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elweb Batterie
Beiträge im Thema:
16
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Jan-EL, R.M, Jens Schacherl, Sven Salbach, Emil, E. Vornberger, omitreligion, nilsjuenger, Cavaron

Sehr großer Lithium-Ionen Speicher

Startbeitrag von omitreligion am 29.04.2013 21:09

Lithium Ionen Speicher für erneuerbare Energien

Das sieht doch sehr beeindruckend aus....

Und anscheinend amortisiert sich das.

Antworten:

Das können die Amis schon länger und größer, wenn auch mit Natrium statt Lithium:
[www.technologyreview.com]

Die Speicher müssen aber nicht unbedingt so groß sein:
[www.engineering.com]

Das "Beste" am Welt-Artikel sind wie dort üblich die Pöbelkommentare vom Bodensatz der bildungsfreien Unterschichten.

von Jens Schacherl - am 30.04.2013 07:21
So ein Unsinn. 5 Megawatt sind nichts, aber teuer.
Wenn schon, dann sollte man lieber 2000 Elektroautobatterien subventionieren, deren Besitzer sich verpflichten, ihre Batterien nachts an zweiseitig wirkende Ladegeräte anzuschließen, die ferngesteuert werden. Die Subvention gibt es dann in Form von verbillgtem Strom.
Nachts alleine existiert das Problem, wenn der Wind bläst und kein Strombedarf besteht. Das nur selten. Dann muss man eben öffentliche Verkehrsmittel benutzen, wenn die EVUs die Fahrzeugbatterie als Pufferbatterie missbrauchen. Das ist so selten, dass man dann auf das Auto verzichten kann.

Ohne diese ferngesteuerten bidirektionalen Einspeise/Entnahmevorrichtungen wird es mit der Energiewende nichts. Das letzte Verteilnetz muss für dezentrale Versorgung in beide Richtungen offen sein. Einspeisevergütung gleich Stromkaufpreis. Dieser ändert sich also laufend. Smart grid eben.
Eine Million Elektroautos in MV stellen sehr preiswert eine Pufferleistung von mehr als 6 Gigawatt zur Verfügung, mehr als genug, selbst mit Schukosteckeranschluss.
Der Überschussstrom ist eh preiswert, dazu käme dann noch eine Vergütung für Spitzenstrom aus den Batterien.
Im Schnitt werden Elektroautos in 97% der Zeit nicht gefahren und können an der Einspeisestelle eingestöpselt stehen, allerdings mit Internet- oder ähnliche Verbindung.
Diese Batteriehallen würden fast dauernd nur ungenutzt in der Gegend herumstehen und Unsummen Geld verschlingen.

von Bernd Schlueter - am 30.04.2013 08:38
Ich hätte das auch lieber mit Natrium gemacht. Auch bei pfleglicher Behandlung zersetzt sich Lithium irgendwann (so ca. 10... 15 Jahre...).

von Cavaron - am 30.04.2013 10:32
Hallo

Das hängt vom Gehäusematerial ab wie lange die leben, wenn man genug Geld hat kann sich auch welche kaufen die 5000 Zyklen und 20 Jahre aushalten.

Aber ich denke das würde sich selbst mit Blei rentieren, wen man rechnet was man alles an Genehmigungsverfahren, Anwälten usw. gegenüber konventionellen Speichern spart.

Gruß

Roman

von R.M - am 30.04.2013 10:54
Roman, heißt das, vom Sauerstoffzutritt hält die Lebensdauer ab? Dann könnte man die Akkus mit Metallfolie überziehen?

von Bernd Schlueter - am 30.04.2013 15:51
Hallo

So wirklich dicht ist nur Titan, auch Polyethylen geht, das eigentliche Problem sind aber die Poldurchführungen, das sind bei den wirklich hochwertigen Zellen Glas/Metall Kombinationen die mit dem Zellenmantel verschweißt sind. Und Sauerstoff rein glabe ich nicht ehr wohl Elektrolyt raus

Aber selbst schrauben ist da tabu, die Dinger gibts nur vom Hersteller fertig zusammengebaut, inklusive Temperaturmangement und BMS.

Und die Lastmodelle müssen bekannt sein und eingehalten werden damit die Garantie greift.

