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elweb Batterie
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15
Erster Beitrag:
vor 6 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 6 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Andi aus Bad Essen, thegray, Bernd Schlueter, Holomino, Multimegatrucker, weiss

Balancer rauslegen - spricht etwas dagegen?

Startbeitrag von Andi aus Bad Essen am 22.10.2011 05:29

So, die Testphase geht jetzt nach 1000 zufriedenen Kilometern in die Festeinbauphase über:
Da ich ja nicht vom Elektrikfach bin, brauche ich mal von euch ein kurzes OK bzw. eure Einwände oder Erfahrungen zu meiner Idee:

Ich habe in meinem System 14 TS LiFePo4 + 14 Aufschraubbalancer am laufen.

Zur Zeit sind sie im Motorraum entweder Dreck ausgeliefert (was ja nicht weniger wird im Winter) oder dem Hitzestau durch schützendes Einpacken.

Heute startet das Projekt:
- Akkukästen bauen mit Isolierung,
- Polkappen alle polieren,
- Akkukasten entrosten und nachlackieren,
alles schön sauber machen und wieder schön zusammenbauen.

Dabei habe ich mir gedacht, dass ich alle Balancer nicht mehr auf die Akkus schraube, sondern auf ein Brett, dass ich gut geschützt mit einem Aludeckel hinterm Rücksitz installiere.
Dabei würden dann mittels 15 x 2,5 qm Kabel die Balancer mit den Akkus verbinden.

davon verspreche ich mir folgendes:

Vorteile:
- Der Balancer bekommt einen Hitzeabweiser
- Balancer bleiben geschützter vor Dreck
- Balancer besser im Blick
- Eingreifen (Nachbalancieren) ohne Öffnen des Akkudeckels möglich
- Kleiner weihnachtsbaum hinterm Rücksitz :)

Nachteile:
- Mehr Kabelsalat
...aber da der Junsi genau die gleiche Kabelmenge im Akkukasten erfordert, macht das fast keinen Unterschied. Pro Ringkabelschuh geht dann halt ein Kabel mehr vom Akku weg. Ringkabelschuhe werden dann schön durchnummeriert :-)

Jetzt Eure Gedanken dazu...
Hat das auch schon mal jemand so bedacht und aus irgendwelchen Gründen nicht gemacht bzw. wieder zurückgebaut?

CU
Andi

Antworten:

Nein, ich habe kein Lithium, aber etwas ungleiche Nicads, was auf das Gleiche hinausläuft.
Aber Deine Idee halte ich für absolut richtig. Nur bitte nicht zu viele Kabel über den Batterien. Lass mich rechnen: 2,5mm² bei ein Meter Länge, macht 7,2 mOhm. Bei 2Ampere 14 mV "Missweisung".
28mV, weil es zwei Kabel sind. Ok, das liegt in meinem Rahmen. Die Kabel sind flexibel und gut isoliert, da sehe ich überhaupt kein Problem drin, im Gegenteil, ich meine, es muss so sein.
Mögen die Engelein noch so wunderschön zirpen wegen Geros Wunderbalancern ohne Fehl und Tadel, allein beim Anblick unter dem streusalzverkrustetm Batteriedeckel des Els graust es mir.
Tue das, was Du vorhast! Schon eine Sicherung direkt am Batteriepol birgt mehr Ausfallgefahr, als es nützt.
Bitte keinen unnötigen Verhau in der Salzlake!
Das Junsi kommt an die externen Balancer, schön im Trockenen.

Meine Rechnung sagt mir aber, dass es bei meinem Russisch-Ballett-bms sinnvoll sein kann, den Kabelwiderstand zu kompensieren. Kein Problem mit OPs.

von Bernd Schlueter - am 22.10.2011 07:21
Zitat
Bernd Schlueter
Lass mich rechnen: 2,5mm² bei ein Meter Länge, macht 7,2 mOhm. Bei 2Ampere 14 mV "Missweisung".
28mV, weil es zwei Kabel sind. Ok, das liegt in meinem Rahmen.


