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elweb Batterie
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bleigel AGM akku "nachfüllen"??

Startbeitrag von wolfgang dwuzet am 20.06.2010 19:50

Hallo City El Fahrer,
Ich habe davon gehört, das es für die haltbarkeitsverlängerung etwas bringen würde,
die Zellen zu öffnen (was ja nicht sehr schwer ist, deckel aufhebeln, Gummikappen abnehmen, schon sieht man hinein) und Destiliertes Wasser nachzufüllen, ABER wieviel sollte man nachfüllen???
Hat das schonmal jemand gemacht??
Wöre für Antworten dankbar, bei mir haben 2 von 3 Akkus noch genug Saft, während die Dritte nach ca. 30 km aufgibt...
danke im voraus euer Wolle

Antworten:

hallo,

auszug aus wikipedia:

"
Absorbent Glass Mat (AGM) [Bearbeiten]
Batteriepack des AC Propulsion tzero, AGM-Batterie

Absorbent Glass Mat (AGM) ist eine weitere Bauform des Bleiakkumulators, bei der der Elektrolyt in einem Glasfaservlies gebunden ist.

Vlies-Akkus können mindestens gleich hohe Ströme wie die offenen Versionen liefern[Anm 1] und werden etwa als Starterbatterie in Motorrädern, Booten (keine auslaufende Säure beim Kippen oder Kentern), Fahrzeugen mit Start-Stopp-System oder Elektrofahrzeugen (so CityEL) verwendet. Auch bei Car-Hifi-Anwendungen werden diese Akkus vermehrt eingesetzt. Dort macht man sich den niedrigeren Innenwiderstand (im Vergleich zu Nassakkus) zu nutze.
"

Da iss nix nasses in den zellen. was willst denn da nachfüllen?
wenn du eine idee hast wie man den elektrolyten wieder in das glasfaservlies bekommt..

servus, harald.

von ba0547 - am 20.06.2010 20:00
Zitat
ba0547
Da iss nix nasses in den zellen. was willst denn da nachfüllen?


Destiliertes Wasser natürlich. Was sonst?

Wenn da eine Batterie trocken ist, würde ich auch versuchen diese wieder zu beleben. Säure ist jedenfalls genug drin.
Jetzt heißt es die richtige Mischung wieder hin zu bekommen.

Ich würde mit einer Pipette eine kleine Menge (mit 50ml anfangen) Destiliertes Wasser rein geben, vielleicht auch anschließend mal tüchtig schütteln (in verschlossenem Zustand) und schauen was passiert. Schlimmer als zuvor kann es nicht werden, oder?

Entsorgen kann man die "defekte" Batterie später immer noch... :spos:

Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 20.06.2010 20:15
Hallo,
die AGMs sind sehr wohl nass.
ich hab solche Dinger geöffnet....reingeguckt und gedacht:
das ist einfach Blei mit feuchter Watte zwischen...:-)
und ein paar tröpfli Säure hingen an den Zellwänden.

MfG Ralf


von Ralf Ihm - am 20.06.2010 20:30
für die Richtige Mischung - da könnten die 50ml also zweieinhalb Schnapsgläser evtl. schon zuviel sein. Wenn die Zellen von Hersteller aus nur "Feucht" sind.

von thegray - am 21.06.2010 05:40

trink, Briederchen!

Das kann nicht sein, auch die Vliese haben ein Alkoholproblem. Da müssen schon einige Schnapsgläser rein. Blei ist durstig und benötigt mindestens so viel Säure, um sich antladen zu lassen.
na sdorowje!

Ausgetrocknete Bleigelische haben einen in viele kleine krümel zerfallenen Elektrolythen, der begierisch das Wasser aufsaugt. Das Waser darf ruhig, geladen, bis an den Plattenrand stehen.
Wenn sich das Misshandelte Ding überhaupt noch laden lässt. Ich hatte nur sehr mäßigen Erfolg.

Die Säure steckt zum großen Teil in den entladenen Platten und kommt wieder zum Vorschein, wenn man überhaupt laden kann. Geladen darfdiesäure dann ruhig bis zum Plattenrand stehen.


von Bernd Schlueter - am 21.06.2010 09:08

Re: trink, Briederchen!

