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elweb Batterie
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vor 5 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
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Sven Salbach, Michael H-A, Jan-EL, Andi aus Bad Essen, Alfons Heck, E-Frank, E. Vornberger, el El, Trabant 601-E

LiFeYPo4 richtig laden

Startbeitrag von E-Frank am 28.03.2013 12:18

Hallo!

Ich habe dieses Thema schon woanders angesprochen, da ging es um einen möglichen Umbau eines NG3-Laders.

Vielleicht fühlen sich bei dem Thema noch mehr Leute angesprochen.

Ich will 13 Zellen LiFeYPo4 (in dem Falle Winston) richtig laden und brauche da noch einmal ein paar Tips.
Ich würde die Zellen mit Maximalstrom bis 3,6V laden, bis sie voll sind oder automatisch nach Zeit. Danach (aber nicht immer) würde ich mit einem geringeren Strom (1-2A) balancieren. Die Balancer sind 2,1A-Typen. Mich würde hier nur die Zeit und die Spannung (3,8V?) interessieren. Oder muss ich immer auf die EInzelspannungsanzeige schauen, bis alle ungefähr gleich sind?

Frank

Antworten:

Auf welche Spannung sind denn deine Balancer selektiert ?

Einfach die Werte addieren und den Lader zum Balancieren genau so einstellen.

Z.Bsp. Wenn auf deinen Balancern 71 steht, dann 13 x 3,71 = 48,23 V

von Andi aus Bad Essen - am 28.03.2013 22:58
Kriege ich erst. Werden wir sehen. Danke zunächst!

Frank

von E-Frank - am 01.04.2013 17:06
Wenn Du noch einen Einfluss darauf hast, lass Dir 60er oder höchstens 65 kommen. Meine sind 77er... das ist eigentlich viel zu hoch gewesen. Das habe ich damals nicht gewusst.

CU
Andi

von Andi aus Bad Essen - am 01.04.2013 19:56
Hallo Leute, woher kommt ihr denn auf die Ladeschlusspannung von 3,6 V? Im Winston Datenblatt stehen 4,0V zum laden, und beim entladen 2,8V.
Datenblatt

von Trabant 601-E - am 02.05.2013 08:26
Etwas weiter unten im Datenblatt steht:
Cycle Life 70DOD% >= 5000

4,0 V bis 2,8 V wären 100 % DOD
Oder anders ausgedrückt, je flacher die Zyklen, desto mehr Zyklen kann man nutzen,
bzw. je tiefer die Zyklen desto schneller altert der Akku.

Eine Ladeschlußspannung im Bereich 3,55 bis 3,75 ist also ein Kompromiss
zu gunsten einer längeren Lebensdauer.

bis denne
Jan

von Jan-EL - am 02.05.2013 08:58
Und die letzten paar Wattstunden machen den Kohl eh nicht fett.

So schnell wie die 4 Volt erreicht sind, so schnell sind sie auch wieder verbraten.

Dann lieber mit 3,65 V Schluss machen, ungefähr 1 Kilometer weniger fahren können und dafür die Akkus ein paar Jahre länger gebrauchen.

CU
Andi

von Andi aus Bad Essen - am 02.05.2013 11:46
Wie weit runter fährt Ihr sie? Doch nicht bis 2,8V oder?
LG Konstantin

von el El - am 02.05.2013 15:36
Auf Langstrecken: Wenns Richtung 3 V geht mach ich nen langen Hals um die
nächste Steckdose zu erspähen. Im Winter auch mal 2.9 V.

Im alltäglichen Betrieb 3,1 V.