Von den Übergangswiderständen an den salzverkrusteten Kabelschuhen ganz zu schweigen.

Da genügt nicht die einfache Quetschung und alle Kabel (hin und retour) sollten exakt gleich lang sein. Schrumpfschlauch ist Pflicht.
Ich würde abgeschirmte zweiadrige Leitungen bevorzugen (Schirmung einseitig an Masse, andere Seite offen).
Bei der Demontage der Balancer darauf achten, dass jeder Balancer wieder auf seine ursprüngliche Batterie kommt.
Viel Spaß beim Basteln :spos:!

Herrliches Wetter draußen und jetzt wird gefeiert (Stammtisch :D ).

Viele Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 22.10.2011 09:34
Spricht nichts dagegen die Kabellänge wurde schon angesprochen.

Dann noch einen kleinen Pot Binenwachs aufheizen und damit die Schuhenden versiegeln.

Das mit dem Abgeschirmeten Kabel - Weiß nicht er denkt sehr wahrscheinlich an Schutz bei durchscheuern; weil HF ist ja nicht. Dann lieber mit Silikon- oder Spiralschlauch zusatzummanteln

Bei den Kabelschuhen noch eine unverwechslbare Kenzeichnung drauf, die wenn man auch bei Umnachtung....:cheers: und die Gegenseite am Akku mit Eding versteht sich !



von thegray - am 22.10.2011 09:53
So, Akkukästen sind gebaut und eingebaut.
Die Sitzen schön fest :-)


Wieso geiche Kabellänge?
Jeder Balancer arbeitet doch nach wie vor für sich und überwacht "seinen" Akku.
da scheint es mir doch eher erstrebenswert zu sein, die Kabellänge kurz zu halten, oder?
v
Den Kabelbaum einzupacken ist klar, damit er sich nicht durchscheuert.


von Andi aus Bad Essen - am 22.10.2011 18:17
Das Modul mißt seine Spannung an seinen Anschlüßen; die Spannung die es mißt ist aber mist wenn man den Spannungsabfall der Kabel nicht berücksichtigt. Da die Module selber nicht "rechnen" können, ist es natür lich schwer bei einen eine kleinen Spannungsabfall und beim einem anderen längeren einen großen zu berücksichtigen. Dann haste genau das Gegenteil von dem was bezweckt wird, exaktes balancieren in möglichst kurzer Zeit, zwar würde sich zum Ende des Balaciervorgangs auch das geben (weniger Strom weniger Spannungsdifferenzen)

DAHER alle Leitungen die gleiche Länge - Das ist übrigens auch der Grund weshalb grade bei leistungsfähigen Hubkolbenmotoren mit mehr als zwei Zylindern so komplizierte Ansaugbrücken und vor allen aus Temperatur beständigen Stahlrohr kunstvoll gefertigte und geschwungene Abgaskümmer gibt, auch wenn keine Aufladung vorhanden ist. (Von wegen wie so nimmt man nicht den kürzesten Weg zwischen zwei Öffnungen - damit alle Wege gleich lang sind und damit ihr Strömung- und Resonanzverhalten.

von thegray - am 22.10.2011 20:11
Ok...das klingt plausibel... unterschiedich lange Kabel bedeuten unterschiedliche Spannungen nach dem Balancieren :) (Wobei mir auch das imer noch nicht ganz plausibel ist. Denn es scheint mir nicht so ausschlaggebend zu sein, dass ale Akkus nach dem Balancieren ihre 3,77 V erreichen. Solten hier untersciediche Werte vorliegen, dann ist es hat so... hauptsache sie sind jedesmal gleich unterschiedlich.) Aber egal... ich mach das einfach so :-)

Balancerboard ist fertig
Akkukästen sind gebaut uund Akkus wieder eingesetzt (nach unten offen, wegen der Heizung)
Pole und Verbinder sind poliert
Kupferpaste liegt bereit
Akkukasten mit Hammarit nachlackiert

Leider zuwenig Kabel eingekauft (Monatag weiterbauen :rolleyes: )
Schade

sonst noch was vergessen?

