentliche Netz, dafür sind unsere BHKWs wie geschaffen, die dann auch mal als Sechszylinder ausfallen dürfen. So als 100-1000 kW Schiffsmotoren...

von Bernd Schlueter - am 04.12.2009 14:44

Re: Netzspannung in den nächsten Jahren bei 240V

Bernd Bernd Bernd, auch ich schreibe ja oft viel unsinn, weil ich schneller schreibe als ich denke:-) Aber manchmal.....

Warum zwingt irgendwer das Volk neue Geräte zu kaufen??
Wieviele der akutellen geräte betrifft denn das Problem überhaupt im Haushalt??

Nur den herd, hm ich glaub das wars schon:-), doch Durchlauferhitzer etc pp.
Aber es gibt kein Grund für ein neuen Herd....
Ganz im Gegenteil, Du beommst gratis einen herd mit mehr leistung einens stärkeren Fön, einen leistungsfähigeren Durchaluferhitzer etc pp

Also es gibt sowas von absolut überhaupt gar keinen Grund zu meckern......
nenenene Bernd Bernd Bernd :-)


von Sven Salbach - am 04.12.2009 14:58

Re: Netzspannung in den nächsten Jahren bei 240V

na ja, zumindest einen Servicetechniker brauch ich für die ENS des BHKWs (ob man das so ohne weiteres einfach einstellen kann ist noch fraglich), die ENS sagt nämlich bei 240V +5%, Spannung ausserhalb des erlaubten Bereiches und schaltet das BHKW ab.

Und ob die alten Geräte, hab teilweise sogar noch welche die für 220V spezifiziert sind, dauerhaft 240V durchhalten ist auch fraglich.

Grüße

Bruno

von Bruno44 - am 04.12.2009 16:08

Re: Netzspannung in den nächsten Jahren bei 240V

Meine gröööösste Sorge ist die: Jetzt laufen meine alten Platten noch schneller und dadurch hörten sich die alten Songs nicht mehr so gemütlich an. Ja,ja, wir leben in einer hektischen Zeit.
Stefan

von Stefan B. - am 04.12.2009 18:59

Re: Netzspannung in den nächsten Jahren bei 240V

Hallo zusammen,

@Stefan


Ich glaub um die Geschwindigkeit der Platten brauchst Du Dich nicht ängstigen, die ist entweder von der Netzfrequenz oder einem Oszilator gesteuert. Sonst gibts n neuen schicken Plattenspieler. ;)

@all

was soll das denn jetzt mit 240 Volt? Ich dachte mit der Anhebung auf 230 Volt in Deutschland haben die 240 Volt Gebiete auf 230 Volt reduziert als Kompromiss.

Warum haben die 240 Voltler jetzt gewonnen? Einige Altgeräte die ich hier habe lassen sich glücklichereweise auch auf 240 Volt einstellen, aber für reine 220 Volt-Geräte ist das doch arg viel.

Gruß,
Thomas.

von Tommy601 - am 05.12.2009 07:56

Re: Netzspannung in den nächsten Jahren bei 240V

Hallo

Ist relativ einfach, inzwischen sind fast nur noch 230V Geräte in Betrieb und denen macht die Anhebung nichts aus ähnlich wie früher die Anhebung von 220V auf 230V.

Wer noch so richtig alte Schätzchen hat sollte also mit einem Spartrafo arbeiten wenn er nicht sicher ist obs das Gerät aushält.


Gruß

Roman

von R.M - am 05.12.2009 09:35

Re: Netzspannung in den nächsten Jahren bei 240V

Zitat
Tommy601
Hallo zusammen,

Einige Altgeräte die ich hier habe lassen sich glücklichereweise auch auf 240 Volt einstellen, aber für reine 220 Volt-Geräte ist das doch arg viel.

Gruß,
Thomas.


Eben, wie Bernd schon schreibt gibts dann bei Opa und Omi nicht nur neue Geräte, (wo sollen die denn was kaufen, im MEDIA-MARKT?),
und außerdem bei den Kisten die noch durchhalten gibts satt was für die EVUs.10% Spannungserhöhung gibt bei vielen Geräten 20% Mehrverbrauch!