Beides gemessen beim fahren mit gleichbleibender Geschwindigkeit.

bis denne
Jan

von Jan-EL - am 02.05.2013 16:02
Hallo E-Frank,
Zitat
E-Frank
Oder muss ich immer auf die EInzelspannungsanzeige schauen, bis alle ungefähr gleich sind?

blancieren bis alle Balancierer mitspielen. Wenn Du viel fährst geht das recht schnell und der Satz ist gut im Gleichlauf. Sprich alle Akkus sind gleich voll und werden auch recht gleichmäßig entladen. So wie es sein soll. Ich balanciere bei jeder Ladung bzw das Ladegerät ist auf x*3,65V eingestellt und schaltet ab bevor die netten Teile überhaupt anfangen zu blancieren. So fällt keiner runter :rp:


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 02.05.2013 17:42

LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Ein befreundetes Team von Schraubern steht gerade vor ihrem ersten eigenen Umbau.
Als Batterie haben sie sich für 30 x Winston WB-LYP300AHA entschieden.

Nun werden die Zellen in den nächsten Wochen eintreffen und müssen geladen/entladen werden.
Da ich bisher "nur" mit LiFePo4 Zellen gearbeitet habe und dies die ersten Erfahrungen mit LiFeYPo4 werden, möchte ich eure Meinung bzw eure Erfahrungen erfragen.

Initial sollen die laut Hersteller/Verkäufer einmalig "vollgeladen" werden.
Wir möchten im Anschluss die Zellen am unteren Ende balancieren (bottom balance).

Das Datenblatt sieht vor:
max. Spannung: 4,0V
min Spannung: 2,8V
Lade-Entladestrom: 0,5C (150A)

Eine Ladeendspannung ist nicht angegeben, typischerweise nehmen wir für LiFePo4/LiYFePo4 einen Wert von 0.05C (15A) an.

Bisheriger Plan ist:
Einzelne Zellen laden bis 4,0V @ 0.05C (15A) erreicht ist.
Einzelne Zellen entladen, bis 2,8V @ 0.3C (96A)
Seriell alle Zellen auf 30 x 3,6V laden = 108V @ 15A

Gibt es dazu Anmerkungen, Vorschläge?

Dank und Gruß,
Michael

von Michael H-A - am 07.05.2013 07:24

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Warum wollt Ihr nach unten balanzieren? Es wird ja bestimmt ein BMS mit eingebaut, dass dann sowieso wieder nach oben balanziert, oder?
Falls Ihr alle Zellen parallel ladet müsst Ihr nach dem Laden mindestens einen Tag mit parallelgeschalteteten Zellen warten bis sich wirklich alles ausgeglichen hat.
Beim parallelschalten darauf achten, dass die Zellen einigermaßen gleichmäßig vorgeladen sind, sonst fließen sofort gewaltige Ausgleichströme.

von E. Vornberger - am 07.05.2013 07:39

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Kein BMS und auch kein Parallelladen.

von Michael H-A - am 07.05.2013 10:56

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Über die Ausgleichströme bruacht man sich keien GEdanken amchen...Versuch mach...da vliest nicht viel..also bei Blei.
Bei LiFePo gibt es so keine Ausgleichsströme die nenneswert währen..ausgleich ist hier tatsächlich nur durch LAdung bei Parallelschaltung möglich..was anderes währe es bei Lipo

von Sven Salbach - am 07.05.2013 12:10

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Lithium-Akkus MÜSSEN mit BMS betrieben werden. Sie werden definitiv irgendwann auseinanderdriften und wenn man nur die Gesamtspannung überwacht bedeutet das irgendwann zwangsweise ein Tiefentladen bzw. Überladen einzelner Zellen. Lithium-Akkus haben keine Ausweichreaktion am Ladeende (Gasen bei Blei oder NiCd) um überflüssige Ladeströme abzubauen. Ohne BMS ist Eure Investition jetzt schon zum Teufel.

von E. Vornberger - am 07.05.2013 12:11

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Ich würde nicht bis 4V gehen...
Vom bottom alance halte ich nichts, weil absolut nicht altagstauglich...
Beim Balancing nach oben lädst Du die zelle einfach gelgentlich voll und Deine Messanalge ist wieder kalibriert..beim Botom....daher sit das nichts halebs oder ganzes...

