Citroen AX Electrque Akkus machen schlapp

Startbeitrag von erakete am 30.07.2013 09:17

Hallo,
wir haben einen AX Electrique (BJ 1996, ehemals aus der HEW Flotte, die Akkus wurden vor der Übernahme von HEW nochmals getauscht in 2003), mit dem wir über Jahre 70 km Reichweite hatten. Nun kommt bei 80% Ladung die Aufladen Warnleuchte schon an, vor allem bei starker Beschleunigung. Die Reichweite liegt jetzt unter 40 km.
Ich kenne mich mit der Technik nicht sehr aus.
Woran könnte das liegen? Machen die Akkus schlapp?
Sollten wir einzelne Akkus tauschen, oder das ganze Pack?
Sollten wir andere Akkutypen reinnehmen? Müssen wir dann den Laderegler ändern?
Wir sind in Elmshorn, 30 KM nördlich von Hamburg.

Wer hat einen Tipp für mich? Wer kann helfen?

Danke und Grüße
Marcel

Antworten:

Interpretiere ich die Aussage dann so richtig seit 2003 im Besitz?
Wieviel KM wurden gefahren?
Wer hat Wasser-Wartung gemacht ?
Und wie häufig?
Wie sieht das täglich oder wöchentliche Fahrprofil aus?

Zitat
Woran könnte das liegen? Machen die Akkus schlapp? Sollten wir einzelne Akkus tauschen, oder das ganze Pack? Sollten wir andere Akkutypen reinnehmen?


Das ein Akku schlapp macht ist immer möglich.
Einzelne Akkus, nun wenn du die Abholst und die Getestet sind - rechne mal pro Block bei den Wassergekühlten MRE so um die 150 Schleifen pro Block ohne Garantie. Neu kostet ein Block je nach dem evtl. 400 oder über 500 Schleifen.
Der ganze Pack nun das wird eure Portokasse sprengen denke ich - oder in Anbetracht des Alters und der in dem Fall "unguten" Luft im Norden den Restwert des Fahrzeugs deutlich übersteigen. (zu letzteren ich kenne da oben ein paar und da fangen Fahrzeuge zu einer Zeit an an Stellen zu gammeln das sind schon mal neuerer MB nach 10 Jahren durch)


Nun mit Lixx - Technik bekommste eine kleinen "Renner" bei nur 600 Leermasse und dann eingesparten 120-150KG ABER da dürfte das das obige ebenso zutreffen.

von thegray - am 30.07.2013 14:40
Ja, da macht was schlapp. Vor allem besteht die Gefahr, dass Du nun hoffnungslos überlädtst, was bis zur Explosion von Akkus führen kann.
Ich kann nur empfehlen, die defekten Akkus herauszufinden und zu ersetzen, vor allem nicht mehr überladen!
Bei meinem Saxo habe ich die defekten so herausgefunden: 10kOhm-Widerstände mit sehr dünnen Anschlussdrähten in die beiden Sicherungen hinter dem vorderen, unteren Batteriekasten mit sechs Blöcken "mogeln". Weitere zwei Widerstände an die Anschlüsse an der Sagembox unter dem Deckel schrauben. Alle vier Widerstandsenden mit Klingeldraht oder Ähnlichem ins Innere leiten und zunächst beim Laden die drei Spannungen genau messen. Dann durch die Zahl der Blöcke dividieren, bei mir 3, 6 und 11. Oder besser, durch die Zellenzahl, 15, 30 und 55. Wo die Spannung beim Ladeende geringer ist, liegt eine kurzgeschlossene Zelle vor. Dann hilft es nichts, den entsprechenden Kasten zu öffnen und die Blöcke einzeln vorzunehmen. Ich selbst habe mit einem Infrarotthermometer beim Laden die schwarzen Schafe schnell herausgefunden und mir leider ein noch viel dickeres schwarzes Schaf eingebaut. Verlässlichen Ersatz suchen! Teste selbst, wenn der Verkäufer nicht absolut vertrauenswürdig ist. Du sparst Dir viel Ärger.
Schwach gewordene Blöcke ermittelst Du am besten während der Fahrt bei gleichbleibender Belastung, indem ein Mitfahrer die drei Spannungen gegen Entlaungsende misst.

Ich bin jetzt noch weiter gegangen und habe alle Blockanschlüsse nach außen gelegt, aber das ist eigentlich zu viel Arbeit.

Die 10kOhmwiderstände sorgen dafür, dass bei einem Kurzschluss nichts passiert. anfassen solltest du sie nicht, denn das kribbelt schon, wenn 130 Volt durch 20 kOhm fließen.

Auch der übliche Zungentest ist nicht AX-gemäß.

Wenn Du schon die Anschlüsse im Innern hast, kannst Du auch das Ladeende beobachten und vorzeitig abschalten.

Wenn Dir jemand erzählt, der ältere Block habe beim Laden 114 Amperestunden, ein anderes Mal 126Ah aufgenommen, ist das keine gemessene Kapazität und Du lässt den Verkäufer mit seiner Batterie besser stehen.
Einige Forenmitglieder haben Testgeräte, ich auch, habe aber auf die eigene Messung aus vertrauen verzichtet und viel Ärger gehabt.
Alle Batterien müssen in Ordnung sein. Sie passen sich allerdings in Maßen aneinander an. je älter, desto weniger.

von Bernd Schlueter - am 30.07.2013 14:48
Zitat

Woran könnte das liegen? Machen die Akkus schlapp?
Sollten wir einzelne Akkus tauschen, oder das ganze Pack?
Sollten wir andere Akkutypen reinnehmen? Müssen wir dann den Laderegler ändern?


Hi,
das kann verschiedene Gründe haben - normale Alterung, falsche Wartung, ungünstiges Lade-Verhalten. Wichtig ist, es muss nicht unbedingt alle Akkus betreffen. Solche Effekte können schon auftreten, wenn nur ein oder zwei Akkus schwächeln.

Eine mögliche Vorgehensweise wäre die Akku-Kästen auszubauen und sie mal einzeln zu messen. Hat man wenige Schwache dabei kann man entweder versuchen sie zu "retten" indem man z.B. ein par kontrollierte Zyklen mit ihnen macht (laden, entladen usw.) oder auch mal die Lauge kontrolliert.

Man kann sie aber auch einfach tauschen - allerdings würde ich aus kostengründen nur Gebrauchte nehmen.

Wenn man natürlich finanziellen Spielraum hat, dann kann man auch gleich alle durch Lithium ersetzen. Dafür braucht man die Lithium-Akkus an sich und ein gutes BMS, das mit dem Bordlader entsprechend kommuniziert. Für eine ähnliche Reichweite wie mit den NiCds kann man da so 5000 Euro einplanen. Dank weniger Gewicht geht natürlich auch mehr Reichweite und schneller beschleunigen ist in jedem Fall drinnen. Noch gute NiCds aus 2003 kann man dann noch für 100 bis 200 Euro pro Stück verkaufen.

Edit: zwei Vorredner waren schneller :)

von Cavaron - am 30.07.2013 14:57
Hier noch mal ein Video, wie jemand beim Berlingo die Akkus überprüft:
https://www.youtube.com/watch?v=YNSdOvNxTOw

von Cavaron - am 31.07.2013 06:51
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