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Informationen zum Thema:
Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
10
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
d!rk, Thomas Pernau (Ion), Stefan B., Jan-EL, hk12, R.M, GDE

NiCd 140er reaktivieren

Startbeitrag von d!rk am 01.05.2013 20:56

Nabend

so jetzt ist es soweit.
Ich habe mir vor kurzem 12 140er Saft NiCd gekauft.
Die standen (so der Verkäufer) seit August 2012 herum.

Sie wurden nicht entladen...
Im Moment liegt die Spannung so um 6,5V.

Soll ich sie lieber einzeln entladen oder in der neuen Serie?
Bis zu welcher Spannung sollte ich runtergehen?

Danach folgt dann die 9A/22H Ladung in Serie oder besser einzeln?


Gruß

Antworten:

Hallo

mit wenig Strom runter bis 0V und dann 22h mit 7A ohne Spannungsberenzung laden und zwar jeden Block einzeln, meine haben 6 Jahre rumgestanden und sind auch noch topfit.

Gruß

Roman

von R.M - am 01.05.2013 20:59
habe gerade im Manual geblättert:
"
The battery units can be stored in whatever their state of charge.
After a storage period of more than one year, it is necessary to carry
out a commissioning charge before use (see chapter 4.2.)"


Also könnte ich mir den ganzen Zauber sparen und einfach alle gemeinsam laden...


unsicher grüßt

von d!rk - am 01.05.2013 21:16
Hallo,

nachdem du ja keine Kenntnis über den Zustand der einzelnen Akkus hast, wäre eine Einzelladung besser. Sonst kochen die schlechten Akkus schon, bevor die guten Akkus überhaupt voll werden. Wenn es geht, würde ich vorher komplett entladen und dann einzeln hochziehen.

Gruß
Gunther

von GDE - am 02.05.2013 05:21
Hallo Dirk,

ich würde die Dinger einzeln langsam entladen, dann mit 140 A laden bis 8 V. Nachladephase 1-2 Stunden mit 7-8 Ampere. Die Akkus lange gasen zu lassen bringt m.E. nichts die werden nur unnötig warm. Der Akku ist eine STROMquelle/senke und so muss man ihn auch behandeln.
Zur Erklärung: durch die lange Standzeit haben sich an den Platten große Kristallite gebildet, der akku hat zwar noch Kapazität aber einen hohen Innenwiderstand. Beim Entladen eines großen Blocks in Reihe besteht das Risiko einzelne Zellen umzupolen. Einzeln mit geringem Strom Entladen baut die großen Kristallite ab mit geringen Risiko des Umpolens. Dann mit hohem Strom laden durchmischt den Elektrolyt gut und sorgt für eine rauhe, kleinkristalline Plattenoberfläche ==> geringer Innenwiederstand. Hat mir übrigens kein Saftler gesagt sondern einer von der Konkurrenz von Sanyo.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 02.05.2013 06:19
Hallo,

einzeln Laden ist oft wegen nicht ausreichend vorhandenen Equipement ein langwieriges Unterfangen.
Aus diesem Grunde entlade ich einzeln und lade in Reihe mit Labornetzteil. Dabei starte ich die Ladung so, das ich im oberen Drittel ein Auge auf das Geschehen haben kann.

Bei 140AH und geplanten 22h @ 7A würde ich z.B. Freitag Abend um 20Uhr die Ladung starten.
Vor dem in's Bett gehen, kann man noch mal nach dem Rechten sehen. Am nächsten Morgen um 8 Uhr sind dann theoretische 84AH in den Akku geflossen was grundsätzlich kein Problem darstellen dürfte. Ab da, kontrolliere ich in kürzer werdenden Intervallen bis gegen 18Uhr der Endzustand erreicht ist.

Wenn es zu keinen dramatischen Ereignissen(Abweichungen) kommt, lasse ich die Ladung für alle Böcke gemeinsam zuende laufen, auch wenn eine oder mehrere Zellen vor den anderen zu gasen beginnen. Dies schon aus dem Grund, weil sie im Fahrbetrieb auch in Reihe funktionieren müssen.
Bei 7A(0,05C) und nominalen 10% Überladung über Nennkapazität sollte das auch problemlos möglich sein.

