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elweb Batterie
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
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Bernd Schlueter

Ultracaps - Lithiumakkus

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 11.01.2010 21:14

Ich habe schon einmal darauf hingewiesen, dass Ultracaps = Ultrakondensatoren = EDLCs = Supercaps =Caps-XX fast wie ein Ei dem Eierkopf zum Verwechseln ähnlich sind.
Zu allem Überfluss sind die kapazitätsstärkeren Ultracaps gar keine richtigen Kondensatoren, denn sie besitzen innerhalb der Doppelschicht Elektrolytbeläge unterschiedlicher Art, die sich nur kondensatorähnlich hintereinander bei steigender Spannung aufladen, sprich chemisch umwandeln. Also schon fast Lithiumakkus, nur, dass die Metallbelegung der Elektroden bei den Lithiumakkus sehr viel größer ist.
Bei einer geringen Belegung der beiden von der wenige Nanometer dünnen Doppelschicht getrennten "Elektroden" wird tatsächlich die hohe Zyklenzahl erreicht, die Thundersky einmal mit 300.000 blauäugig angab, dann aber sehr kleine Brötchen backen musste, eben unsere Lithiumakkus, die ja so schlecht auch nicht sind..
Der verkappte Akkumulator = Ultracap heißt dann auch nur "Quasikapazität", das wird ehrlich zugegeben. Das erklärt aber auch, dass die Ultracaps keineswegs verlustfrei sind, sie erwärmen sich beim Betrieb und benötigen nach jedem Zyklus wenige Minuten zur natürlichen Abkühlung.
Die Verluste eines Zyklus liegen bei gut 10%, also viel schlechter als bei einem wirklichen Kondensator, die es natürlich auch als kapazitätsärmere Doppelschichtkondensatoren gibt.
Ich würde mal sagen, da wären gleich aufgebaute Hochstromlithiumakkus mit geringerem Energiegehalt, aber konstanterer Spannung für uns sinnvoller. Das, was die Donnervögel mal großspurig von den Dächern riefen, wenn sie 300.000 Zyklen Lebensdauer bei flachen Zyklen verkündeten.
Maxwell lässt teilweise in China fertigen ,Yeang-Pingpong oder so,. Es gibt Ness in Korea, Matsushita und Siemens in Japan, nebst NEC, Tavrima Canada, Esma Russland, Cold Ban international werweißwo, Cap-XX Australien...

Ein halver Hahn kräht schließlich auch nicht auf dem Mist, wie ein Ultracap, der in Wahrheit auch kein richtiger Kondensator ist. Das wusste schon der stramme Max.
Die Patente sind schon uralt, bis auf die verschiedenen Herstellungsverfahren, die natürlich patentiert sind.
Auf einer Metallschicht ordnen sich die negativen Enden des Elektrolythen, früher Wasser, jetzt beispielsweise stark polares Methylcyanid an und halten die negativen Ladungsträger des Elektrolyten auf Abstand, der aber sehr eng, nur wenige Angström dick ist. Die beiden Grenzflächen, an die die leitende Flüssigkeit oder das Metall, heute meist Kohlenstoff, grenzen, ist die Doppelschicht. Die andere Seite ist einfach ein Metall, das keine Doppelschicht ausbildet, im Falle der Lithiumzelle das Aluminium. Die Kupferseite mit der Kohlenstoffbeschichtung trägt die große Doppelschicht mitsamt den Lithiumionen...

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