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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, wchriss, andreas Andreas, Alfons Heck, Bernd_M, Ralf Ihm

Nullleiterüberwachung

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 28.04.2013 12:34

Ich habe in Kölner Netzen schon die tollsten Dinge erlebt, samt Gasnetz.
Also, ehe manche zu kompliziert denken, so überwache ich den Nullleiter:
3 VDRs zu den drei Phasen, die oberhalb der Netzspannung von 230 Volt liegen, jeder einzeln mit Schutzwiderstand 100 Ohm (je nach Auslösestrom) versehen. den VDR-Mittelpunkt über einen passenden Widerstand so an den Auslöseknopf im Innern eines empfindlichen FI-Schalters für ca 40 Euro, dass dieser elektrisch gesteuert bei genügend hoher Differenzspannung auslöst. Die Testschaltung muss dabai natürlich gegen Erde arbeiten und vergleicht damit direkt Erdspannung und Mittelpunktspannung der VDRs.
Ob das bei allen FI-schaltern so ist, entzieht sich meiner Kenntnis, ich nehme es aber ganz stark an.

Stimmen Erdspannung und Nullleiterspannung nicht überein, ist eh was faul und das FI löst bei Überschreiten der einstellbaren Schwelle ebenfalls aus.

Ich schreibe es noch mal explizit hierhin, weil es so einfach ist und keines großen Aufwands Bedarf. Unseren Bastelleien sollten wir eh nicht zu viel Vertrauen entgegenbringen.
Wackelverbindungen pflegen sich zu verschweißen und alle seltenen Nasen lang sich wieder selbtätig zu lösen und zu feuern. Ihr kennt es ja alle von den Batteriepolverbindungen...
Herde, ojeojeoje. Meist fehlerresistent, Ladegeräte offensichtlich nicht. Das liegt auch am negativen Eingangswiderstand der meisten Ladegeräte, die auf konstante Ladeleistung regeln und Netze unsicher machen. Siehe Twikelader und Waldmühle.

Zur Umfrage: bitte nur antworten, wenn man Herde oder andere Drehstromgeräte selbst angeschlossen oder bedient hat.

Antworten:

Im Privaten Bereich habe ich das Erlebt.
-Landwirdschaft
-im Haus waren noch überwiegend 2 Aderverkabelung.
-Die Drehstromsteckdose im Außenbereich wurde mit eine "guten" Hochdruckreiniger und eine DrehstromKreissäge (noch mit Gurt) genutzt.
Hat immer alles Problemlos funktioniert.

Vor 10 Jahren wurde dann ein "moderner" "Drehstrom" Hochdruckreiniger angeschafft......
Der mochte den Strom von dieser Steckdose aber nicht.....
Es war nur eine 4 Aderverkabelung, Der Nullleiter war niemals angeschlossen worden.
Ein FI kann natürlich auch nicht funktionieren.

Bernd M

von Bernd_M - am 28.04.2013 14:58
Bahnhof...
0815 - 4711....
Sack Reis in China...
PEN-PE-N...

...was ist los Bernd...und wo? Im Gas-???


Gruß
Alfons.

von Alfons Heck - am 28.04.2013 18:33
Hallo,
voriges Jahr,
RWE Ladesäule D-56068 Koblenz, Schützenstr. 80-82,
MesseModus,
linke seite vom Bürgersteig aus gesehen.
An 2 Phasen je ein 2KW-Lader, dritte Phase ein 1 kW-Lader.
Der Knall vom VDR-Widerstand im 1kW-Lader wahr schon beeindruckend.....
schallte die ganze Strasse hinauf und wieder herunter.....
kann sein das die Säule mitgeknallt hat, mein Lader und die Säule
riechten danach nicht mehr ganz frisch.....
Also Messgerät ausgepackt-> erstma meine Gerätschafften gescheckt,
kein Fehler oder Unterbrechung, ausser vom 1kW-Lader, der stinkte weiter vor sich hin.
an der Ladesäule gemessen->
Null hatte so meist um die 60Volt drauf ohne Last....
Die andere Seite arbeitete normal, ich konnte also laden.
Währendessen meldete ich das bei RWE, ein paar Tage später kam sogar ein Rückruf.
Kaputt wahren ein VDR-Widerling und ne DIN-Glasrohr-Sicherung.
MfG Ralf

von Ralf Ihm - am 28.04.2013 19:28

Fazit: effektive Nullleiterüberwachung

Ja, das kommt, mit anderen Worten, nicht selten vor.
mein Vorschlag für alle zukünftigen Elektrofahrertreffen und auch für die Drehstrombordlader, je nach Typ:

