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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
25
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Urs_CH, Sven Salbach, Michael H-A, Gausi, R.M, Bernd Schlueter, el El

12 Einzelladegeräte für LiFePo4

Startbeitrag von Urs_CH am 21.03.2013 09:25

Hallo zusammen,

seit 15Jahren fahre ich City-El, bis vor zwei Jahren mit Bleiakkus und nun mit Lifepos. Ich habe damit rund 20'000 km gemacht, OHNE BMS!
Der Akku (12 Zellen, 50Ah) ist nun aber spürbar schwächer geworden.

Nun möchte ich diesen ersetzen und gleichzeitig die Reichweite massiv erhöhen indem ich auf 12 x Thunder-Sky 160Ah TS-LYP160AHA(B) umstelle.
Bin der Meinung dass diese bei angepasstem Batteriekorb platzmässig gerade noch reinpassen.

Ich befasse mich nun noch mit dem Ladegerät und einem BMS, welches ich diesmal integriert haben möchte um sorgenfrei zu sein.

Irgendwo habe ich von Einzelladern gelesen, welche jede Zelle auf die Endspannung aufladen. Dadurch braucht es keine Balancer und jede Zelle wird einzeln auf die Schlussspannung aufgeladen.
Als Ladergeräte denke ich da an 12 MeanWells 3.3V/30A. Die Spannung lässt sich zwischen 2.8-3.8V einstellen und es ist eine Strombegrenzung integriert, welche einen Maximalstrom von 30A fliessen lässt.
[www.meanwell.com]

Falls der hohe Anlaufstrom ein Problem ergibt, könnte ich die Geräte in 3 Gruppen leicht zeitverzögert an 230VAC schalten.

Das Totalgewicht wäre bei rund 8kg und alles hat auf einer Fläche von einem A4-Blatt Platz, bei einer Höhe von 120mm. Der Gesamtpreis liegt bei rund 700 Euro.
Also auch nicht viel mehr wie ein entsprechender Einzellader.

Zur Überwachung gegen Tiefentladung und Kontrolle der Zellspannungen dachte ich an folgenden Batteriemonitor:
[www.chargery.com]

Hat jemand schon so etwas realisiert und entsprechende Erfahrungen gemacht?
Oder habe ich etwas übersehen oder falsch überlegt?
Bin dankbar für Tips...


Urs

Antworten:

das Problem wird eher der Einschaltstrom von 12 Netzteilen sein....das wird so nichts..
Daher verweneden wir üblicheweise die Balancerlösungen..
In kürze hab ich da aber nen Schmankerl..;-) Von daher verwirf mal Deine Einzrlladerlösung :-)

von Sven Salbach - am 21.03.2013 09:53
Hi Urs

Wie wäre es alternativ mit einem 3KW 48V HP Netzteil und 12 * Artesyn BXB150-48S05FLT ( [www.ebay.de] )
Die DC/DC Wandler machen bei 3,8V ca. 40A Strom ......sollte Dir das zu viel sein gibt es auch im endless sphere Forum eine Anleitung, wie man die Strombegrenzung der DC/DCs individuell einstellen kann.

mfg

Gausi

von Gausi - am 21.03.2013 10:19
ich gehe davon aus, Du hast einen F4?
Dann ja, passen 12 de Zellen gut saugend rein :-)

von Sven Salbach - am 21.03.2013 10:46
Sven:
Nein, habe keinen F4, sondern die ganz "normale" Version. Habe mal ausgemessen und meine, dass es gerade so reinpassen dürfte.
"Schmankerl" ?? Kannst du da schon mehr verraten? Oder einen Termin nennen?
Wenn der Anlaufstrom bei zeitlich versetztem Einschalten der MeanWells trotzdem noch ein Problem sein sollte, lässt sich dies ja mit einer Anlaufstrombegrenzung für wenig Geld aus dem Weg schaffen.
[www.conrad.de]

Leider habe ich keine Erfahrung mit dem Balancing, sondern habe mich lediglich durch die Foren gelesen. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist es aber so, dass von Zeit zu Zeit einzelne Zellen trotz Balancing wegdriften können und mittels z.B. einem Labornetzgerät wieder auf den gleichen Pegel gebracht werden müssen.
Genau diesen Nachteil möchte ich eigentlich durch Einzelzellenladung eliminieren.
Ich möchte mit den Lifepos am liebsten einfach nichts mehr zu tun haben.


