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elweb Batterie
Beiträge im Thema:
10
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bernd Schlueter, Cavaron, el El, Bernd Schlüter, Sascha Meyer

Made in China Wandler

Startbeitrag von Bernd Schlueter am 28.07.2013 12:16

Sie sind offensichlich jetzt auf dem Markt:
Nicht galvanisch getrennte DC/DC-Wandler von 12 auf 120 Volt.
Für China wertvoll, für uns eigentlich nicht.
So stelle ich mir das vor:
Sperrwandler, wie ich sie immer schon vorzugsweise gebaut habe, mit hohem Wirkungsgrad, kurzschlussfest und, bis auf den Leistungstransistor unzerstörbar. Sitzen in jeder wegwerfsolarleuchte und LED- und Leuchtstoffleuchtmittel.

Also, wer irrtümlich so ein Ding bestellt hat, nicht wegwerfen, dafür gibts bei uns Verwendung.
Nicht fürs Twike, denn das hat gefährliche bis 400 Volt.
Aber der Harald könnte so etwas sehr gut gebrauchedn und jeder , der einen überaus anpassungsfähigen Wandler braucht. Roman Du hast einen gesehen, kannst Du mir davon berichten?
Ja, für mich könnte auch so etwas interessant sein.

Wotan hat auch so eine tolle Kiste entdeckt, für den Harald. das Ding ist aber galvanisch getrennt und hat eine überaus anpassungsfähige PFC, die eine Eingangsspannung vzwischen 24 und 240 Volt erlaubt. Früher undenkbar. Ich habe allerdings schon immer so etwas Tolles gebaut.

Transistoren sind heute spottbillig. Dann geht es. Diese Aufwärtswandler ohne Trafo stellen hohe Anforderungen an die Halbleiter.

Das belebt die elektromobile Revolution.

Überschrift in Anlehnung an diesen Link geändert. Grüße vom Co-Admin

Antworten:

XXXwandler

Hallo Bernd,
...

ADMIN! Vielen Dank

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha

von Sascha Meyer - am 28.07.2013 17:12
Ich sehe kein Problem darin, wenn ich Langnase , Rothaut oder sonstwie genannt werde , solange die Bezeichnung nicht abwertend gemeint ist. Möglicherweise mögen manche Chinesen ihre Augenform nicht, dann sollten wir das Wort wirklich streichen. Die Wandler gehören selbst keiner Rasse an, sondern sind etwas eigentümlich aufgebaut, nämlich ohne Trennung von Primär- und Sekundärseite.


Ich halte das für unzulässig für den Gebrauch bei uns.
Es sind anscheinend viele solche Wandler im Ausverkauf. Jedenfalls verschwinden sie in den Angebotslisten verschiedener Firmen.

"Car, Truck, Boat" steht da "schlitzohrig" und soll wohl darüber wegtäuschen, dass sie für den normalen Gebrauch nicht bestimmt und gefährlich sind.
Wahrscheinlich sind sie ansonsten von der hervoragenden üblichen Qualität, man sollte jedoch wissen, worauf man sich einlässt.

Andererseits, die Wandler sind für 110 Volt / 60Hz mit in den USA vertauschungssicheren Steckern, im Gegensatz zu unseren Schukos. Kann es sein, dass in den USA die Verwendung nicht potentialgetrennter Wandler allgemein zulässig ist?
Bei unseren Schukosteckern wäre das lebensgefährlich, auch auf dem Boot.

Inverter 110 12 V

Also, es scheint sich wohl doch um trafobestückte DC/AC-Wandler zu handeln. Um so unverständlicher die fehlende Trennung. Trotzdem, für einen anderen Zweck, bei sorgfältiger Isolation und Berührschutz, für unsere Zwecke vielleicht gut geignet.

Ich dachte schon an die Verwendung als preiswerten, fest eingebauten Aufwärtswandler, da der Preis durchaus verlockend ist. Aber es sind bereits warnende Stimmen zu hören, die auch die Leistungsfähigkeit der Geräte anzweifeln. Also, Vorsicht!

Schade, wenn der Handel mit China durch solche Zweifel gestört wird. Diese sollten gar nicht erst aufkommen.

Wenn Michael nicht gleich 8 Stück bestellt hätte, könnte man das "Missgeschick" einfach abhaken.
Jetzt stehen an: Rückabwicklung Zoll, Steuern, Rückversand nach China, evtl Auseinandersetzung in einer Sprache, die hier kaum jemand versteht...Andererseits, unterlässt man dieses, macht das Beispiel Schule und schädigt den Handel noch mehr.

