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elweb Batterie
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Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 2 Monaten
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Bernd Schlueter, Joe-Hotzi, thegray, Manfred aus ObB, Cavaron, hallootto, i-MiEV

Sinnvolle Batterieergänzung

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 11.03.2013 14:44

Ich stehe vor der Wahl, meine Batterien so zu ergänzen, dass ich mit 105kg Zuladung statt 90 120km weit komme. Schelllademöglichkeit in 30 minuten bleibt.
Geschwindigkeitsschnitt: 53km/h, nur 95km Reichweite bei Schnelladung.

Andere Wahl: Nicads heraus, Lithium hinein: 200km Reichweite bei gleicher sinopolischer Batteriemasse. Teuer, aber niedrigere Durchschnittsgeschwindigkeit, weil ich nicht mehr schnellladen kann (30 Minuten für 80% jetzt, Lithium mindestens 2 Stunden.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 40km/h, weil 2h Fahren mit 80km/h und 2h Laden.
Im Winter Sendepause.

Aller guten Dinge sind Sieben, aber heute nur mal drei:
range-extender: Viertaktbenziner aus meinem Heizungstank, 6 kW:

12kWh haben die Batterien, wenn ich losfahre, 5kW der Lader. Jetzt kommt eine Abschätzung: wenn ich 6 Stunden in einem Stück die 340km mit 65km/h zur Waldmühle fahre, habe ich pro 100km und für Berge 2kWh elektrische Leistung, dazu die 5kW aus dem Notstromaggegat von 35kg Masse. Macht 7kW statt 12kW, macht statt 85km/h nur 65km/h. In einem Stück. Benzinkosten bei 20% Wirkungsgrad des Generators: 3,75 Liter oder 6 Euro auf 100km oder 13,5 Liter ooder 21,60Euro für die ganze Strecke.


Noch Fragen?
Jetzt aber die große Fragen an alle versammelten Experten:
Ich habe den Leistungsbedarf meiner Kiste so berechnet: 12kW bei 85km/h Autobahn.

Dann habe ich angenommen, dass der Leistungsbedarf mit der 2,5ten Potenz der Geschwindigkeit steigt bzw. fällt. Also:
12kW mal (65km/h geteilt durch 85km/h) hoch 2,5 = 6,14kW
Da ist noch ne Runde in Liedolzheim drin...

Darf ich mit der 2,5ten Potenz für den Leistungsbedarf rechnen???? Sprich, der Fahrwiderstand würde mit der 1,5ten Potenz steigen.

Danach folgt der Gasumbau.


Wenn ich bedenke, dass ich jährlich allenfalls auf 20% der Strecken den Benzinerlader überhaupt einlade, sind das 100 Euro im Jahr, davon abzuziehen gut. 50 Euro Stromkosten, die ich sonst, bei immens mehr Zeitaufwand, mehr verbrauche.

Wundert euch nicht über die Rechnung, die 2,5te Potenz macht viel Ersparnis aus!

Im Übrigen, wenn ich nur einmal in der Mitte der Strecke elektrisch zwischentanke, komme ich auf der Autobahn mit 82km/h Fahrgeschwindigkeit nach Rußheim.

Antworten:

Hallo Bernd,

ich verstehe nicht ganz deine Fragen und/oder deine Berechnungen.
Aber wenn du auf LiPo umbaust, warum kannst Du dann nicht mehr schnellladen?

Wenn ich davon ausgehe, dass sich beim Laden nichts zu NiCad ändert, dann bleibt einzig die höhere mögliche Reichweite. Wer sagt denn, dass Du die auch durch weniger Ladezyklen ausnutzen muss. Lade genau so wie vorher, und freue dich dann und wann an der größeren Reichweite. Und JA bei mehr Reichweite wird auch länger geladen!

elektrische Grüße
Peter

von hallootto - am 11.03.2013 20:44
Zitat
Bernd Schlueter
... Andere Wahl: Nicads heraus, Lithium hinein: 200km Reichweite bei gleicher sinopolischer Batteriemasse. Teuer, aber niedrigere Durchschnittsgeschwindigkeit, weil ich nicht mehr schnellladen kann (30 Minuten für 80% jetzt, Lithium mindestens 2 Stunden.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 40km/h, weil 2h Fahren mit 80km/h und 2h Laden.
Im Winter Sendepause.
...