Festverdrahtung, samt vierpoligem 40 Ampere- 30mA Auslösestrom-Fehlerstromschutzschalter (FI) für 30 bis 50 Euro.
Hinter dem FI an die drei Phasen drei 275-Volt-VDRs (kosten fast nichts) die drei freien Enden zusammen an den Nulleingang (blau) VOR dem FI.

Was passiert? egal, ob der Nulleiter an der Steckverbindung angeschlossen ist oder nicht, bei starker Unsymmetrie der 400 Volt entsteht ein Fehlerstrom, der draußen um den FI herumläuft und dieser Fehlerstrom löst aus.
Tausend Euro Schaden im Jahr weniger durch ausgebrannte Netzgeräte.


Verbesserung: In Euren Netzgeräte steckt im oder hinter dem HF-Eingangsfilter meist ein 275 Volt-VDR (Varistor). Den würde es dann oft auch fetzen, wenn die Null fehlt, trotz FI.
Deshalb für den Fehlerstromschalter 230 Volt-VDRs verwenden und diese jeweils in Reihe mit einem 5kOhm-Widerstand (gegebenenfalls kleiner) schalten. Dann lösen diese zwar nicht bei kurzen Überspannungsimpulsen aus, aber bei Unsymmetrie und die im Netzgerät eingebauten bleiben voll in Funktion, wenn das dann folgenlose maleur geschehen ist.

Man kann natürlich die in den Ladern eingebauten VDRs genauso verwenden und die Nullleiterseite nach außen um den FI herumführen, falls keine Conrad-Apotheke, Farnell oder andere in der Nähe sind. Die dann aber ohne Reihenwiderstand.

Also, nicht schlecht, so eine Abstimmung.

von Bernd Schlueter - am 09.05.2013 07:53

Jetzt aber los! Aufs Pferd, Freunde!

Ich schlage eine Sammelbestellung vor, die VDRs muss jeder selbst anklemmen, direkt an die Klemmen der vierpoligen FIs!
Sagenhaft, die Preise.
Wenn Ihr VDRs sucht, die sind billig und heißen auch Varistoren . Deutsch ist ja out.
Die haben meist 14mm Durchmesser und eine Betriebsspannung.

Surfen in der Bucht

von Bernd Schlueter - am 09.05.2013 08:01
Hallo
Ich habe ja keine Ahnung, aber warum gibt es keine "richtigen" Drehstromlader? 6 Dioden für die Gleichrichtung und dann puffern, daraus per HF Trafo die Batteriespannung erzeugen. Braucht man dafür einen Nullleiter? Kann man den Nullpunkt nicht auch intern bilden? Wo liegt mein Denkfehler?

Gruß
Andreas

von andreas Andreas - am 11.05.2013 21:52
Hallo,
natürlich gibt es die für sehr viele Euronen ist das kein Problem.
So wie du es beschreibst ist es natürlich möglich, und verseuchst dabei das Stromnetz :)
Gruß
Christian

von wchriss - am 11.05.2013 22:00
Ja, ich habe auch schon an anderer Stelle überlegt, drehstromgleichzurichten. Dann aber unter Benutzung der drei PFCs. Der Brumm wird dann in der Frequenz verdreifacht, 1kg dicke Siebkondensatoren fliegt dann raus.Obwohl dann zwischen Null und 30 Grad überhaupt kein Strom fließt, bleibt der Leistungsfaktor im zulässigen Bereich. Dann habe ich aber immer ein Drehstrom-Dreierpaket, was ich nicht will. Mein Ziel: drei Schukos kommen über den mit Mittelpunktsschutz ergänzten Fi an den Drehstromstecker. Dann wohl doch in blau, obwohl ich alles, was ich für DSL brauchte, schon lange hier liegen habe.

von Bernd Schlueter - am 13.05.2013 06:16
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