Korrekt.
auffüllen bis Plattenrand. So habe ich aus Schrott (2 Jahre rumstehen bei 0V) wieder 20km rausgeholt. Erfolg bzgl. Kapazitätssteigerung jedoch mäßig, wie Bernd schon sagt.
Gruß Stefan

von Stefan B. - am 21.06.2010 10:31

Re: trink, Briederchen!

Erstmal vielen dank für die zahlreichen Mitteilungen,
habe jetzt erstmal mittels Spritze je Zelle 50ml destiliertes Wasser nachgefüllt,
werde mal in ein paar Tagen mein Ergebniss posten
Mit elektrolitischen Grüßen
euer Wolle

von wolfgang dwuzet - am 21.06.2010 16:39
nabend,

wieder was gelernt. habe zwar einige AGM Akkus in betrieb aber noch nicht auseinandergebaut. einige meiner bleiakkus sind auch nicht mehr ganz in ordnung. mal sehen ob ich da auch mal was nachschütte.. hilft das evtl. auch wenn kleine zellen während des ladens etwas temperatur annehmen?

und entschuldigung noch für die voreilige fehlinformation. ich dachte aus dem wiki herausgelesen zu haben das da alles trocken ist...

man lernt nie aus.

Servus, harald.



von ba0547 - am 21.06.2010 20:03

Re: trink, Briederchen!

Hallo,
soweit ich weiss ist das Wasserauffüllen nur bei Vliesbatterien denkbar ,
aber nicht für Gelbatterien.

Meine Erfahrung:
Mein Vlies-Batterien hatten keine 20km mehr gebracht und waren dadurch für mich "Schrott".
Also bin ich mutig dabeigegangen und habe Dest-Wasser aufgefüllt.
Zuerst nur zögerlich,aber als es nichts brachte habe ich aufgefüllt bis das Fliess nichts mehr aufgenommen hat.Auffällig war bei mir das eine Zelle wesendlich "trockner" war als die Anderen.
Das Ergebnis war das ich zwar mehr Kapazität hatte,Ak aber die Batterie sehr "weich" geworden ist .
Also habe ich noch ein Liter Batteriesäure nachgeschmissen...
Die Batterien habe ich noch ein halbes Jahr gefahren,(bin letztes Jahr umgestiegen auf LI)
Wenn ich das nochmal machen sollte (unwahrscheinlich) würde ich zuerst gleichmässig Batteriesäure verteilen und danach den unterschiedlichen Flüssigkeitsstand mit Dest-Wasser ausgleichen.

Bernd M


von Bernd_M - am 21.06.2010 20:04

Re: trink, Briederchen!

Hallo

Es ist bekannt daß die Kapazität mit steigender Säurekonzentration auch steigt, dafür gehen die Akku schneller kaputt.

Höhere Säurekonzentrtion und Temperaturen über 60°C zusammen mit einem druckfesten Gehäuse bringen bis zu 20% mehr Kapazität, freilich nur kurzfristig, der Akku hält dann vielleicht 50 Zyklen.

Gruß

Roman

von R.M - am 21.06.2010 20:23

Re: trink, Briederchen!

Hallo Roman,
die Batteriesäure die ich nachgefüllt hatte war natürlich schon "verdünnte".
Im "Baumarkt" sind die doch in der Regel schon auf den richtigen Level !?

Bernd M

von Bernd_M - am 22.06.2010 18:49

Re: trink, Briederchen!