Gruß Martin



von Martin Heinrich - am 05.12.2009 09:44

Re: Netzspannung in den nächsten Jahren bei 240V

Hallo Sven,
Zitat
ssalbach
Seit 1990 gillt 230V mit -10% und +5%.

Seit 2000 gillt 230V mit -5% und +10%

und ab 2010 werden es dann 240V mit -10% und +5%

2015 solld an endgültig 240V +/-5% wirder herschen.

Das wurde in EUropa beschlossen...

wo hast Du diese Informationen her?

Ich gehe von folgender Normenlage aus:
Zitat

Die zulässige Niederspannung mit einem Normwert von 230 V darf grundsätzlich im Bereich von +/–10 % schwanken. Bis zum Jahr 2008 gelten nach DIN IEC 60038 [3] eingeschränkte Toleranzwerte von –10 % bis +6 %.


Siehe auch: [lists.fed.de]
Weitere Änderungen/Planungen sind mir nicht bekannt.


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 05.12.2009 11:53

Re: Netzspannung in den nächsten Jahren bei 240V

Hallo, natürlich gibt es einen Grund zu meckern. Das war bei der ersten Erhöhung schon so. Exakt wie Bernd es beschreibt (zumindest meint er es so denke ich), wird ein Grossteil der Elektrogeräte mehr Leistung verbrauchen, da ohmscher Verbraucher. D.h. jeder wird es an der Stromrechnung merken, bis er alle Geräte im Lauf der Zeit mit neuen Versionen getauscht hat.
Das eigentliche Ziel mag sein, die Stromstärke auf der letzten Meile (die 380-Volt-Leitungen) zu reduzieren, aber bis es soweit ist zahlen wir erst mal alle mehr, und erhöhen so nebenbei auch den CO2-Ausstoß....

von E. Vornberger - am 05.12.2009 17:23

Netzspannung bleibt bei 230V +/–10%

Hallo,
also die Normenlage für die nächsten zig jahrzehnte dürfte sein:

230V +/–10 %

Das dürfte sich auch lange halten da diese Werte schon recht weit international verwendet werden.


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 10.12.2009 09:58

Re: Netzspannung bleibt bei 230V +/–10%

Hallo Alfons

Welche Quelle ?
50160 ?

Gruss

Christoph

von chhauser - am 10.12.2009 15:08

Re: Netzspannung bleibt bei 230V +/–10%

Hallo Christoph,
zur IEC 60038:
[www.vattenfall.de]

zur DIN EN 50160:
[www.europa-lehrmittel.de]


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 10.12.2009 16:47

Re: Netzspannung in den nächsten Jahren bei 240V

Zitat
E. Vornberger
Hallo, natürlich gibt es einen Grund zu meckern. Das war bei der ersten Erhöhung schon so. Exakt wie Bernd es beschreibt (zumindest meint er es so denke ich), wird ein Grossteil der Elektrogeräte mehr Leistung verbrauchen, da ohmscher Verbraucher. D.h. jeder wird es an der Stromrechnung merken, bis er alle Geräte im Lauf der Zeit mit neuen Versionen getauscht hat.
Das eigentliche Ziel mag sein, die Stromstärke auf der letzten Meile (die 380-Volt-Leitungen) zu reduzieren, aber bis es soweit ist zahlen wir erst mal alle mehr, und erhöhen so nebenbei auch den CO2-Ausstoß....


Nun, bei einer Glühbirne wird man also mehr Strom verbrauchen und folglich auch mehr bezahlen, hat dafür aber helleres Licht (und eine schneller defekte Glühbirne)

Bei einem Elektroherd oder der Waschmaschine hingegen erhöht sich die Leistung (RxI²) stärker als der Strom (I), pro Zeit bazhlt man also mehr, erhält aber im Quadrat mehr Leistung für sein Geld, macht also ein gutes Geschäft als Verbraucher, wenn man einen Stromzähler hat, der tatsächlich den Strom zählt und nicht die Leistung (dann wäre es ein +/- Null Geschäft)
Im Endeffekt ist nämlich die Heizung dann kürzer im Betrieb für dieselbe Wärmenergie.