Gausi:
danke für den Tip mit den DC-DC Wandlern. Habe auch schon nach solchen Wandlern gesucht, jedoch vorher kein Modell mit solch passenden Daten gefunden.
Vorteil: sehr kompakt, günstig,
Nachteil: vermutlich sind Kühlkörper notwendig? Und das 3kW Netzteil schlägt gewichts- und kostenmässig auch nochmals zu buche. Der Gesamtwirkungsgrad wird niederiger sein.
Ich lasse diese Variante darum vorläufig mal offen für den Fall, dass sich mit den AC/DC Wandlern keine vernünftige Lösung realisieren lässt.

von Urs_CH - am 21.03.2013 14:00
Hast ja leider keine öffentliche email..sonst hätte ich Dir zumindest Fotos vom Prototypen senden können
Leiferbar in einem Monat denke ich

von Sven Salbach - am 21.03.2013 14:52
Hallo

Prüf erst mal nach ob die Meanwells eine Schutzdiode haben, wenn nicht dann geht das Netzteil beim ausschalten hoch wenns noch mit dem Akku verbunden ist.

Wirkungsgradangaben über 80% sind ein sicheres Indiz daß keine Schutzdioden vorhanden sind.

Wenn die DCDC Teile eine Strombegrenzung haben dann sind sie brauchbar.


Gruß

Roman

von R.M - am 21.03.2013 19:37
Hi Urs_CH

Ich hatte damals 3 zusätzliche Lifepo4 Zellen die ich in Reihe zu den 48V PB Akkus in meinen Roller gepflanzt hatte ..... als Kühlung diente ein Aluriffelblech, welches im Sommer so heiß wurde, das teilweise die Artesyn abschalteten. Aber nach kurzer Abkühlphase nahmen die DC/DC wieder ihren Betrieb auf ...... aus heutiger Sicht würde ich einen mit einen Ventilator bestückten Aluprofilblock nehmen, um eine aktive Kühlung zu gewährleisten. Die 3KW HPs werden teilweise gebraucht in der Bucht günstig verscherbelt ...... war auch schon mal hier im Forum ein großes Thema als Ladegerätersatz. Wenn HP Lader und der 12-fache Artesyn Aluaufbau extern vom El betrieben werden sollen, benötigst Du ein Stecksystem welches die 40A pro Steckkontakt wegstecken. Da 13pole benötigt werden, könnte man preisgünstig 7 XT60 Stecker zusammenfassen, die den Strom zu den 12 Donnerhimmel befördern.

Zumindest was die Ladeinfrastruktur darstellt, wäre dass meine Vorstellung für mein nächstes E-Fahrzeug mit LiFepo4 Bestückung.

mfg

Gausi

von Gausi - am 21.03.2013 19:53
@ Roman

Die DC/DC Wandler haben von sich aus keine Strombegrenzung ..... die sind auf 150W Leistungsbegrenzt ...... allerdings ist es wichtig die Artesyn "Made in U.S.A" zu nehmen ..... Ich hatte mal welche, die ich in Reihe zu einen 450W 48V -> 12V DC Konverter beschalten wollte, die die Aufschrift "Made in China" trugen ..... die ließen sich nicht unter 4,4V beschalten. Das USA Model ließ sich so wie in der PDF zu dem Artesyn individuell einstellen. Mehr darüber in [endless-sphere.com]
auf Seite 5 ist die individuelle Strombegrenzung beschrieben.

mfg

Gausi

von Gausi - am 21.03.2013 20:15
Ich wollte einmal diese Lösung mit den Einzelladern realisieren und habe aus diesem Projekt noch genügend 36A Lader übrig, Spannung bis 4,29V. Ich geb das Stück für 15€ + Versand ab. Der Haken: knapp 2kg pro Lader. Eine doch eher stationäre Lösung. Der Vorteil: Alle Zellen sind perfekt ausbalanciert. Bei Interesse PM.

LG Konstantin

von el El - am 21.03.2013 20:50
@l El:
Hast die Einzelzellenladung mindestens versuchsweise so realisiert? Oder ist es gar nicht so weit gekommen? 2kg/Gerät sind mir jedoch zu schwer.

