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Forum:
elweb Batterie
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
thegray, E. Vornberger, i-MiEV, Bernd Schlueter

Standardisierung von Batteriegrößen

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 02.06.2013 02:52

Wir sehen uns alle mit einer unübersehbaren Vielzahl von Batterieabmessungen und Hohlräumen in unseren Fahrzeugen zur Batterieaufnahme konfrontiert. Dies bereitet uns vielerlei Schwierigkeiten und Unzuverlässigkeit von Verbindungen und Befestigungen, oft müssen 50% des Raumes verschenkt werden.

Wollen wir die Elektromobilität fördern, ist es unverzichtbar, dass wir auf eine Standardisierung der Batterieabmessungen und auf die Abmessungen der Batterieräume hinarbeiten. Auch bei Verbrennern sollte zukünftig darauf geachtet werden, dass ein späterer Batterieeinbau problemlos zu bewerkstelligen ist.
Umbausätze für den Selbstumbau dürften bald zum Standard werden. Bedenken wir, dass ein Ersatzdieselmotor oft eben so viel kostet wie ein Elektromotor plus Batterie.
Der Preis für die Elektronik dürfte bald überhaupt nicht mehr ins Gewicht fallen.

Antworten:

Diese unterschiedlichen Batterieabmessungen für Fahrzeuge werden wohl noch lange so bleiben, weil die "Chemie" laufend weiter entwickelt wird. Eine Standardisierung ist weder in Sicht noch möglich bei dieser rasanten Entwicklung von neuen Zellen aus anderen Materialien.

Nicht mal die Bleibatterienhersteller haben es geschafft, eine bestimmte kWh-Leistung in eine normierte Grösse zu bringen.

Nur simple Haushaltszellen wie AAA usw. haben eine Normgrösse, aber leider keine Normspannung ;)

Standardisierte Batterieräume im Fahrzeug sind eine Illusion, weil jede grundsätzliche Weiterentwicklung im EV-Bau (Radmotoren, Inverter im Motor usw.) neue Möglichkeiten schafft, wo und wie die Akkus verbaut werden sollen.

Gruss Walter

von i-MiEV - am 02.06.2013 09:37
Die Zellengrößen sind in einer VDE Richtlinie schon standardisiert. Ich suche sie morgen im Büro mal raus und stelle die Info hier rein.

von E. Vornberger - am 02.06.2013 10:16
Zitat
E. Vornberger
Die Zellengrößen sind in einer VDE Richtlinie schon standardisiert. Ich suche sie morgen im Büro mal raus und stelle die Info hier rein.


Super (im Ernst in der VDE)

Hm mal Manfred gespielt -
Da ja der deutsche Markt und auch die Hersteller hierzulande ja die führenden sind - das dann folglich zum Industriestandart EU und am Ende Weltweit wird.

von thegray - am 02.06.2013 12:29
Zitat
thegray
Zitat
E. Vornberger
Die Zellengrößen sind in einer VDE Richtlinie schon standardisiert. Ich suche sie morgen im Büro mal raus und stelle die Info hier rein.


Super (im Ernst in der VDE)

Hm mal Manfred gespielt -
Da ja der deutsche Markt und auch die Hersteller hierzulande ja die führenden sind - das dann folglich zum Industriestandart EU und am Ende Weltweit wird.


;):joke:;)

von i-MiEV - am 02.06.2013 20:28
Es gab schon mal einen deutschen Vorschlag für einen Standard der dann zumindest EU-weit ausgerollt wurde: Typ-2 Ladestecker.
Ich hatte mich getäuscht was die Quelle betrifft, es ist keine VDE Richtlinie sondern ein DIN-Entwurf: DIN SPEC 91252
(Inhalte dürfen nicht veröffentlicht werden: bei Bedraf bitte selbst kaufen)

von E. Vornberger - am 03.06.2013 07:34
Die Uralt-Autos sind erheblich geräumiger. Die brauchen keine Normung der Größen. Aber bei Neuwagen sollte unbedingt auf die Batteriegrößen Rücksicht genommen werden, auf die man sich geeinigt hat. Batterien überleben praktisch immer den Schrottplatz und sollten zukünftig in den Fahrzeugen austauschbar sein. Fahrzeuge könnten bei austauschbaren Batterien ohne diese verkauft werden, das ergäbe in meinen Augen enorme Vorteile. Auch Austauschbarkeit sollte eine Rolle spielen. Manch einer würde seine Batterien mit einem Partner teilen, damit beide mehr Reichweite haben.
Wechselstationen sind rein Ägässimäßig gesehen zu teuer. 12kWh macht 120 kg, da hat man allerdings schon was zu schleppen, wenn der Wechsel per Hand erfolgen soll.