Morgen werden Strippen gezogen und die Akkus wieder angeklemmt.

CU
Andi


von Andi aus Bad Essen - am 23.10.2011 08:04

Re: Balancer rauslegen - spricht etwas dagegen? - UAARGG

Naa nicht ganz weil die falschen Schlussfolgerung.
Richtiger ausformuliert:

False:
Zitat
unterschiedich lange Kabel bedeuten unterschiedliche Spannungen nach dem Balancieren

Richtig:
unterschiedich lange Kabel bedeuten unterschiedliche Spannungen - Punkt
Wenn der Strom bei den Lixx mit der Zeit fällt, fällt auch der Spannungsverlust auf der Leitung.

Weiter - Richtig sind dem nach:
unterschiedich lange Kabel bedeuten unterschiedliche Spannungen nach dem Balancieren bei endlicher also begrenzter Ladezeit.

Bei Unendlicher Ladezeit wird man auch irgendwann voll balanciert sein.
Exemplarisches Beispiel (überzeichnet)
Anfang 2Ampere = 200mV Spanungabfall ; 30min Später Strom auf 1A = 100mV; nach weiteren 30min 300mA = 30mV zwischen Realspannung an den Batteriekontakten und dem was die Elektronik 1Meter weiter sieht usw...

ERGO: Kann auch heißen - bei endlicher Zeit des balacierens, ist es so möglich das unterschideliche Spannung herrschen wenn der Stecker gezogen wird. (schlecht)
Oder
-bei unendlicher Zeit ist ein perfektes Balacieren möglich (sagen wir mal Faktor 7mal so lang) wie ohne Kabelverluste.

Der Einfachheit der Betrachtung bleibt der zusätzlich überlagernde Messfehler der Balacermodule selbst, mal außen vor! Real würde und wird das aber die Sache weiter zuspitzen.

DEINE SCHLUSSFOLGERUNG :
Zitat
nicht so ausschlaggebend ...nach dem Balancieren ihre 3,77 V erreichen... untersciediche Werte ... hauptsache sie sind jedesmal gleich unterschiedlich.)

FALSCH FALSCH FALSCH
Dann hast du den Sinn des Blacierens nicht verstanden!
Überleg dir z.B. nochmal den Satz aus Wikipedia :
Zitat
Das Gleichgewicht beschreibt in Physik, Chemie, Biologie die Ausgeglichenheit aller Potentiale und Flüsse in einem gegebenen System einschließlich eventueller Zu- oder Abflüsse eines offenen Systems.


DENN bei diesen Akkus ist vereinfacht ausgedrückt Spannunglage = Füllstand

Fährts du nach Spannungslage (Fahrspannung) den Akkusatz Leer kann es sein das einige Zellen noch unkritisch während andere an der "Sicherheitsgrenze" entlang dackeln. DAS ist nicht gut für die Lebenszeit; Zyklenzahl; Alterstrift des Satzes

Genau das will man auch verhindern mit dem Balacieren und zur Sicherheit mit der Einzelzellenüberwachung im Fall des Falles den Stromkreis unterbrechen.

Puh - hm verwirrt genung ?


von thegray - am 23.10.2011 10:36

Re: Balancer rauslegen - spricht etwas dagegen? - UAARGG

Jaaaaa... aber:
Ich fahre ja nicht mit selektierten neuen Akkus durch die Gegend, sondern mit 14 x 2,5 Jahre gebrauchten aus einem Saxo, dessen Besitzer auf größere LiYFePo aufgerüstet hat.

er hat sowohl angesagt, als auch ich habe bereits festgestellt, dass die Kappas etwas differieren.