Da wäre natürlich interessant zu erfahren, mit welchen Zellen Du kalkuliert hast. Für die Winston-Zellen stimmt weder die Ladedauer /Ladestromstärke (die Du ja mit gerade einmal 0,5C ansetzt) noch die "Winterpause".
Laden mit 1C bis etwa 90%, danach mit verringertem Strom dürfte ja wohl eher an den verfügbaren Ladern scheitern, die Reisegeschwindigkeit steigt dank erhöhter Kapazität zumindest In dem Moment, wo Du es bei schaffst, große Zellen mit der durchschnittlichen Entladestromstärke (oder eben noch größer) einzubauen und auch zu Laden. Also Zellgröße so wählen (oder größer), dass 1C etwa dem Fahrstrom entspricht.

Winterfest sind die Winston nachweislich auch, vor allem auf längeren Strecken, da sie sich durch den anfangs höheren Innenwiderstand selbst erwärmen. Noch einfacher natürlich mit Akkuheizung ...

von Joe-Hotzi - am 12.03.2013 00:36

Re: Sinnvolle Batterieergänzung?

Ja, dann habe ich nicht mitbekommen, dass die Lithiumakkus auch schneller geladen werden dürfen, wenn man sie nicht ganz volllädt. Die sonst genannten zwei Stunden beziehen sich demnach nur darauf, dass erst nach Erreichen der vollen Ladespannung Balancieren stattfindet.

Das leuchtet mir voll ein, dass auch die Lipos nur stark belastet werden dürfen, wenn die Temperatur stimmt und noch Kapazität nach oben oder unten "frei" ist.
Meine Nicads verhalten sich demnach auch nicht viel anders.

So oft balancieren wie bei meinen Nicads muss ich ja bei Lithium nicht.


Da ich leider nicht solar laden kann, "virtuell solar" oder norwegisch nass zählen für mich nicht,
kam ich zur Erkenntnis, dass ich mit einem gasbetriebenen Verbrennerextender abgasmäßig günstiger als mit dem Krefelder Braunkohlenstrom fahre. Zudem würde ich das Notstromaggregat, oder wie ich es nenne, nur selten benutzen, da ich mich doch fast immer in der Nähe von Steckdosen aufhalte und es bedaure, wenn ich lange Fahrten unternehme, auf mein geliebtes Elektroauto verzichten zu müssen, wo ich doch von München aus die ganze Umgebung elektrisch aufsuchen könnte. Stattdessen diesele ich nicht nur dorthin, sondern aromatisiere noch die ganze Landschaft, statt den Walchensee, in dem Fall überhaupt nicht virtuell, anzuzapfen.

Ich möchte sie eigentlich ausprobieren, die range-extender-Lösung, nachdem ich die einmalige Gelegenheit, bei dem Brennstoffzellenbus zuzuschlagen, verpasst habe.

150 Euro kostet das 40kg schwere Gerät. Wenn es 200 Stunden übersteht, sind das 10 Jahre, ca. 600 Liter Brennstoffverbrauch und 2 Tonnen CO2, die ich aus dem Aupuff puste statt etwa 400kg Braunkohle und 1,5 Tonnen CO2 aus rheinbraunischen Schornsteinen, spare aber sehr, sehr viel mehr ein, weil ich dann fast nur noch elektrisch fahre.