@R.M:
Ich konnte nicht herausfinden, ob die MeanWells eine Schutzdiode am Ausgang haben.
Die Geräte mit Konstantstromausgang (mein gwähltes Modell verfügen über diese Funktion) scheinen jedoch gemäss FAQ für das Laden von Batterien geeignet zu sein:
MEAN WELL has ESC, SC, PA, PB series for battery charger purpose (120~360W). If these series does not meet customers' demands and they like to choose a power supply as a charger, we advice to pick up one which over load protection (OLP) mode is constant current limiting. The models in this mode provide constant current even when the protection circuit is triggered.

Die maximale Spannung am Ausgang kann ja die Zellenspannung nicht übersteigen. Warum sollen die Geräte in ausgeschaltetem Zustand ein Problem damit haben?
Ich stelle mir eher vor, dass die Geräte keine Schutzdiode haben sondern der Ausgang mittels einem FET bei ausgeschaltetem Gerät sehr hochohmig geschaltet wird. Ein Wirkungsgrad von 80% liesse sich wohl kaum realisieren, wenn bei einer Ausgangsspannung von 3.3V intern schon 0.7V verbraten werden.

@Gausi
Obwohl ich gerne bastle, möchte ich für dieses Projekt eigentlich eine Lösung mit Geräten "ab Stange" realisieren. Also fertige Geräte mit Schraubklemmen, ohne zusätzliche Kühlkörper, Ventilatoren, externe Potentiometer etc...
Die Ladevorrichtung soll im Fahrzeug eingebaut werden, darum benötige ich kein Steckersystem.

von Urs_CH - am 22.03.2013 06:24
Hallo

Ganz einfach weil bei 3,8V bei Dioden ca. 0,5 bis 0,7 V hängenbleiben würden geht die Verlustleistung hoch, deshalb nimmt man gerne Mosfets als Ersatz und wenn der Strom weg ist kann da was rückwärts ins Ladegerät fließen, muß nicht kann aber.

Gibt da auch einge teure Laborgeräte die das machen, habe schon welche auf diese Weise zerstört.
Je niedriger die Ausgangsspannung desto warscheinlicher ist eine solche Konstruktion.


Gruß

Roman

von R.M - am 22.03.2013 08:24
Ich habe noch zwei Mean Well SP-75-3.3 liegen ... wenn ich die Zeit finde, kann ich das mal mit denen ausprobieren.
Allerdings wird die korrekte Abschaltung bei z.B. 0.5C ein Problem werden, da Du bei den 12 Ladegeräten jeweils eine entsprechende Vorrichtung bräuchtest, sonst kochst Du die Zellen irgendwann durch :-)

Michael

von Michael H-A - am 25.03.2013 14:13
@Michael:
ich bin eigentlich der Meinung, dass keine indivuduelle Abschaltung nötig ist:
Ich lade zuerst mit dem maximalen Strom, der sich durch die Strombegrenzung bei 30A einstellen wird. Steigt die Zellenspannung und kommt damit in einen ähnlichen Bereich wie die Ladespannung der MeanWells (3.65V) , wird der Strom irgendwann kleiner werden. Je näher die Zellenspannung an die Ladespannung kommt, umso kleiner wird der Strom bis er praktisch bei null sein wird. So stelle ich mir das jedenfalls vor....

Ob ich dann die Ladegeräte irgendwann abstellen soll/muss weiss ich jedoch nicht.
Bei 160Ah und 30A Meanwells könnte ich ja auch alles nach maximal 7h abstellen? Dann wären sicher alle Zellen geladen.

Falls du mal einen Versuch mit deinen Meanwells machen könntest... wäre ddas natürlich super. Wäre interessant zu wissen, ob alles klappt bevor ich 12 Geräte bestelle. (Lieferfrist 4 Wochen....)

von Urs_CH - am 26.03.2013 05:34
somit währen alle Zellen sicher überladen...
Für eine elektrische Zahn bürste kannste das so amchen, für nen Spielzeugauto auch.
Je nachdem wieviel Dir die Wirtschaftlichkeit bedeutet geht das natürlich auch bei Rollern und großen Fahrzeugen..wenn das ganez irgendwie wirtschafltich sinnvol sein soll, kommt dieses Prinzip natürlich nicht in Frage

von Sven Salbach - am 26.03.2013 06:04
Zitat
Urs_CH
[...]
Je näher die Zellenspannung an die Ladespannung kommt, umso kleiner wird der Strom bis er praktisch bei null sein wird. So stelle ich mir das jedenfalls vor....
[...]