Deshalb sagt mein Junsi Bescheid, wenn auch nur en Akku unter die 2,7 V fällt
=> deutlich vernehmbares Piesen von den Junisis = Ein Akkus hat fertig = gaspoti nur noch so sanft bedienen, dass die Spannung den Junsi nicht piepsen lässt und schnellstestens Laden.

Grundsätzlich liegt meine Reichweite da, wo mein schwächster Akku liegt, bei ca. 60 Km Vollgas bzw. 70 km Sanftpfote, so das der Schwächste noch 2,8 V hochhalten kann.

Daran halte ich mich.

So, und daher kam mein Gedanke, dass das Balancieren in meinem Fall nicht ganz so erhebich ist, wie bei neuen gut selektierten Akkus.

Die Baancer haben in erster Linie die Aufgabe - nach meinem Verständnis - dass die Akkus icht überladen werden und gemeinsam voll werden. Und wenn der eine dann 3,77 undein anderer 3,75 V hat, und das jedesmal, dann scheint mir genau das nicht so wichtig zu sein.
Meim Ladegerät macht sowieso bei 14 x 3,66 V zu.
Ich habe die Ladeschlussphase mit gaaaanz wenig Ampere einstellen lassen, falls mal ein Ausreißer abhaut, sodass er vom Balancer gezügelt wird. Dass kam leider bei einigen Ladungen bereits vor. Das versuche ich jedoch durch das "ordentliche Einbauen" mit Polpolierung und Fett einzudämmen.

dennoch... gleiche Kabellängen tun ja nicht weh und sind auch nicht von Nachteil... darum mach ich's einfach :-) .
denn ein Neuer Lithiumsatz könnte irgendwann dran sein... und dann spielt es eine Rolle, wie ich ja jetzt gelernt habe :-)

Also, Thema verstanden, wieder was gelernt :-)

Thanks

Andi

von Andi aus Bad Essen - am 23.10.2011 11:30

Re: Balancer rauslegen - spricht etwas dagegen? - UAARGG

hallo andi :-)
lass es mich auch mal versuchen -bitte, bitte ;)
bei unterschiedlichen kabellängen -bei der anzeige- weißt du nicht mehr was für ein zustand die batterien haben. da dadurch die messwerte auf der anzeige nicht das anzeigen können was sie sollten oder könnten.
folglich kann dein junisis dir auch einen falschen alarm auslösen.
ist die leitung zur schwächsten zelle zu kurz in bezug auf die restlichen leitungen gibt der den richtigen alarmzeitpunkt an.
ist die leitung zur schwächsten zelle zu lange in bezug auf die restlichen leitungen gibt er wesentlich zu früh den alarm ab.


alle angaben beziehen sich auf einzelüberwachung der batterienzellen!

von weiss - am 23.10.2011 13:24

Re: Balancer rauslegen - spricht etwas dagegen? - UAARGG

Habe ich das jetzt richtig verstanden?

- Du hast abgesetzte Balancer mit Kabelschuhen versehen an den Akkupolklemmen?
- Du hast noch ein Junsii-Messgerät, dessen Messkontakte ebenfalls als Kabelschuhe an den Akkus befestigt sond?

Wenn dem so, dann:

- Beim Fahren werden die Anzeigen des Junsiis nicht verfälscht, egal welche Kabellängen Du verwendest, weil die Balancer gar nicht laufen und wenn SIe laufen würden, dann verfälscht ein etwaiger Spanungsabfall in den Balancerleitungen nicht die Spannung an den Polen.

- Zu den Messleitungen einmal von hinten nach vorne durchs Fahrzeug kann ich nur sagen:
U=R*I
Die Messeingänge werden "üblicherweise" hochohmig ausgeführt. Hochohmig heißt: Viel Widerstand, wenig Strom. Wenig Strom in den Messleitungen heißt, wenig Spannungsabfall. Vorsicht Nebeneffekt: Das heißt aber auch, Du solltest die Messleitungen zum Cockpit als geschirmte Leitungen ausführen, wenn parallel zu den Leitungen andere Leitungen liegen, deren Ströme hoch sind. Dann werden Störungen in Deine Messleitungen hineininduziert.