Der Preis ist aber für normale Anwendungen Wahnsinn. Da dann lieber normale Zellen und 4 mal tauschen.

Bei großen Zellen wird das Problem geringer da die Poldurchführungen im Verhältnis zur Elektrolytmenge klein sind.

Bei 10000AH Zellen denke ich sind 20 Jahre Lebensdauer realistisch.


Gruß

Roman

von R.M - am 01.05.2013 08:30
...wobei das Lithium der Menschheit ja erhalten bleibt...fällt , mir gerade auf. Die Verknappung, die irgendwann auftritt, wird so gestreckt.
Also, keine Einwände mehr.
Natrium, das heißt doch wohl, Zebra?

von Bernd Schlueter - am 01.05.2013 13:53
@Bernd: Hier handelt es sich nicht um Zebras sondern Natrium-Schwefel Akkus, die haben eine etwa doppelt so hohe Energiedichte (220 Wh/kg), allerdings auch (zumindest nach meinem Kenntnisstand) ein Problem mit hohen Strömen, weil die dann wohl zu Denderitenbildung neigen.

MfG
Nils

von nilsjuenger - am 02.05.2013 08:35
Ich denke mal, es handelt sich um die Hochtemperaturzelle, die mit ihren normalerweise flüssigen Elektroden keine Dendriten bildet.
Der Wiki-Autor schreibt von der isolierenden Wirkung von Na2S2, das sich nur bei tiefer Entladung bildet. Möglicherweise ist das fest und bildet Dendriten?

NA-S-Akku

Die hohe Temperatur halte ich für nicht übermäßig nachteilhaft. Immerhin könnte man mit der Abwärme fossile Kraftwerke vorheizen, und würde normalerweise billige fossile Primärenergie zur Nachheizung verwenden, auf keinen Fall wertvolle Exergie zu Heizzwecken verwenden. Wegen der Speichergröße sehe ich da kein Problem bezüglich Wärmeverlusten.

Ich habe mir eben die Renault-Verträge zur Nutzung der Zoe-Leih-Batterien angeschaut.
Die rechnen nach Kilometern ab. 12500 km kosten 1200 Euro Prämie, also, 10,4cent/km oder etwa 52 Cent pro gespeicherter kWh. Fährt man mehr, sinken die zusätzlichen kWh-Batterieabnutzungsgebühren auf ca 20 Cent pro gespeicherter kWh.

Sollten unsere Donnerhimmel, entgegen den Erfahrungen, 3000 Voll(!)-Zyklen schadlos überstehen, kosteten diese bei 200 Euro/kWh Anschaffungskosten ca 7 Cent pro gespeicherter kWh an Abnutzung.

Irgendwann rechnen sich dann auch solare Lithiumspeicher. Trotzdem, das Material mit Recycle-Verpflichtung gehört in unsere Elektroautos., die bitte zu 90% der Zeit am smart-grid-Lader angeschlossen bleiben. Erst kurz vor weiteren Fahrten wird voll aufgeladen.

von Bernd Schlueter - am 02.05.2013 09:49
1 Mio. Elektrofahrzeuge mit einem durchschnittlichen Fahrprofil brauchen etwa 2% des aktuellen Strombedarfs in Deutschland. Mit 2% Puffergröße kann man meiner Meinung nach kein Netz stabilisieren wen man sich die Verbrauchpeaks anschaut.
Außerdem werde ich einen Teufel tun wertvolle Entladezyklen meiner Akkus den Energierversorgern zur Verfügung zu stellen. Die brauche ich selbst zum Fahren.

von E. Vornberger - am 02.05.2013 15:22
Zitat
E. Vornberger
Außerdem werde ich einen Teufel tun wertvolle Entladezyklen meiner Akkus den Energierversorgern zur Verfügung zu stellen. Die brauche ich selbst zum Fahren.


Wenn Du aber dafür bezahlt wirst, z.B. mit einem Zuschuss zu den Akkukosten oder kostenlosem Strom, dann wäre die Sache anders.

von Emil - am 18.05.2013 05:10
Moin Leute

Zitat
E. Vornberger
Außerdem werde ich einen Teufel tun wertvolle Entladezyklen meiner Akkus den Energierversorgern zur Verfügung zu stellen. Die brauche ich selbst zum Fahren.