Zitat
Sven Salbach
somit währen alle Zellen sicher überladen...
[...]

Da hat der Sven Recht.
Dazu muss man das Prinzip der Ladung nachvollziehen.
Die Zelle selbst wäre bei 3,38V und 0A voll.
Leider kannst Du nicht einfch 3,38V anlegen und warten, denn das würde vermutlich Jahre dauern :-)
Darum legt man eine höhere Spannung an z.B. 3,6V bei den LiFePo4 CALB/ SkyEnergy oder 4,0V bei LiFeYPo4 Winston an, damit mehr "Druck auf dem Kessel ist", also die Energie "schneller" in die Batterie fließt.
Damit man diese aber nicht überlädt, gibt es einen vorgegebenen Abschaltstrom, meist 0.05CA, was bei einer 160Ah-Zelle 8 Ampere wären.

Das bedeutet: wenn während der Konstantspannungsphase der Strom geringer wird, weil die Zelle langsam voll wird, Abschalten sobald der Strom bei 5% der Nennkapazität ist.

Bedeutet für Dich: Ladeendspannung: max. 4,0V
Ladeendstrom: 8A

Empfehlen würde ich Dir max. 3,65V als Ladeendspannung der Winston LiFeYPo4.
Für die CALB/SkyEnergy LiFePo4 nutze ich persönlich 3,5V.
Damit bist Du immer etwas unter voll und schonst die Zellen, was sie Dir in ein paar Jahren danken werden :-)

Michael

von Michael H-A - am 26.03.2013 07:36
Die Hauptladung würde ich ja, wegen des Wirkungsgrads, mit einem fetten Ladegerät bewerkstelligen.
Inzwischen bin ich den Balancern nicht mehr gegenüber so abgeneigt wie früher.
Lauter Meanwells, 12 Stück und mehr, wäre ich sehr wohl gegenüber abgeneigt, 12 fache Chinaausfallrate. Habe gerade einen Chinawandler 70/12 Volt 35 Ampere hier liegen. Klar, defekt. Man kauft da das Risiko mit. Zwei Doppeldioden mit insgesamt 40 Ampere sollten da ausreichen, denkste!
Wenn es nur um die Ausgleichsladung geht, spielen 50% Wirkungsgrad keine Rolle und ich würde einen hundsgemeinen fetten 50Hz-Trafo nehmen und mit halb so vielen Sekundärwicklungen versehen, wie Batterien vorhanden. Paarweise werden dann die Batterien von möglichst zuverlässigen Dioden geladen. Da es sich nur um eine Ausgleichsladung handelt, spielen 50% Wirkungsgrad keine Rolle.
Ich habe es noch nicht ausprobiert, ob die Abweichungen der Wicklungen zu hoch sind. Notfalls würde ich da einen Zopf flechten, damit keine Wicklung bevorteilt wird und alle fest genug aufeinander koppeln. Wird bei Generatoren (Röbelstäbe) so gemacht.

Bei meiner Kiste bräuchte ich 38 Lifepos, da wäre mir schon ein BMS nicht geheuer. Deshalb, möglichst robust und einfach...

Wenn mir jemand auch meinen Plan ausreden könnte, würde ich mich freuen, denn Misserfolge mag ich auch nicht, wenn man sie sich ersparen kann. Noch wird bei meiner Kiste genikatert.

Beide Lader bekämen dann je eine Spannungsbegrenzung, der Ausgleichslader eine höhere, die , auch auf den Hauptlader wirkt, zusätzlich. Anschaltung des Zusatzladers erst nach dem Hauptlader.

Ein Vorteil: BMS verbergen ungleiche Zellen, weil sie immer ausgleichen. Der isolierte Hauptlader deckt, Messung vorausgesetzt, Abweichungen auf. Man kennt dann seine Pappenheimer.
Dann muss man auch nicht jedes Mal ausgleichsladen.
Tiefentladungsschutz? Über Ah-messung. Klar, zusätzlich Einzelspannungsmessung, wenn möglich.