Bei Ladern sehe ich eigentlich keinerlei Leistungsbegrenzung,bei den niedrigen Halbleiterpreisen und, wenn ich die billige Luftspule in Induktionsherden betrachte. 100kW sind da meiner Meinung nach kein Problem. Stecker- und anschlusskabelmäßig betrachtet, schon.

BHKW-Laden, das wäre noch etwas, was mir gefallen würde. Mit 20kWh Lithium im Fahrzeug und 50kWh-Wärmespeicher im Keller, für den Sommer Solarzellen auf dem Dach.

Der Herr Altmaier darf dann mit Triitin und Fell in der Mensa essen.

Ja, meine Rechnung:

Der Luftwiderstand steigt mit der zweiten Potenz der Geschwindigkeit, da bin ich mir sehr sicher. Dazu steigt ja, mit der Geschwindigkeit, auch die Geschwindigkeit, wer hätte es auch anders erwartet. Also auch die Leistung, mit der dritten Potenz, was die Abhängigkeit der strömungsbedingten Leistungen angeht.
Der Rollwiderstand ist eher konstant, also steigt die Rollleistung mit der ersten Potenz der Geschwindigkeit an.
Die zum Fahren notwendige Gesamtleistung liegt irgendwo dazwischen.
Die 2,5 sind lottogespielt.
Aus der direkten Rechnung entnehme ich bei 0,015 Rollwiderstandsbeiwert und 1,2 Tonnen Masse bei 65km/h: 3,25kW. Strömung: 195N Widerstand und 3,5kW. Macht zusammen 6,75kW.

Zweite Kontrollrechnung bei 85km/h: 4,6kW Rollleistung und 8kW Luftwiderstand, macht 12,6 kW.
naja, 5% Abweichung, also nur eine halbe Extrarunde in Liedolzheim.

Stimmt also mit meiner aus meinen Fahrwerten ermittelten, ebenfalls geschätzten Rechnung , überein.

Donnere ich jedoch mein Fahrzeug mit weiteren Himmelszellen zu, schleppe ich das zusätzliche Gewicht IMMER mit mir herum und verliere mehr als ich gewinne.

Als Schuster sage ich mir deshalb: Bleibe bei Deinen Nicad-Leisten und fahre weiter mit Deinen Nicads herum, aber nimm sie dafür immer mit!

150 Euro, so ein dicker Benzinlader? Ob ich mir für den Gasumbau drei hole und einen auf optimalen Gasbetrieb umbaue? Mit 15:1 Kompressionsverhältnis und Drehzahlanhebung? Umbau auf Direktladen mit umgewickeltem Generator und Gleichrichter? Superspezialmotoröl?

20kW Abwärme während des Motorlaufs wären dann noch unterzubringen, die meinem Haus zum Heizen fehlen. Bei jedem Wetter. Ja, das Ding gehört lose auf einen Anhänger. ich werde versuchen, mir die Sondergenehmigung für einen Anhänger zu holen, mit dem ich dann das Ladegerümpel durch die Gegend schleppe und abstelle, wann immer sich die Gelegenheit ergibt.
Zusatzlithium ein- und auszuladen, ist auch nicht immer mein Ding.

von Bernd Schlueter - am 12.03.2013 09:07
Wieviele Thundersky kriegt man zum Gewicht der NiCds unter?

von Cavaron - am 13.03.2013 07:56
Ziemlich genau die 2,2 fache Nennkapazität, die man ja nicht voll nutzen sollte.
Die Abmessungen machen dann einige Probleme, nicht wegen des Volumens, sondern wegen der Maße. 270kg ist die Batteriemasse.

von Bernd Schlueter - am 13.03.2013 10:00

Re: Sinnvolle Batterieergänzung?

Zitat
Bernd Schlueter
Ja, dann habe ich nicht mitbekommen, dass die Lithiumakkus auch schneller geladen werden dürfen, wenn man sie nicht ganz volllädt.