Das Elektroauto, das ich gestern gefahren habe, wird notfalls einfach unter "Verluste" abgebucht.

Nein, das ist überhaupt nicht rassistisch gemeint. Wenn die Erde nur nicht so groß wäre...

Mit Japan und Korea funktioniert die Kommunikation jedenfalls problemloser, trotz noch größerer Entfernung.

von Bernd Schlüter - am 28.07.2013 22:22
Naja, ich sage mal; der deutsche Sprachgebrauch wird eben sensibler. In einigen Büchern von Thomas Mann, alten Übersetzungen von Onkel Toms Hütte und natürlich auch bei Jim Knopf liest man z.B. noch das Wort Neger. Auch wenn es in all den Fällen nicht böse gemeint ist, so wie es Bernd auch nicht negativ gemeint hat, würde ich solche eher unbewussten rassismen im Sprachgebrauch meiden. Sprache ist überhaupt sehr sensibel; ich erinnere mich an einen südamerikanischen Politiker der in Sachen indigener Bevölkerung bzw. im Urwald zurückgezogen lebender Jäger und Sammler gesagt hat: "Sie sind wie unsere Kinder."
Warum Kinder? Warum nicht Brüder und Schwestern? Da steckt eben schon drinnen, dass man doch irgendwie glaubt über ihnen zu stehen. Aber ich schweife ab...

Wikipedia rät übrigens auch ab: Link zu Wiki

von Cavaron - am 29.07.2013 07:51
Oje, laut dem Wikipediaautor sind Schlitzaugen also etwas Böses. "Schlitzohr" hat nicht nur einen negativen Beigeschmack und hätte, weil es nicht rassistisch ist, eher gepasst. Es bezeichnet eine deutsche ehemalige Handwerkerminderheit.Dabei kann man die Herkunft der Mehrheit der Weltbevölkerung an den nur eng geöffneten Augenliedern erkennen. Tatsächlich aber lassen sich Asiatinnen operierern, weil sie die asiatische Augenform selbst als "minderwertig" empfinden, was eigentlich völliger Blödsinn ist. Eigentlich finde ich das angeblich verpönte Wort als geeignet, um einen Herkunftshinweis zu bezeichnen.
Ich vermute mal, nur im Deutschen ist das Wort "Schlitz" negativ behaftet., wegen der Bezeichnung für missliebige deutsche Handwerker, die aus der Handwerkerrolle herausgeworfen wurden..
Also, ich werde die beiden Worte nicht mehr gebrauchen.

Die Frage ist aber, was fängt man mit Produkten an, die die Gesundheit gefährden, aber von einem fernen Land stammen? Soll man da wirklich alle Augen zudrücken? Mich würde es zwar nicht stören, wenn ich dann für einen Asiaten gehalten werde, aber die anderen?

Ich finde das Würfelspiel bei asiatischen Produkten unerträglich. Auch die Bevölkerung der ferneren Welt sollte ein Anrecht darauf haben, dass solche unvollständige Kennzeichnung von Produkten nicht ein ganzes Land in Verruf bringen.
Zurückschicken? Bezahlt wurde mit paypal.

von Bernd Schlueter - am 29.07.2013 12:03
Da kann man nur hoffen, dass sich langfristig gewisse Qualitätsstandards in China durchsetzen. Die Firmen mit guten und verlässlichen Produkten sollten sich ja durchsetzen. Außer natürlich die müssen für die Qualitätssteigerung so viel Geld einsetzen, dass sie beim Endprodukt + Versand und Zoll wieder auf dem Preisniveau von einheimischen Geräten sind.

Zählt der Paypal-Käuferschutz auch wenn es keine eBay-Auktion war? Ich hatte mal so einen Fall bei eBay - da kann man seine Zahlung im Nachhinein sperren, bis man sich mit dem Verkäufer geeinigt hat. Ist kein großer Aufwand und man kann sie jeder Zeit wieder frei geben oder kriegt sie dann zurück.

von Cavaron - am 29.07.2013 13:56
Zitat
Cavaron

Zählt der Paypal-Käuferschutz auch wenn es keine eBay-Auktion war? Ich hatte mal so einen Fall bei eBay - da kann man seine Zahlung im Nachhinein sperren, bis man sich mit dem Verkäufer geeinigt hat. Ist kein großer Aufwand und man kann sie jeder Zeit wieder frei geben oder kriegt sie dann zurück.