Urs, 20.000km a , sagen wir, 30km Reichweite, wären 670 Zyklen. Wüssten wir , glaube ich, alle gerne genauer, und, um wieviel die Reichweite abgenommen hat. Hast Du auch öfter ganz entladen?. Wäre demnach nicht gerade miserabel.
Falls Urs_Ch Schweiz bedeuten würde, könnte es dort auch Berge geben und hohe Strombelastung bis 3C. Hier lief auch eine Saxokiste mit 40Ah-Lipos herum. das wären ja die ersten realistischen Lebensdauermessungen überhaupt. Die von Johannes war bisher die eindrucksvollste.
Solche Erfahrungen sind Gold wert. Mindestens Räppli.

von Bernd Schlueter - am 26.03.2013 18:18
@Michael:
Nun ist mir einiges klarer geworden. Danke! Das mit dem Abschalten bei einem Strom von 0.05 CA wusste ich nicht. Obwohl ich mich eigentlich recht intensiv mit dem Thema befasst habe.
Bei Einzelladern würde dies bedeuten, dass es pro Lader noch eine Strommessung braucht die dann den Ladevorgang unterbricht, wenn dieser Stromwert während einer gewissen Zeit unterschritten wurde. Und sowas noch möglichst ab Stange. Jetzt wirds dann aber langsam kompliziert, voluminös und teuer. Bin mir nun nicht mehr so ganz sicher, ob ich auf dem richtigen Weg bin...

@Bernd:
"robust und einfach"... das wäre auch mein Ziel.
MeanWell Geräte setze ich seit Jahren massenhaft in der Industrieautomation ein. Und ich habe (bis jetzt) überhaupt keine schlechten Erfahrungen gemacht. Wie es sich verhält wenn die Geräte in meinem City-El durchgeschüttelt werden, ist dann natürlich eine andere Frage.

Das mit den Wicklungen und Dioden verstehe ich nun aber überhaupt nicht. Du meinst also (für deinen Fall) im Prinzip ein Trafo mit 19 Sekundärwicklungen, Brückengleichrichtung und dann die pulsierende Gleichspannung anlegen? Und wie überwachen, abschalten, begrenzen?

Mein Batteriepack wurde mit selektierten Zellen zusammengestellt, hatte Anfangs (theoretisch) mal 50Ah Kapazität. Letzte Woche habe ich eine längere Strecke gemacht und brauchte gemäss Bordcomputer 32Ah. Viel weiter wäre ich aber nicht mehr gekommen. Die Gesamtspannung lag dann bei Belastung noch um knapp 30V.
Da der DC/DC Wandler bei rund 24V Batteriespannung abschaltet und alles im Fahrzeug lahmlegt, können ich die Zellen nicht tiefer entladen.
Nach rund 3 Monaten mussten mal zwei Zellen ersetzt werden. Seit dem fahre ich problemlos.

Ich habe ein externes Geräte, welches ich bis jetzt 3x angestöppselt habe, welches nach einer Volladung ein Balancing macht und die Zellen durch Entladung auf gleiches Niveau bringt. Das dauert allerdings ein paar Stunden.
Üblicherweise fahre ich mind.10 und max. 20km bis ich das Fahrzeug wieder lade. (Ladestrom max. 13A)
Mein Arbeitsweg beinhaltet am Schluss einen recht steilen, ca 1km langen Abschnitt, wo nochmals kräftig Strom gezogen wird.
Und ja... wir bezahlen hier (hoffentlich noch lange..!!) mit Räppli... ;-)

von Urs_CH - am 27.03.2013 06:03
Nun... so ganz gestorben ist die Idee mit den Meanwells doch noch nicht.
Einfach um defintiv damit abzuschliessen (oder eben auch nicht...) habe ich mir mal aufgezeichnet, wie es denn aussehen könnte.

Der Ausgangsstrom jedes MW wird gemessen, ebenso jede Zellenspannung.
Am Beispiel der ersten Zelle (2B2) heisst dies:
ZWischen PIN 3 und 4 wird der Spannungsabfall an 2R3.2 gemessen, welcher proportional zum Strom des MEanwells ist.
Zwischen Pin 3 und 5 kann die Zellenspannung abgegriffen werden. Die 17K Widerstände begrenzen den Strom bei einem Fehler in der Messvorrichtung und ermöglichen darum, dass mit dünnen Drahtquerschnitten auf die Messvorrichtung gefahren werden kann.