Bei unterschiedlichen Kabellängen zu den Balancern: Möglichst kurz ist wahrscheinlich besser als möglichst gleichlang. Bei meinem Konstrukt habe ich auch nur versucht, die Leitungen praktisch zu bündeln und keinen Salat anzurichten, Ich kann keine systematischen Messfehler bezüglich der Leitungslänge feststellen, habe aber auch nur eine Kabellängendifferenz von 0,5m. Wie Bernd das so schön vorgerechnet hat, würde ich da auch das eine oder andere Millivolt danebenliegen, zumal ich nur 1,5mm Querschnitt habe,

Von der Idee, gleiche Spannung bedeutet gleicher Ladezustand, aufs Millivolt genau, würde ich mich lösen. Das würde heißen, Du schließt eine Zelle an ein Ladegerät und lädst es unter egal welchen Betriebsbedingungen, dann ergibt das eine Ladekurve, die Du mit einer anderen als selektiert bezeichneten Zelle genau und beliebig oft reproduzieren kannst. Ich sag mal, da noch keiner in der Lage ist, die rein und rausgehenden Elektronen eines Akkus zu zählen, würde ich mich von dieser Aussage distanzieren.
Für mich scheint eher folgendes eine einleuchtendere Erklärung:
Da eine Zelle nun einmal aus Brei besteht, kann ich sie auch unterteilen in einen beliebige Anzahl von parallel geschalteten Mikrozellen. Jede davon erwärmt sich (Wärme ist ja Bewegung auf molekularer Basis) individuell. Wenn sie sich zu viel erwärmt, dann geht sie auch mal kaputt, das macht aber nix, weil da sind noch sooo viele andere kleine Zellen. Wo sich eines dieser Moleküle erwärmt, ggf. seine Struktur verliert oder wann es zu einem Zeitpunkt keine Ladung annimmt oder durchlässt, ist so schwierig vorherzusagen, wie das Wetter, das ja auch angeblich vom Flügelschlag eines Schmetterlings abhängt. Das interessiert uns ja auch gar nicht. Wir wollen nur wissen, wann ist der Akku voll und wann ist er leer. Nur ist das fazit der vorhergehenden Aussage ebe das gleiche; Wir können es nicht sagen, wir können es nur schätzen!


Tja ich sag mal: voll und leer gibt's nicht, oder eher nur theoretisch. Warum geht mein Ladegerät aus bei 3,65V, ich warte eine halbe Stunde, schalte das Ladegerät ein und es geht erst nach 5 min wieder aus? Der Akku war doch voll! Wie kann er dann wieder 5 min laden? Alleine, dass die Spannung nicht schlagartig auf einen Ruhewert zurückgeht, sondern langsam sinkt, wenn ich das Ladegerät ausschalte, widerspricht doch schon der Theorie, dass man anhand der Spannung den Ladezustand exakt bestimmen kann.

Was aber scheinbar passt: Die Spannung steigt bei kurz vor "voll" schneller an. Der Anstieg wird bei meinen Zellen so bei etwa 3,45V steiler (das kann aber bei unterschiedlichen Zelltypen variieren) . Das ist jetzt wichtig zu verstehen. Ziel des Balancers ist nicht, die Spannung bei Voll-Niveau zu kappen, sondern im steilen Teil der Ladekurve. Wir wollen ja auch gar nicht auf "voll", weil "voll" schädigt die Akkus genau wie "leer", verkürzt die Lebensdauer und ist somit Bockmist. Besser ist da 90% voll bis 10% leer, dann lebt der Akku länger. Nur, wie wollen wir das messen?

