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elweb Batterie
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28
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 9 Monaten, 3 Wochen
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omitreligion, E. Vornberger, wotan,der ältere, Sven Salbach, Bernd Schlueter, Emil, Multimegatrucker, Karlfred, thegray, Cavaron, Eba_M, andreas Andreas

Superkondensatoren

Startbeitrag von omitreligion am 03.06.2013 09:58

Hallo,

hat jemand Ahnung ob Superkondensatoren käuflich erhältlich sind?

Schon ein nicht zu großer Kondensator mit entsprechender Spannungsfestigkeit mildert allemal Spannungspitzen ab. Optimal um die Akkus zu schonen.

Hat jemand davon gehört das diese für Endkunden erhältlich sind?


Gruß, Dragan

Antworten:

Saft verkauft einen:
Saft Nickel Capacitor

Deutschlandzentrale sitzt glaube ich in Nürnberg. Bis 2009 konnte man da auch die NiCds für die Franzosen nachkaufen.

Wenn ich richtig nachgerechnet habe, dann entsprechen 120 kj (größte Kapazität für einen einzelnen) etwa 0,03 kwh. Wenn sie im 20er Verbund zu haben sind, dann wären das also 0,6 kwh. Die Preise wüßte ich auch gerne.

von Cavaron - am 03.06.2013 10:13
zufällig auch Ahnung was die Kosten?

von omitreligion - am 03.06.2013 10:19
Ultracaps in allen möglichen Größen gibt's z.B. auch von Maxwell.
Sie machen aber nur im Verbund mit einem DC/DC-Wandler Sinn, da sie sich ja tatsächlich wie ein Kondensator verhalten, d.h. die Spannung sinkt linear mit dem entnommenem Strom. Wenn man nur ein bischen Deltaspannung abfangen will ist der größte Teil der Kapazität verschwendet wenn man keinen DC/DC-Wandler zwischenschaltet. Nur wenn man den gesamten Spannungshub der Ultracaps ausnutzt lohnt der Einsatz.

von E. Vornberger - am 03.06.2013 10:28
Nein, die bringen Dir nichts ohne den teuren Wandler, und der lohnt einfach nicht. Batterien vertragen kurze Spannungsspitzen gut, erweitere lieber Deine Batteriebank.
Ich halte Ultracaps für tot. Da wurden zwar neue Zellen, mit denen Du die halbe Welt umrunden kannst, angekündigt, aber die sind mit der Unke ins Moor entschwunden.
Epcos hat sich von der Sparte ganz getrennt, in den Transrapid wurden sie nicht eingebaut und sie halten nicht, was versprochen wurde.
Im Moskauer Zoo fahren sie noch herum.

von Bernd Schlueter - am 03.06.2013 14:30
es ist das gleiche Problem wie bei den lipos..
Viel zu teuer..
Du willst ja nicht nur einen einsetzten oder mehrere Parallel, sondermehrere in Reihe, und da gehts dann doch wieder los, wie stellst Du sicher das keine voller oder leerer wird als der andere..
Also zum horrenden Anschaffungspreis kommt noch das Elkoms :-)

von Sven Salbach - am 09.06.2013 15:38

Re: Superkondensatoren - Und nicht vergessen

bei gegebener Spannung verringert sich die Kapazität mit/um der Menge der in Reihe geschalteten Kondensatoren.

von thegray - am 09.06.2013 16:19
warum zu teuer. Zwar kostet eine kWh > €10.000 aber bei mind. 500.000 Zyklen ist das wieder günstig. Aber wie kommt man in angemessener Zeit auf diese hohen Zyklenzahl.

lg

Eberhard

von Eba_M - am 09.06.2013 16:47
???
Meineswissens ist die Zyklenzahl gar nicht so berauschend und altern tun die blöden Dinger auch noch..und der Einwand von vom grauen ist ebenfalls nicht zu vergessen...
Das Thema hatten wir vor Jahren schonmal hier, musst mal nach Ultracap doer so hier im Forum suchen.
Fazit: untauglich, mit Blei hätte es damals sogar hier und da Vorteile gebracht..das Problem von MR Peukert ist nun aber auch gegessen...daher nicht weiter interessant

von Sven Salbach - am 09.06.2013 17:02
Hallo
Könnte man die Kondensatorbank nicht mit den sowieso mitgeführten Ladegeräten verbinden? Also HF-Lader, die einen weiten Eingangsspanunngsbereich besitzen? Wenn an diesem Eingang die Kondensatoren sitzen, dann hätte man z.B. 12kW Zusatzleistung zum Akku. Rekuperiert wird dann nicht in den Akku, sondern wiederum über Ladegeräte oder eine andere einfache Schaltung direkt in die Kondensatoren.