Laut Datenblatt kannst Du die Zellen auch mit 3C Dauerstrom laden, bei 100Ah also mit bis 300A! Die Lader musst Du erst mal haben!
Nur sollte halt nach dem Konstantstromladen eine Konstantspannungsphase folgen - also der Strom reduziert werden. Meist so bei 80-90%.

Da Du bei einer Batterie nie weißt, wann der erste Block voll ist und die BMS-Balancer nur wenige Ampere verbraten können, sollte man auch aus Sicheheitsgründen zum Ende den Strom beim beschleunigten Laden deutlich reduzieren. Ob nun Reduktion bei 80%, 90% oder ... ist willkürlich und hängt auch an der Ladetechnik und dem Zustand (Gleichmäßigkeit) Deines Akkusatzes. Ungünstig düfte m.E. sein, wenn das BMS bei vollem Ladestrom (Not-)abschaltet, weil ein Zellblock voreilt ...

Ich habe ein paar Lader, die ab etwa 3,36V reduzieren und nur bis 3,47V/Block schaffen - den Rest bis 3,6V erledigen andere Lader mit halt dann verringerter Ladestromstärke.

Zitat
Bernd Schlueter
Die sonst genannten zwei Stunden beziehen sich demnach nur darauf, dass erst nach Erreichen der vollen Ladespannung Balancieren stattfindet.
...


Die genannten 2h sind wohl der Wert mit "Standard Charge" - ganz ohne echten Praxisbezug. Denn auch bei 0,5C sollte zum Ende hin der Strom geringer werden - die Ladedauer praktisch also >2h betragen ... Oder man fängt halt höher an. Fakt ist, dass Du mit Lithium und vorhandenen Ladern /Stromanschluss beschleunigt / schnell laden kannst und Deine Reisegeschwindigkeit eher steigt.

von Joe-Hotzi - am 22.03.2013 16:55
Also, Hotzi-Johannes, dann steht den Chinesen fast nichts mehr im Weg. Doch, eines: Die Lithiumbatterien haben keine Selbstentladung. Sie werden nach einigen Lade-Entladezyklen immer im vollgeladenen Zustand ankommen, weil sich ihr Ladezustand nur bei Volladung kontrollieren lässt. Sprich, ganz von selbst wandert bei der Ladung der Ladezustand unkontrollerbar auf 100%. Als rangeextender sind sie also nur im langsamen Modus separat zu laden und dann nur noch teilweise bei der Schnelladung unterwegs.

Hamburg ist weit und mit 120km Reichweite würde ich per Chademo dort ankommen. Dann ist die Versorgung auf der Autobahn lückenlos und ich komme mit drei Zwischenladungen dort an. Bei einer Fahrgeschwindigkeit von 80km/h sind das fünf Stunden plus 1,5 Stunden Ladezeit. Immerhin 63km/h, Zusatzverzögerungen nicht eingerechnet.

Idee: die parallelgeschalteten Akkus werden etwas stärker belastet, sodaß sie sich nie im Vollladungsbereich befinden und ebenfalls mit 2C, auf 100Ah umgerechnet, belastet werden dürfen.
Sprich, mit 70Ah-Li- Zusatzakkus dürfte ich dann hinkommen.

Die Frage ist, ob ich die Lithiumakkus so weit entladen darf, dass ich die untere Spannungsgrenze erreiche, bei der erst der Ladezustand messbar ist?
Das dürfte doch sehr auf die Lebensdauer von Lithium gehen? Abgeschaltet würden die sofort, wenn der erste Lithiumakku in der Spannung messbar abfällt.