Zitat
Emil
Wenn Du aber dafür bezahlt wirst, z.B. mit einem Zuschuss zu den Akkukosten oder kostenlosem Strom, dann wäre die Sache anders.


Auch dann bleibt es Blödsinn. Ladezyklen von Akkus sind begrenzt und somit wertvoll. Es gibt
zwei Szenarien:

Der Energieversorger zahlt wenig für die Nutzung unserer Akkus. Dann macht es wirtschaftlich
betrachtet keinen Sinn für uns. Mit jeder kwh die zurückgespeist wird verlieren wir wertvolle
Ladezyklen ohne einen ausreichenden Ausgleich zu bekommen. Wir sind die dummen.

Der Energieversorger zahlt ausreichend für die Nutzung unserer Akkus. Das wäre dann zwar
für uns ok, aber aus Sicht des Energieversorgers wäre es Blödsinn. Für das selbe Geld könnte
er sich dann auch eigene Akkus hinstellen. Und der Energieversorger würde dann Systeme
aufstellen die für ihn (kosten) optimiert sind. Der Energieversorger wäre der blöde.

Ergo, keine der beiden Möglichkeiten macht Sinn.

bis denne
Jan

von Jan-EL - am 18.05.2013 08:16
neee, sehe ich anders ;-)

Wenn der Anbieter für 1,5Mio € ein Speichersystem vorhalten muss, um alle X Tage/Wochen zum Einsatz zu kommen oder er die wahl hatt, alle x TAge/Wochen 1000€ auf alle beteiligten E Auto Fahrer für die entnommene Leistung zu bezahlen...fährt er mit Lösung zwei besser, keinerlei Vorinvestition, keine zusätzlichen Wartungs kosten etc..

Und die Minizyklen machen sich bei Li nicht bemerkbar..LiFEPo kann viele viele 100.000 Zyklen in diesem Minibereich.
Somit Gewinnen beide seiten, der Kunde bekommt seine Akku Teilfinanziert und der Anbieter spart Millionen für Energiespeicher
Ob das Auto als Stromspeicher genutzt werden darf oder nicht, kann der Anwender dann ja selbst entsdcheiden, muss er im Menü ja bloß abwählen :-)

von Sven Salbach - am 18.05.2013 08:50
Wenn es um seltene Ereignisse geht wären automatische Einsparungen wesentlich
efektiver. Über einen Rundsteuerempfänger könnten die in Sekunden angestossen
werden. Die erste Adresse wäre die Industrie da gibt es diverse Möglichkeiten wo
bei entsprechender Belohnung Strom gespart werden kann.

Aber auch im Haushalt könnte man mit ein klein wenig Elektronik Möglichkeiten
schaffen. Z.B.:
Kühlschrank und Kühltruhe machen 10 min Pause
Ladegeräte schalten für ein paar Minuten 10% runter
Wasserkocher gehen 15% runter
Die CPU im PC schaltet 200 MHz runter
....
Die Leistungseinsparung sollte dabei so gestaltet sein das der Anwender in der
Regel nichts davon mitbekommt.

Kleinvieh macht auch Mist, und wenn genügend Geräte das unterstüzen wäre ausreichend
Potential da um Lastspitzen abzufedern. Kosten würde das nur ein paar Cent pro Gerät.

bis denne
Jan

von Jan-EL - am 18.05.2013 10:41
Wir vergessen, dass im endlich wieder freien Stromnetz die alternativen Anbieter unsere Vertragspartner sind, und die brauchen unsere Speicher dringend und wir tanken bevorzugt ihren Strom. Wir sollten endlich unser eigenes Netz aufbauen und in Konkurrenz zu den Großen treten. Voraussetzung: eine andere Regierung, deren Vertreter nicht mit den Monopolisten verheiratet sind. Wenn die dann noch Kinder bekommen, gehört denen schließlich noch die ganze Welt und wir müssen einen Dollar dafür löhnen, nur unsere Zähne elektrisch putzen zu dürfen. Ich baue mir schonmal vorausschauend einen Stall für einen zünftigen Hafermotor...

von Bernd Schlueter - am 28.05.2013 07:19
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