Man könnte auch ganz einfach einen sehr guten Motorregler nehmen mit sehr hoher Frequenz und sehr kleinen Schaltverlusten(!?!) und einfach den Motorregler an einer sehr variablen Spannung betreiben. Wobei das pervers wird bei einem Hybriden: immer wenn der Akku voll wird- beim Bremsen- wird er auch langsamer und gibt immer weniger Spannung ab, wohingegen beim Kondensatorspeicher die Spannung immer weiter ansteigt. Beim Beschleunigen ist es genau umgekehrt. Anspruchsvoller Motorcontroller, das Taktverhältnis wird sehr klein. Andererseits hat man den Vorteil der direkten Verbindung von Speicher und Motor über nur einen Motorregler.
Wie wäre es, beim Rekuperieren umzuschalten auf höhere Spannung und dabei Kondensatoren zu laden. Beim Ampelstart werden wieder zuerst die Kondensatoren entladen, bevor der Verbrenner in Schwung kommt.
Bleibt noch das Thema stockender Verkehr. In Frankfurt täglich 2-3km pro 20km. Da habe ich mich früher geärgert mit dem Diesel, immer aus, an, bringt auch kaum was. Prius schon viel intelligenter, braucht und kostet aber mehr. Cityel klar im Vorteil, macht auch sonst mehr Spass.

Der Vorteil des Elektromobils sollte in seiner Einfachheit liegen. Wenn die Ansprüche zu hoch werden, explodieren die Komplexität oder die Kosten.
Gruß
andreas

von andreas Andreas - am 09.06.2013 20:12
Ein typischer Ultracap darf maximal bis etwa 2,5V betrieben werden. Er braucht eine zuverlässige Balaziersteuerung um das sicherzustellen. Und wie schon mehrfach erwähnt braucht es einen DC/DC-Wandler der den Maximalstrom ab kann. Um die notwendige Kapazität und Spannung zu erreichen braucht es eine Unzahl von Caps.
Es gibt im Automobilbereich Stützsysteme für die Bordspannung (12V-Bordnetze) die solche System benutzen, aber nur mit Kapazitäten um für einige Sekunden beim Anlassen zu stützen.
Höhere Anforderungen sind mit heute verfügbaren Ultracaps einfach viel zu teuer und zu aufwändig zu realsieren.

von E. Vornberger - am 10.06.2013 04:17
Hier ein Modul zum Motorstart.

Es wird ja immer als Nachteil angeführt, dass man nicht die volle Kapazität von Kondensatoren nutzen kann, wenn man sie einfach parallel schaltet.

Wie wäre es denn wenn man den Kondensator in Reihe zum Fahrakku schaltet wenn er eine Spannung größer 0 und kleiner Maximalspannung hat. Sinkt die Spannung auf nahe 0 wird er aus der Reihenschaltung entfernt, wenn rekuperiert wird, wird er wieder in Reihe geschaltet bis die Maximalspannung erreicht ist. Danach wird er wieder entfernt bis wieder eine Stromverbrauch erfolgt.

Damit würde man ohne DC/DC-Wandler auskommen, man braucht nur eine leistungsfähige und sichere elektronische Umschaltung.

von Emil - am 10.06.2013 06:17
Und was bringt das? Wenn man einen Ultracap nimmt erhöhst Du dann die Fahrspannung für ein paar Sekunden max. um 2,5Volt bis runter zu 0V (das ist genau das Prinzip des vorhin erwähnten Stützsystems. Da hilft das um die 12V zu stabilisieren, aber für eine Fahrakku mit 300V bringt das nichts).
Oder willst Du mehrere Ultracaps in Reihe einschleifen? Dann wäre wieder das Problem eine ausreichende Kapazität bei Reihenschaltung vorzusehen.

von E. Vornberger - am 10.06.2013 08:19
Hallo
Auf die Gefahr hin,dass beim Johannes K. wieder mal kurz der Puls hoch springt erwähne ich mal wieder die Ultracaps mit 165F/48V im Bleiakkuformat (Bilder hab ich,weiss aber nicht wie ich die hier rein kriege) die bei mir nebenan mit 1606€/St.( 2009) im AEG-Lager liegen.
Gibts auch in kleiner mit 0,33F/5V.
(konnte ich mir einfach nicht verkneifen):xcool:
Gruss
woti
Bild?:


Au,ist das mächtig.Da sieht man(frau) ja jedes picofarad :xcool:

von wotan,der ältere - am 10.06.2013 10:30
Nur damit man eine Vorstellung von der Speicherkapazität hat:
Der würde dann bei einem Spannungshub von sagen wir mal 10V (also runter bis auf 38V) für 10 Sekunden einen Strom von 165A liefern (oder für 5 Sekunden 330A).

von E. Vornberger - am 10.06.2013 11:02
Zitat
E. Vornberger
Nur damit man eine Vorstellung von der Speicherkapazität hat:
Der würde dann bei einem Spannungshub von sagen wir mal 10V (also runter bis auf 38V) für 10 Sekunden einen Strom von 165A liefern (oder für 5 Sekunden 330A).