Die Ansgst erscheint mir also sehr unbegründet.

Spannender finde ich eher die Tatsache, dass 240V + 5% = 252V etwas weniger ist als 230V + 10% = 253V. Ok, das sind jetzt peanuts (1V), aber unser Solarwechselrichter ist beispielsweise auf Abschaltung bei +253V eingestellt und die Spannung liegt in Niederbayern an einem sonnigen Sonntag nachmittag durchaus mal an (egal auf welcher Phase übrigens, ist also kein lokales Problem im Hausnetz)

mfg

von cephalotus - am 12.12.2009 10:43

Netzspannung demnächst 260 Volt

Mein Cousin hat in sein Haus einen Spartrafo eingebaut, der die komplette Spannung auf 220 Volt herabsetzt. Spikes werden ebenfalls dabei abgeschnitten. Alle Geräte funktionieren damit anstandslos, Glühlampen halten wie einst, als Arno von Tobak noch lebte. Absolut empfehlenswert.

Ich empfehle, den Spartrafo so auszuwählen, dass er auch die 300 Volt in fernerer Zukunft abkann.
Man braucht dann nicht mehr alle Haushaltsgeräte alle 10 Jahre auszutauschen.
Der Vorteil höherer Ströme und dickerer Drähte ist, dass man die gefährliche Spannung nicht mehr so hoch einstellen muss.
Übrigens, bei 10.000 Volt reicht der feuchte Fußboden, um den Stromfluss zurück zum E-Werk sicherzustellen. Mit leitfähigen Reifen wäre es dann möglich, deutschlandweit mit nur einem Draht über der Straße elektrisch zu fahren.

von Bernd Schlueter - am 11.02.2010 13:18
Hallo zusammen

@ ssalbach
Wo hast Du denn die Info her, ich habe davon noch nichts gehört und es ist ja schon 2010.

@alle
Ich kann mir gut vorstellen, das da was aufgrund der immer deutlicher werdenden Einspeise- Infrastruktur (Windräder, solaranlagen u.s.w) zu tun hat.
Die EVU's haben immer mehr Probleme die Netzspannung am Endverbraucher auf 230V zu halten,
wenn überall (und vor allem nicht konstant) ettliche KW eingespeist werden können.

Gruß Alex

von alklex - am 27.02.2010 17:22
Wenn es Spannungschwankungen gibt, sind die nach oben die gefährlichen. nicht nur Glübirnen explodieren dann.
Selbstlose und verantwortungsbewuste Energieversorgungsunternehemn senken dann ihre Spannung auf ungefährlichere Werte.
Die Lobbyisten, die unseren "Volksvertretern" zusetzen, erhöhen die Spannung laufend. Dazu gehören sicherlich auch Vertreter der Firma Siemens. Die Preise im Bundestagsrestaurant sind schließlich nicht niedrig.
In Deutschland dürfen immer noch die Glühdrähte der Glühbirnen an einer Stelle plattgeklopft werden. Eine Siemens-Erfindung.
Stellen wir uns schonmal auf 300 Volt ein. Das HP-Netztteil vom Prolianten geht schon bis 264 Volt.

von Bernd Schlueter - am 02.03.2010 08:56
Zitat
Bernd Schlueter
Das HP-Netztteil vom Prolianten geht schon bis 264 Volt.


Logisch, weil dies 240 V + 10% oder 230 V +15% entspricht. Es hat sicher nicht 264 V Nominalspannung und davon ausgehend nochmals die benötigte Toleranz.
Nach unten ist die die gleiche Geschichte mit 90 V, also 100 V -10% und 110 V - 15 %.

Einig sind wir uns in der Wertschätzung gewisser Siemens-Mitarbeitern. Aber da gibt's ja auch hunderttausende ....

Gruss

CHristoph

von chhauser - am 02.03.2010 19:47
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