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elweb Batterie
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13
Erster Beitrag:
vor 6 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
spunty, Andi aus Bad Essen, Horst Hobbie, Schrauber601, inoculator, LiFeEl, hallootto, R.M

Junsi Celllog: Zellen 7+8 immer zu schnell geladen..

Startbeitrag von spunty am 14.01.2012 17:54

Moin,
ich habe meine 72V-Antriebsbatterie mit drei Junsi Celllog 8S versehen um die Einzelspannungen zu überwachen. Sie sind in Reihe geschaltet, also Pin 9 des ersten Gerätes liegt auf Pin 1 des nächsten. Nach mehreren Ladevorgängen ist mir nun aufgefallen, dass bei allen DREI!!! Geräten immer die Zellen 7+8 als erste "ausreißen". Ist das Zufall oder kann das an der Reihenschaltung liegen?
Meine Zellen sind wie folgt verkabelt:
Minus, 6 Zellen (Fahrer), Kabel 0,7m, 9 Zellen (Beifahrer), 1,2m, 9 Zellen (vorne), Plus. Spricht meines Erachtens nicht wirklich für das Phänomen.
Eine Zelle, die nach dem Kabel nach vorne (Junsi 2, Zelle 8) knickt bei hohen Belastungen immer als einzige ein. War aber schon immer so, kann sein, dass ich sie am Anfang gemeuchelt habe....

Weiss wer Rat?

Gruß
Dirk

Antworten:

Hallo Dirk,

ich hatte ein ähnliches Problem.
Bei mir sind die 16 Zellen 160 Ah alle vorne verbaut. (7 + 9 Stück) Es stellte sich trotz teurem BMS schnell heraus, dass immer die Zellen 6 und 15 (von + betrachtet) immer als erste leer waren (3,6 V kommen.
Die Drift unter Last im normalen Fahrbetrieb (120 - 140 A) liegt nun im Bereich von 0,04 - 0,07 V bei ca. 3,0 V durchschnittlicher Zellspannung. Wenn ich kurz an der Ampel halten muss, dann gleichen sich die Zellen bis auf 0,02 - 0,04 V aus (im Bereich 3,1 - 3,2 V). Bei längerer Wartezeit an und auf der Fähre über den NOK (4 - 7 min), gleichen sich die Zellen bis auf 0,01 V aus (auch im Bereich 3,1 - 3,2 V). Und das selbst noch am Abend, nach ca. 100 Ah Stromentnahme und 45 Km Fahrstrecke.
Dennoch ist die Drift bei noch höherer Last deutlich vorhanden. So ist bei einer kleinen Steigung und 200 - 220 A Stromentnahme die Differenz zwischen der größten (2,9 - 3,0 V) und der kleinsten Spannung (2,7 - 2,8 V) doch deutlich.

Erzähl doch mal wie Du das Getriebe umgebaut hast.
Und wo bekommt man das Hotzenblitz-Getriebe her?
Welchen Motor benutzt Du?
Ist es besser als das Kewet-Getriebe?

Gruß
Peter

von hallootto - am 14.01.2012 21:09
ist ja verrückt, auch bei mir reißen die Zellen 7+8 immer als erste aus.
die Balancer kommen aber dagegen an.
ich habe eine Halgeenbirn 12V 50W auf +7 und -8 gelegt, die ich immer von Hand anmache, wenn es überhand nimmt.

Aber an den Junsis kann es ja nicht liegen.

CU, Andi

von Andi aus Bad Essen - am 15.01.2012 00:09
Zitat
hallootto
Dennoch ist die Drift bei noch höherer Last deutlich vorhanden. So ist bei einer kleinen Steigung und 200 - 220 A Stromentnahme die Differenz zwischen der größten (2,9 - 3,0 V) und der kleinsten Spannung (2,7 - 2,8 V) doch deutlich.


Das begründet sich im unterschiedlichen Innenwiderstand der Einzelzellen ...da hilft kein Balancieren.
Ist aber auch nicht soooo schlimm, solange die Kapazitätsunterschiede im erträglichen Rahmen liegen ...aber vorsichtshalber rate ich dir nur maximal 90% der Nennkapazität zu nutzen (besser nur 80%) und zum Entladeende hin die Einzelzellenspannungen genau im Auge zu behalten.

Gruß Dieter

von LiFeEl - am 15.01.2012 06:38
Hallo Peter,
ich habe an jeder Zelle einen Balancer, der bei 3,6V loslegt und 3,4A verbrät. Daher lade ich ab und zu mal die letzten 10% mit nur ca. 2A Ladestrom - dauert ein halbe Stunde, dann sind alle Zellen gleich. Trotzdem sind nach einigen Ladezyklen immer wieder die 6 (2 pro Junsi) Ausreisser da...
Allerdings ist auch nur eine davon unter Last problematisch, alle anderen verrichten Ihren Dienst sehr gut: Sind halt nur zuerst voll...
Ich muss aber zugeben, dass ab und zu die Ausreisser-Zellen mal etwas zuviel abkriegen (ca. 3,75V), weil ich nicht schnell genu da bin zum abschalten - habe noch keine automatische Abschaltung, weil ich mit dem Alarmausgang der Junsis nicht klarkomme: Bei Reihenschaltung kann man den nicht so ohne weiteres nutzen.
Unter starker Last habe ich auch Unterschiede, die sich beim Gaswegnehmen sofort egalisieren. Ist aber ja wohl normal.

Zu Deinen Fragen:
Ich habe den Kewet mit dem Getriebe gekauft, habe daher keine Hintergrundinformationen. Der Motor scheint original und einen Vergleich mit dem 3er-Getriebe habe ich leider nicht. Da im Moment aber eh der Simmerring leckt, habe ich mir schon mal ein Nissan Micra K10 Getriebe geholt - so als langfristige Lösung, wenn ich mal gaaanz viel Zeit habe.