Hallo

Da in der Regel nur Wasser zersetzt wird steigt die Säurekonzentration trotzdem, außerdem verwenden unterschiedliche Batterietypem auch unterschiedliche Säurekonzentration


Gruß

Roman

von R.M - am 22.06.2010 19:09
Also, ich kann bereits nach kurzer Zeit, (ich fahre ja jeden tag etwa 15 km) sagen, die Nachfüllerei hat ganz schön was gebracht... die Zelle schafte die doppelte Strecke ohne nachzulassen, Was vorher nur mit seeeehr zaghaftem Gasfuß möglich war. Also ich werde auf alle Fälle bevor ein Akku geschrottet werden soll, erstmal nachfüllen.
Vielen dank nochmal für die Zahlreichen differenzierten Meinungen darüber, nun werd ich erstmal die hinterachse neu lagern, die machen leider unangenehme Geräusche...
Also bis zum nächsten Problemchen
euer Wolle

von wolfgang dwuzet - am 22.06.2010 20:17
Wolle, wie lange hatte das damals dann noch so in etwa gehalten? Oder war das mit dem DestWasser auffüllen nur ein kurzer Erfolg? Ich hab hier 20 40Ah Gelakkus, die ich gerne für Solar als Puffer verwenden möchte, haben nichts gekostet, sind aber halt auch nicht mehr "neu".

von el El - am 01.04.2016 08:48
hallo konstantin
nach der ganzen bleierei würde ich sagen
erstmal etwas batteriesäure, und dann destilie bis nass
dadurch hast du den größtmöglich erfrischungseffekt,

wenn du nur desti nachfüllst wird sie weich,(wobei das als puffer auch wieder zweitrangig ist)

gefahren bin ich die nachgefüllten etwa statt einem jahr, eineinviertel/eineinhalb je nachdem ob es in den winter ging oder ins sommerliche...
bye wolle

von wolfgang dwuzet - am 01.04.2016 10:28
Danke Wolle,
wiurst Du wohl nicht mehr wissen, egal: Welches Verhältnis in etwa, ein Viertel Säure, 3/4 desti oder halb halb?
Danke und lg!

von el El - am 01.04.2016 18:17
:rolleyes::-(:rolleyes:
nöö leider nix mehr wissen,
wenn man mal auf die 60 zugeht kann man froh sein
wenn man noch weiß wo man wohnt,
und da willst du wissen wie ich ....
aber ich denke mit 25% liegst du nix verkehrt
bye wolle
hope-it-helps

von wolfgang dwuzet - am 01.04.2016 19:48
eh, das ist über 5 jahre her, frag mich was ich vorgestern zu Mittag gegessen hab.. Keine Ahnung :rolleyes:

Danke trotzdem für die Tips!

lg K

von el El - am 01.04.2016 21:25
So ich hab jetzt mal eine Batterie vorsichtig aufgestemmt, da schau her! Ja da hat wirklich einiges gefehlt.. Ich habs 1:3 ergänzt. Bis zur Oberkante Einfüllstützlein und dann wieder 25ml abgesaugt. Oder soll noch mehr raus? Ich nehm an, jetzt mal etwas stehen lassen, ja? Ich hab die Batterie trotzdem mal für eine Minute ans Ladegerät gehängt, interessant, die vorher "volle" Batterie nimmt noch schön Ladestrom an und die Spannung ist NICHT sofort am oberen Ende :) Klasse, fängt ja gut an!

Durch die kleinen Löchlein seh ich nicht so gut rein, doch es schint wirklich so zu sein, daß AGM einfach irgendeine getränkte Watte ist, Blei"gel" klingt halt verkaufsfördernder, nüm?

EDIT: Ah, Bild gefunden!


Ja, ist so :)
AGM = Absorbed Glass Mat.

lg Konstantin

von el El - am 02.04.2016 10:51
Hallo


AGM heist auch absorbed glas mat also Glasvlies.

Gel heist Gel weil da der Elektrolyt mit Gelbildner versetzt ist und somit ein Gel bildet.

Gel Akkus dürfen nicht gasen also max 14,27V je 12V Block, die AGM dürfen gasen wenn auch nicht viel da sie das Gas rekombinieren können.

Wichtig ist die Art des Überdruckventils, wenn es ein sich wieder verschliesendes Ventil ist dann ist der Ärger auf Dauer vorprogrammiert da diese Ventile nie richtig dicht sind.

Besser sind Membranen die nur bei kräftiger Überladung durchstoßen werden, die sind zumindest bis zum Zeitpunkt der Überladung 100%ig dicht.