von Sven Salbach - am 07.05.2013 12:13
Wenn er 300Ah Zellen hat und gerade mal mti 15 A oder nur 50A laden kann..würde ich nicht mal bis 3,65 gehen.
Das kann man bei 100Ah mit dem Ladestrom machen...
Hat Dir Dein Händler dazu nichts gesagt?

von Sven Salbach - am 07.05.2013 12:16
wobei es ist noch etwas komplizierter :-)
Ob 3,65 oder 4V sagt zu 0% was über DOD aus...
Alles über 3,65V sollte nur als Sicherheitsreserve angesehen werden füra Balancing und nichts weiter

von Sven Salbach - am 07.05.2013 12:17

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Volle Zustimmung..ist wie gesag, nichts halbes und nichts ganzes..alt werden dei Zellen so jedenfalls nicht...
Aber so kurbelt das den Verkauf einzelenr Zellen an :cheers:

von Sven Salbach - am 07.05.2013 12:19

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Zitat
E. Vornberger
Lithium-Akkus MÜSSEN mit BMS betrieben werden. Sie werden definitiv irgendwann auseinanderdriften und wenn man nur die Gesamtspannung überwacht bedeutet das irgendwann zwangsweise ein Tiefentladen bzw. Überladen einzelner Zellen. Lithium-Akkus haben keine Ausweichreaktion am Ladeende (Gasen bei Blei oder NiCd) um überflüssige Ladeströme abzubauen. Ohne BMS ist Eure Investition jetzt schon zum Teufel.


Danke für Deine Meinung.
Für LiFePo4 Zellen kann das bisher nicht im Ansatz bestätigen.
Wir sind nun 26.000km mit unserem CALB-Pack unterwegs und haben keine Probleme was Drift, Balancieren oder Defekte angeht.
Mein Ansatz: Immer vom oberen und unteren "Knie" der Ladekurven wegbleiben (10-20%) und gut ist.

Aber hier soll es nicht um BMS/kein BMS gehen :-)

von Michael H-A - am 07.05.2013 12:21

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

aber genau dann siehst Du ja nicht wenn sie auseinanderlaufen..
das merkst Du erst, wenn Du mal ein Reichweitenproblem bekommt ...und dann ists zu spät..
Bei aldung zwischen 30-90% sehen die Akkus immer gleich aus..außerhelab dieses Bereichs ists dann aber plötzlich vorbei bzw überladen...
Abre der Effekt tritt wie Du schon riochtig gesagt hast, am schnellsten auf wenn der Akku zu voll doer leer wird, bedingt durch den stark anteigenden innenwiderstand, und darauf ungleichmäßigen Umwandlugn in Wärme.

von Sven Salbach - am 07.05.2013 12:25

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Ich habe in unregelmäßigen Abständen Zellen ausgemessen.
Keine ist bisher unter die 130Ah gerutscht.
Somit habe ich 130Ah "zur Verfügung".
Wenn ich immer fleißig meine Ah zähle und nie unter 120Ah fahre, habe ich kein problem, egal, welches balancieren ich durchführe.

Aber das wäre weiterhin off-topic.

von Michael H-A - am 07.05.2013 12:38

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Ahso, na nachdem Du die Zellen ausgemessen hast musst Du die ja wieder irgendwie angeglichen haben um sie wieder im Verbund anzuklemmen...denn dazu hast Du einzelne Zellen ja komplett geladen und leer gemacht

Aber wie gesagt..nie ganz voll udn nie leer ist jedenfalls ein guter Weg :-)

von Sven Salbach - am 07.05.2013 12:42

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Ja, das ist richtig.
Auf 80/90% leerfahren.
Einzeln dann Messgeräte anklemmen und entladen.
Dabei von allen Zellen die "restliche Energie messen und alle an einem definierten Punkt (nV @ nA) im unteren "Knie" stoppen.
Meinetwegen auch nach oben "auffüllen". Scheint eine Glaubensfrage zu werden ;-)
Die Differenzen sind bei mir im Bereich von 5Ah und somit für mich und meine Art der Nutzung nicht relevant.