Dabei kann ich sogar eine einzige sogenannte "Opferzelle" mit nur 80% Kapazität verwenden, die nicht vollgeladen, aber eben fast ganz entladen wird. 3,1 Volt Endspannung oder so. Bei einer von 38 Zellen ist das kein so großer Verlust, wenn diese öfter erneuert werden muss.
Trotzdem, ist schon ein ganz schöner Rechen-, Geld- und Gewichtsaufwand für dann vielleicht 60kg Zusatzakkus und der Knatterrangeextender mit nur 36kg Masse kommt wieder ins Spiel.
Der kostet statt knapp 2000Euro nur unter 200 und müsste auf der Strecke ca. 2h knattern.
Die Chademo-Stationen haben etwas unterschiedliche Abstände und wenn ich dann viermal unterschiedlich zwischenlade, müsste ich gut, mit 2 Liter Benzinverbrauch, hinkommen.
Meine Nicads könnte ich dann vor allem, ganz ohne Bedenken, leerfahren.

Ich denke, der Knatterapparat ist für die seltenen Weitstrecken die bessere Lösung.


Nein, die Hybrididee, mit über 80% elektrischem Anteil, steigt bei mir immer mehr im Ansehen.
Der Batterienutzungsgrad steigt sehr stark an, weil ich sehr kontrolliert die Akkus im zulässigen Ladezustand halten kann. So könnte ich auch während der Fahrt zunächst die Lithium-Zusatzakkus nur mit dem Knatterfritzen so weit weiterladen, bis das mittlere Ladeplateau überschritten ist und dann erst, etwas stärker, entlade. So kann ich die verlorene Ladekontrolle über die Lithiumakkus wiedererlangen und diese besser ausnutzen.
Also, Doppelhybridlösung.
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Noch eine Idee: Die Zusatzlithiumakkus werden zunächst von den vollen NiCads mitgeladen, bis die erste messbare , untere Volladungsgrenze überschritten ist. Die Doppelbelastung vertragen die vollen Nicads. Das bedeutet zwar eine relativ teure Zwischenspeicherung in den Lithiumakkus, aber auch hier ist der Ausnutzungsgrad höher und ich komme mit 60kg Lithiumzusatzakkus für meine Hamburgfahrt mit Teegenuss hin.


Hat jemand eine Ahnung, welchen Aufwand es bedeutet, meinen Saxo für die Schnelladung an Chademo tauglich zu machen? CANbus-Protokoll??? Was kostet der Stecker?

Ja, ich sehe schon, auch, wenn ich mit dem mitgeführten 18kg-Drehstrom-Lader mich auf 100A-Ladung, dann auf 90% Volladung beschränke, werde ich sicherlich mit 60Ah Zusatzakkus hinkommen.
Die Tankstellendichte ist dann höher, mit oder ohne Chademo-Nutzung.
Trotzdem, 200 Ampere-Chademo wäre schon ein reizvolles Thema.
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Bei einem BKK-Treffen erschien Gero mit einem Bekannten, der seinen Saxo mit lediglich 40Ah-Winstons , aber deutlich höherer Spannung, ausgerüstet hatte Die vielleicht schon gewonnenen Erfahrungen würden mich sehr interessieren.

Deshalb neue Idee: einfach 120 Ah-Zusatzakkus obendrauf packen, abschaltbar. Beim Laden Spannungsbegrenzung, nur für die Lithiumakkus. Die würden dann auf maximal 73% aufgeladen , mit 200 Ampere.
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Hierzu vielleicht die letzte Version:
Ich packe zwei parallelgeschaltete 60-Volt, 50Ah-Donnerakkus beim Laden oben drauf , lade mit 200Ampere bis zur Maximalspannung, so, wie Joe-Hotzi mir Mut gemacht hat. Anschließend werden die zwei Zusatzakkustränge, mittels Anpassungselektronik, parallelgeschaltet. Die zusätzlichen 60kWh bringen mir die gewünschte Reichweite, das Laden geht schneller (bis 500Volt bei Chademo) und die Blondinen schlagen sich auf der Repperbahn darum, welche von mir als Erste elektrisch durch die Gegend kutschiert werden darf. Die halbe Grundlage für Lithiumumrüstung ist dann auch schon gelegt.
Joe, ja, das war eine wichtige Information! Im Übrigen, die Konstantspannungsphase zu Ende hin, brauchen alle Akkus. Damit kann man die Ladezeit stark reduzieren und es dürfte kein Problem darstellen, vor dem längsten Abschnitt des Weges zu meinen Blondinen eine halbe Stunde länger zu tanken oder gar einen zusätzlichen Stop mit hundsgemeiner Drehstromladung in Betracht zu ziehen...