Nein. (aber auch wenn es über ebay war zählt der Käuferschutz oft nicht viel, bemüh den zu oft und sie werfen Dich raus..)
Man kann das Geld über die Kreditkartenfirma zurückbuchen lassen.
LG Konstantin

von el El - am 29.07.2013 21:10

Der Doxin-Wandler 1000 Watt 12 V > 110 V

Ich bin eigentlich angenehm überrascht. Die Kiste ist erst einmal dem Fraron 300/600W-Wandler sehr ähnlich, gute Komponenten verbaut. Abgesehen von der Gate-Drain-Kapazität mehr als doppelt so gute Werte: MT3205 nennen sich die zwei Transistorpaare, die die zwei Trafos gegentaktifizieren.
4,1mOhm=Ron, das ist schon super super. Da darf auch das Gehäuse dünner und leichter als beim Fraron sein. 110 Ampere Spitzenstrom, 59 Ampere Dauer Umax 55 Volt. Super. Auch die Sicherungen sind erste Sahne, 2 mal 40 Ampere, wers glaubt, wird in den chinesiscen Himmel aufgenommen.Also 1000 Watt, nicht gerade für die versprochene halbe Stunde, sondern eine halbe Minute, das gebe ich dem Ding schon. Preis 33 Euro, das Fraronteil kostete mich 25.
Noch kann ich nicht viel dazu sagen, die Trafos erscheinen äußerlich Fraronmaße zu haben. Es kommt auf das Ferritmaterial an, und, wann man dann die Feuerwehr ruft. Das halbe Kühlgehäuse ist , wenn man den unnötigen Sekundärteil herausrupft, leer und könnte das Primärteil noch einmal aufnehmen, mindestens die 1,5fche Dauerleistung könnte man herausholen.
Vielleicht sogar 1000 Watt.
Roman, schau doch mal nach, ob Du nicht noch einen Eimer von den Transistoren MT3205 herumfliegen hast!

Die 1000 Watt sind natürlich mit glühenden Zuleitungsdrähten gemessen, die in ebay versprochenen 2000 Watt haben etwas mit schmalen Augen zu tun, ist dort so üblich. Ich erinnere mich da an meinen 300 wattverstärker mit 1 Watt Ausgang.
Es sind 2 Trafos vorhanden, Vollweggleichrichtung, also doch galvanisch entkoppelt, den Rest werfen wir einfach heraus und haben, was wir wollen.
Eigentlich hätte ich Schlimmes vor, Umbau auf 24 Volt mit vier gleichen Transistoren, um die gewünschte Leistung aus der wohl Schwachstelle Trafos zu ziehen. Jetzt brauchte ich die Freigabe, das Ding zu zerpflücken, um mit einem TÜV-konformen Messgerät die isolation der Trafos zu messen. Dabei erfahre ich auch mehr über die Schaltung, die wahrscheinlich auch 220 Volt kann.Hoffe ich jedenfalls.
Mosfets sekundär IR P026P. Die gibt es gar nicht. Wahrscheinlich haben die Chinesen die falschen Fälschungsstempel benutzt. Dioden: irgendwas mit K und darüber 305, müsste man auslöten können, kann ich nicht. Ich werde alt und schwach und brauche schon eine Brille zum Lesen. Da verlässt einen die Lust, kann ich euch sagen. Früher hatte ich einen Röntgenblick.
Also, es gibt viele Elektroautos mit um und etwas über 100 Volt, für die wäre der Wandler vielleicht richtig.Fürs Twike, da muss ich erst testen. Da elektrisiert man sich an 400 Volt.

Schluss jetzt, ihr habt mich mit der Waldmühle angesteckt, die mikrokleinen Enkelkinder der Waldmühlembomber sind jetzt endgültig fällig. Für den Wandler 4000 volt mit Blaulichthintergrund..
Wer von denen nicht ruhig auf den Drähten sitzenbleibt, wird von mir eigenhändig dort festgeschnallt!

Die Nachtfalter setze ich alle in den Flur. Nicht verraten! Ein paar Hundert machen es sich dort bereits den Umständen entsprechend bequem.

von Bernd Schlueter - am 02.08.2013 22:39

Der Fortschritt kommt aus China, wenn wir ihn nicht bremsen

Dioden: 8 mal FR305 600 Volt 3 Ampere, mit China-Abschlag (Temperatur) also etwa 300 V / 1,5 A.
macht 300 Volt 6 Ampere insgesamt. reicht also für 1000 Watt. Sekundäre Elkos: 2 mal 50 µF 300 V, mit Qualitätsaufdruck, 105°. Primär 2 mal 16 V, Motherboardqualität. 2 PWM-Module, NICHT GALVANISCH GETRENNT!!! TL494C von Texas und KA7500B. Also, Roman hat richtig gesehen.