Und wenn Du jetzt mal einen Ladevorgang mitloggst, (vielleicht auch per Hand, mal minütlich die Spannung von zwei oder drei Zellen mitschreiben), kannst Du sicherlich auch den Knick kurz vor Ladeende ermitteln. Danach kannst Du dich vielleicht beruhigt zurücklehnen und sagen. "Mein Knick ist viel weiter unten als meine Balancerspannung und die 20mV Fehler durch unterschiedliche Leitungslängen kann ich mir sparen".

Oder Du sagst: "Neee, Horst, das stimmt alles nicht, ich weiß mehr als Du, ich habe die Elektronen gezählt und bin jetzt genau auf 100%".

Dann schreibst Du mir bitte unbedingt zurück!:hot:
..

In diesem Sinne

Gruß Horst



von Holomino - am 23.10.2011 19:24

Re: Balancer rauslegen - spricht etwas dagegen? - UAARGG

Endlich versteht mich einer :-)

Junsis sind an die Pole geklermmt.
Balancer zukünftig auch mit eigenem Ringkabelschuh an den Polen.

Bin wie gesagt kein Elektronikfreak, und habe deshalb einfache Baumarktkabel für die Junsis nach vorne benutzt. Konnte aber (mit DMM nachgemessen) keine Differenzen an den Polen zu den Junsis festestellen. Sowohl beim Laden nicht, als auch nicht in Ruhe (wo ja aber auch kaum Strom fließt.)

CU
Andi




von Andi aus Bad Essen - am 23.10.2011 20:03

Re: Balancer rauslegen - spricht etwas dagegen? - UAARGG

Whoo - ein kleiner Stein ins Wasser:)
Wie war das, eine Frage ....

Nun zu "Holomino" Feststellung
Zitat
ischalte das Ladegerät ein und es geht erst nach 5 min wieder aus? Der Akku war doch voll! Wie kann er dann wieder 5 min laden? ... Ruhewert zurückgeht, sondern langsam sinkt..., widerspricht doch schon der Theorie, dass man anhand der Spannung den Ladezustand exakt bestimmen kann.


Nein? wie so - erkläre es dir mal damit das es ein Chemischer Umwandlungsprozess ist der Anlaufen und Abklingen muß, eben eine Dampfmaschine schmeißte nicht einfach an und wieder aus, deswegen ist auch bei einem LixxAkku die Ladeeffizienz eben auch nicht Ideal 100%.
Nichts in der Natur ist genau betrachtet "schlagartig". Noch nicht mal bei einem Kondensator den man jetzt gerne als Gegenpart benennen möchte, da wird nicht umgewandelt - da laufen die Lade und Endladeprozesse unmittelbar und erheblich schneller ab und bis auf die Leckströme ist Voll VOLL und Leer LEER. Und da kannste die Elektronen rechnen und zählen!

Wenn du die Lade/Entladekurve Linearisierst sei es mit einem Algorithmus oder mit dem vom unserem anspruchsvollen Bernd so innig verehrt OPV kannst du einen 08/15 Zeigerinstrument als Tankanzeige verwenden Egal welche Chemie (Das ist aber nur angelesen und bisher von mir nicht angewendet/ Auch waren mir die damit verbundenen Schaltungserklärungen mehr als nur zu Hoch. Aber habe eine Anlaogschaltung gesehen die für NiCd angepaßt war und nach aussagen des Anwenders ordentlich die Erwartungen des Anwender erfüllt.