Teslaladung in 20 Minuten, das ist dann schon harte Konkurrenz.
Wenn die Batterien dann nur noch 300 Vollzyklen halten, sind das immer noch 100.000km.
Die Helikopterflieger hier in Meerbusch testen pausenlos für uns. Die wissen genau, welche Akkus für Schnelladung Standard sind. Wenn wir vergleichen, müssen wir viel zu viele Parameter vergleichen. Ich frage dann schon gar nicht mehr.
Hätten wir gleiche Abmessungen, würden wir mal tauschen, Winston gegen Calb gegen Evonic...
Beatrix gegen Erdmann usw.
Gibt es eigentlich ideale Batterien für den Smart? Das Auto ist ja schon prädestiniert für den Elektroantrieb. Spezialgröße? Klar, laptopzellen passen überall.

Ich meine, von der Normumg, vor allem auf Seiten der Fahrzeughersteller, hängt die Zukunft der Elektroautos ab, die ja auf kleine Nahverkehrsfahrzeuge beschränkt bleiben, jedenfalls die Masse.

Der ursprüngliche Doppelboden der A-Dreizacks wurde aufgegeben, weil die Batterien wohl nicht mehr passten.

von Bernd Schlueter - am 03.06.2013 07:41
Hmm - mal von Ferner Warte aus betrachtet - alles viel zu verrannt ?
Mal das Pferd von hinten aufzäumen.

Wie so eigentlich eine Standardisierung - wenn man noch gar nicht weis welche Reichtung die Zellenentwicklung die nächsten Jahre bringen wird?

Mal ehrlich es reicht doch wenn ein Hersteller der in Großserie anfangt zu beuen und zu einen Preis der Absatz sicherstellt, wegen des Form-Faktors; Plattform übergreifend Verwendung; einfache Gehäusestruktur und der damit gute berechenbaren gezielten Deformierbarkeit -
sich auf eine eigene Kistenlösung einschießt. - Reicht doch Im Sekundärmarkt können da sowieso nur Spezialisten mit den Wartung; Reparatur usw. dieser Akkublockkisten- Sätze umgehen. Und die werden bei entsprechenden Sekundärmarkt nachfrage dann auch was anbieten (Sieh z.B. meine Feststellungen vor 2 Jahren bezügl. Ausstattungdefizite beim Twizzy)

WARUM:

1. Ist der Lixx-Markt im Umbruch wie man an einem der Pioniere A123 gesehen hat und das ist der Anfang. 10-15 Jahren werden wir nur noch eine oder zwei Handvoll führende Zellen-Produzenten haben. Damit wird schon aufgrund der von denen beziehbaren Formfaktor gewisse Grenzen gesetzt, wenn es um einen niedrigen Stückpreis geht.

Ich definiere für eine Optimale Zellenleben: hermetisch versiegelt; Kontaktierung über trockenen Fahrgastinnenraum; BMS und Ladekontrolle intern; Flüssigkeitskühlung!

2. Wenn ein Fahrzeug-Hersteller einen Kiste in eigenen Haus für "SEIN" Fahrzeug macht dann wird die Kiste(Batterie) so geplant und gebaut das eben die Zielvorgaben erfüllt wird. Spätere optimierte Akku Modelle haben bestenfalls mehr Kapa in dem gleichen Volumen Egal was für einen Zellentyp dann später eingesetzt wird.

Ich definiere mal ganz grob:
Ähnliche Größe und Masse bei ähnlich Typen von Fahrzeugen führt bei ähnlicher Reichweite auch zu ähnlichen Energiebedarf -> Somit auch zu den gleichen Modul-Kisten.

Könnte so werden ; Kleinwagen Akku Typ 1; > Kompakt Wagen 2x Akkutyp1;
Mittelklasse Akkutyp 1x3Typ1 oder wenn es die Bodengruppe nicht hergibt Akkutyp2;
Kleinvan 1-2mal Akkutyp2; 2,8to 2-3mal Akkutyp2;
3,5-7,5 to. Akkutyp3 evtl. Wechselweise unterschiedliche Chemie je nach Fahrprofil.

WENN jetzt zu dem Zeitpunkt X- eine Modulkiste entwickelt wird hat die eine notwendige Kapa. - 3 Jahre Später mit anderen Akkus evtl. anderer Chemie und Technik eben etwas mehr - was solls da ja die Ladekontrolle in der Kiste drauf angepasst.

Egal ob nun mit kleinen oder Großen Rundzellen oder Prismatischen angefangen wird - der nächste findet das Tetra-Pack als Zellenform was her macht ;-)

Der Kistenplaner und Bauer - fragt dann den Computer wie viel Zellen bekomme ich hiervon oder davon unter - erreiche ich mein Zielvorgaben? - Ja fertig!!!

Wir werden es sehen genauso wird es z.B. bei Tesla laufen - sobald eine prismatische Zelle kommt die weniger Abwärme-"problem" bei der Last X hat wird eben die entsprechend Preis/Leistung - auch diese verbaut. Ohne das der Anwender der einen neuen Akkusatz kauft was von merkt.

Und sind erst mal 20-100 Tesla mehr (egal ob Elise; S; X; oder ein XXS-Kabinenroller ) auf der Welt wie heute - Wenn würde das interessieren das deren Akkukisten nicht in eine Dreizack A-Klasse passen.

von thegray - am 06.06.2013 17:35
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