Zum Rekuperieren wäre das doch schon sehr gut.

Bei Serienschaltung könnte man aber die vollen 48 V nutzen und damit die nutzbare Energie nahezu verfünffachen.

Man bekommt immer wieder gebrauchte Kondensatoren mit 2.600 F für weniger als 20 €/Stück. Es gibt sogar einen 12 V Pack mit 7 Stück in Reihe geschaltet und einfachem Balancer derzeit für knapp 200 €.

Und diese Art der Serienschaltung ist der Parallelschatlung um Welten überlegen weil man die komplette Kapazität der Kondensatoren nutzen kann und nicht nur die minimale Spannungsänderung die der parallelgeschaltete Akku erlaubt.

von Emil - am 10.06.2013 14:07
Die Frage bleibt aber. Wozu?
Bei Blei währen es berechtigte Überlegungen...aber heute?

von Sven Salbach - am 10.06.2013 14:14

Re: Superkondensatoren ^ (jetzt mit Monsterbild)

Siehe oben. ^ Jetzt mit Monsterbild

von wotan,der ältere - am 10.06.2013 19:14

Und ne Nummer kleiner (hoffentlich)



von wotan,der ältere - am 10.06.2013 19:24

Re: Und ne Nummer kleiner (hoffentlich)

Ja toll,
davon könnten wir prima ein paar zur Stützung unserer Akkus ins EL schrauben.

von Karlfred - am 11.06.2013 06:08

Re: Und ne Nummer kleiner (hoffentlich)

Man muss da jetzt aber aufpassen was man unter "Stützung" versteht.
Wenn man will dass jede einzelne Zelle gestützt wird bräuchte es je Zelle einen Ultracap mit eigenem DC/DC-Wandler. Wenn man das (Emil'sche) Konzept der seriellen Gesamt-Spannungsunterstützung will braucht man nur einige, hat aber die Umschaltelektronik die die Kondensatorbank sehr schnell in den Strompfad rein- und rauschhalten muss.
Die erste ist extrem aufwändig und teuer, die zweite (als Stützsystem für die 12V Bordspannung wie erwähnt schon im Automobilbereich im Einsatz) würde meiner Meinung nach für eine Fahrbatterie eigentlich nicht viel bringen. Von welchen Spannungseinbrüchen reden wir?

von E. Vornberger - am 11.06.2013 06:46
Zitat
Karlfred
Ja toll,
davon könnten wir prima ein paar zur Stützung unserer Akkus ins EL schrauben.


:D
Zitat
wotan,der ältere
Auf die Gefahr hin,dass beim Johannes K. wieder mal kurz der Puls hoch springt


Mein Puls bekommt Rhythmus Störungen wenn ich mir dieses Riesenbild, weiter oben, anschaue :spos:.
Bei Gelegenheit werde ich es kleiner machen, Okey? Dazu nehme ich das Riesenfoto auf meine Festplatte, mache es kleiner, lege es auf meinen Server und setze den passenden Link in dein posting.

Ich hoffe, lieber Woti, ich stehe bei dir in der Habenwollenliste ganz weit oben. Sollte die Zeit kommen und dieser Schrank ausgemistet werden,- ich fang schon an zu sabbern :rp:.

Viele Grüße
Johannes

von Multimegatrucker - am 11.06.2013 06:54
Johannes,
gib`s zu.
Du willst es haben.
Als Spindfoto.
:joke:

von wotan,der ältere - am 11.06.2013 08:38
Mal rechnen. 90% beträgt der Wirkungsgrad der Epcos Kondensatoren von 27.000µF bei einem Massenpreis von 50 Euro.
Angenommen, Du fährst mit durchschnittlich 50km/h 10.000km im Jahr und stehst alle zwei Minuten an einer Ampel. Ca 5000J speichert so eine 400-Grammtrommel. In den 200 Stunden, die Du jährlich Strom melkst, geschieht das in 8760 mal 30 Portionen, also ca 25000 Zyklen, in 10 Jahren 250.000Zyklen. Dabei hast Du 250.000 mal 1,5 Wattstunden Energie geladen und wieder entladen. Macht 375 kwh mit einem Wirkungsgrad, der eher schlechter als der von Lithiumzellen ist. Die 375 kWh stellen zwar einen Wert von ca 100 Euro dar, aber bei de3n nur 90% Wirkungsgrad bleibt da kein Gewinn, abgesehen von dem CMS (Condensatormännätschmäntsystem).
Autobahnfahren verboten, da gibt es keine Ampeln. Lass den Unsinn.
Eine Tonne Opel auf popelige 50km/h zu bringen, benötigt 200 mal 500 J, also100.000J-
Macht 20 Kondensatoren von 8kg Masse.
Was meinst Du, warum Epcos das Ganze aufgegeben hat? Ich hätte mir einen Conny abholen können, was hätte ich damit anfangen können? Mir reichen meine Goldcaps von Maxell. Lithiumakkus sind praktisch genauso aufgebaut.Allerdings, 5000 Ampere dürfen alle 5 Minuten für eine Sekunde fließen. Damit kann man den Pferden die Hufeisen und die Nägel aus der Wand ziehen. Aber nicht mal zum Magnetisieren reicht das. Dafür nimmt man Impulsconnis, die das in einer µs erledigen mi einer Million Ampere .Also, heute gibts Lithium.

von Bernd Schlueter - am 12.06.2013 22:23
Hallo,

bei Superkondensatoren scheint sich wieder was zu tun:

[www.n-tv.de]

Gruß, Dragan

Zitat:
Es wäre wohl der Durchbruch für die Elektromobilität, wenn man E-Autos innerhalb von Sekunden aufladen könnte. Und wenn sie dieselbe Reichweite wie Benziner hätten. Forscher von zwei britischen Universitäten wecken Hoffnungen, dass dies bald Wirklichkeit werden könnte. Sie setzen dabei gemeinsam mit dem Unternehmen Augmented Optics auf Superkondensatoren, umgangssprachlich auch "Supercaps" genannt. Zum Einsatz kommen soll dabei ein Material, welches auch in weichen Kontaktlinsen verwendet wird.

und

Das Besondere: Das Material basiert auf dem gleichen Werkstoff, aus dem auch weiche Kontaktlinsen hergestellt werden. Dieser ist elastisch, durchsichtig und kann Wasser aufnehmen. Die Forscher haben dieses nichtleitende Material mit leitfähigen Polymeren gemischt. Die Kombination beider Materialien ist elastisch, leitet Strom und kann Wasser speichern. Letzteres sei deshalb nützlich, schreibt Howlin, da so Brände vermieden werden könnten. Zuletzt hatten Explosionen und Brände von leistungsstarken Smartphone-Akkus für Schlagzeilen gesorgt.

von omitreligion - am 31.01.2017 09:41
Ich fang schon mal an alte Kontaktlinsen von meinen Freunden zu sammeln, vielleicht stelle ich beim Optiker mal so ne Sammelbox auf....

Warte noch auf so eine schöne DIY-Lösung für den Akkumulator Selbstbau aus Kochsalz, Natron und sonstigen Hausmittelchen....

DIY Molten salt battery
[www.youtube.com]

Edison Battery Construction Nickel Iron
[www.youtube.com]

Bin ja nach wie vor der Auffassung dass am Markt ein reines Kurzreichweiten-Stadt-Einkaufs- ins Kino-Auto für wenig Geld fehlt... viele würden merken, dass es schon die allermeisten Fahrten abdeckt... Da ist es dann auch fast egal was man für Akkus reinbaut, gute NiCDs würdens tun.

Gruß, Dragan

von omitreligion - am 31.01.2017 10:49
ja schon wieder schräg was man so findet, was soll denn dass sein?

Erfinder Vasilescu-Karpen: [de.wikipedia.org]

[www.buch-der-synergie.de]

[helenastales.weebly.com]

[www.greenoptimistic.com]

nun ja, allein die Materialien Gold und Platin machen das Ding nicht günstig....

Batterie die schon über 50 Jahre non-stop Strom abgibt....
o.k. dass wird wohl sowas sein, gibts schon für smartphones:
[www.pocketnavigation.de]

von omitreligion - am 31.01.2017 11:08
Mit Kokam 20C kommst Du billiger weg. Größere Lebensdauer, mehr Wirkungsgrad und erhöhte Reichweite.

von Bernd Schlueter - am 31.01.2017 21:16
Zur Information:
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