Beide Ladearten bei Chademo gleichzeitig möglich!

Erfahrungen mit Leaferwagen

Chademonstrationsnetz in Deutschland und Europa

Es fehlen einige Stationen.

Also, für mich wäre es schon interessant. Aber gegen Geros und Romans Ziegelsteine kommen die nicht an.



Schon gewusst? Die Karlsruher lassen verlauten, dass eine neue Akkutechnik auf Fluoridbasis in vielversprechender Entwicklung ist?

Vorteil: Vor allem reichlich vorhandene Rohstoffe, noch höhere Energiedichte, trotzdem sicherer.
Noch angehobene Temperatur erforderlich, aber im erträglichen Bereich.

von Bernd Schlueter - am 24.03.2013 08:35


Hallo Bernd

Dieser Link-Titel ist so was von irreführend :mad: Es ist kein "gleichzeitig laden" möglich, sondern nur "gleichzeitig anstecken" und dann sequentiell laden.
Jetzt geistert in anderen Foren bereits die Behauptung rum, man könne den i-MiEV schneller laden mit gleichzeitigem Einsatz von CHAdeMO und 230V.

Gruss Walter

von i-MiEV - am 24.03.2013 09:48
Zitat
i-MiEV

Jetzt geistert in anderen Foren bereits die Behauptung rum, man könne den i-MiEV schneller laden mit gleichzeitigem Einsatz von CHAdeMO und 230V.


Hmm

Es verschwindet doch manches im dunkel des Vergessens,
mein aber es müßt in der Solarmobil noch ein Foto geben wo ein Schweißtrafo parallel zu einen Ladegerät lädt, ist aber heut aus Sicht der neuersten Generation von Edeleauto
pure Steinzeiteutofahrerei :o

von Manfred aus ObB - am 24.03.2013 10:31

Re: Sinnvolle Batterieergänzung?

Zitat
150 Euro kostet das 40kg schwere Gerät. Wenn


Bernd das möchte ich erst sehen das du bei weit über 100db eine Stunde im 106 aushällst.
Da solltest doch noch mal 50KG an Dämm-Maßnahmen hinzu rechnen.
Und verhebe dich mal nicht an den 40KG - ich hebe auch öfters mal 80KG Ist dann auch irgendwie C1 ist aber dann was anderes wenn im Format einer 270 und 100 breiten EL-Unterschale ist:joke:

von thegray - am 24.03.2013 14:59
Ja, aber, wenn es dann erst mal drin ist, dann ist es. Vor den 105kg Flugzeugakkus graut mir eher. 56 db schreiben die Chinesen, Viertakt und so.

Ja, bei meiner Kiste kann ich zweihändig laden. Irgendwo dann auch nur noch einhändig, weil ab 80% nur noch der Drehstromlader weiterdarf.