Also, ich würde sagen, das neue Halbleiterzeitalter hat auch in China Einzug gehalten.

Die meiner Meinung nach ideale Fahrbatteriespannung beträgt damit 24 Volt für unsere schwachbrüstigeren E-fahrzeuge mit Nennleistungen bis 30 kW. meines hat 11.
Aber da hat sich noch gar nichts in die Richtung getan.
Ab 30kW werden IGBTs mit ihren viel höheren Verlustspannungen bleiben. Da bleibt die Hochspannungstechnik bis 1000 Volt. 1,4 mOhm- SMD-Technik wird auch diese Hürde sprengen. Die ist noch zu teuer mit 2 Euro statt 40 Cent.

Nein, der kleine Wandler ist sicherlich besser, als der Ruf, der von ihm von der Waldmühle aus zugedacht wurde. Den Trafos misstraue ich noch. Ich würde die Teile mit einem engen Luftzwischenraum bündeln, auf symmetrische 24 Volt umstellen, mit Verdoppelung der Zahl an MT32350, Front-und Heckplatte nebst Ventilator durch einen fetten Axialventilator ersetzen und schon haben wir mit 6 mal aufgerüsteten Wandlern die gewünschten 6 kW. Einzelmasse: unter 500 Gramm. Die Trafos sind vermutlich der einzige Engpass.
Übrigens, das Sekundärteil ist eine perfekte Drehstrom-Motorsteuerung, wenn man entsprechend verschaltet.

Aber noch fehlt jeder Test....


Ergänzung: Da steht es schwarz auf weiß in der Bedienungsanleitung: Dauerleistung bei völlig freier Aufstellung bis 40° Lufttemperatur: nur 500 Watt. Das ist absolut glaubhaft.
600 Watt für 30 Minuten. 1200 Watt für einige Millisekunden.
Mittelwert (chinesisches Mittel!) : 1000 Watt. 2000 Watt: das ist der Zuschlag zu Ehren des verblichenen Staatsvorsitzenden Mao.

Vorschlag: die zwei Flachsicherungen von je 40 Ampere durch eine von 40 Ampere ersetzen. Also: eine herausziehen. Wenn ich den Laden richtig sehe, kann man den Sekundärteil heraussägen und zwei Wandler schadlos in einem Gehäuse unterbringen. Dann tatsächlich 1000 Watt, eher noch etwas mehr. 700 Gramm.

von Bernd Schlueter - am 03.08.2013 06:05

Nema-Norm

Tesla-Fhrer mussten es schon entsetzt erfahren: entsetzlich lange Ladezeit, weil sich die Amerikaner weigerten, ihre Stromversorgung an das deutsche Drehstromnetz (Westinghouse ist deutschstämmig, Tesla Serbe) anzupassen.
Amerika, Kanada und Asien haben sich für das Edison-amerikanische Dreileitersystem entschieden mit 240 Volt und Mittelpunktsleiter. Erkennbar an dem Amistecker der Chinesen: der asymmetrische lange Pol ist die Erde, die nicht vom Elektrizitätswerk, wie bei uns, sondern von einem Erdungsstab oder Fundamenterder an jeder Miniübergabestation am Holzmast mit seinen drei getrennten Einphasentransformatoren in den Konservendosen oben am Mast.

Edison gegen Westhaus

Das sind die Stäkker

Kauft frische Konservendosen! Bäume statt Stahl
Zum Trost, auch die Nema-Verehrer verwenden Drehstrom, 240 statt 400 Volt im Hausgebrauch.

Mir ist Nema sympatischer: weniger Strommonopole, TÜV und so. Dafür sind die Firmen haftbar.
Billiges, naturnahes Netz, niedrige Energiepreise.

Aus politischen Gründen bin ich für den Aufbau privater Nemanetze auch bei uns. Straßenquerung erlaubt (bei Einhaltung der Vorschriften). Ausschließlich alternative Energieverteilung, der Staat hat draußen zu bleiben. Auch jede Förderung entfällt.

von Bernd Schlueter - am 03.08.2013 06:34
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