Es sei auch nur Unterstrichen das ich als Techniker mich bei einen Opel Omega der ersten Generation - von meinen eigenen Vorstellungen Abstand zu nehmen hatte >Selbsterfahrung. Das Teil wir reden hier von den 80ern; Rekordblock/Stahlguss Anfang 70er ; Kopf Alu Zweiventiler; Einspritzung und Fahrwerk aus dem kleinen Kadett GSI und 3-Gang Automatik (Elektro/Hydraulisch)
Das Teil war meist analoge Technik auch der Bordcomputer verwendete den Tankschimmer zur und mechanische Tachoschnecke Berechnung - ob 120 oder 1000Km mit einer Tankfüllung, ob Beladen oder Leer. Wie auch immer wenn der Bordcomputer gefragt war; wann immer - er behielt mit dem Verbrauch und der Reichweite immer Recht. Wenn ich ihn Trocken gefahren habe dieser zum Ende gesagt hatte 120 oder 60km noch zu erreichen dann bin ich +-5 Genau hingekommen. Mein Persönlicher Rekord: Hochgerechneter und ermittelter Durchschnitt 7,7Liter Normal auf 1049Km Querdeutschland für einmal Tank Voll > Tank Trocken - also richtig Trocken. Nachgetanktes Volumen bis zu zweiten Abschalten der Pistole 77,5Liter !!!! Und das Teil hatte keinen "Tröpschecounter" und Glopelpositronenetwas
RESPEKT!

Andi
Zum Messen:
Was sagten wir früher, wer Mist mißt, mißt Mist.
Differenzen die sich ergeben kannst du nur zweifelsfrei mit einem Hochwertigen Messgerät das bestenfalls geeicht ist ermitteln - die bewegen sich aus guten Grund auf dem Niveau wo sich ein Akkusatz mit Zubehör bewegt! Im mOhm oder mVolt-Bereich macht sich schon ein unterschiedlicher Druck mit der Klemme/Messspitze erhebliche Verfälschungen bis zur Unbrauchbarkeit möglich. Daher gibt es in solchen Anwendungen z.B. Federbelastete Messspitzen für reproduzierbare Ergebnisse!
Ergo wie so machst du "Polpolitur"? eben eben......
hier zählen auch kleine Dinge die man nicht sehen kann.

Junsi -
über eigens Kabel am Pol da spielt die Kabellänge sicherlich keine Rolle gut gemacht, Somit der neben der Länge auch Querschnitt uninteressant, weil kein Strom in der Messleitung fliesen sollte, außer durch fehlerhafte Isolierung oder eingestreute Felder.



von thegray - am 23.10.2011 22:22

Done

So, habe fertig:



- 3 Akukästen sind gebaut
- 1 Balancerboard mit Alulochplatte zum Aufschieben (Position: unter der Rückenlehne)
- Alle Kabel verlegt (das hat gedauert... mir graut schon vorm nächsten Riemenwechsel oder sowas, wo mal ein Akku raus muß) Da wäre ein Stecker mit 15 Polen sowohl für die Junisis als auch die Balancer nicht schecht. Aber solche einfachen Ideen komen dem Laien leider immer erst, wenn alles fertig ist. :(
Egal... das wird das nächste Projekt

Alles funktioniert wunderbar.
Der Winter kann kommen.

CU
Andi

von Andi aus Bad Essen - am 25.10.2011 08:02
Also, wenn man den Akkus mit Zweileitertechnik auf den Kopp haut, stimmt die Spannungsmessung wieder, aber der Verhau wird zu wild. Dummerweise werden bei der Einleitertechnik gerade die Akkus mit zu wenig angezeigt, die ohnehin schon zu viele saft haben, und umgekehrt. Sagte Zeus.
Zu Jupps Peter noch mal, wenn ich den Widerstand der Kabel kompensiere, dann passiert bei Überkompensation das Gegenteil, was weniger schlimm ist. Also doch Zweileitertechnik?
Ein Kabelchen zum Messen, ein zweites zum Stromabzapfen.
Mir gefällt das alles noch nicht. ich komme immer wieder auf meine Idee aus dem jahre 2004 zurück.
Die bezog sich auf ungleiche Cityel-Batterien, ist aber außer der Höhe der Spannungen, das Gleiche.

von Bernd Schlueter - am 25.10.2011 14:54
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