Bei einem neuen Fahrzeug würde ich das auch nur machen, wenn der Hersteller das ausdrücklich erlaubt.
Dass da sich etwas nicht miteinander verträgt, kann ich mir kaum vorstellen. Es sei denn, die zusätzliche Ladung wird nicht mitgezählt. Der Saxo tut das alles, wie es sich gehört. Vorgesehen ist das von Sagem sicher nicht, aber es funktioniert.
Lithium ist sicherlich empfindlicher als Nicad gegenüber hohen Lade- oder Entladeströmen, siehe Airbus A380, alle anderen starten mit Nicads VHP samt Ex-Witwenmacher Lockheed Starfighter.
Also, wenn da ein zahmes 1-Phasenladegerät im I-Miev haust und das 100- oder 200-Ampere-Chademo gleichzeitig wirkt, dürfte das den Kohl nicht fett machen, obwohl der schon ziemlich fett ist. Jedenfalls, die letzten 20% sollen natürlich mit dem kleinen Lader geladen werden. Schließlich wollen andere auch Tee trinken und die Hochstromkabel reichen nicht weit.
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Nisssan eine Schutzschaltung vergessen hat, die Doppelladung verhindert, wenn dabei Explosionsgefahr drohen würde.
Ich hatte den Artikel so verstanden, dass an die Rückseite der Chademo-Box eine Drehstromsteckdose gehört, damit eine Störung der Teezeremonie keinen Abschleppdienst erforderlich macht, wie es hier geschah. Die Teekanne war hier gestört.
Es sind ja verschieden starke Chademos geplant, da müsste bei schwächeren Parallelladen schon möglich sein. Die Chademobox ist außerhalb des Fahrzeuges, der Zusatzlader im Fahrzeug. Wie sollen die sich in die Quere kommen? Die sind auf jeden Fall über Dioden entkoppelt.
Also, das ist eine Frage des Fahrzeugs, nicht des Chademo-Systems.

Also, ich finde Chademo sinnvoll, wenn man mit zukünftigen Hochstrombatterien in 10 Minuten die Batterien hochpuschen kann, notfalls mit wassergekühlten Kabeln.

Bei meinem Saxo würde höchstwahrscheinlich der Bordlader mit der Gleichstromladung bei Erreichen der Maximalspannung an den nach außen durchgeschliffenen Batteriepolen abbrechen und er müsste neu durch Ein-und Ausschalten gestartet werden.

Die französischen 200-Ampere-Hochstromlader überwachen den Ladevorgang direkt , bei den Japanern findet eine digitale Kommunikation mit dem Bordsystem statt.

Ich kann jeden beliebigen Lader an den nach außen geführten Polen anschließen, die Kapazitätsmessung erfolgt aber nur, wenn zusätzlich der Bordlader läuft oder der Zündschlüssel umgedreht ist. Abschalten muss die Schnelladebox, das kann das Fahrzeug nicht.
Fände ich ausgesprochen dumm, wenn das bei einigen Japanern oder Amis nicht so möglich wäre...

Bisher sind die Chademoboxen noch nicht ganz kompatibel, obwohl doch Gleichstrom Gleichstrom ist...
Damit die Chademos nicht voreilig wieder eingesammelt werden, sollte auf Kompatibilität der verschiedenen Systeme geachtet werden.
Der Zahl nach ist ganz klar, dass man sich auf das japanische System weltweit einigen sollte. Vorausetzung wäre allerdings, dass ein lächerlicher Stecker wie der Typ 2 nicht mit anfangs 1000 Euro gehandelt würde. Der weit aufwendigere Chademostecker müsste dann vergleichsweise 5000Euro kosten...

Also, ich würde mich nicht bange machen lassen, die Schnellader bleiben...

Ich fand zwar das Volta-Modell sinnvoller, aber da hatte wohl jemand Angst vor Hochfrequenz-Elektrosmog, aber keinen Respekt vor Donars Gleichstromlichtbögen.

Höherfrequente Schottki-Vollweggleichrichter haben eine Verlustspannung von unter 1,5 Volt, bei 500 Ampere also 750 Watt Verlustleistung. Die hätte man schon im Fahrzeug unterbringen können und kontaktlos per Induktion übertragen, mit wassergekühlten Kabeln.

Bei 600 Volt und 500 Ampere steigt dann aber auch bei mir der Respekt.
600 Volt sind jetzt schon vorgesehen , Das Twike lädt mit 420 Volt, aber nur wenigen Ampere.

von Bernd Schlueter - am 24.03.2013 20:26
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