Zurück zum Thread:
3,8V ist also trotz des Datenblatts und der Initialladung der "bessere" Wert?
Wäre mir persönlich auch angenehmer.

von Michael H-A - am 07.05.2013 12:51

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Winston hatte urspünglich 4,1V oder so angegeben, das dann auf 4,0 gesenkt..
Es geht ja eigentlich nur darum die Zellen anzugleichen.
Auch 3,6V würden reichen..
Aktiviert wird da ja nichts.es bidlet sicha uch keine schicht auf den Flächen aus , was oft erzählt wird.
Das Risiko bei 4 oder 4,1V ist, wenn das Netzgerät etwas wandert wenn es warm wird...
Ich selber Initiallade :-) daher auch für Kunden mit 3,8-max 3,9V
Werede aber auch 3,8max demnächst runterstellen.

von Sven Salbach - am 07.05.2013 13:36

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Danke für die Rückmeldung.
Wenn aber rein chemisch / elektrisch / atomar oder was auch immer nichts beim initialen Laden passiert, dann wäre es doch eigentlich total überflüssig, oder sehe ich das falsch?
Dann kann man doch jede Zelle so laden, wie man mag.
Ob 3,5V oder 3,8V müsste doch dann egal sein, oder nicht?

von Michael H-A - am 07.05.2013 14:09

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

prinzipiell ja, es geht wie gesagt um den Zellenangleich, und das wird Dir bei 3,5V nicht schnell gelingen...

von Sven Salbach - am 07.05.2013 14:15

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

Zum Angleichen mußt du la in den oberen Bereich vom Knie kommen. 3,5 V ist da etwas knapp.
Fürs einmalige angleichen sollten es schon 3,7 sein.

bis denne
Jan

von Jan-EL - am 07.05.2013 15:54

Re: LiFeYPo4 richtig laden ( Werte )

ja, wie gesagt ;-)
Theroteitsch..aber möglichst anders :-)

von Sven Salbach - am 07.05.2013 15:56

Meine Erfahrung: LiFePo4 laden ohne Y

Zitat
Sven Salbach
Ich würde nicht bis 4V gehen...
Beim Balancing nach oben lädst Du die zelle einfach gelgentlich voll


Bei meinem Roller habe ich 18 TS Lifepo (ohne Y) 40Ah verbaut. 16Stück haben "Minibalancer" mit 300mA drauf und 2Stück sind mit 3A-Balancern versehen. Diese beiden Zellen habe ich 2011 etwas stärker geladen als die anderen 16. Seit dem lade ich mit :
[litrade.de]
also auf 18*3,65V und das funktioniert gut. Ich schaue immer mal was die einzelnen Zellen so machen. Wenn ich regelmäßig fahre schaltet das Ladegerät aus bevor ein Balancer anspricht. Also hat keine Zelle über 3,7V.
Wenn der Roller mal länger steht muß ich schauen.
Da kann es passieren das die beiden Zellen mit den großen Balancern ansprechen wenn noch 12A reingeschoben werden. Dann laufen die 2 Zellen auch schnell auf 4V hoch = manuelles Balancieren notwendig. Aber das ist recht selten. Normaler Weise sprechen die beiden höchstens an wenn das Ladegerät schon strommäßig im abfallen ist und die Balancer den restlichen Strom wegdrücken können.

Aber wenn ich direkt nach dem Entladen lade sind die Zellen erfahrungsgemäß recht gut balanciert und es passiert nichts an den Balancern. Also wie auch schon hin und wieder berichtet wurde:

Fahren-Laden-Fahren-Laden-Fahren-Laden... und den Akkus geht es prima.


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 07.05.2013 16:33
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