Den Ladestrom kann ich so pro Geräte auswerten (ich habe da noch eine Siemens S7 mit Analogeingängen rumliegen) und das MW abschalten, wenn ein Wert von z.B: 0.05C unterschritten wurde.
Das war jedenfalls meine Idee.
Wenn ich jedoch davon ausgehe, dass die Zellen alle ausbalanciert sind und alle MW die genau gleiche Spannung ausgeben, ist es wohl so, dass (ausser beim ersten und letzten Gerät) über die Strommesswiderstände kein Strom fliesst, obwohl jede Zelle u.U. von 30 A durchflossen wird?
Oder mache ich da einen Überlegungsfehler? WO müsste der Strom sonst gemessen werden?
[attachment 115 EMOB_Page_1.png]

von Urs_CH - am 03.04.2013 05:07
[attachment 116 EMOB_Page_2.png]

von Urs_CH - am 03.04.2013 05:08
Du hast evtl vergessen, das Du jeden Messzweig galvanisch trennen muss oder mit großem Spannungsteiler und darauffolgenden Verstärekr und Mutliplexer etc pp zusamenführen musst...
Oder wie willst Du den Strom jeder Zelle messen?
Der + der einen Zelle ist das minus der xten Zelle..also eine Differenz von ma eben x V also z.B. 40V..
Der Aufwand für das was Du vorhast ist nicht verhältnismäßig..daher würde ich diese Planung wohl verwefen

von Sven Salbach - am 03.04.2013 05:27
Ich habe die zwei Mean Well SP-75-3.3 schon mal in Reihe geschaltet. Das geht schon mal.
Zellen habe ich auch angeschlossen, geht auch.
Nun fehlt mir aber noch eine ordentliche Messung, die ich im Moment mit einem Arduino und zwei Stromsensoren aufbaue.
Dauert nur leider alles etwas, da das für mich ein "Z"-Projekt ist :-)

Solange ich nichts dazu beitragen kann, lese ich aufmerksam mit Urs und Sven ;-)

von Michael H-A - am 03.04.2013 06:38
Na ich halte mich ja zurück, ich werfe immer nur gerne PRobleme, bedenken und so ein und nörgele um rechzetig auf die Probleme hinzuweisen bevor jemand zu viel Zeit und Geld investiert für die Falsche Richtung :-)

Habe ja für mein El auchs chon viel probiert und immer alle möglichen Wege durchdacht und teilweise probiert und wieder verworfen..auf dauer ein sehr teurer Spaß

von Sven Salbach - am 03.04.2013 06:41
Da ist etwas Wahres dran :-)
Solche Gedanken und Projekte brauchen zur Entwicklung auch die kritische Beleuchtung und solange sie sachlich ist, finde ich das nur richtig und belebend, wenn es das Projekt vorantreibt.
Hier steckt so viel Wissen in kleinen und größeren Dosen bereit, wenn man das zusammenbekommt, kann man daraus sicher etwas machen.

Für die meisten ist das hier nicht nur Fortbewegung, sondern auch ein Stück weit Hobby und das kostet immer Geld, das stimmt auch :-)
Ein Freund von mir ist Modellflieger und wenn da eine seiner Kreationen wie ein nasser Sack zu Boden geht, sind ein paar braune Scheine dahin. Das muss man dann sportlich sehen, aus Fehlern lernen und beim nächsten Mal besser machen ;-)

von Michael H-A - am 03.04.2013 06:57
Ich weiss... es ist eine unübliche Lösung. Wenn ich mich jedoch durch Foren lese und die Probleme mit heissen und defekten Balancern, manueller Nachladung etc. sehe, dann motiviert mich das halt doch, meine Idee weiter zu denken.
Die vorgesehen Messung ist in meinen Augen unproblematisch. Ich multiplexe (ich denke da an einen Sekundentakt) jeweils die 3 benötigten Signale (für Strom- und Spannungsmessung) auf zwei analoge Messeingänge, welche nicht potentialgebunden sind. Eine externe Verstärkung und/oder Glättung ist nicht erforderlich, die Messeingänge kann ich entsprechend parametrieren.


Aber: messe ich da wirklich den für die Abschaltung relevanten Strom ?

von Urs_CH - am 03.04.2013 07:25
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