Gruß

Roman

von R.M - am 02.04.2016 11:17
Naja Ventil ist übertrieben..
Das ist kein Ventil, das sind draufgesteckte Gummikäppchen, die Einfüllstutzen haben seitlich 2 kleine Kerbungen, über die kanns gasen. Dann noch die Kunststoffabdeckung drüber. Agm, Gel, ja richtig, vergessen, ist ja nicht das gleiche..

Die hier sinds, 20 Stk.:
http://www.mdsbattery.co.uk/datasheets/GP12400I.pdf

Aber da stehts nicht drinn ob gel oder AGM :(
Kannst Du das trotzdem rauslesen?
Danke!

von el El - am 02.04.2016 11:36
hy konstantin,
beim auffüllen, flüssigkeit bis oberkannte fließ,
also auffüllen, dann absaugdings rein bis zur matte, und schlüüüüürf
dann passt das,
genau die gleiche "lade-erfahrung" hab ich damals auch gehabt

von wolfgang dwuzet - am 02.04.2016 11:56
Hallo


Auf Grund der Ladespannung klar AGM.


Gruß

Roman

von R.M - am 02.04.2016 15:36
ach ja, danke, guten Morgen. Die Ladeendspannung. Logisch denken ist heut nicht so mein Ding.

von el El - am 02.04.2016 16:22
man sieht auch auf Deinem Bild daß das vlies ist u nicht gel.

von Christian s - am 02.04.2016 18:59
Christian, das ist nicht mein Bild, das ist aus dem Netz :)

von el El - am 02.04.2016 21:40
Hallo, zusammen!

Dumme Frage von Neuling mit einem Hotzenblitz, der Enersys AGM Akkus in sich hat.
Haben lange halb entladen gestanden.
Habe getestet und zwischen 20 und 50 Ah gefunden.

Über Flüssigkeit nachfüllen habe ich auch schon nachgedacht.
Habe das oben Beschrieben durchgelesen, jedoch bleibt mir ein Frage offen:

im voll geladenen Zustand bis Oberkante und dann abpumpen nur Wasser nachfüllen?
Oder Säuregemisch?

cheers!
Biltzhotzer

von Blitzhotzer - am 31.08.2016 21:05
Zitat
R.M
Auf Grund der Ladespannung klar AGM.


Wieso? Ich sehe im Datenblatt keinen Hinweis auf AGM oder GEL.
Beide kennen keine Ladung mit Ladungsausgleich bis 15V.

Ich tippe eher auf eine ganz konventionelle geschlossene Blei-Säure Technik mit kleinen Rekombinatoren innen drin.
So werden heute fast alle Starterbatterien gebaut.
Auch die genannten "nur" 260 Vollzyklen deuten darauf hin.

Anyway, sowohl AGM und auch geschlossene Blei-Säure Akkus kann man am leichtesten mit einer kleinen Spritze und feinen Nadel mit etwas Wasser auffüllen. Wenn nicht vorhanden: Apotheke.
Sparsam füllen, erst mal nur ein paar Milli-Liter, und dann sehen, obs was gebracht hat.

Bei Gel funktioniert das nicht. Glaube ich jedenfalls, bzw. habe noch nie von sowas gehört.

Das ganze erinnert mich an die frühen Tage der E-Mobilität nach der ersten Tour de Sol 1985. Damals waren Blei Akkus üblich. Und was haben wir alles probiert: Wasser einspritzen, AGM Batterien ein paar Tage auf den Kopf stellen, um Säureschichtung zurückzubilden (hat kaum was genützt), Auffwärmen auf 40 bis 50 Grad (hat kurzzeitig wieder mehr Kapazität gebraucht) und mehr.
Was immer geholfen hat war ein Auffrischen mit Hochstromladung. CityEl mit 80A geladen, und die Bleiakkus waren wieder richtig frisch. Natürlich die Ladeschlussspannung einhalten.

Wer das alles noch nicht kennt, kann es in den Solarmobil Mitteilungen 55/56 vom Dez. 2004 nachlesen. Batterien waren damals das Schwerpunktthema. Mit vielen Nutzer- und Insiderberichten.

Gruss, Roland

von Hotzi-47 - am 31.08.2016 22:40
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