Gruß
Dirk

von spunty - am 15.01.2012 07:31
Hallo

die Junsis ziehen ihren Betriebstrom ja aus den ersten 2 Zellen, sind ja auch nicht gedacht da ständig dranzuhängen, ein paar mA ziehen die wegen der Beleuchtung schon.


Gruß

Roman

von R.M - am 15.01.2012 12:01
ja, aber dann sollten ja 1+2 zurückbleiben und nicht 7+8 vorher ausreißen :)
erst lesen, dann kommentieren :)

dass vermutete Zurückbleiben von 1+2 habe ich ja bereits in anderen Treads beschrieben..
Dein beschriebenes Phänomen ist, wenn man täglich läd, von einem Ladevorgang zum nächsten von mir nicht beobachtet worden. .

von Andi aus Bad Essen - am 15.01.2012 20:59

Junsi Betriebspannung

Hallo,

so als absoluter nicht Junsianer:

könnte es sein, daß Romans Zellen 1+2 gleich die Zellen 7+8 sind?

Wenn Zelle 1 Plus ist und Zelle 8 Minus, wäre es aus meiner Sicht erstmal die beiden Zellen an Minus, welche die Betriebsspannung liefern. Oder habe ich etwas überlesen?

Zu dem Thema "Weglaufen":
Habt Ihr die Zellen mal "rotiert", also Zelle 7 auf 1 und Zelle 8 auf 2 oder so ähnlich?
Es wäre doch interessant zu sehen, ob der Fehler nach geraumer Zeit wieder an gleicher Stelle auftritt.

Gruss

Carsten

von inoculator - am 16.01.2012 07:41

Re: Junsi Betriebspannung

Zitat
inoculator


könnte es sein, daß Romans Zellen 1+2 gleich die Zellen 7+8 sind?


Ne, Zelle 1 ist immer der negative Pol der in Reihe geschalteten Akkus.

Gruß
Dirk

von spunty - am 16.01.2012 08:13

Re: Junsi Betriebspannung

Außerdem reißen 7+ 8 nach oben aus.
Da würde ja bedeuten, dass der Junsi an 1- 6 nuckelt. Er nuckelt aber an 1+2. Und das kaum messbar, jedenfalls nicht nach täglicher Laduzng... und nach drei Tagen auch nicht. Länger hat mein EL nich nicht gestanden zwischen den Ladungen. Es ist also etwas anderes, ich denke nicht Junsiverursachtes.

von Andi aus Bad Essen - am 16.01.2012 10:27

Re: Junsi Betriebspannung

Zitat von oben : Ich muss aber zugeben, dass ab und zu die Ausreisser-Zellen mal etwas zuviel abkriegen (ca. 3,75V), weil ich nicht schnell genu da bin zum abschalten -

Ich denke und hoffe mal das es normal ist das zum ladeende 3,75 Volt angezeigt werden.
Ich habe heute mit einem 48 Volt und 1,8 Ampere starkem Ladegerät zu ende voll geladen und Balancer mit 2, 1 Ampere dran und da zeigen die Junsis auch 3,75 an,, eigentlich logisch, wie soll sonst auch sein.
Danke Horst: frage selbst beantwortet. ;-)
bevor ich das 1, 8 amper ladegerät hatte , habe ich es mit einem 2, 5 ampere Ladegerät gemacht und da ging die spannung auch mal noch höher 4,1 war mal für ein paar Minuten das höchste) was ich aber nicht noch mal haben will.

Horst

von Horst Hobbie - am 19.01.2012 09:25

Re: Junsi Betriebspannung

Zitat
Horst Hobbie
Ich denke und hoffe mal das es normal ist das zum ladeende 3,75 Volt angezeigt werden.
Horst


Normal ist relativ: Soweit ich weiss, sollte man die Donnerzellen nicht ständig "vollladen", also sicher nicht mit 3,75V, eher 3,65V. Vor allem nicht länger auf der hohen/überhöhten Spannung halten. Ich versuche daher, nur ab und zu mal zu balanzieren, wenn ich zum Beispiel merke, dass dem Victron 10Ah zur Vollladung fehlen.
Ich werde den Alarmausgang meiner Junsis auf jeden Fall auf 3,625V einstellen, da sind die Balancer schon in Betrieb (ab 3,60V), werden aber noch nicht so warm und die Brandgefahr sinkt...;) Dann geht das Ladegerät aus (wenn mein Plan/meine Schaltung funktioniert). Zum Balanzieren kann ich in den Junsis die Grenze ja eben verstellen, falls ich doch mal (zum Beispiel nach langer Standzeit) eine Initialladung durchführen muss.

Gruß
Dirk

von spunty - am 19.01.2012 14:53
Hallo Leute,

bei der Suche im Forum (zu winterlichen Spannungsdifferenzen in Winston Blöcken) bin ich auf dieses Thema gestoßen.
Auch ich setze zwei Junsi CellLog 8S ein und kenne das Verhalten. Es ist definitiv so, das die Stromentnahme der Geräte nur über 1-6 erfolgt. Der Eigenverbrauch der Geräte ist auch im Standby (unnütz, da so kein Logging geht) noch deutlich. Als Lösung habe ich derzeit über den Blöcken 7-8 einen 523Ohm Widerstand parallel: Somit entladen sich die Zellen auch in etwa wie die Zellen 1-6.

Schöner wäre natürlich ein Umbau der CellLogs...

MfG
Jan

von Schrauber601 - am 12.11.2013 11:58
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