Wenn dann alle schön am Gasen sind, bietet sich auch direkt eine Wasserwartung an.

Solltest Du nach der Maßnahme nicht direkt den Fahrbetrieb aufnehmen:
anschließend dann noch ein gutes Stücke entladen, damit die so schön balancierten Zellen nicht durch z.B. Selbstentladung etc. direkt wieder aus dem Ruder laufen.


Gruß
Horst

von hk12 - am 02.05.2013 06:58
Hi

Es gibt zumindest eine einheitliche Meinung, alle Batterien zunächst einzeln zu entladen.

Mit dem Laden sieht es so aus:
Ich habe:


  • eine Zivan K2 48V/25A
  • einen Tebechop 2700 50A max. (angeblich 48V, mit 68V habe ich aber schon oft damit geladen)
  • einen Helios Rectifier 48V/25A



Von den beiden letzteren weiß ich, dass sie nicht unter 12A kommen und
auch keinen konstanten Strom liefern. Der Strom sinkt aber kontinuierlich
nach erreichen der eingestellten Spannung.

Das Tebechop hat eine digitale Anzeige. Hier habe ich schon mal 99V eingestellt
aber ob es die wirklich kann? (und bei 99V/12 Batterien komme ich auf nur 8,25V/Batterie.)

oder ich schließe 1 und 3 in Reihe und lade mit einem Startwert von 12 A
oder ich lade die 6 Batterien im Innenraum und die 6 vorne mit je einem Gerät...

Ich könnte mir natürlich auch sowas zulegen
und dann in zwei Blöcken laden.
Bei drei Geräten zu Hause mag ich mir aber nicht auch noch ein viertes zulegen.
Hat jemand ein Labornetzteil günstig abzugeben?

sehr unschlüssig grüßt

von d!rk - am 02.05.2013 09:01
Ich hab das MRGN-900 und bin sehr zufrieden damit. Es fiept etwas, abhängig von der Last.
Aber ein Labornetzteil steht ja nicht im Schlafzimmer.

Ich brauche es regelmäßig, für mich hat sich die Investition auf jeden Fall gelohnt.

bis denne
Jan

von Jan-EL - am 02.05.2013 10:03
Hallo Dirk,

wenn sich Zivan und Tebechop vertragen würde ich es mit beiden gleichzeitig probieren und 8 Blöcken in Serie. Das Zivan kann hochgedreht werden auf bis zu 35 A. Dann eine Stunde mit 85A laden und den Rest von mir aus mit 6-8A und gasen lassen. Wasser nachfüllen, etwas entladen und nochmal gasen lassen wg. Durchmischung.

Thomas

von Thomas Pernau (Ion) - am 02.05.2013 10:56
Hallo Thomas
Im Prinzip hast du recht.
Hier geht es aber um eine Initialladung nach langer Standdauer und vorherigem völligem Entladen.
(Also bis unter 4V).
Da ist eine langsame Ladung erstmal besser, weil man die Akkus noch nicht kennt. Später im Fahrbetrieb kann man gerne mit 1C und höher laden bis zur Gasungsgrenze (80%). Das tut den akkus dann auch gut.

@wachno.
Du brauchst nicht unbedingt ein Labornetzteil. Mach es mit den 2 Schaltnetzteilen bis 7,5V pro Block. Wenn die dann in die Strombegrenzung gehen (Stromzange zum Ablesen verwenden) drehst du einfach schrittweise die Spannung höher, so dass wieder 7-8A anliegen. Mach das alle 20 Minuten wieder bis sie voll sind.
Das ist zwar etwas Aufwand, musst du ja aber nur einmal machen.
Die 140er sind robust, die vertragen schon einiges. Kontrolliere aber beim ersten Laden immer wieder die Akkutemperatur, am besten mit einem Infrarotthermometer, notfalls mir der Handfläche.
Gruß Stefan

von Stefan B. - am 02.05.2013 20:09
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